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Polizei Als Familie : Differenzen Glätten Zwischen Bürokratie und Kollegialität.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Pasche, Nathalie.
- Language:
- German
- Physical Description:
- 1 online resource (319 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Place of Publication:
- Bielefeld : transcript Verlag, 2026.
- Summary:
- In Polizeiorganisationen orientieren sich Polizist*innen an den gegensätzlichen Idealen der Bürokratie und Kollegialität.Beide Ideale tragen zu einer Glättung im Sprechen über Differenzen bei.
- Contents:
- Cover
- Inhalt
- Danksagung
- 1. Einleitung
- 2. Polizei im Kontext von Bürokratie und Kollegialität
- 2.1 Idealtyp Bürokratie nach Weber
- 2.1.1 Struktureigenschaften der Bürokratie
- 2.1.2 Bürokratie als Gleichheitsmaschine? Entpersönlichung und Nivellierung von Differenzen
- 2.1.3 Verschränkung von Persönlichkeit und Bürokratie - Robert K. Merton
- 2.1.4 Bürokratie und Differenzen: Nivellierungseffekte und kritische Perspektiven auf Neutralität
- Bürokratie und moderne Männlichkeitskonzepte
- Bürokratie und (Un‑)Gleichheiten
- Kritik am Konzept der rationalen Organisation
- Der disziplinierende und performative Charakter von Bürokratie
- 2.1.5 Polizei und Bürokratie: nicht »bloßes Herrschaftsinstrument«
- 2.2 Idealtyp Kollegialität
- 2.2.1 Kollegialität nach Weber
- 2.2.2 Idealtypische Eigenschaften von Kollegialität nach Malcom Waters
- 2.2.3 Persönliche und ambivalente Beziehungen - Emmanuel Lazega
- 2.2.4 Vergemeinschaftung in Organisationen - Gertraute Krell
- 2.2.5 Zunft‐ und Gildewesen als Anfang des Kollegialitätsprinzips
- 2.2.6 Kollegialität und Differenzen: Soziale Homogenisierung und Minderheiten
- 2.2.7 Polizei und Kollegialität: Cop Culture als Polizei‐ und Forschungsnarrativ
- Polizei als Berufung
- Skeptizismus, Loyalität und Solidarität
- Diversität, Rassismus und Diskriminierung
- 2.3 Koexistenz und ‑konstitution von Bürokratie und Kollegialität
- 2.3.1 Abfedernde oder verstärkende Effekte zwischen Bürokratie und Kollegialität
- 2.3.2 Wirkungen der Koexistenz von Bürokratie und Kollegialität auf Differenzen
- 2.4 Forschungsinteresse: Polizeiliche Differenznarrative im Kontext von Bürokratie und Kollegialität
- 3. Methoden
- 3.1 Grounded Theory als Forschungsstil.
- 3.1.1 Langsames Einkreisen des Forschungsgegenstands - Von Beruf und Geschlecht zum Sprechen über Diversität zur Nicht‑Thematisierung von Differenzen
- 3.1.2 Theoretische Offenheit bis zum Schluss der Forschungsarbeit
- 3.1.3 Weiter Datenbegriff: Verschiedene Methoden und Vielfalt an Datenmaterial
- 3.1.4 Fallauswahl: Eine Kombination von Theoretical Sampling und Schneeball‑Verfahren
- 3.1.5 Auswertung durch Kodieren: Von einer Vielzahl an Kodes zu Differenzglättungen
- 3.2 Feldzugang
- 3.3 Narrativer Zugang in einer Organisation mit einer »rich oral culture«
- 3.4 Analytisches Instrumentarium zum Sichtbarmachen einer Praxis des Unsichtbarmachens
- 3.5 Beschreibung des Datenmaterials
- 4. (De‑)Thematisierungen von Differenzen
- 4.1 (De‑)Thematisierung von Geschlecht
- 4.1.1 Dethematisierung als Normalisierung einer geschlechtsatypischen Berufsentscheidung
- Die Konstruktion einer (männlichen) Normalbiografie - Fallbeispiel Fabia Rohrer
- 4.1.2 Das bürokratische De‑Institutionalisierungsnarrativ in der Polizei
- Von einer »weiblichen Polizei« bis hin zur »Umsetzung der Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen« - Die Geschichte der De‐Institutionalisierung in der Polizei
- Dethematisierung, um ein »richtiger Polizist« zu werden
- 4.1.3 Zwischenfazit: Dethematisierungen in den biografischen Erzählungen
- 4.1.4 Thematisierungen: Das Narrativ des defizitären Frauenkörpers
- 4.1.5 »Chicken patrol« - Die Frauenpatrouille
- 4.1.6 »Fünfzig‐fünfzig, das würde gar keinen Sinn machen« - Die ideale Geschlechterverteilung in der Polizei
- 4.1.7 Die Sportprüfung - »für Frauen ist der Sport noch extremer«
- 4.1.8 »Ein Glücksgefühl für die Männer« - Männerdomänen in der Polizei
- 4.1.9 Repräsentant*innen bei den Informationsveranstaltungen: Unterschiedliche Positionierungen zu Geschlechterdiversität.
- Polizeikorps 1: »1.72 und 95 kg schwer«: Der leidenschaftliche Polizist und sein männlicher Körper
- Polizeikorps 2: »Ganz viele Männer, die da was zeigen« - Die toughe Polizistin und ihre Kritik an gewaltaffinen Männlichkeiten
- 4.1.10 Fazit: Ambivalente (De‑)Thematisierungen von Geschlecht
- 4.2 Silence management von LGBTQ+-Polizist*innen
- 4.2.1 Polizeikorps 1: Gescheiterter Zugang zu LGBTQ+-Polizist*innen als Indiz für organisationales Schweigen
- 4.2.2 (De‑)Thematisierungen von LGBTQ+: »Manchmal in den Vordergrund stellen«
- 4.2.3 »Und da haben wir uns intern outen müssen.« Vom versteckten zum geouteten Verein PinkCop
- 4.4.4 Fazit
- 4.3 »Bei null anfangen«: Organisationale Nivellierung der beruflichen Herkunft
- 4.3.1 (De‑)Thematisierungen der beruflichen Herkunft in der Rekrutierung: »Bei null anfangen«
- 4.3.2 »Ich bin eher der Macher«: Biografische Selbstpositionierung als Praktiker*in
- 4.3.3 »Hochstudierte« in einer Minderheitenposition gegenüber dem »Macher«
- 4.3.4 Fallbeispiel Polizeikorps 1 - Florian Ott: »Eine Verschandelung von Kapazitäten«
- 4.3.5 Geschlecht überlagert die Kategorie der »Hochstudierten«
- 4.3.6 Fazit: »Hochstudierte« mit einem Fuß draußen
- 4.4 Eingebürgerte Polizist*innen - Der nicht definierbare Unterschied, der einen Unterschied macht
- 4.4.1 Formelle Voraussetzungen als bürokratische Hürden: Schweizer Staatsbürgerschaft und Sprachkompetenzen
- 4.4.2 »Im Herz müssen sie Schweizer sein« - hohe Assimilationsanforderungen und primordialistisches Verständnis von Ethnizität
- 4.4.3 Öffnung der Polizei gegenüber Menschen mit einer C‑Bewilligung - Verweis auf die Politik ohne Positionierung
- 4.4.4 »Nicht definiert worden« - Die nicht fassbare Differenz.
- 4.4.5 Fallbeispiel Boris Bianci: »Immer noch in der Schweiz und jetzt sind wir alle glücklich« - Migrationserfahrung als in sich abgeschlossener Einschub
- 4.4.6 Fazit
- 5. »Polizei als Familie« - die glättende Differenzkategorie
- 5.1 Ein mündliches Narrativ für Interessent*innen und Polizist*innen in Ausbildung
- 5.2 Familiäre Beziehungen
- 5.3 Grenzen zwischen privat und öffentlich verschwimmen
- 5.4 Beschreibungen der Herkunftsfamilie in den Lebensgeschichten
- 5.4.1 »Behütet aufgewachsen«: Die Familie als sicherer Hort
- 5.4.2 »Klassisches Familienmodell« - Die Kernfamilie mit geschlechtskonstituierender Arbeitsteilung
- 5.6 Polizeifamilien - wenn die Familie zur Polizei wird
- 5.7 Die Praxis des »Einander‐Holens«: Reproduktion (in) der »Polizei als Familie«
- 5.8 Fallbeispiel Philip Vogel: Wie Differenzglättungen und das Polizeinarrativ zusammenhängen (können)
- 5.9 Fazit: Polizei ist Familie
- 6. Differenzglättungen in der Polizei
- 6.1 Thematisierung von Differenzen als heikler Akt - die narrativen Praktiken der Differenzglättungen
- 6.1.1 Dosieren von Differenzen
- 6.1.2 Externalisieren von Differenzen
- 6.1.3 Historisieren von Differenzen
- 6.2 Biografische Glättungen als bürokratische Sprechpraktik
- 6.3 Glättungen als kollegialer Dethematisierungspakt
- 6.4 Differenzglättungen als narrative Praktik im Umgang mit Bürokratie‐ und Kollegialitätsidealen
- 7. Literatur
- 8. Anhang
- 8.1 Interviewleitfaden biografisch‐narratives Interview
- 8.2 Interviewleitfaden Expert*inneninterview, Schwerpunkt Ausbildung.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- ISBN:
- 9783732800285
- 9783839480069
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