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Rechtsästhetik in rechtsphilosophischer Absicht : Untersuchungen zu Formen und Wahrnehmungen des Rechts.

Nomos Elibrary Open Access Ebooks Available online

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Format:
Book
Contributor:
Plato, Levno von.
Series:
Bild und Recht - Studien zur Regulierung des Visuellen
Bild und Recht - Studien zur Regulierung des Visuellen ; v.4
Language:
German
Subjects (All):
Law and aesthetic.
Law--Philosophy.
Law.
Physical Description:
1 online resource (270 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Baden-Baden : Nomos Verlagsgesellschaft, 2020.
Summary:
Die philosophische Ästhetik befasst sich nicht ausschließlich mit Fragen der Kunst, sondern allgemeiner mit Problemen der Form-Gebung und der Wahrnehmungs-Vermittlung. Im Recht werden diese Fragen zwar im Rahmen der Methodenlehre gelegentlich berücksichtigt, jedoch steht die evaluative und affektive Überformung von Wahrnehmungen unter einem generellen Subjektivitätsverdacht. Ästhetik im Sinne einer Wahrnehmungslehre ist der geeignete diskursive Ort, um solchen Verdacht als vermittlungsvergessen zu kritisieren. Der Sammelband untersucht anhand einer Vielzahl von Phänomenen, auf welche Weise nicht nur sprachliche, sondern auch performative und mediale Faktoren die Urteilsbildung beeinflussen. Im klassischen Zuschnitt bedenkt die Rechtsphilosophie wohl philosophische Teildisziplinen wie die Ethik oder die politische Philosophie, kaum jedoch die Ästhetik. Im vorliegenden Band werden dagegen rechtsästhetische Forschungsperspektiven als heuristisches Instrumentarium erprobt.
Contents:
Cover
Einleitung: Was ist und wozu betreibt man Rechtsästhetik?
Recht und Form
Form, Stil und Substanz gerichtlicher Urteile - am Beispiel der Verfassungsgerichtsbarkeit
I. Einheit des gerichtlichen Urteils oder Vielheit der "Urteile" einzelner Richter
II. Begründungen
1. Begründete und nicht begründete Entscheidungen
2. Begründungsstile
III. Gliederungselemente, Zitierweisen und sonstiges
IV. Form, Stil und Substanz
Über die Form des Rechts
I. Was ist die zusätzliche Form des Rechts?
II. Vertretung in der Wissenschaft
III. Skizze einer historischen Stützung und Präzisierung, wie die Form des Rechts zu verstehen ist
IV. Begriffliche Rechtfertigung der notwendigen zusätzlichen Form des Rechts
1. Verpflichtung: Abgrenzung gegenüber Empfehlungen/Ratschlägen
2. Allgemeinheit/Universalität: Abgrenzung gegenüber Schlichtungen/Mediationen
3. Nichtsuspendierbarkeit/Kategorizität: Abgrenzung gegenüber Bräuchen/Konventionen
4. Zusätzliche Form: Abgrenzung gegenüber der Politik
5. Äußerlichkeit/Externalität: Abgrenzung gegenüber der Moral
6. Unabhängigkeit der Verpflichteten: Abgrenzung gegenüber bloß internen Regelungen/Richtlinien/Verwaltungsvorschriften
7. Möglichkeit vollständiger Innerweltlichkeit/Immanenz: Abgrenzung gegenüber der Religion
V. Über die Form des Rechts
VI. Tendenzen der Entformalisierung des Rechts
VII. Zusammenfassung der Ergebnisse und Bedeutung für die Rechtsästhetik
Recht und Gefühl
Warum Normen allein nicht reichen. Sinn für Angemessenheit und Rechtsgefühl in rechtsästhetischer Perspektive
1. Die These
2. Der Fall "Emmely"
3. Die Begriffe "Situation" und "Norm"
4. Spezialfälle des Sinns für Angemessenheit. Das Rechtsgefühl
5. Traditionslinien. An der Stelle von jedem anderen fühlen können?
6. Zusammenfassung und Ausblick.
Juristisches Urteil - seine wahrnehmungstheoretischen Voraussetzungen
1 Fragestellung
2 Gefühl und Wahrnehmung
3 Juristische Urteilskraft
3.1 Grundlagen
3.2 Auslegung und Wertung
3.3 Interpretation und wertender Sinnbezug
4 Intuitives und rationales Überlegungsgleichgewicht
4.1 Leitfunktion der fühlenden Wahrnehmung
4.2 Rational-argumentative Erschließung und methodologische Einordnung
4.3 Das Paradox der Rechtsbindung
5 Orientierung in der Gesellschaft
Urteilen in Recht und Ästhetik
Ästhetisches und juridisches Urteilen: Rechtsästhetik als Methodenkritik
I. Oberflächenphänomene
II. Der lange Schatten Kants
III. Einige Berührungspunkte
1. Verhältnismäßigkeit, Angemessenheit
2. Stimmigkeit
3. Ausnahmezustand
IV. Syn-Aisthesis?
Rechtsprinzipien und ästhetische Normenbegründung
I. Einleitung: Virtuose Rechtsfindung?
II. Die Suche nach dem Richtigen
III. Die Wahrnehmung des Sollens und des Seins durch das Individuum: Privatwertung, Natur der Sache, Gemeinschaftswertung und Normkonformität
IV. Das richtige Gefühl und ästhetische Urteilsbildung und Normenbegründung
V. Die Schönheit des Rechts und das Rechtsgefühl
VI. Der zweifache Willkürschutz: die Rechtsidee als regulatives Prinzip einerseits und die Lebenswirklichkeit des Sachverhalts und des gemeinschaftlichen Gerechtigkeitsgefühls andererseits
VII. Die Schönheit der Rechtsprinzipien und ihr virtuoses Zusammenspiel
VIII. Verfassungskonforme Rechtsfindung als ästhetisches Urteil
Ästhetische Bedingungen der Rechtsprechung - eine Auseinandersetzung mit Jürgen Habermas
I.
II.
III.
Recht und Medien
Die Bauhaus-Ästhetik des Rechts. Zum Widerstreit zwischen verschiedenen ästhetischen Bedürfnissen des Rechts
I. Ästhetik - eine verdrängte Dimension des Rechts?.
II. Abhängigkeit der Wirksamkeit von Recht von Ästhetik
III. Auffällige Parallelen zwischen Bauhaus- und Rechtsästhetik
IV. Reduzierte Ästhetik als Voraussetzung der Durchdringung von Lebenswelten?
V. Bedarf das Recht einer "rationalen" bzw. "neutralen" oder einer repräsentativ-inklusiven Ästhetik?
1. Die Gestaltung des rechtlichen Antlitzes
2. Der Anschein von Neutralität als rechtstheoretische Voraussetzung der Wirksamkeit von Recht?
VI. Der doppelte Anspruch rechtlicher Ästhetik als Grund für ästhetische Widersprüche des Rechts
Darstellen als Problem der Gerechtigkeit
I. Das Recht als Frage der Darstellung
II. Gerechtigkeit als Problem der Darstellung
III. Gerechtes Urteilen als Misstrauen gegenüber den Darstellungen
IV. Exemplifikation als ästhetisches Verfahren
Schein und Sein des Rechts in Film und Fernsehen
Einleitung
Meta-Erzählung, Hauptbotschaft, Unterstützungshypothese
Negative Darstellungen um Unterstützung zu mobilisieren
Negative Darstellung von Alternativen zum Recht und zur Justiz
Weniger Darstellungen von Zivilprozessen
Sozialer Wandel
Schluss
Ästhetik des Urheberrechts
1. Ästhetiken
2. These
3. Urheberrecht
Algorithmizität und Sichtbarkeit. Konflikte um Bilder in den sozialen Medien
I. Behind the Screen: Die Organisation von Sichtbarkeit
II. Das Bilder-Recht der Netzwerke
1. Community Standards und Grundrechtsstandards
2. Der Umgang mit Bildern
III. Algorithmizität und die Grenzen automatisierten Entscheidens
Autorenverzeichnis.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
3-7489-0878-4
OCLC:
1224366291

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