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Investitionsverpflichtung und Rechteentzug - Verfassungs- und Unionsrechtliche Grenzen : Zur Zulässigkeit Von Investitionsverpflichtung und Gesetzlich Angeordnetem Rechterückfall Durch Den Entwurf Eines Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetzes (MedienInvestVG-E).
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Fabio, Udo Di.
- Language:
- German
- Physical Description:
- 1 online resource (97 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Place of Publication:
- Baden-Baden : Nomos Verlagsgesellschaft, 2026.
- Summary:
- Die politische Bereitschaft, dirigistisch in Wirtschaftsabläufe einzugreifen, wächst auch im Medien- und Kulturbereich.Mit dem Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz (MedienInvestVG) will die Bundesregierung eine Investitionspflicht für audiovisuelle Mediendiensteanbieter einführen.
- Contents:
- Titelei/Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- A. Anlass und Gegenstand der Begutachtung
- 1. Das Investitionsverpflichtungsgesetz
- 2. Rechtspolitische Diskussion um Förderung des Filmstandorts Deutschland
- a) Diskussion unter der Vorgängerregierung
- b) Unionsrechtlicher Ursprung und gesamteuropäischer Trend
- 3. Ökonomischer Hintergrund
- 4. Rechtsgutachterliche Fragestellungen
- B. Verfassungsrechtliche Würdigung von Investitionsverpflichtungen und gesetzlich normierter Rechteteilung
- I. Gesetzgebungskompetenz des Bundes
- 1. Investitionsverpflichtung
- a) Keine schwerpunktmäßige Regelung zum Recht der Wirtschaft
- aa) Interpretation der Kompetenznorm
- bb) Zuordnung der Gesetzgebungsmaterie im konkreten Fall
- b) Zwingende Erforderlichkeit zur Wahrung der Wirtschaftseinheit im gesamtstaatlichen Interesse
- c) Zwischenergebnis
- 2. Rechterückfall
- a) Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 GG
- b) Art. 73 Abs. 1 Nr. 9 GG: Urheberrecht
- II. Anwendbarkeit der Grundrechte des Grundgesetzes
- 1. Unionsrechtlich eingeräumter Gestaltungsspielraum eröffnet Anwendungsspielraum der deutschen Grundrechte
- 2. Art. 19 Abs. 3 GG: Wesensmäßige Anwendbarkeit der Grundrechte auf nicht inländische juristische Personen
- III. Vereinbarkeit des Investitionsverpflichtungsgesetzes mit den Grundrechten audiovisueller Mediendienstanbieter
- 1. Schutzbereich betroffener Grundrechte
- a) Art. 5 Abs. 1 S. 2 Alt. 1 GG
- aa) Rundfunkfreiheit als primär einschlägiges Grundrecht
- bb) Rundfunkfreiheit statt Filmfreiheit
- cc) Schutzbereichsbetroffenheit der Rundfunkfreiheit
- 2. Eingriff
- a) Hauptquote
- b) 4 Abs. 1 Nr. 1-3 MedienInvestVG-E Subquoten der Investitionsverpflichtung
- c) 4 Abs. 1 Nr. 1 MedienInvestVG-E Investitionen in neue europäische Werke.
- d) 4 Abs. 1 Nr. 2 MedienInvestVG-E Investition in europäische Werke in deutscher Originalsprache
- e) 4 Abs. 1 Nr. 3 MedienInvestVG-E Investition in Werke „unabhängiger" Filmhersteller
- 3. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
- a) Einschränkungsmöglichkeiten: Insbesondere „allgemeines Gesetz"
- b) Grenzen der Einschränkungsmöglichkeiten, insbesondere Verhältnismäßigkeit
- aa) Legitimer Zweck
- bb) Geeignetheit
- Zwischenergebnis:
- cc) Erforderlichkeit
- (1) Steuerliches Anreizsystem und sonstige Formen der Filmförderung als milderes gleich effektives Mittel
- (2) Erforderlichkeit der einzelnen Subquoten
- dd) Angemessenheit
- (1) Gewichtung des gesetzgeberisch verfolgten Zwecks
- (2) Gewichtung des Grundrechtseingriffs
- (3) Fehlende Voraussetzungen einer Indienstnahme Privater
- (4) Übertragbarkeit finanzverfassungsrechtlicher Maßstäbe zu Sonderabgabe
- (5) Keine Einbeziehung von Third Party Channel
- (6) Abwägung
- IV. Vereinbarkeit des gesetzlich normierten Rechterückfalls mit den Grundrechten audiovisueller Mediendienste
- 1. Schutzbereich
- a) Art. 14 Abs. 1 GG Eigentumsfreiheit
- aa) Ausschließliche Nutzungsrechte und Leistungsschutzrechte der Mediendienstanbieter
- bb) Markenrechte: Die „Content-Library" als Marke und Bezug zum Eigentumsgrundrecht
- cc) Eingerichteter und ausgeübter Gewerbetrieb unter Eigentumsgarantie betroffen
- dd) Das Verhältnis von Eigentums- und Berufsfreiheit bei nachträglichem Rechteentzug
- b) Art. 12 Abs. 1 GG Anwendung der Berufsfreiheit im Überschneidungsbereich
- c) Art. 5 Abs. 1 S. 2 Alt. 1 GG (Rundfunkfreiheit)
- a) Eingriff durch einen Rechterückfall nach Fristablauf im Allgemeinen
- aa) Eingriff in Art. 14 Abs. 1 GG
- bb) Eingriff in Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG und Art. 12 Abs. 1, 2 GG
- b) Eingriffe durch 8 Abs. 2 Nr. 1-4 MedienInvestVG-E.
- aa) 8 Abs. 2 Nr. 2-4 MedienInvestVG-E
- bb) 8 Abs. 2 Nr. 1 MedienInvestVG-E
- c) Wirkungslose Ausschlussklausel des 8 Abs. 4 MedienInvestVG-E
- a) Einschränkungsmöglichkeiten
- aa) Art 5 Abs. 2 GG Rundfunkfreiheit und Allgemeinheit des Gesetzes
- b) Grenzen der Einschränkungsmöglichkeit
- (1) Förderung untergeordneter Zwecke
- (2) Primärzwecke: Wirtschafts- und Vielfaltsförderung
- (a) Entwertung von Programm- und Markenbildung
- (b) Negative Investitionslenkung
- (1) Blickverengung durch Zweckkonfusion
- (2) Begründungsausfall für übergeordnete Zweckerreichung
- (3) Milderes Mittel zur Erreichung ökonomischer Zwecke: Wettbewerbsrecht
- (4) Milderes Mittel: nur beschränkter Rechterückfall
- (a) Branchenvereinbarungen mit erfolgsabhängigen Vergütungselementen als milderes Mittel zum Rechterückfall
- (b) Effektivität
- (1) Intensiver Eingriff in Kern der Wertschöpfung und Investitions- und Vertragsfreiheit
- (b) Keine Verzahnung von Investitionspflicht und Rechterückfall
- (2) Regelungszweck AVMD-Richtlinie:
- (3) Unverhältnismäßige Verantwortungszurechnung
- (4) Unzureichend Flexibilisierungsklauseln
- (5) Keine Übergangsregelungen für schonende Einführung
- C. Vereinbarkeit von Investitionspflicht und Rechterückfall mit den unionsrechtlichen Grundfreiheiten
- I. Investitionsverpflichtung
- 1. Vereinbarkeit mit AVMD-Richtlinie
- 2. Vereinbarkeit mit Grundfreiheiten
- II. Rechterückfall
- 2. Unvereinbarkeit mit Grundfreiheiten
- D. Ergebnisse.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- ISBN:
- 9783748958055
- OCLC:
- 1602013566
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