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Die Dominanzgesellschaft und der NSU-Komplex : Eine tiefenhermeneutische Untersuchung. Mit einem Vorwort von Mario Erdheim / Charlie Kaufhold, Mario Erdheim

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Format:
Book
Author/Creator:
Kaufhold, Charlie, Author.
Contributor:
Erdheim, Mario PD Dr., Author of introduction, etc.
Language:
German
Subjects (All):
National Socialist Underground (NSU).
Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).
qualitative social research.
qualitative Sozialforschung.
In-Depth Hermeneutics.
Tiefenhermeneutik.
psychoanalytical social psychology.
psychoanalytische Sozialpsychologie.
authoritarianism.
Autoritarismusforschung.
racism.
Rassismus.
anti-Semitism.
Antisemitismus.
Folgewirkungen des Nationalsozialismus.
the aftermath of National Socialism in Germany.
Local Subjects:
National Socialist Underground (NSU).
Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).
qualitative social research.
qualitative Sozialforschung.
In-Depth Hermeneutics.
Tiefenhermeneutik.
psychoanalytical social psychology.
psychoanalytische Sozialpsychologie.
authoritarianism.
Autoritarismusforschung.
racism.
Rassismus.
anti-Semitism.
Antisemitismus.
Folgewirkungen des Nationalsozialismus.
the aftermath of National Socialism in Germany.
Physical Description:
1 online resource (0 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Leverkusen Barbara Budrich Academic Press GmbH 2026
Biography/History:
Dr. Charlie Kaufhold , Universitätsassistent_in (Postdoc) an der Universität Wien und Research Fellow an der International Psychoanalytic University Berlin
Summary:
Welche Gefühle und (unbewussten) Konflikte kommen bei der Beschäftigung mit dem extrem rechten Terror des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) auf? Charlie Kaufhold zeichnet durch eine psychoanalytisch orientierte Vorgehensweise ein facettenreiches Bild der deutschen Gesellschaft, in der Rassismus und Antisemitismus vielfach das Empfinden prägen. Der Fokus liegt auf den psychosozialen Dynamiken der Dominanzgesellschaft, das heißt dem Teil der Gesellschaft, der nicht von Rassismus und/oder Antisemitismus betroffen ist. Which feelings and unconscious conflicts arise when dealing with the far right terrorism of the National Socialist Underground (NSU)? Taking a psychoanalytical approach, Charlie Kaufhold provides a multifaceted portrayal of German society, where racism and anti-semitism frequently influence people's perceptions. The focus are the psychosocial dynamics of the dominant society - that is, the part of society not affected by racism and/or anti-semitism.
Contents:
Vorwort von Mario Erdheim Danksagung Angaben zur geschlechterreflektierenden Sprache Teil I. Den ausgebliebenen Aufschrei zum NSU-Komplex verstehen und begreifen 1 Einleitung 1.1 Der NSU-Komplex als Irritation 1.2 Psychosoziale Dynamiken durch Irritationen verstehen: zum Forschungsdesign 1.3 Normativität, Paradoxien und die Möglichkeit der Veränderung 1.4 Forschungsstand 1.4.1 Das Forschungsdesiderat in der qualitativen Sozialforschung 1.4.2 Forschung zu den verschiedenen Akteur_innen im NSU-Komplex 1.4.3 Perspektivierung in Anlehnung an Autoritarismus- und Kritische Weißseinsforschung 1.5 Zum Aufbau der Studie 2 Theoretische Rahmung 2.1 Psychosoziale Dynamiken 2.2 Divergenzen psychosozialer Dynamiken 2.2.1 Die Komplexität von Herrschaft fassen 2.2.2 Veränderungen des gesellschaftlich Unbewussten 2.2.3 Ereignis und Situation 2.2.4 Der NSU-Komplex als Ereignis in einer von Herrschaft geprägten Situation 2.3 Die Dominanzgesellschaft 2.3.1 Eine psychoanalytisch-sozialpsychologische Begriffsbestimmung 2.3.2 Die Dominanzgesellschaft als Perspektive und Phänomen 2.4 Zusammenfassung 3 Methoden 3.1 Zur Erhebung: Gruppendiskussion 3.1.1 Facetten der Gruppendiskussion in der qualitativen Sozialforschung 3.1.2 Konzipierung und Durchführung der Gruppendiskussionen 3.1.3 Sampling-Strategie 3.1.4 Materialkorpus 3.2 Zur Auswertung: Tiefenhermeneutik 3.2.1 Szenisches Verstehen 3.2.2 Die Arbeit in und mit Gruppen: Interpretationsgruppen und Gruppendiskussionen 3.2.3 Irritationen und Fehlleistungen 3.2.4 Zur konkreten Vorgehensweise 3.3 Geltungsbereich der Ergebnisse 3.4 Zusammenfassung Teil II. Empirie: die psychosozialen Dynamiken zum NSU-Komplex Vorbemerkung zu Teil II 4 Die Gewerkschafter_innen 4.1 Einleitung 4.1.1 Hintergrundinformationen zur Gruppendiskussion 4.1.2 Verlauf und thematische Schwerpunkte der Gruppendiskussion 4.1.3 Angaben zur Interpretation 4.2 Bedrohliche Nähe 4.2.1 Die nationalsozialistische Gewalt wird ausgeklammert 4.2.2 Der Faschings- und der Faschoverein 4.2.3 Verlagerung der Nazis in ein imaginäres Außen 4.2.4 Die Angst vor dem Eigenen 4.2.5 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: eine psychotische Angst vor dem Verlust deutscher Identität 4.3 Der Versuch, die ‚Heimat‘ zu schützen 4.3.1 Ruhe und Ordnung müssen (wieder-)hergestellt werden 4.3.2 Das störende Pochen und die randalierenden Nazis 4.3.3 Eingrenzung und Ausweitung 4.3.4 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: die Vergeschlechtlichung der ‚Heimat‘ und der sie störenden Aggression 4.4 Die Kontakthemmung 4.4.1 Ein konflikthaftes Gegennarrativ 4.4.2 Die Kontakthemmung gegenüber den Opfern des NSU 4.4.3 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: drei Perspektiven auf die Kontakthemmung 4.5 Die deutsche Identität als Spannungsfeld 4.5.1 Das Chaos, in das es kein Dazwischenkommen gibt 4.5.2 Der Wunsch nach Autorität, die das ‚Problem NSU‘ lösen soll 4.5.3 Die Ambivalenz im Wunsch nach Autorität 4.5.4 Ausstieg aus einer unaushaltbaren Situation 4.5.5 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: Ambiguitätsintoleranz und der Staat als inneres Objekt 4.6 Zusammenfassung 5 Die Skatspieler 5.1 Einleitung 5.1.1 Hintergrundinformationen zur Gruppendiskussion 5.1.2 Verlauf und thematische Schwerpunkte der Gruppendiskussion 5.1.3 Angaben zur Interpretation 5.2 Identitätsfragen 5.2.1 Scheiternde Suche nach (deutscher) Identität 5.2.2 Der NSU als Bedrohung der Identität 5.2.3 Restabilisierung der Identität durch Ausschluss (deutsch-)türkischer ‚Anderer‘ 5.2.4 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: rassistischer Ausschluss 5.3 Vermeidung: der Zusammenhang von Identitätsfragen und dem NSU wird negiert 5.3.1 Die Gruppendynamik erlaubt keinen Widerspruch 5.3.2 Der Wunsch, einer unbequemen Affektlage zu entgehen 5.3.3 Die kollektive Dimension der Vermeidung 5.3.4 Die Taten der Rechten und der Rechtsstaat 5.3.5 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: historisch verortete Abwehrdynamiken und psychosoziale Funktionen des Staats 5.4 Zusammenfassung 6 Der Lesekreis 6.1 Einleitung 6.1.1 Hintergrundinformationen zur Gruppendiskussion 6.1.2 Verlauf und thematische Schwerpunkte der Gruppendiskussion 6.1.3 Angaben zur Interpretation 6.2 Schuldeingeständnisse 6.2.1 Passivität, Ohnmacht und Enttäuschung 6.2.2 Das Wissen, versagt zu haben 6.2.3 Schlechtes Ge-/Wissen 6.2.4 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: Wissen und Schuld 6.3 Verwirrende (Nähe-)Verhältnisse zu den Akteur_innen im NSU-Komplex 6.3.1 Die Abwehrfunktion politisch ‚richtiger‘ Kritik 6.3.2 Das ‚Vergessen‘ der Opfer und der Wunsch, in die Gegenwart zu kommen 6.3.3 Konflikthafte Identifizierungen und Näheverhältnisse 6.3.4 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: Identifizierungen, die Kehrseite der Kontakthemmung und ein Schlussstrich 6.4 Zugang zu Affekten der Opferangehörigen 6.4.1 Abwehr durch ‚politisch korrekte‘ Diskurse 6.4.2 Der Agenten-Thriller: Abwehr durch Entwertung der Bedrohung 6.4.3 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: affektiver Zugang und Abwehr 6.5 Zusammenfassung 7 Die NGO 7.1 Einleitung 7.1.1 Hintergrundinformationen zur Gruppendiskussion 7.1.2 Verlauf und thematische Schwerpunkte der Gruppendiskussion 7.1.3 Angaben zur Interpretation 7.2 Kein Ende 7.2.1 Divergenzen psychosozialer Dynamiken: ‚Nein‘ vs ‚Jein‘ 7.2.2 Der migrantisch situierte Wunsch, das Erschrecken herunterzuschlucken 7.2.3 Der dominanzdeutsche Wunsch nach einem ‚Happy End‘ 7.2.4 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: Divergenzen 7.3 Das Changieren zwischen Leid und Aggression 7.3.1 Angst und Wunsch nach Anerkennung des eigenen Leids 7.3.2 Von Zweifeln und der Verzweiflung 7.3.3 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: das Verhältnis zur Dominanzgesellschaft 7.4 Scheiterndes Zuhören 7.4.1 „Mhm“: Aggression und Entwertung wider Willen 7.4.2 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: Kontakthemmung als aktiver Prozess 7.5 Zusammenfassung 8 Die Tanzpaare 8.1 Einleitung 8.1.1 Hintergrundinformationen zur Gruppendiskussion 8.1.2 Verlauf und thematische Schwerpunkte der Gruppendiskussion 8.1.3 Angaben zur Interpretation 8.2 Sonja: Angst und Abwehr 8.2.1 Die Perspektivverschiebung 8.2.2 Brüche als Ausdruck einer abgewehrten Angst 8.2.3 Die Angst vor Antisemitismus ‚sprachverschoben‘ kommunizieren 8.2.4 Die DDR als Zufluchtsort 8.2.5 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: Antisemitismus auf psychosozialer Ebene aus Betroffenenperspektive 8.3 Divergenzen psychosozialer Dynamiken entlang von Antisemitismus 8.3.1 Norbert: Kognition und Druck 8.3.2 Sonja und Norbert im Krieg: „immer zwei Seiten“ 8.3.3 Friedrich: ein Gefühl der Unvollständigkeit 8.3.4 Ingrid: fehlende Sichtbarkeit und Handlungsmacht 8.3.5 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: Antisemitismus auf psychosozialer Ebene in der Interaktion 8.4 Sprachverschiebung: Antisemitismus und die ehemalige DDR 8.4.1 Projektion von Rassismus auf die DDR 8.4.2 Antisemitische Aggression und die Frage der Schuld 8.4.3 Zusammenfassung & theoretische Diskussion: die Sprachverschiebung als psychosozialer Ausdruck der Kommunikationslatenz 8.5 Zusammenfassung Teil III. Warum der gesellschaftliche Aufschrei zum NSU-Komplex ausgeblieben ist 9 Schluss 9.1 Horizontale Diskussion der Ergebnisse 9.1.1 Psychosoziale Dynamiken in der Dominanzgesellschaft 9.1.2 Divergenzen psychosozialer Dynamiken und ihrer Funktionen 9.2 Vom konkreten Fall abstrahierende Diskussion der Ergebnisse 9.2.1 Die Irritation über den ausgebliebenen Aufschrei 9.2.2 Weitere Irritationen im NSU-Komplex 9.3 Ausblick Literaturverzeichnis Filmverzeichnis Textnachweise
ISBN:
9783966658881
Publisher Number:
9783966658881

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