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Kollektives Gedächtnis und literarische Erinnerungskultur : Erinnern und Vergessen in polnischen und persischen Texten der Gegenwart / Lena F. Schraml.

Ebook Central Academic Complete Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Schraml, Lena F., author.
Series:
Ost-West-Express. Kultur und Übersetzung
Ost-West-Express. Kultur und Übersetzung ; Volume 44
Language:
German
Subjects (All):
Collective memory and literature.
Persian literature--20th century--History and criticism.
Persian literature.
Polish literature--20th century--History and criticism.
Polish literature.
War in literature.
Physical Description:
1 online resource (359 pages)
Edition:
First edition.
Place of Publication:
Berlin, Germany : Frank & Timme GmbH, Verlag für wissenschaftliche Literatur, 2022.
Summary:
Braucht das kollektive Gedächtnis die Literatur? Welche Rolle spielt sie für das Erinnern? Und welche Vorteile gegenüber anderen Medien bieten fiktionale Texte für die Erinnerungskultur? Literatur kann das Vergessen überwinden, identitätsstiftende Opfer- und Heldennarrative aufbrechen und Vergangenes anders und neu erzählen. Durch Per­spektivwechsel kann bei der Lektüre zudem Empathie aufkeimen, ein wirksames Gegenmittel bei Opferkonkurrenz. Wie das alles gelingt, untersucht Lena F. Schraml an polnischen Texten, die den Zweiten Weltkrieg thematisieren, und an persischen Texten, deren Gegenstand der Iran-Irak-Krieg ist. In der Verbindung von memory studies und Narratologie entwickelt sie ein Analyseinstrumentarium, das sich dem Text ohne Theoriefilter nähert und ihn aus sich heraus wirken lässt. Die Autorin findet Antworten auf Fragen nach der literarischen Widerspiegelung von Krieg und Trauma und nach universalen, transkulturellen Motiven in diesem Kontext.
Contents:
Intro
I Einleitung
Die Rolle fiktionaler Literatur für das Gedächtnis
Forschungsstand und Vorgehen
Polen und Īrān - Die Auswahl der Texte
Historischer Kontext
II Die Grenzen des Gedächtnisses als kulturwissenschaftlich-narratologische Parameter zur Untersuchung fiktionaler Erinnerungstechniken
1 Was wird erinnert?
1.1 Auswahl
Erinnern und Vergessen
Formen und Techniken des Vergessens
Die Grenze des Erzählbaren: Trauma und Literatur
Warum manche Geschichten die Zeit überdauern
1.2 Sprachliche und kulturelle Rahmen und Muster
1.3 Sinn- und Identitätsstiftung: Erzählungen des Eigenen und Fremden
1.4 Aktive und passive Opfer
2 Wie wird erinnert?
2.1 Zeit(en): natürliche und künstliche Grenzen
2.2 Stimme(n): entgrenzte Möglichkeiten
Zusammenfassung
III Die Entgrenzung des Gedächtnisses anhand von Beispielen polnischer und persischer Literatur
1 Polnische Fiktion über den Zweiten Weltkrieg
1.1 Erinnerungskultureller Hintergrund
Ursprünge polnischer Märtyrernarrative
Zum Verhältnis zwischen ethnischen und jüdischen Polen
Erinnerungskultureller Umgang mit dem Zweiten Weltkrieg
1.2 Olga Tokarczuk (1996): Prawiek i Inne Czasy
Eine Erzählstimme ohne Grenzen
Territoriale Grenzen
Der Zweite Weltkrieg
Der Wehrmachtssoldat Kurt
Rauch über Jeszkotle
Der Einmarsch der Russen als Wiederholung eines Traumas
1.3 Andrzej Bart (2008): Fabryka Muchołapek
Zwei Welten innerhalb des Ghettos
Ein schwieriges Verhältnis
Neue Perspektiven
Der „Vorsitzende": Täter oder Opfer?
Zeitzeugenschaft
1.4 Sylwia Chutnik (2008): Kieszonkowy Atlas Kobiet
Mütter und Töchter
Passive Opfer sind keine Erzählung wert
Damals und heute, Alt und Jung
Aus Selbstschutz: Neuerzählung der eigenen Geschichte
Polnischer Antisemitismus
Traumata.
1.5 Szczepan Twardoch (2016): Król
Zwei Warschaus, zwei Welten
Topografische Trennlinien
Ausgrenzung aufgrund von Äußerlichkeiten
Zwei Welten, viele Sprachen
Hass auf allen Seiten
Bernsztajn und Szapiro: Zwei Erzähler werden eins
Damals in Warschau, heute in „Tel Aviv"
Der mythische Pottwal über der Stadt
1.6 Monika Sznajderman (2016): Fałszersze pieprzu. Historia rodzinna
Gegen das Nichts
Erinnerte und Erinnernde Zeit: Damals und Heute
Erinnerungs- und Vergessensorte
Eigene und fremde Erinnerung
Zwei Welten
Antijüdische Ressentiments und Ausschreitungen
2 Persische Fiktion über den Īrān-ʿIrāq-Krieg
2.1 Erinnerungskultureller Hintergrund
Martyrium und Märtyrernarrativ in Īrān
Das Konzept des Martyriums im Islām
Die Leidensgeschichte des Imām Ḥusain
Erinnerungskultur um Imām Ḥusains Martyrium
Das Märtyrernarrativ in der Islamischen Republik
2.2 Dāvūd Ġaffārzādegān (1996): Fal-e Ḫūn
Der Tod ist sein Alltag
Repetitive Ratten
Der Mann ohne Zukunft
Die Sicht des „Feindes"
Vom Feind zum Menschen
2.3 Aḥmad Dehġān (1996): Safar Be Gerā-ye 270 Darağeh
Ich kann nicht mehr denken, ich bin wieder an der Front
Kriegsspiele
Die Hölle auf Erden
Helden und Märtyrer?
2.4 Ḥabīb Aḥmadzādeh (2000): Dāstān-hā-ye Šahr-e Ğang-ī
Des Adlers Feder
Das Flugzeug
Ein Regenschirm für den Regisseur
Neununddreißig plus eins Gefangene
Die Flucht des Kriegers
Ein Brief an die Familie Saʿads
Wenn es keinen Daryā Ġōlī gegeben hätte
2.5 Ḥusain Mortesā'iyān Ābkenār (2006): ʿAġrab
Ende des Kriegs und doch kein Ende
Der Feind in den eigenen Reihen
Traum oder Wirklichkeit
Widerspiegelung des Traumas
IV Fazit
DMG-Umschrift des arabisch-persischen Alphabets
Literaturverzeichnis.
Notes:
Includes bibliographical references.
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
Description based on print version record.
Other Format:
Print version: Schraml, Lena F. Kollektives Gedächtnis und literarische Erinnerungskultur
ISBN:
3-7329-9056-7
9783732990566

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