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Parallelen, Korrespondenzen und Nachwirkungen Beiträge zur Rezeptionsgeschichte des Werks von Georg Lukács Michael Haase, Amália Kerekes, Anna Zsellér, András Czeglédi, Rüdiger Dannemann, Albert Dikovich, Ulisse Dogà, Patrick Eiden-Offe, Zsuzsa Bognár, Max Graff, Michael Haase, Amália Kerekes, Miklós Mesterházi, Antónia Opitz, Ivana Perica, Károly Tóth, Anna Zsellér
- Format:
- Book
- Series:
- Lukács-Studien ; Volume 4.
- Lukács-Studien 4
- Language:
- German
- Subjects (All):
- Lukács-Rezeption.
- Marxismus.
- Medienwechsel.
- Literaturgeschichte.
- Lukács-Lektüren.
- Lukács-Nachleben.
- Local Subjects:
- Lukács-Rezeption.
- Marxismus.
- Medienwechsel.
- Literaturgeschichte.
- Lukács-Lektüren.
- Lukács-Nachleben.
- Physical Description:
- 1 online resource (234 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Place of Publication:
- Bielefeld Aisthesis Verlag 2023
- Biography/History:
- Michael Haase ist seit 2014 Mitarbeiter am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg. Amália Kerekes ist Dozentin am Germanistischen Institut der Eötvös-Loránd-Universität Budapest. Anna Zsellér ist seit 2017 Kuratorin der Stiftung Drei Raben und zurzeit wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Altertumswissenschaften an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest.
- Summary:
- Der vorliegende Band versammelt Fallstudien, die aus dem seit 2018 laufenden gemeinsamen Projekt des Germanistischen Instituts der Eötvös-LorándUniversität Budapest und des Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg hervorgegangen sind. Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Ostpartnerschaften“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in vier Workshops realisiert. Die Beiträge zur Rezeptionsgeschichte von Georg Lukács in Philosophie und Literaturwissenschaft stecken Themenfelder ab, die unmittelbare Querverbindungen in der zeitgenössischen deutschen und ungarischen Kultur betreffen. Außerdem werden die weit verzweigten Richtungen der Nachgeschichte des Werks zusammengeführt – von den Heidelberger Anfängen des ungarisch deutschen Kulturtransfers bis hin zu globalen Perspektiven der Wirkung – und Vergleichsmöglichkeiten zwischen der deutschen und ungarischen Rezeption eröffnet. Den Ausgangspunkt der zur Diskussion gestellten Themen bildeten Werke, welche in einem engeren Sinne mit Heidelberg assoziierbar sind, und wir untersuchten die wechselseitige kritisch affirmative Auseinandersetzung von Karl Mannheim, Ernst Bloch und Georg Lukács im Kontext ihrer zeitgenössischen Rezeption. Durch die Revision klassischer Interpretationsansätze wurde dabei verstärkt der Prozess der Rezeption des ästhetisch-philosophischen Frühwerks von Georg Lukács problematisiert, dessen Untersuchung sich vom zeitgenössischen Diskurs ausgehend schrittweise auf andere Disziplinen und Medien erweiterte. Die dabei aufgekommenen Fragen betrafen die Aktualität der Denkansätze bzw. ihre unterschiedliche, gelegentlich sogar diametral entgegengesetzte Wirkungsgeschichte, um die Einsicht in die geschichtliche Dynamik der einstigen Debatten, Denkfiguren und Lektürepraktiken zu vertiefen. Die Rekonstruktion der jeweiligen polemischen Auseinandersetzungen mit dem Werk von Lukács erfolgt in den Fallstudien mit der Anwendung unterschiedlicher Ansätze der Rezeptionsforschung, die Beispiele aus der praxeologischen Wende, der Diskursanalyse, der Intermedialitäts- und der Biografieforschung umfassen. Die vielfältige methodologische Reflexionsform der Zugänge soll dazu beitragen, die Spielarten der Rezeptionsgeschichte einerseits auf einer mit anderen Rezeptionsprozessen vergleichbaren Ebene allgemeiner zu fassen, andererseits die stark polarisierte Nachgeschichte des Werks differenzierter handhaben zu können. Unser Anliegen war, von den Mikroformen der Lektürepraktiken bis hin zu den belletristischen Projekten der Rezeption einen Bogen spannend Kontextualisierungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die über eine enger gefasste Lukács-Forschung hinausgehend für ForscherInnen der kulturellen Transfers im 20. Jahrhundert von Interesse sein dürften.
- Contents:
- Vorwort I. Zeitgenössische Korrespondenzen des Frühwerks Albert Dikovich Durch die Lüge zur Wahrheit. Führung und Verantwortung in den Revolutionsschriften Georg Lukács’ und Ernst Blochs Patrick Eiden-Offe Romantik und romantischer Antikapitalismus bei Georg Lukács, Ernst Bloch und Karl Mannheim András Czeglédi Das Uchronische bei Ernst Bloch, Georg Lukács und Karl Mannheim Miklós Mesterházi „Mein lieber alter Freund, die Verhältnisse ordnen uns besser und wahrer zueinander, als wir es […] zustande gebracht haben“. Ernst Bloch und Georg Lukács nach 1917 II. Vermittlungen des Spätwerks Ivana Perica „Ringen um die Synthese“. Der dritte Weg bei Karl Mannheim und Georg Lukács Zsuzsa Bognár „Sie […] schreiben, was ich schreiben möchte“. Wechselseitige Rezeption von Franz Baumgarten und Georg Lukács Max Graff Georg Lukács’ Skizze einer Geschichte der neueren deutschen Literatur im Kontext des Menschenwürdediskurses der unmittelbaren Nachkriegszeit Anna Zsellér Georg Lukács und Karl Kerényi: eine Beziehung ohne Vermittlung. Eine Rezension von Lukács im Kontext der Entwicklung der Sozial- und Humanwissenschaften in Ungarn Amália Kerekes „in den Hauptsachen doch wesentlich einig“. Hans Mayers Lukács-Lektüre (1964) III. Medienwechsel Ulisse Dogà Der Streit um Dante zwischen Naphta und Settembrini. Lukács’ Interpretation des florentinischen Dichters und ihre Rezeption bei Thomas Mann Antónia Opitz Sie sind uns zum Glück nicht erspart geblieben. Georg Lukács’ letzte publizistische Beiträge über Endre Ady und Béla Bartók Michael Haase Lukács’ Solschenizyn-Lektüren im Kontext der Lesarten zeitgenössischer deutschsprachiger Schriftsteller Károly Tóth Die Relevanz des Erlebnisses. Althusser, Freire, Lukács Rüdiger Dannemann Der Augenblick der Sezession. Georg Lukács und Ágnes Heller Autoren und Autorinnen des Bandes
- Other Format:
- Print version: Haase, Michael Parallelen, Korrespondenzen und Nachwirkungen
- ISBN:
- 3-8498-1858-6
- 9783849818586
- Publisher Number:
- 9783849818586
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