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Gesellschafter-Exithaftung im Personenverband : Einstandspflicht gemäß 128 HGB als liquidationsbezogene Ausfallhaftung.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Könen, Daniel.
- Series:
- Jus Privatum
- Jus Privatum ; v.250
- Language:
- German
- Physical Description:
- 1 online resource (554 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Other Title:
- Gesellschafter-Exithaftung im Personenverband
- Place of Publication:
- Tübingen : Mohr Siebeck, 2021.
- Summary:
- Die unbeschränkte persönliche Einstandspflicht der Gesellschafter von Personenaußengesellschaften wird heute allgemein als Primärhaftung verstanden. Mit der dogmatischen Weiterentwicklung der Rechtsnatur von Personenverbänden führt dies zu bürgerlich-rechtlichen Konflikten, denen Daniel Könen mit der Entwicklung eines neuen Haftungsmodells liquidationsbezogener Ausfallhaftung begegnet.
- Contents:
- Cover
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsübersicht
- Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- 1 Einleitung und Gegenstand der Untersuchung
- A. Anlass der Untersuchung und Verhältnis zu den geplanten Neuerungen durch das MoPeG
- B. Problemstellung
- I. Gläubigerschutzkonzept der persönlichen Haftung
- 1. Kapitalersatzfunktion
- 2. Gläubigerbenachteiligung durch Rechtsverfolgungskosten
- 3. Kreditwürdigkeit der Gesellschaft und Erfüllungsinteresse der Gesellschaftsgläubiger
- II. Folgen der Gesellschafterinanspruchnahme
- III. Privilegierung von Gesellschaftsgläubigern auf Kosten der Gesellschafterinteressen
- 1. Zusammenziehen von Vermögensverbindungen zu einheitlicher Haftungsmasse
- 2. Wirtschaftliche Schlechterstellung des Gesellschafters im Rechtsverkehr
- IV. Ansatz: Einschränkung vom Grundsatz "wer herrscht, der haftet"
- C. Gang und Gegenstand der Untersuchung
- Kapitel 1: Wirkungsweise der Gesellschafterhaftung gemäß 128 HGB
- 2 Inanspruchnahme schuldnerfremden Vermögens durch 128 HGB
- A. Vermögenstrennung im Personenverband
- I. Die Rechtsnatur der Personenaußengesellschaft am Beispiel der oHG
- 1. Traditionelle Gesamthandslehre: Gesamthandsvermögen als Sondervermögen der Gesamthänder
- 2. Vermögensträgerschaft der Gesamthands-Personenaußengesellschaft
- 3. Verbandsrechtliche Rechtssubjektivität der Gesamthands-Personenaußengesellschaft
- 4. Konstituierender Verbandszweck und gleichartige Struktur der Mitgliedschaft
- 5. Verbleibende "strukturelle" Unterschiede zu verbandsrechtlichen juristischen Personen
- a) Personengesellschaftsrechtliches Sozietätsmodell
- aa) Problematik der alleinigen Eigenbeteiligung des Personenverbandes
- bb) Normative Beschränkungen durch das Sozietätsmodell
- cc) Sozietätsfundament der Personenaußengesellschaft
- dd) Sonderzuordnung von Mitgliedschaften.
- ee) Keine Auswirkungen des Sozietätsmodells auf die verbandsrechtliche Mitgliedschaft
- ff) Zwischenergebnis
- b) Vorinsolvenzlicher Kapitalschutz durch realstrukturelle Aufrechterhaltung der Vermögenstrennung
- aa) Unzulässigkeit mitgliedschaftlicher Beteiligung des Personenverbandes am eigenen Vermögen
- bb) Verfestigung der Vermögenstrennung durch ein notwendig kollektives Gesellschaftsinteresse
- cc) Zwischenergebnis
- c) Firmen- und registerrechtliche Verfestigung der Vermögenstrennung
- d) Sonstige Organisationsunterschiede als bloße Frage eines Regel-Ausnahme-Verhältnisses
- aa) Einheitliche verbandsrechtliche Organisationsverfassung
- bb) Fortwirkung der Sozietätskonstruktion im Prinzip der Selbstorganschaft
- cc) Normative Verankerung der Sozietätskonstruktion im Prinzip der Anwachsung
- dd) Rechtfertigungsbedürfnis jeglicher Verbandshaftungsverfassung
- ee) Zwischenergebnis
- 6. Abgrenzung der verbandsrechtlichen Gesamthand zu anderen Personenmehrheiten
- 7. Zwingender Zusammenhang zwischen der Rechtsfähigkeit einer Gesellschaft und einem Gesellschaftsvermögen
- 8. Volkswirtschaftlicher Vorteil der Vermögenstrennung
- 9. Zusammenfassende Thesen zur Rechtsnatur der Personenaußengesellschaft
- II. Wirkungen der Vermögenstrennung im Personenverband
- 1. Folgen der Vermögensträgerschaft des Personenverbandes
- 2. Beziehung der Gesellschafter zum Gesellschaftsvermögen
- a) Gesellschaftsanteil, Vermögensanteil im Sinne mitgliedschaftlicher Wertbeteiligung und Kapitalanteil
- aa) Die mitgliedschaftlich vermittelte, rechtliche Wertbeteiligung am Gesellschaftsvermögen
- (1) Bildung des Vermögensanteils durch Einlagenleistung
- (2) Wertmäßiger Anteil am Gesellschaftsvermögen
- bb) Innenrechtliche Abbildung der mitgliedschaftlichen Wertbeteiligung durch die Bilanzziffer Kapitalanteil.
- b) Bilanzielle Abbildung der materiellen Rechtslage durch das Drei-Konten-Modell
- c) Vermögenstrennung und abweichende Interessen aufgrund eingeschränkter Zugriffsmöglichkeit der Gesellschafter auf das Verbandsvermögen
- d) Gewinnermittlung, Gewinnverwendung sowie mehrheitliche Thesaurierung als Ausdruck der getrennten Vermögensverbindungen
- e) Zwischenergebnis
- 3. Insolvenzschuldnerschaft des Personenverbandes und Vermögenssonderung
- a) Insolvenzrechtliches Haftungsvermögen und Liquidationscharakter des Insolvenzverfahrens
- aa) Liquidationscharakter des Insolvenzverfahrens ungeachtet normativ angelegter Freigabemöglichkeit
- bb) Von der Stellung des Insolvenzverwalters unabhängige Funktion zur Drittliquidation
- cc) Insolvenzrechtliche Verwirklichung der Vermögenshaftung
- b) Insolvenzrechtliche Vermögenssonderung
- aa) Beschränkte Reichweite des Insolvenzbeschlags auf das Schuldnervermögens
- bb) Liquidationsrechtliche Verlustdeckungsansprüche als Teil der Insolvenzmasse
- cc) Keine Einstandspflicht der Gesellschafter gemäß 128 HGB für Masseverbindlichkeiten und Verfahrenskosten des Insolvenzverfahrens
- dd) Erfordernis rechnerischer Vermögenssonderung
- III. Zwischenergebnis
- B. Begründung einer Verbindlichkeit des Personenverbandes im Sinne von 128 HGB
- I. Willensbildung und Handeln des Personenverbandes
- 1. Innere Willensbildung des Personenverbandes durch Gesellschafterbeschluss sowie dessen originäres Willensbildungsorgan der Gesellschafterversammlung
- 2. Eigenhandeln der Gesellschaft und das Kompetenzgefüge der Organe
- II. Das schuldrechtliche Rechtsverhältnis des Personenverbandes zu seinen Gläubigern
- 1. Die ein Schuldverhältnis im engeren Sinne prägende Verbindlichkeit
- 2. Schuldrechtliche Relativität der Leistungspflichten.
- a) Die vermögensorientierte Verbindlichkeit als konstituierendes Element des Schuldverhältnisses
- b) Relativität schuldrechtlicher Leistungsverpflichtungen
- aa) Rechtsbeziehungen in Mehrpersonenverhältnissen
- (1) Gesetzliche Anerkennung von mehreren Rechtssubjekten in einer Gläubigerstellung
- (2) Aus der Haftungsfunktion des Schuldnervermögens folgende Unzulässigkeit echter Schuldnermehrheiten
- (3) Zwischenergebnis
- bb) Synallagma gegenseitig verpflichtender Schuldverhältnisse als normativer Ausdruck vermögensausgleichender Äquivalenzverhältnisse
- 3. Auf den Schuldner beschränkte Vermögensberechtigung
- 4. Zwischenergebnis
- III. Repräsentationshaftung von Verbänden für ihr organvermitteltes Eigenhandeln
- 1. Eigenhandeln des Verbandes durch organschaftliches Verhalten
- 2. Keine Anwendung des 278 BGB auf Organhandeln
- 3. Eingeschränkter Vorrang der Vertretungsordnung
- 4. Deliktische Eigenhaftung des handelnden Organwalters neben dem organschaftlich vermittelten Verbandshandeln
- IV. Zwischenergebnis
- C. Haftung der Gesellschafter für eine Verbindlichkeit des Personenverbandes
- I. Tatbestandselement und Rechtswirkung
- II. Schuld und Vermögenshaftung
- 1. Vermögensrechtliche Haftung durch funktionale Gläubigerbeteiligung am Schuldnervermögen
- 2. Verfahrensmäßige Einbettung der Haftung in Einzelund Gesamtvollstreckung
- 3. Das haftungsrechtlich in Bezug genommene Schuldner-Aktivvermögen
- 4. Grundsatz unbeschränkter Vermögenshaftung
- a) Schuldrechtlicher Normalfall gesellschaftsrechtlicher "Haftungsbeschränkungen"
- b) Durchbrechung des Grundsatzes unbeschränkter Vermögenshaftung kraft echter Sondervermögen
- 5. Rechtfertigungsbedürftigkeit der Inanspruchnahme schuldnerfremder Vermögensverbindungen
- 6. Verteilung von Insolvenzrisiken.
- 7. "Haftung" der Gesellschafter führt zu funktionaler Beteiligung der Gesellschaftsgläubiger an schuldnerfremdem Vermögen
- III. Gesetzlicher Istzustand materieller Außenhaftung
- IV. Unterschiede zu privatrechts-typischen gesetzlichen Schuldverhältnissen
- V. Beschränkte Reichweite privatautonomer Rechtfertigung der Gesellschafterhaftung
- 1. Gläubigerseitige, privatautonome Berücksichtigung des 128 HGB bei Begründung der Gesellschaftsverbindlichkeit
- 2. Reichweite privatautonomer Inbezugnahme des 128 HGB im Rahmen der Verbandsbeteiligung
- VI. Verhältnis von Haftung und Nachschusspflichten
- VII. Akzessorietät der Haftung im Personenverband
- 1. Einseitige Wirkungsweise der akzessorischen Gesellschafterhaftung
- 2. Keine Gesamtschuld zwischen Gesellschaft und Gesellschaftern
- 3. Modellcharakter des 110 HGB steht einem Totalregress des akzessorisch haftenden Gesellschafters entgegen
- 4. Erlöschen der Gesellschaftsverbindlichkeit
- VIII. Zwischenergebnis
- D. Annahmen über die von 128 HGB betroffenen bzw. angeordneten Rechtsverhältnisse
- E. Arbeitshypothese für die weitere Untersuchung
- 3 Teleologisch überschießende Regelungsanordnung einer primären Gesellschafterhaftung
- A. Die Annahme primärer, inhaltsgleicher Einstandspflicht der Gesellschafter
- I. Normverständnis der herrschenden Meinung
- II. Entwicklung des Haftungsregimes nach 128 HGB mit Blick auf eine primäre Einstandspflicht
- III. Inhalt der Gesellschafterhaftung
- 1. Meinungsspektrum zum Inhalt der Gesellschafterhaftung
- 2. Bewertung des Meinungsstreits: Vernachlässigung der rechtlichen Entwicklungen hinsichtlich der Rechtsnatur von Personenverbänden
- 3. Zwischenergebnis
- IV. Einstandspflicht für vertragliche und gesetzliche, einschließlich deliktischer Verbindlichkeiten.
- B. Unzureichend legitimierter Haftungsumfang einer primären Erfüllungshaftung nach 128 HGB.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- ISBN:
- 3-16-160640-X
- OCLC:
- 1256258130
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