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Vom Recht zur Berechtigung : Subjektivierung des Rechts und Überindividualisierung des Rechtsschutzes am Beispiel des "Grundrechts auf Sonntag".

EBSCOhost Academic eBook Collection (North America) Available online

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Format:
Book
Thesis/Dissertation
Author/Creator:
Friedrich, Lutz.
Series:
Jus Ecclesiasticum
Jus Ecclesiasticum ; v.123
Language:
German
Subjects (All):
Sunday legislation--Germany.
Sunday legislation.
Weekly rest-day--Germany.
Weekly rest-day.
Human rights--Germany.
Human rights.
Sunday--Germany.
Sunday.
Ecclesiastical law--Germany.
Ecclesiastical law.
Germany.
Physical Description:
1 online resource (417 pages)
Edition:
1st ed.
Other Title:
Vom Recht zur Berechtigung
Place of Publication:
Tübingen : Mohr Siebeck, 2020.
Summary:
Der Schutz des Sonntags birgt im modernen und säkularen Verfassungsstaat schon eingedenk der Vielzahl widerstreitender Rechte und Interessen politische und gesellschaftliche Sprengkraft. Vor diesem Hintergrund vermisst Lutz Friedrich das neue »Grundrecht auf Sonntag«. Er nimmt dabei nicht nur zu Detailfragen des Religionsverfassungsrechts Stellung, sondern stellt auch ganz grundlegende Erwägungen an zur Verfassungsdogmatik und zur Vergrundrechtlichung der Rechtsordnung sowie zu Fragen des gerichtlichen Rechtsschutzes und der Gewaltenteilung.
Contents:
Cover
Titel
Vorwort
Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis
A. Vorbemerkungen, (rechtliche) Einführung und Grundlagen
I. Vorbemerkungen
II. Einführung und Grundlagen
1. Der Sonntag und das Recht
a) Grundgesetz
aa) Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV als doppelfunktionale Norm
bb) Konstitutionalisierung von Sonntag und Sonntagsschutz
cc) Sonntagsschutz im säkularisierten und pluralen Verfassungsstaat
(1) Durchbrechung des Neutralitätsprinzips
(2) Religionsfreundlichkeit und Pluralisierungsprobleme
b) Landesverfassungen
c) Sonstiges Bundes- und Landesrecht
aa) Kompetenzen
bb) Ladenschlussrecht bzw. Ladenöffnungsrecht
(1) Überblick
(2) Das Problem sachgrundloser Sonntagsöffnung und ihrer verfassungskonformen Auslegung
(a) Anlasskriterium und Anlassrechtsprechung
(b) Konterjudikatur nach Gesetzesreform
(3) Problematische Regelungsvielfalt
(4) Perspektiven
cc) Arbeitszeitrecht
(1) Status quo
(2) Perspektiven
dd) Gewerberecht
ee) Sonn- und Feiertagsrecht
ff) Bauordnungsrecht
gg) Gaststättenrecht
hh) Verhältnis der Ausnahmetatbestände?
ii) Gemeinsamkeiten: Ausgestaltung des Sonntagsschutzes zugunsten und auf Kosten grundrechtlicher Freiheit
d) Kirchenvertragsrecht
e) Unions- und Völkerrecht
f) Rechtsvergleich
2. Problemaufriss und Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes
a) Verfassungsrechtlicher und prozessualer Problemschwerpunkt
aa) Vorrang des Verfassungsrechts
bb) Wechselwirkung zwischen Verfassungsrecht und Prozessrecht beim Sonntagsschutz
cc) Exkurs: Einfachgesetzliche (absolute) Verfahrensrechte?
dd) Perspektivwechsel durch Prozessrecht: Vom kollidierenden zum subjektiven Recht
b) Weitere Eingrenzungen des Untersuchungsgegenstandes
aa) Kirchenvertragliche Ansprüche auf Schutz des Sonntags
bb) Schutz der Feiertage.
cc) Materiell-rechtlicher Gehalt und Grenzen des Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV
(1) Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV als Ausgestaltungs- und Schutzauftrag
(2) Gewährleistungsgehalte im Einzelnen
dd) Sonntag im Wandel, Verfassung im Wandel?
3. Zentrale Fragestellungen und Gang der Untersuchung
B. »Recht auf Sonntag«? Zur Konstruktion eines subjektivverfassungsrechtlichen Sonntagsschutzes
I. Lehre vom subjektiven öffentlichen Recht und Schutznormlehre
II. Bestandsaufnahme, Streitstand und Würdigung
1. Sonntagsschutz als Bestandteil von Grundrechten? Zugleich zur Frage eines »Rechts auf freie Zeit«
a) Art. 4 Abs. 1 und 2 (i. V. m. Art. 19 Abs. 3) GG?
aa) Einheitliches und umfassendes Grundrecht der Religionsfreiheit
bb) (Teil-)Kongruenz der Weimarer Kirchenartikel und Art. 4 Abs. 1 und 2 GG
cc) Sonntagsschutz als Schnittmenge von Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV und Art. 4 Abs. 1 und 2 GG?
(1) Schutzpflichtendimension als maßgebliche Grundrechtsfunktion
(a) Grundrechtliche Schutzpflichten: Funktionale Erweiterung des Grundrechtsschutzes
(b) Schutzpflichten und objektive Grundrechtsfunktion: Motor der Konstitutionalisierung der Rechtsordnung
(c) Objektive Grundrechtsfunktion und subjektive Rechte?
(2) Verhältnis von Art. 4 GG zu Art. 139 WRV: Schutzpflicht für den Sonntag aus Art. 4 Abs. 1 und 2 GG?
(a) Wortlaut: Verhaltensschutz statt Kalenderschutz
(b) Systematik: Spezialität der Weimarer Klausel
(c) Telos: Multipolarität statt Religionsexklusivität
dd) Zwischenergebnis: Keine Kongruenz
b) Andere spezielle Freiheitsrechte, insbesondere Art. 9 Abs. 1 und 3 GG
c) Art. 2 Abs. 1 GG?
aa) Erinnerung: Art. 2 Abs. 1 GG als allgemeine Handlungsfreiheit
bb) Schutzdimension der allgemeinen Handlungsfreiheit
cc) Sonntagsschutz durch allgemeine Handlungsfreiheit?.
(1) Problem der Subsidiarität
(2) Personeller Schutzbereich
(3) Eingriff bzw. Übergriff und Auslösung der Schutzpflicht
d) Zwischenergebnis: Grundrechte schützen menschliches Verhalten am Sonntag, nicht den Sonntag an sich
2. Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV als Grundlage subjektiver Rechte?
a) Wortlaut
b) Genese (Art. 139 WRV und Art. 140 GG)
c) Systematik
aa) Subjektives Recht trotz institutioneller Garantie?
bb) Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG
cc) Subjektives Recht kraft Schutzauftrag?
(1) Problem: Heterogene Schutz-Terminologie verfassungsrechtlicher Pflichten, Ansprüche, Aufgaben und Aufträge
(2) Sonntagsschutz als Staatsobliegenheit
dd) Art. 19 Abs. 4 S. 1 GG: Im Zweifel für das subjektive Recht?
ee) Standortnachteil? Systematische Zusammengehörigkeit!
d) Telos
aa) »Grundrechtsnähe«: Teleologische Verbundenheit durch grundrechtsdienende Funktion
(1) Der Sonntag als Tag der Freiheit
(2) Regelmäßigkeit und Gleichzeitigkeit
(3) Auslegungsrelevanz? Normativer Selbstand trotz teleologischer Nähe
bb) Sonntag als Grundrechtsvoraussetzung: Voraussetzungen des Freiheitsgebrauchs und »optimale Rahmenbedingungen« als Gegenstand subjektiver Rechte?
cc) Effektivität als Argument? Insbesondere: Subjektives Recht als Reaktion auf rechtswidrige Verwaltungspraxis
dd) Motivbündel: Multifunktionalität des Sonntagsschutzes
ee) Grundrechtsbeschränkende Wirkung des Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV
e) Zwischenergebnis: Art. 139 WRV als »subjektloses« Recht
3. Berechtigte eines subjektiven Rechts aus Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV?
a) Wortlaut und Systematik
b) Telos des Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV und Rechtsgedanke des Art. 19 Abs. 3 GG
c) Bewertung und Ausblick: Inkonsequente Begrenzungsversuche.
4. Rangstufe und Wehrfähigkeit eines subjektiven Rechts aus Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV?
a) Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV als Grund- oder grundrechtsgleiches Recht i. S. d. Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG?
b) Weite oder analoge Anwendung des Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG auf »grundrechtsähnliche« Rechte?
aa) Grundrechtsähnliche Rechte
bb) Voraussetzungen einer analogen Anwendung des Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG
(1) Vergleichbare Interessenlage
(2) Regelungslücke und Planwidrigkeit dieser Lücke
(a) Regelungslücke
(b) Planwidrigkeit
(3) Alternativen zur Analogie?
cc) Exkurs: Nomenklatur verfassungsmäßiger Rechte
c) Art. 4 Abs. 1 und 2 GG als »prozessuale Einstiegsnorm«?
d) Beschwerdebefugnis aufgrund allgemeiner Handlungsfreiheit?
aa) Rekapitulation: Art. 2 Abs. 1 GG als Hebel zur Rüge sämtlicher Verfassungsverstöße
bb) Unterscheidung der Elfes-Praxis von Religionsverfassungsbeschwerden
cc) Verletzungen des Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV als (mögliche) Verletzung von Art. 2 Abs. 1 GG?
e) Im Übrigen: Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV als subjektives, nicht verfassungsbeschwerdefähiges Recht
5. Praktische Handhabung durch die Gerichte: Die Verbindung von Grundrechten mit Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV zum »Grundrecht auf Sonntag«
a) Bundesverfassungsgericht: Art. 139 WRV als »Konnexgarantie« zu den Grundrechten
b) Kritische Würdigung und Lösungsalternativen
aa) Verbindung oder Überdeckung?
bb) Schutzauftrag oder Schutzpflicht? Vom Untermaßverbot zum Meistbegünstigungsgebot
cc) Zweck? Mobilisierung der Kirchen für den Sonntagsschutz
c) Folgen der Entscheidung und verwaltungsgerichtliche Praxis
aa) Erweiterung auf andere Grundrechte, insbesondere Art. 9 Abs. 1 und 3 GG
bb) Möglichkeit abstrakter Verletzung statt konkreter Beschwer (insbesondere: der »Charakter« des Sonntags).
(1) Geltendmachung des »Charakters« des Sonntags statt konkreter Beschwer und Gleichsetzung von Rechtsverstößen mit Rechtsverletzungen
(2) Relevanz, insbesondere bei bloß mittelbarer Beeinträchtigung
cc) Hindernis bloß freiwilliger Sonntagsarbeit?
dd) Verwirkung und Rechtsmissbrauch?
ee) Erfordernis erheblicher (mehr als nur geringfügiger) Beeinträchtigung
ff) Zwischenergebnis: Nochmalige Erweiterung des »Grundrechts auf Sonntag« und darauf gestützter Rechtsbehelfe
d) Typische Anwendungsfälle und Phänomenologie von Sonntagsstreitigkeiten
aa) Behördliche Erlaubnis von Sonntagsarbeit durch Einzelakt
bb) Freigabe von Sonntagen zur Ladenöffnung durch Verordnung
(1) Prinzipale Normenkontrolle
(2) Im Übrigen: Allgemeine Feststellungsklage?
(a) Statthaftigkeit bzw. grundrechtliche Gebotenheit?
(b) Feststellungsantrag und Folgeprobleme
(c) Feststellungsinteresse und Klagebefugnis
cc) Behördliches Einschreiten gegen Dritte
dd) Beteiligung an Verwaltungsverfahren und Bekanntgabe von Verwaltungsakten
ee) Vorläufiger Rechtsschutz
ff) Formelle Gesetzgebung
gg) Verfassungsbeschwerde
hh) Gemeinsamkeiten
III. Zwischenergebnis
C. »Drum prüfe, wer zwei Normen ewig bindet«. Die Verbindung von Verfassungsbestimmungen am Beispiel des Art. 140 GG i. V. m. Art. 139 WRV i. V. m. den Grundrechten
I. Überleitung zu und Gang der weiteren Untersuchung
II. Verbindungen im Überblick
1. Terminologie: Kumulation, Kollision, Konkurrenz und Kombination
a) Kumulation
b) Kollision und Konkurrenz
aa) Eine Frage der Perspektive
bb) Insbesondere: Konkurrenz und Binnendifferenzierung
(1) Konkurrenzlage und Konkurrenzergebnis
(2) Konkurrenzlage und ihre Ursache
(3) Konkurrenzergebnis: Echte und unechte Konkurrenz
cc) Mehrwert einer verfassungsrechtlichen Konkurrenzlehre?.
c) Kombination = Verbindung.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
Doctoral Universität Münster 2019.
ISBN:
3-16-159597-1
OCLC:
1225549109

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