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Die Bedeutung des Rechtskulturellen Kontexts Bei Verfahren Vor Dem IStGH : Rechtspluralismus Im Völkerstrafrecht?.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Blumenthal, Mirjam.
- Language:
- German
- Physical Description:
- 1 online resource (392 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Place of Publication:
- Baden-Baden : Nomos Verlagsgesellschaft, 2025.
- Contents:
- Cover
- Teil 1: Problemaufriss und Bestandsaufnahme
- Kapitel 1 Problemaufriss und Begriffsklärung
- A Problemaufriss
- I. Problemstellung
- II. Gang der Untersuchung
- B Begriffsklärung
- I. Völkerstrafrecht
- II. Rechtspluralismus
- 1. Eine Annäherung an den Begriff des Rechtspluralismus
- 2. Das Erkenntnisinteresse des Rechtspluralismus
- a) Deskriptiver Rechtspluralismus und die Frage der Rechtsqualität von Normen
- b) Normativer Rechtspluralismus
- c) Ideologiekritik
- 3. Rechtspluralismus in der Normgenese und Rechtsquellenvielfalt
- a) Genetischer Rechtspluralismus
- b) Rechtsquellenvielfalt
- C Eingrenzung des Forschungsgegenstands
- Kapitel 2 Bestandsaufnahme
- A Grundsatz: Das IStGH-Statut als Kodifizierung eines universellen Völkerstrafrechts
- I. Das zweite Nürnberger Prinzip
- II. Die Rechtsnatur der core crimes als Normen des ius cogens
- III. Funktionale Einordnung des IStGH als universelles Gericht für universelle Verbrechen
- 1. Mögliche Begründungsansätze für die Notwendigkeit eines internationalen Strafgerichtshofs mit eigenem materiellem Statut
- 2. Erkenntnisse aus der Entstehungsgeschichte des IStGH
- a) Londoner Abkommen und IMT-Statut
- b) Kontrollratsgesetz Nr. 10
- c) Das IMTFE-Statut
- 3. Resümee zur funktionalen Einordnung des IStGH unter Einbeziehung der Entstehungsgeschichte
- B Institutioneller Rechtspluralismus
- I. Vertikale Fragmentierung
- 1. Das Zusammenspiel internationalisierter und hybrider Gerichte mit nationalen Strafrechtssystemen
- 2. Der Komplementaritätsgrundsatz nach dem IStGH-Statut
- a) Überblick
- b) Mit dem Komplementaritätsgrundsatz einhergehende Fragmentierung der völkerstrafrechtlichen Rechtsprechung insbesondere zu allgemeinen Voraussetzungen der Strafbarkeit.
- c) Mit dem Komplementaritätsgrundsatz einhergehende Fragmentierung auf Rechtsfolgenseite und bzgl. der Verfahrensstandards
- d) Mit dem Komplementaritätsgrundsatz einhergehende Fragmentierung bzgl. des Mindestalters strafrechtlicher Verantwortlichkeit
- e) Schlussfolgerung
- II. Horizontale Fragmentierung
- 1. Horizontale Fragmentierung durch nebeneinander agierende völkerstrafrechtliche Tribunale
- 2. Horizontale Fragmentierungen durch überlappende Rechtsregime
- III. Resümee
- C Legitimitätserwägungen: Mögliche Gründe für die Berücksichtigung des rechtskulturellen Kontexts der Tat
- I. Die Stellvertreterfunktion des IStGH
- II. Diversifizierung der völkerstrafrechtlichen Ordnung
- 1. (Rechts)-kulturelle Vielfalt als Schutzgut des Völkerstrafrechts
- 2. Entkräftung des Vorwurfs eines eurozentrischen Völker(straf-)rechts durch Rechtspluralismus
- a) Der Vorwurf eines eurozentrischen Völkerstrafrechts
- b) Entkräftung des Vorwurfs eines eurozentrischen Völkerstrafrechts durch Rechtspluralismus?
- III. Akzeptanz völkerstrafrechtlicher Normen und Verfahren in der „betroffenen" Gesellschaft
- IV. Rechtssicherheit und das Legalitätsprinzip, Art. 22
- 1. Inhalt und Bedeutung des Legalitätsprinzips
- 2. Die Rechtsprechung völkerstrafrechtlicher Tribunale zur Bedeutung nationalen Rechts im Kontext des Legalitätsprinzips
- a) Die Rechtsprechung des Internationalen Militärtribunals (IMT) und des amerikanischen Militärgerichts
- b) Die Rechtsprechung des Jugoslawien-Tribunals (JStGH)
- aa) Delalić
- bb) Ojdanić's Motion Challenging Jurisdiction - JCE
- cc) Ojdanić Indirect Co-Perpetration Decision
- c) Die Rechtsprechung der außerordentlichen Kammern an den Gerichten Kambodschas (Rote-Khmer-Tribunal)
- d) Die Dissenting Opinion von Judge Robertson (Sondergerichtshof für Sierra Leone).
- e) Die Rechtsprechung des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)
- aa) Lubanga
- bb) Abd-Al-Rahman
- 3. Resümee
- V. Akzeptanz in der Staatengemeinschaft
- Teil 2: Substanzieller (materieller) Rechtspluralismus vor dem IStGH
- Kapitel 1 Vorüberlegungen zur Berücksichtigung des rechtskulturellen Kontexts bei Verfahren vor dem IStGH
- A Vereinbarkeit der Berücksichtigung des rechtskulturellen Kontexts mit Art. 21 Abs. 3?
- I. Das Verbot benachteiligender Unterscheidung aus Art. 21 Abs. 3
- II. Das Verbot benachteiligender Unterscheidung aus Art. 21 Abs. 3 als Verbot ungerechtfertigter Unterscheidung?
- 1. Menschenrechtliche Diskriminierungsverbote als Verbote ungerechtfertigter Unterscheidung
- 2. Im Rahmen des IStGH-Statuts „tolerierte" Ungleichbehandlung
- a) Ungleichbehandlung bei der Vollstreckung der Strafe, Art. 106 Abs. 2
- b) Ungleichbehandlung in Abhängigkeit des Alters, Art. 26
- c) Tatsächliche Ungleichbehandlung durch den Komplementaritätsgrundsatz und die notwendigen Selektionsentscheidungen des IStGH
- d) Resümee
- B Die Einbettung einer Tat in unterschiedliche rechtliche Kontexte
- Kapitel 2 Berücksichtigung des rechtskulturellen Kontexts bei Auslegung des IStGH-Statuts?
- A Durch den IStGH zu beachtende Grundsätze der Vertragsauslegung
- I. Allgemeine Regeln zur Auslegung völkerrechtlicher Verträge
- 1. Art. 31 und 32 WVK
- 2. Weitere völkerrechtliche Auslegungskriterien
- II. Sonstige im IStGH-Statut normierte Maximen
- 1. Verbrechenselemente
- 2. Präjudizwirkung vorheriger Entscheidungen, Art. 21 Abs. 2
- 3. Vereinbarkeit mit den Menschenrechten, Art. 21 Abs. 3
- 4. Gebot der engen Auslegung und in dubio pro reo, Art. 22 Abs. 2
- B Untersuchungsbeispiele auf der Ebene des Tatbestands
- I. Zur Interpretation ausfüllungsbedürftiger Tatbestandsmerkmale
- 1. Abgrenzung zu deskriptiven Tatbestandsmerkmalen.
- 2. Denkbare Quellen zur Bestimmung ausfüllungsbedürftiger Tatbestandsmerkmale
- II. Bestimmung der Würde bei der erniedrigenden Behandlung, Art. 8 2) b) xxi) und Art. 8 2) c) ii)
- 1. Auslegungshilfe durch die Verbrechenselemente
- 2. Auslegung: Ist die Beeinträchtigung der Würde in Abhängigkeit vom kulturellen Kontext zu bestimmen?
- a) Wortlaut
- b) Telos/Systematik/ergänzende historische Auslegung
- 3. Resümee und Anwendungsbeispiel
- III. Kulturgüterschutz, Art. 8 Abs. 2 b) ix) und Art. 8 Abs. 2 e) iv) i.V.m. Art. 17 Abs. 1 d)
- 1. Kulturgüterschutz im Völkerstrafrecht
- a) Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord
- b) Civil Use Dimension, Cultural Value Dimension und Human Dimension
- aa) Civil Use Approach
- bb) Cultural Value Approach
- cc) Rechtsprechung und Statut des JStGH und die Human Dimension des Kulturgüterschutzes
- dd) Relevanz für die einzunehmende Perspektive (universell versus relativ)
- 2. Die Wichtigkeit des Angriffsobjekts für die betroffene Bevölkerung als Kriterium zur Bewertung der Schwere der Tat (am Beispiel des Verfahrens gegen Al Mahdi)
- a) Die Anklage gegen Al Mahdi
- b) Die Erheblichkeitsschwelle des Art. 17 Abs. 1 d)
- c) Auslegung von Art. 8 Abs. 2 e) iv)
- aa) Wortlaut
- bb) Systematik / Genese
- d) Argumentationslinien zur Erheblichkeit im Verfahren gegen Al Mahdi
- IV. Bestimmung des Tatbestandsmerkmals „Eigentum", Art. 8 Abs. 2 b) xiii) und Art.8 Abs. 2 e) xii)
- 1. Das feindliche (bzw. gegnerische) Eigentum
- 2. Auslegung: Ist ein Rückgriff auf nationales Zivilrecht zur Prüfung der konkreten Eigentumsverhältnisse mit dem IStGH-Statut vereinbar?
- a) Die Verbrechenselemente
- b) Auslegung im Übrigen
- V. Bestrafung ohne ordentliches Gerichtsverfahren, Art. 8 Abs. 2 a) vi) und Art. 8 Abs. 2 c) iv)
- 1. Allgemeines.
- 2. Internationaler Konflikt
- a) Verbrechenselemente
- c) Vereinbarkeit mit Art. 21 Abs. 3?
- 3. Nicht-internationaler bewaffneter Konflikt
- aa) Wortlautauslegung
- bb) Das Genfer Recht, das Völkergewohnheitsrecht und die Menschenrechte als Auslegungshilfen
- cc) „Regularly Constituted Courts"
- dd) „Judicial Guarantees which are Generally Recognized as Indispensable"
- ee) Auslegung unter Berücksichtigung des Kapazitätsproblems nicht-staatlicher Akteure
- 4. Resümee
- 5. Rechtsirrtum hinsichtlich der einzuhaltenden Verfahrensstandards
- VI. Verfolgung als Tatvariante des Verbrechens gegen die Menschlichkeit
- 1. Die Definition von Geschlecht in Art. 7 Abs. 3
- a) Der Bezug zum gesellschaftlichen Kontext als möglicherweise einschränkendes Kriterium
- b) Der Bezug zum gesellschaftlichen Kontext als erweiterndes Kriterium
- c) Fazit
- 2. Berücksichtigung des gesellschaftlichen Kontexts bei der Prüfung des Entzugs grundlegender Rechte, Art. 7 Abs. 1 h) und Abs. 2 g)?
- a) Die Weite und Unbestimmtheit als Problem der Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Allgemeinen und des Verfolgungstatbestandes im Speziellen?
- b) Eingrenzung des Tatbestandes durch die im IStGH-Statut formulierten Kriterien
- aa) Kontextelement
- bb) Verfolgung als völkerrechtswidriger schwer wiegender Entzug fundamentaler Rechte wegen der Identität einer Gruppe oder Gemeinschaft
- cc) Akzessorietätserfordernis
- dd) Innere Tatseite: Diskriminierungsabsicht
- ee) Resümee
- c) Eingrenzung des Verfolgungstatbestands durch die Berücksichtigung des rechtskulturellen Kontexts?
- bb) Teleologische und systematische Erwägungen
- cc) Normgenese des Verfolgungstatbestandes und der Verbrechenselemente
- dd) Resümee.
- C Berücksichtigung des rechtskulturellen Kontexts zur Bestimmung einer angemessenen Bestrafung?.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- ISBN:
- 3-7489-5164-7
- OCLC:
- 1521494211
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