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Sinngebungen Bei Unerfülltem Kinderwunsch : Aushandlungen Existenzieller und Religiöser Deutungen.

OAPEN Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Bosshart, Linda.
Language:
German
Physical Description:
1 online resource (367 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Bielefeld : transcript Verlag, 2026.
Summary:
Ein unerfüllter Kinderwunsch prägt den Alltag vieler Menschen über Jahre, Jahrzehnte oder sogar ein Leben lang.Wie gehen Wunscheltern mit der Ambivalenz von Hoffnung um?Wie begegnen sie den Methoden der modernen Reproduktionsmedizin im Kontext einer Gesellschaft, die sowohl die Kleinfamilie als auch Vorstellungen »natürlicher« Fortpflanzung.
Contents:
Cover
Inhalt
Danksagung
Teil A: Ausgangslage
1. Doing unerfüllter Kinderwunsch
2. Forschungsstand
2.1 Relevante sozialwissenschaftliche Publikationen
2.2 Zum Status von Religion
2.3 Sichtbare und unsichtbare Forschungssubjekte
3. Medizinische und rechtliche Ausgangslage
3.1 Medizinische Grundlagen und Möglichkeiten
3.1.1 Begriffe
3.1.2 Statistiken, mögliche Ursachen und Therapiemöglichkeiten
3.2 Rechtlicher Kontext
Teil B: Ethik - Methode - Feld
4. Ethik: Forschung mit vulnerablen Personen
4.1 Wunscheltern
4.1.1 Unerreichbarkeit des eigenen Lebensentwurfs
4.1.2 Körperliche Ausnahmesituation
4.1.3 Finanzielle Ausnahmesituation
4.1.4 Reproduktive Verluste
4.1.5 Deutungskrisen
4.1.6 Gesellschaftliche Exklusion und Ächtung
4.2 Interviewsituation
4.2.1 Performativität qualitativer Interviews
4.2.2 Gesprächssituation
4.2.3 Informed Consent
4.3 Forschende Person: Positionalität
5. Methode
5.1 Forschungsinteresse, Forschungsfrage und Forschungsgegenstände
5.2 Methodisches Vorgehen
5.2.1 Theoretische Grundannahmen
5.2.2 Datentypen
Interviews
Teilnehmende Beobachtung
Andere Daten
5.2.3 Analyse
Transkribieren
Theoretische Sättigung
Codieren und Theoriegenerierung
6. Feld
6.1 Kinderwunschorte: Beschreibung des Samplings
6.2 Begründung des Samplings
6.2.1 Religiös nicht‐spezifische Wunscheltern
6.2.2 Alternative Expert:innen
6.2.3 Evangelikale Wunscheltern
Zugehörigkeit und Identifikation als evangelikal
Inhaltliche Überzeugungen und Glaubenspraktiken
Evangelikale als Teil des Samplings: religionswissenschaftliche und methodische Argumente
Teil C: Analyse
7. Biomedizinische Zugänge
7.1 Medikalisierung der Reproduktion
7.2 Akteur:innen im biomedizinischen Feld
7.3 Ebenen des Imperativs.
7.3.1 Diskurs: naturalisierte, normalisierte und glorifizierte Reproduktionsmedizin
Naturalisierung: »Giving Nature a Helping Hand«
Normalisierung und Glorifizierung
Überhöhte Ansprüche an die Medizin
7.3.2 Mediziner:innen: Orientierung am Therapievollzug
Priorisierung der maximalinvasiven Therapieform
Operative Anschlussfähigkeit
7.3.3 Patient:innen: wir müssen es probieren
Die andere Motivation
You never fail until you stop trying: Warum Aufhören so schwierig ist
7.4 Ressourcen im Umgang mit den Logiken des biomedizinischen Feldes
7.4.1 Inanspruchnehmende von Reproduktionsmedizin
7.4.2 Therapieverweiger:innen
7.5 Theoretische Anschlüsse
8. Alternative Zugänge
8.1 Begriffe
8.2 Logiken des alternativen Feldes
8.2.1 Popularität und Diffusion der Inhalte
8.2.2 Beziehung zur Biomedizin und Ent‐Differenzierung
8.2.3 Referenz auf »Ganzheitlichkeit«
8.3 Motivation zur Inanspruchnahme von CAM
8.3.1 Erzielen einer Schwangerschaft
Biomedizinischer Anspruch an alternative Zugänge
»Nützts nüt, so schadts nüt«
8.3.2 Besserer Umgang mit der Krisensituation
8.4 Bewertung alternativer Inhalte
8.4.1 Ressource
Handlungsmacht statt Passivität
Kontrolle über den Körper
»Manifestieren« des Wunschkindes
8.4.2 Belastung
Alternative Expert:innen und Schuldnarrative
Verhandlung von Schuldgefühlen
Schuldnarrative im biomedizinischen Kontext
8.5 Evangelikale und alternative Zugänge
8.6 Theoretische Anschlüsse
9. Einbezug transzendenter Entitäten
9.1 Gott
9.1.1 »Gott, schenk du mir eine Antwort«: individuelle Handlungsanweisungen
9.1.2 »Gott, jetzt bist du dran«: »Abgabe« der Verantwortung
9.1.3 Gott, der »Zuhörer«: Aushandlungsprozesse und Validierung von Gefühlen
9.1.4 Gott, der »Snackautomat«? Performative Interaktion mit Gott.
9.2 Kirchliche Autoritätspersonen
9.3 »Natur« und nicht greifbares »Etwas«
9.3.1 Verhältnis von »Natur« und Reproduktionsmedizin
Inkompatibilität
Kompatibilität
9.3.2 Vage Annäherung an Transzendenz
9.4 Alternative Expert:innen und transzendentes Selbst
9.4.1 Autorität
9.4.2 Zugang zum transzendierten Selbst
9.5 Theoretische Anschlüsse
10. Beziehung zum Wunschkind
10.1 Fragmentierte Körpersubstanzen
10.1.1 Räumliche Fragmentierung
10.1.2 Unberechenbarkeit der Entwicklung von Embryonen
10.1.3 Überzählige Embryonen
10.1.4 Aussergewöhnliche Zeugungs‐ und Geburtsumstände
Künstlichkeit und Natürlichkeit
Zeugungs‐ und Geburtsumstände adoptierter Kinder
10.2 Reproduktive Verluste
10.2.1 Normen des Umgangs
10.2.2 Beziehungspflege: Transzendierung der Existenz eines Kindes
10.2.3 Ambivalente und positive Deutung reproduktiver Verluste
Reproduktive Verluste als Beweis für die Fähigkeit, schwanger werden zu können
Situative religiöse Framings: Die Seele, die zu uns will, aber nicht kann
Verortung der Verlusterfahrung im institutionellen Glaubenssystem
10.3 Adoptivkinder
10.3.1 Ausschluss eines Zufalls: Verbundenheit mit genau diesen Kindern
10.3.2 Selbsttranszendierung: Theologisches Framing von Adoption
10.3.3 (Ent‑)Transzendierung genetischer Verwandtschaft
10.3.4 Allgemeine Deutungsambivalenz der Adoption
Exkurs: Adoption in der Schweiz
10.4 Theoretische Anschlüsse: Transzendierungsmomente als religiöse Kommunikation
11. Partnerschaftliche und geschlechterbezogene Aushandlungen
11.1 Sexualität zwischen Selbstzweck und Mittel zum Zweck
11.1.1 Zurückerlangen der Deutungsmacht
11.1.2 Sexualität als abwesendes Thema
11.2 Neue Identitätsaushandlungen als Paar
11.2.1 Unfruchtbarkeit als individuelles (weibliches) Problem.
11.2.2 Unerfüllter Kinderwunsch als Identitätsmerkmal des Paares
Die Ehe als oberste Priorität
»sharing genes matters«
Gestärkte Paarbeziehung
11.3 Männliche und weibliche Unfruchtbarkeit als soziale Konstrukte
11.3.1 Weitergabe der Gene
11.3.2 »Mechanisch« funktionierende männliche Körper
11.3.3 Weibliche Unfruchtbarkeit und die Undenkbarkeit, keine Mutter zu sein
11.3.4 Bedrohte männliche Sexualidentität
11.4 Genderspezifische Konsequenzen und Handlungen
11.4.1 Weibliche Verantwortung
11.4.2 Geschlechterspezifische Strategien des Umgangs
Auf der Suche nach Validation
Vernetzung unter Frauen: körperliche Verbundenheit als Deutungsressource
Bier und Gamen: Austausch unter Männern
11.4.3 Marginalisierung von Männern in Gesundheitseinrichtungen
11.4.4 Mögliche männliche Rollen
Evangelikale Männer
Nicht‐evangelikale Männer
11.5 Theoretische Anschlüsse: Geschlecht als relevante Kategorie im Feld
12. »Am Rand der Gesellschaft«
12.1 Nicht‐Elternschaft als erfahrene Devianz
12.1.1 Wahrgenommene »Ungerechtigkeit«
12.1.2 Verlust von Peers
12.1.3 Vernetzung als Ressource
12.2 Nach der Enthüllung
12.2.1 Positiv und negativ erlebte Aspekte der Offenheit
Erzählen als Ressource
Aufklären als ambivalente Erfahrung
Reduziert auf das Stigma
Aberkennung des medizinischen Expert:innenstatus
Aberkennung des religiösen Expert:innenstatus
12.2.2 Ressourcen im Umgang mit Kommentaren Dritter
Zurückerlangen des Expert:innenstatus durch Kollektivierung
Konfrontation
Vertuschung
Religiöse Einordnung
12.3 Evangelikale Gemeinden als fruchtbare Welt
12.4 Theoretische Anschlüsse: Goffmans Stigma‐Begriff
Teil D: Conclusio
13. Abschluss
Anhang
Bibliographie
Sekundärliteratur
Online Dokumente
Abbildungsverzeichnis.
Anhang I: Transkriptionskonventionen
Anhang II: Metadaten.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
3-8394-7709-3

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