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Ordnung Unter Druck : Polizeiliche Arbeitsbelastungen und Staatliche Ordnungspraxis Im Langen Sommer der Migration.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Jellen, Josephine.
- Language:
- German
- Physical Description:
- 1 online resource (283 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Other Title:
- tbc_Afrikabilder in Theorie und Praxis
- Place of Publication:
- Bielefeld : transcript Verlag, 2026.
- Summary:
- Polizeiliche Arbeitsbelastungen werden meist dann thematisiert, wenn das staatliche Gewaltmonopol durch eine Ausweitung polizeilicher Aufgaben unter Druck gerät.Weitgehend unbeachtet bleibt jedoch, vor welchem polizeikulturellen Bedeutungsgefüge solche Belastungen entstehen und wie sie von den Beteiligten gedeutet werden.
- Contents:
- Cover
- Inhalt
- 1. Einleitung
- 1.1 Zum Forschungsgegenstand und seiner Relevanz
- 1.2 Ziel der Arbeit und Fragestellung
- 1.3 Aufbau der Arbeit
- 2. Theoretische Rahmungen
- 2.1 Eine unvollständige Geschichte der Polizei - soziologisch gewendet
- 2.1.1 Die Policey der frühen Neuzeit - eine gute Ordnung des Gemeinwesens
- 2.2.2 Polizeidiener und Polizei im 19. Jahrhundert
- 2.2.3 Die Erprobung von Praktiken des Polizierens in kolonialisierten Räumen
- 2.2 Die Konstruktion von Flucht*Migration als soziales Problem und ihre Folgen
- 2.2.1 Die Definition und Konstruktion sozialer Probleme
- 2.2.2 Flucht*Migration - (k)ein soziales Problem?
- 2.2.3 Die wiederkehrende Aktualität von Verunsicherung und der (rassifizierte) Ruf nach Sicherheit und Ordnung
- Zur Konstruktion von Sicherheit, Unsicherheit und Versicherheitlichung sowie ihre wiederkehrende Aktualität
- Risiko und Rassifizierung
- 2.3 Die erkrankte Behörde - ein kritischer Blick auf polizeiliche Arbeitsbelastung
- 2.3.1 Gesundheit, Krankheit und Arbeit im Zusammenhang
- Gesundheit und Krankheit aus soziologischer Perspektive
- Zum Zusammenhang von Arbeit, Gesundheit und (psychischen) Erkrankungen
- 2.3.2 Forschungsstand - Arbeitsbelastungen in der Polizei
- 2.3.3 Polizeikultur und Arbeitsbelastung
- 2.3.4 Belastung und Arbeit in der Polizei aus soziologischer Perspektive
- Zur Definition von (polizeilichen) Arbeitsbelastungen
- Polizieren als Arbeit
- 2.3.5 Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit
- Be‐ und Entgrenzungen
- Entgrenzung der Arbeit
- Flexibilisierung
- Subjektivierung
- 2.3.6 Subjektivierte und entgrenzte Arbeit in der konkurrenzlosen Institution Polizei?
- 3. Forschungsprozess, Datenerhebung und ‑auswertung
- 3.1 Begründung und Verortung des Forschungsinteresses
- 3.1.1 Herleitung des Forschungsthemas.
- 3.1.2 Forschungsfokus und Fragestellung
- 3.1.3 Erkenntnisinteresse an der Straßenkreuzung
- 3.2 Der Forschungsstil der Grounded Theory
- 3.2.1 Offenes, axiales und selektives Kodieren
- 3.2.2 Memos
- 3.3. Ethnografie als Forschungsperspektive
- Zur Rationalität ethnografischer Forschung
- Zielsetzungen ethnografischer Sozialforschung
- Die kleinste soziale Einheit der ethnografischen Sozialforschung
- 3.3 Skizzierung des Forschungsprozesses
- 3.3.1 Eintritt in das Feld
- 3.3.2 Feldaufenthalt
- 3.3.3 Feldnotizen und Beobachtungsprotokolle
- 3.4 Datenerhebung und Datenauswertung im Forschungsverlauf
- 3.4.1 Datenerhebung und ‑auswertung
- 3.4.1 Darstellung der Ergebnisse
- 4. Ergebnisdarstellung
- 4.1 Vorbemerkung
- 4.2 Die Protagonist*innen
- 4.2.1 Manfred Spielmann - Vorsitzender einer Polizeigewerkschaft
- 4.2.2 Matthias Rudloph - Der Leiter des Streifen‐ und Einsatzdienstes im Revier Albenforde
- 4.2.3 Die Beamt*innen im Revier Albenforde
- 4.2.4 Die Polizistin Karoline
- 4.2.5 Der Polizist Tim
- 4.3 Die Last des polizeilichen Alltags im Revier Albenforde
- 4.3.1 Daily Hassles im Revier Albenforde
- Die messbare Polizeiarbeit, Managementstrategien und fehlende Autonomie
- Der »ungesunde« Wechselschichtdienst
- Nachtschichten und »Nachtjagden«
- Arbeitsbelastung durch Personalmangel und Überstunden
- 4.3.2 Hängenbleiben und Weiterkommen: der Beförderungsstau
- 4.3.3 »Stiefelspitzen« und »Goldfasane« - Hierarchie und Führungsqualität
- 4.3.4 Krankheitsbegründete Ausstiegsstrategien aus dem polizeilichen Berufsalltag
- 4.4 Das Polizieren von Migration als Gegenstand polizeilicher Arbeit in der Erstaufnahmeeinrichtung
- 4.4.1 Die Strafinsel und ihre Insassen
- 4.4.2 Bad Guy - Good Guy: Kompliz*innenschaft zwischen Polizei und Securities.
- 4.4.3 »Krise« als Arbeitslast? Die Rolle der Polizei im langen Sommer der Migration am Beispiel der EstA
- Die Polizei als Managerin der Krise?!
- Von der »Flüchtlingskrise« zum Sicherheitsrisiko »Flüchtling«
- 4.4.4 Formalisierte Abläufe der Kriminalisierung
- Arbeitsablauf: Anzeige wegen unerlaubter Einreise
- »Fingerprints!« - erkennungsdienstliche Behandlung als Form der Kriminalisierung
- »Irgendwann sagt Deutschland auch mal nein«, oder? (Gescheiterte) Praktiken des Ordnens
- 4.5 Die Bedeutung sozialer Ordnung in der Deutung von Arbeitsbelastung
- 4.5.1 Das praktische Erkennen der sozialen (Arbeits‑)Welt
- Deutungshoheit und Durchsetzungscharakter
- Generalisierte Feindlichkeit - gegenüber wem?
- Machtkonzentration
- 4.5.2 Der polizeiliche Blick auf die Welt, wie sie wirklich ist
- 4.6 Zusammenführung der Ergebnisse
- 4.6.1 Vorbemerkungen
- 4.6.2 Polizist*innen im Spannungsfeld ökonomisierter Kräfteverhältnisse
- Routiniertes Leiden
- Sekundäre Gewinne durch den langen Sommer der Migration?
- Ökonomisierung trifft Ordnungsansprüche
- Ordnung als Anspruch und Aufforderung - Subjektivierung als Folge?
- 4.7 »Viel Spaß und lass' dich nicht anschießen« - zur Reflexivität der Beobachterinnenrolle und wissenschaftlichen Güte der vorliegenden Arbeit
- 4.7.1 Rollen - Zuweisungen und Annahme
- 4.7.2 Zur wissenschaftlichen Güte und Limitation der vorliegenden Arbeit
- 5. Diskussion der Forschungsergebnisse
- 5.1 Zur Interpretativität polizeilicher Arbeitsbelastungen
- 5.2 Schlussfolgerungen - oder: Warum »mehr Polizei« die Polizei nicht zwangsläufig entlastet
- 6. Fazit
- 6.1 Zusammenfassung
- 6.2 Ausblick
- 6.3 Giving voice to…whom?
- Literatur.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- ISBN:
- 3-8394-3978-7
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