My Account Log in

1 option

Fairer Handel, Viktigenisierung und Globale Ordnung : Eine Kritik Intersektionaler Kategorien in der Entwicklungsarbeit.

OAPEN Available online

View online
Format:
Book
Author/Creator:
Günther-Kriegel, Doris.
Language:
German
Physical Description:
1 online resource (337 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Bielefeld : transcript Verlag, 2026.
Summary:
Fairer Handel informiert über wirtschaftliche Beziehungen zwischen Globalem Süden und Globalem Norden und verfestigt damit eine globale Spaltung.In Bildungsmaterialien der kirchlichen Entwicklungsarbeit werden Produzentinnen fair gehandelter Erzeugnisse als Opfer patriarchaler Kulturen repräsentiert und mit dem Maßstab mutmaßlich emanzipierter.
Contents:
Cover
Inhalt
Danksagung
1. Einführung: Fairer Handel, Kirchen und Geschlecht
1.1 Fairer Handel in der kirchlichen Entwicklungsarbeit
1.1.1 Eine Alltagsbeobachtung
1.1.2 Erfahrungen aus der kirchlichen Praxis
1.2 Erkenntnisinteresse: Geschlechterwissen und Kategorienkritik
1.2.1 Die Erzeugung von Geschlecht
1.2.2 Kritik am Maßstab der Geschlechtergerechtigkeit
1.2.3 Perspektiven, Positionen, Wissensproduktion
1.3 Forschungsüberblick und disziplinäre Verortung
1.3.1 Die Erfolgsgeschichte des Fairen Handels
1.3.1.1 Kartierung der Forschungslandschaften
1.3.1.2 Verweise zwischen den Disziplinen
1.3.1.3 Die Kommerzialisierungserzählung vom Fairen Handel
1.3.1.3.1 Kommerzialisierung als Zentrum des Erfolgsnarrativs
1.3.1.3.2 Die Bandbreite der Erfolgsgeschichten
1.3.1.3.3 Kritik als Bekräftigung des Erfolgsnarrativs
1.3.1.3.4 Fairer Handel zwischen Bewusstseinsbildung und Umsatzsteigerung
Exkurs: Die DDR‐Solidaritätsbewegung und der Alternative Handel
1.3.1.4 Geschlecht in der Fair‐Handels‐Forschung
1.3.1.4.1 Ein blinder Fleck in der Geschichtsschreibung
1.3.1.4.2 Wirkungsstudien zu Women Empowerment
1.3.1.5 Repräsentationen von Produzent:innen - ein Resümee zum Erfolgsnarrativ
1.3.2 Verortung im Fach Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie
1.3.2.1 Differenz als Anknüpfungspunkt
1.3.2.2 Abgrenzungen von der theologischen Ethik
1.3.2.3 Annäherungen an Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie
1.3.2.4 Die religionslose Fair‐Handels‐Forschung
1.3.2.5 Ein Resümee zur Verortung von Kritik
1.4 Repräsentationspraktiken als theoretische Perspektive
1.5 Historische Kritik als methodischer Zugang
1.6 Zum ›kirchlichen‹ Quellenkorpus
1.6.1 Bildungsmaterialien als Textsorten
1.6.2 Der Veröffentlichungszeitraum bis ins Jahr 2002 zurück.
1.6.3 Das Publikationsnetzwerk der evangelischen Entwicklungsarbeit
1.6.3.1 Eingrenzungen des Korpus
1.6.3.2 Untersuchte Quellen
1.6.3.3 Gesichtete Quellen
1.6.3.4 Rückblick auf die Absteckung des Quellenkorpus
1.7 Aufbau der Arbeit
2. Fairer Handel - ein Name für heterogene Ansprüche
2.1 Fairer Handel und die Hegemonietheorie
2.1.1 Das Ausgangsproblem einer eindeutigen Bestimmung
2.1.2 Der hegemonietheoretische Zugang zur Unbestimmtheit von Fairem Handel
2.1.3 Ein Ausschnitt des diskursiven Terrains
2.1.3.1 Ein Beispiel im Magazin Welt‐Sichten
2.1.3.2 Eine Grenzverschiebung auf dem diskursiven Terrain
2.2 Fairer Handel ohne Grundlage
2.2.1 Die rhetorische Figur der Nische
2.2.1.1 Nischen im Plural
2.2.1.2 Fairer Handel im Plural
2.2.2 Artikulatorische Praktiken
2.2.2.1 Sprachphilosophische Grundlagen
2.2.2.2 Fairer Handel zwischen Marktausweitung und Bewusstseinsbildung
2.2.2.3 Die Genese von Sinn
2.2.3 Zur Übersetzung von Fairem Handel in hegemonietheoretische Figuren
2.3 Fairer Handel radikal konstituiert
2.3.1 Die Erschließung von Radikalität
2.3.2 Fairer Handel im Strom der Differenzen
2.3.2.1 GEPA gegen Fairtrade Deutschland
2.3.2.2 Kooperative gegen Plantage
2.3.2.3 Weltladen gegen Discounter
2.3.2.4 Interne Differenzen im selben System
2.3.3 Das Zusammenspiel aus Differenz‐ und Äquivalenzlogik
2.3.3.1 Wie aus Differenzen Äquivalente werden
2.3.3.2 Die Bestimmtheit von Fairem Handel in der historischen Forschung
2.3.4 Fairer Handel als leerer Signifikant
2.3.4.1 Das antagonistische Außen
2.3.4.2 Die Unabschließbarkeit des Diskurses
2.3.4.3 Fairer Handel - ein bedeutungsloses Zeichen
2.3.5 Fairer Handel als Name für die Diskursgesamtheit
2.3.5.1 Eine Art Name
2.3.5.2 Die fehlende Namensgeschichte.
2.3.5.3 Die Radikalität des Namens Fairer Handel
2.3.6 Zwischenfazit: Die Rhetorizität des Namens Fairer Handel
2.3.6.1 Zur Rhetorizität von Sprache
2.3.6.2 Die Nähe zwischen Fairem Handel und nachhaltiger Entwicklung
2.3.6.3 Ein Rückblick auf das Label ›fair‹
3. Fairer Handel - eine globale Kategorienordnung
3.1 Eine Familiengeschichte als Ausgangspunkt
3.2 Theoretische Zugänge zur Kategorie Geschlecht
3.2.1 Die diskurstheoretische Perspektive
3.2.2 Die historische Perspektive
3.2.3 Die intersektionale Perspektive
3.2.3.1 Sexualität als Differenzkategorie
3.2.3.2 Klasse als Differenzkategorie
3.2.3.3 Ethnie als Differenzkategorie
3.2.4 Geschlecht im Schnittpunkt der Perspektiven
3.3 Intersektionale Vergeschlechtlichungen als analytischer Zugang
3.3.1 Die ausgeklammerte Analysekategorie Geschlecht
3.3.2 Die ›arme schwarze Frau‹ im intersektionalen Schnittpunkt
3.3.3 Die ›arme schwarze Mutter‹ als Schlüsselkategorie
3.4 Viktigenisierungen - Bezeichnungspraktiken der Kategorienordnung
3.4.1 Viktigenisierende Vergeschlechtlichungen
3.4.1.1 Viele Namen - ein Produzentinnen‐Typus
3.4.1.2 Viktigenisierung: Grundmuster der Bezeichnung
3.4.1.2.1 Indigen‐Machung
3.4.1.2.2 Viktimisierung
3.4.1.3 Viktigenisierungen aus vier Differenzkategorien
3.4.1.4 Sieben Viktigenisierungsarten
3.4.2 Komplex verflochtene Viktigenisierungen
3.4.2.1 Weibliche Armut
3.4.2.2 Vielfältige Randständigkeiten
3.4.2.3 Mütterliche Sorgearbeit
3.4.2.4 Das gemeinschaftliche Umfeld
3.4.2.5 Kollektive Bildungsrückstände
3.4.2.6 Traditionelle Wissensdefizite
3.4.2.7 Gesundheitliche Gefährdungen
3.4.2.8 Leben in der Hütte - eine Zusammenschau der Viktigenisierungen
3.5 Effekte von globaler Dimension
3.5.1 Die Viktigene als Machteffekt.
3.5.2 Die epistemische Spaltung der ›Einen Welt‹
3.5.2.1 Die ›emanzipierte Europäerin‹ als Ko‑Konstitution
3.5.2.2 Globales Geschlechterwissen
3.5.3 Vergeschlechtlichte Religion
3.6 Verschleierungsmechanismen: Die Women‐Empowerment‐Camouflage
3.6.1 Women Empowerment als Gradmesser von Entwicklung
3.6.2 Fairer Handel im Gewand von Geschlechtergerechtigkeit
3.6.3 Spurentilgung durch Women Empowerment
3.7 Handlungsmacht: Zur Globalität der Kategorienordnung Fairer Handel
3.7.1 Produzentinnen in leitenden Funktionen
3.7.2 ›Stimmen‹ von Produzentinnen
3.7.3 Agency in einer globalen Wiederholung
3.7.4 Zwischenfazit: Die Anordnung von Kategorien
4. Provinzialisierung der globalen Kategorienordnung Fairer Handel - eine Gegengeschichte
4.1 Evangelische Entwicklungsarbeit: Das diskursive Terrain des Fairen Handels
4.1.1 Vereinheitlichungen von Positionen
4.1.2 Kartierung des Terrains
4.1.3 Fairer Handel als quasi‐gesamtgesellschaftlicher Diskurs
4.2 Lokale Kirchen und der globale Rio‐Folgeprozess
4.2.1 Kirchen für Nachhaltigkeit
4.2.2 Das Wittenberger Memorandum und nachhaltige Entwicklung
4.2.3 Selbstvergewisserung als ›faire Kirchen‹
4.2.4 Fairer Handel als Glaubwürdigkeitsgarantie
4.2.5 Der EKD‐Beschluss von 2002 als Bruchkante in der Geschichte des Fairen Handels
4.3 Fairer Handel in der provinzialisierten Entwicklungsarbeit
4.3.1 Evangelische Entwicklungsarbeit für ›Faire Kirchen‹
4.3.2 Bewusstseinsbildung für den Fairen Handel
4.3.3 Fair und unfair zugleich - Bildungsarbeit als Scharnier
4.3.4 Zwischenfazit: Evangelische Entwicklungsarbeit als selbstreferenzielles Sprachrohr
5. Fazit zur Kategorienkritik - Praxis ohne Tun?
5.1 Rückblick: Was sichtbar wurde
5.1.1 Eine Forschungslücke als Effekt der Erfolgsgeschichte.
5.1.2 Die Provinzialität der Kategorienordnung Fairer Handel
5.1.3 Eine Ordnung aus globalen Partikularitäten
5.1.4 Globale Ausbeutung als ausgeschlossener Mangel
5.2 Ausblick: Was veränderbar wird
5.2.1 Radikale Praxis
5.2.2 Vervielfältigte Geschichten
Bibliografie.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
3-8394-7751-4
9783839477519

The Penn Libraries is committed to describing library materials using current, accurate, and responsible language. If you discover outdated or inaccurate language, please fill out this feedback form to report it and suggest alternative language.

Find

Home Release notes

My Account

Shelf Request an item Bookmarks Fines and fees Settings

Guides

Using the Find catalog Using Articles+ Using your account