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Vorschrift und Affekt : Die Institutionalisierung und Pädagogisierung der Schauspielausbildung, 1870-1930.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Ernst, Wolf-Dieter.
- Language:
- German
- Physical Description:
- 1 online resource (535 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Place of Publication:
- Bielefeld : transcript Verlag, 2026.
- Summary:
- Zwischen 1870 und 1930 institutionalisierte sich die Schauspielausbildung und es entstanden eigene pädagogische Ansätze.Wolf-Dieter Ernst erzählt die Geschichte der Schauspielschulen als Theater- und Bildungsreform.
- Contents:
- Cover
- Inhalt
- Vorwort
- Einleitung
- Schauspielschulen im historischen Abriss
- Institution und Institutionalisierung
- Bildungsszenarien, Techne und rhetorische Situation
- 1 Eine Diskursgeschichte der Schauspielschulen
- 1.1 Schauspielausbildung als Thema der Theaterwissenschaft
- 1.2 Forschungsdiskussion und Quellenlage
- 1.3 Schauspielausbildung zwischen Aufführung und Norm
- 1.4 Die Darstellung von Affekten als Unter‐ und Überbietung
- 1.5 Zur Diskursanalyse von ästhetischen Bildungsprozessen
- 2 Rhetorische Annäherungen an die Anthropologie
- 3 Bildung und Affekt. Begriffliche Klärung
- 4 Diskurse der Bildung 1750-1900
- 4.1 Schauspielschulen als ›Gegenstand‹ von Theatergeschichte und historischer Bildungsforschung
- Luhmanns Blick auf die Unterrichtssituation
- Theater als Möglichkeitsraum innerhalb des Schulsystems
- Die Erfindung der Pädagogik
- 4.2 Bildungsfaktoren zwischen Aufklärung und Kaiserreich
- Lessing, Ekhof und die Erfindung des Ausbildungsproblems
- Theaterschule oder bürgerliche Sittenanstalt?
- 4.3 Schauspielausbildung im 18. Jahrhundert
- Curriculum nach Friedel: ein Philantropin
- Politische Interessen: Theatralpflanzschule
- Zivilgesellschaftlich: Weiterbildung an der Schauspielakademie
- 4.4 Schauspieltheorie im 18. Jahrhundert
- 4.4.1 Von der Rhetorik zur Ästhetik
- 4.4.2 Repräsentation und Gesellschaft
- 4.4.3 Wissenswandel. Descartes und die Folgen
- 4.5 Das Bildungs‐ und Erziehungssystem des 19. Jahrhunderts. Juristische und Ökonomische Diskurse
- 4.6 Schauspielschulen im 19. Jahrhundert
- Entwicklungen in England und den USA
- Entwicklung in Deutschland
- 4.7 Zwischen Nationalerziehung und Bildungsanspruch
- Soziale Entwicklungen: Vereinswesen und privatwirtschaftlicher Bildungsmarkt
- Konzentration: Schulpflicht, Privatschulen und Hochschulgründungen.
- Konzentration auf Charakter - auch Nationalcharakter
- 4.8 Resümee: Von der Selbstbildung zur Bildungsinstitution
- 5 Schauspielerausbildung an der Königlichen Musikschule in München ab 1876
- 5.1 Andeutungen der Verkörperung. Eine Lektüre von Ausbildungsprotokollen
- Exkurs: Die zweite Ebene von Jahresberichten und Protokollen
- Aushöhlung des tradierten Fachs Rhetorik im Lehrplan Schauspiel
- Wissen um Körperschulungen für Schauspiel
- Einflüsse der musikalischen Ausbildung
- 5.2 Possarts Methode. Ein nach festen Regeln und Grundsätzen geordneter Lebenslauf
- Captatio benevolentiae: Schilderung des gesellschaftlichen Aufstiegs
- Das erste Theatererlebnis
- Ästhetische Form eines politischen Körpers
- Das Regelwerk für den gesellschaftlichen Aufstieg
- Dialekte, Sprecherziehung und Nationalsprache
- Held sein und Hauptrolle haben
- Rollenbesitz nur nach gesellschaftlicher Norm
- 5.3 Erziehung des Schauspielers zur Funktion: Der Lehrgang des Schauspielers (1901)
- Charakterbildung, Körperbild und Aufnahmeprüfung
- Lernen am Vorbild und durch Korrektur
- Possarts Curriculum als Ausdruck wilhelminischer Nationalerziehung
- 5.4 Experimentalordnungen von Klangkörpern: Rutz‐Sievers
- Typenlehre: kulturelle Wertung mit naturalisierender Begründung
- Performative Beweisführung
- Verquickung von Rollen: Wissenschaft und Schauspiel
- Überwinterung der Rhetorik
- 6 Bild und Bildung um 1900 im Zeichen von Lebensreform, Energetik und Evolutionismus
- 6.1 Gründerjahre: Schauspielschulmodelle zwischen Meisterschule und pädagogischem Reformprojekt
- Schauspielmodelle im Umfeld der Reformpädagogik
- Avantgarde, pädagogische Motive und Kommerzialisierung von Theater
- 6.2 Der Bildungsdiskurs der bürgerlichen Reformbewegung
- Aufwertung von Pädagogik
- Theater als Lebensreform: Elisabeth‐Duncan‐Schule.
- Schauspielschule als pädagogische Reformschule
- 6.3 Reformpädagogik zwischen Ideologiekritik und Diskursanalyse
- Bodenständigkeit im Sprechakt - nackte Füße in kultureller Performance
- Vom Einkörper zum Gesamtkörper
- Körperpolitik im Spannungsfeld zwischen Energie, Natur, Erfahrung und Gefühl
- 6.4 Der Bilddiskurs der Ausdrucksästhetik
- Aufzeichnung und Messung von körperlichen Funktionen
- Bilder ohne Ikonografie
- Auswirkung auf die Modulation des affektiven Ausdrucks
- 6.5 Die Energetik um 1900
- Anthropomorphisierung von Technik bei Aby Warburg
- Einfluss der Energetik‐Theorie von Wilhelm Ostwald
- Einfluss der Mneme‐Theorie von Richard Semon
- Visuelle Energie der Bilder - eine Frage der Bildbetrachtung
- 6.6 Die Kunsterzieherbewegung: Ästhetik und Erziehung im Zeichen des Evolutionismus
- Mythos Kind versus mythisches Denken im Kind
- Warburg, der Reformdiskurs und das Symbol
- Bilder sehen aus dem Blickwinkel der Energie
- 6.6.1 Kinderzeichnung als nicht intentionaler Ausdruck
- 6.6.2 Die Kinderzeichnung als Diagramm und Engramm des Bildungsprozesses
- Umkehrung der Zivilisationstreppe - Kinderzeichnung als Abbild der Bildung
- Experiment: Kinderzeichnung nach Erzählung
- Energiedarstellung als Blitz und als Schlange
- 6.6.3 Die Suche nach der ›neuen Linie‹
- 6.7 Exkurs zur Linie als Regel der Bildung
- Die Schlangenlinie als Ausdruck beweglicher Schönheit
- Die Linie als Abbild einer semantischen Einheit
- Linie als Wiederbelebung verschütteter Kräfte und Aufbruch in Zukunft
- 6.8 Das Kind als Projektionsfigur: Ellen Keys Das Jahrhundert des Kindes (1900)
- Diskurs zwischen Engramm und Diagramm
- Der Freud'sche Blick auf das Kind
- Biografischer Hintergrund Ellen Keys und Ausdrucksästhetik
- Perfektion des Menschen durch den Menschen und Kritik
- Rezeption: Ideentransfer und Vernetzung.
- 6.9 Hermann Bahrs Konzept einer Reformschule
- Einflüsse Lichtwarks auf das pädagogische Konzept
- Schule als Konvikt mit Bühne und Fest des Lebens
- Unterrichtspädagogik für Genies - Künstlerisches Sprechen
- Erweiterung durch Stimmbildung und Deklamationsübungen
- Ausbildung mit Experimentcharakter
- 7 Düsseldorfer Energiekreislauf
- 7.1 Die Stellung der Theaterakademie im Bildungsdiskurs
- 7.2 Der Energiezirkel: Dumont und ihre Schülerinnen
- 7.3 Unterricht bei Dumont als Bildszenario
- 7.4 »[D]ie Besseren, die dann kommen.« Dumonts Energieanleihe bei ihren Schülern
- 7.5 Bühnenton und Urbild der Sprache: Die Ausbildung durch die Sprachregie Lindemanns
- 7.6 Energieverlust: Die Krise 1914 - die Katastrophe 1918
- 7.7 Die Reform 1924. Der geistige Beirat spricht
- 7.8 Charakterschauspiel in Düsseldorf zwischen Tradition, Krise und Reform
- 8 Die Central School for Speech and Drama
- 8.1 Elsie Fogerty: Eine Bildungssozialisation des viktorianischen Zeitalters
- Zwischen Tradition und Innovation
- Wandel in der Ausbildung von Mädchen - Wandel im Rollenbild
- Beruf und Studium für junge Frauen: Öffnung und Beschränkung
- Ausflucht: Orte der Selbstbildung
- 8.2 Die allmähliche Institutionalisierung einer Schule
- Innovative Produktionen Fogertys
- Der Lernort und seine Rahmenbedingungen
- Schulbetrieb: Theaterausbildung als Teil von Erziehung in Anstand und Benimmregeln
- Auf dem Weg zur Institutionalisierung: Lehrinhalte und Lehrkräfte
- 8.3 Die Central School for Speech and Drama im literarischen Feld
- Kultureller Anschluss der Schule: Einbindung von Dichtern in Prüfungen
- Vereinigung von Künsten und Technik - Anleihen an die Central School of Arts and Crafts
- Newbolt Report: Englisch als Nationalerziehung
- Englische Literatur als organische Keimzelle einer Nation im Newbolt Report.
- Sprechtraining als Thema im Newbolt Reports
- Die CSSD zwischen Reportreferenz und verwehrter Anerkennung
- Suche nach einer anderen Form der öffentlichen Anerkennung
- 8.4 Die Ausbildung in der Sprecherziehung
- Sprechtherapie als Ergebnis einer historischen Entwicklung
- Verknüpfung von Kunst und Therapie im 19. Jahrhundert
- 8.4.1 Die Konferenz zum Sprechtraining 1911
- The intimate relationship
- To interest everyone: Bandbreite an Disziplinen und Vernetzung unterschiedlichster Bereiche
- Austausch zwischen Kunst, Medizin und Therapie: Das Veranstaltungsformat
- Zuerst vernetzen, dann forschen - CSSD im medizinisch‐therapeutischen Diskurs
- Sprecherziehung als Heilmethode
- 8.4.2 Sprechtherapie am St. Thomas Hospital
- 8.4.3 Das Lehrdiplom
- Verstetigung von Kursangeboten und Finanzierungsoptionen
- Prüfungsordnung und ‑anforderungen
- 8.4.4 Der Bericht über Voice and Speech Training
- Deutungshoheit: Sprecherziehung nach Fogerty versus phonologischer Erklärungsansätze
- Der Weg zur Anerkennung als Ausbildungsinstitution
- 8.5 Das Lehrbuch The speaking of the English Verse
- Das Besondere an Fogertys Buch in theaterhistorischer Perspektive
- 8.5.1 Methodenansatz: Rhythmus und Klang als Zugang zum Text
- Zwischen gesprochener Praxis und Experiment: Prosodie und Vers
- Gegen den Strich: Ein eigener literaturgeschichtlicher Kanon
- Pädagogische Mission der Schule: Kulturgeschichtliche Einbettung gesucht
- Systematische Darstellung des Stimmtrainings
- Zugang zu Poesie: Zurück zur Kindheit
- Die Zusammenhänge zwischen Prosodie, Vers und gesprochener Sprache und Spiel
- 8.5.2 Mündlichkeit in schriftlicher Form: Kreative Hindernisse im Lehrbuch
- Brüche, Fragmente: Hinwendung zum Hören
- Bildungspraxis mithilfe des Rhythmus: Sprechen als (kulturelles) Erinnern, Hören und Verstehen.
- Zwischen Atem, Rhythmus und tradiertem Vers. Fogerty und die Institutionalisierung einer Schule.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- ISBN:
- 3-8394-3839-X
- 9783839438398
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