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Praxisform Polizeinotruf : Mediatisierte Wissenspraktiken Zwischen Wachsamkeit und Intervention.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Knopp, Philipp.
- Language:
- German
- Physical Description:
- 1 online resource (361 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Place of Publication:
- Bielefeld : transcript Verlag, 2026.
- Summary:
- Wie bearbeitet die Polizei Notrufe?Und wie verändert sich der Notruf mit der fortschreitenden Digitalisierung?Philipp Knopp geht diesen Fragen mit dem neuen Konzept der Praxisformanalyse nach.
- Contents:
- Cover
- Inhalt
- Danksagung
- Teil 1: Theoretische und methodische Rahmungen
- 1.1. Zwischen gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlicher Unsichtbarkeit
- 1.2. Ordnungsanlässe: Polizeinotruf als vielschichtiges Forschungsfeld
- 1.2.1. Konversationsanalysen: Interne Strukturierung von Notrufgesprächen
- 1.2.2. Workplace Studies: Leitzentralen als centers of coordination
- 1.2.3. Organisationsethnografien
- 1.2.4. Notrufstatistiken als Indikatoren für Kontrollkulturen
- 1.2.5. Governmentality Studies: Un/Sicherheit regieren
- 1.3. Notrufbearbeitung als epistemische Praxisform
- 1.3.1. Normativitätstheoretische Perspektiven auf Praktiken
- 1.3.2. Von Praktiken zu Praxisformen und ‑formationen
- 1.3.3. Un/Sicherheit als Praxis des Wissens
- 1.3.4. Mediatisierung und Medienkonfiguration
- 1.3.5. Notrufbearbeitung als mediatisierte epistemische Praxisform
- 1.4 Forschungsdesign und Methoden
- 1.3.6. Kritische Diskursanalyse von Massenmedien
- 1.3.6.1. Interdiskurs
- 1.3.6.2. Vorgehen bei der Kritischen Diskurs‐ und Situationsanalyse
- 1.3.7. Kontrollraum‐Ethnografie
- 1.3.7.1. In der Dauerkrise: Rahmenbedingungen der teilnehmenden Beobachtung
- 1.3.7.2. Beobachten in der Leitzentrale
- 1.3.7.3. Beobachtet werden: Positionen im Feld
- 1.3.7.4. Medienpraktiken der Ethnografie
- 1.3.7.5. Neue Bezugsrahmen: Leitfadengestützte Interviews
- 1.3.7.6. Forschungsethische Reflexionen
- 1.3.8. Analyseverfahren für das ethnografische Datenmaterial
- 1.3.9. Interfaceanalyse
- Teil 2: Der Notruf im Aktivierungsparadigma
- 2.1. Zum Wandel von Polizeiparadigmen
- 2.2. Überblick über den Diskurs
- 2.2.1. Verlauf und zentrale Diskursereignisse
- 2.2.2. Die Notrufarena: Überblick über die Verknüpfungen des Diskursstrangs
- 2.3. Auf dem Weg zum Aktivierungsparadigma
- 2.3.1. Zwischen Zentralisierung und lokaler Verankerung.
- 2.3.2. Der Riss als Krisendiagnose: Äußere Gefahren und mangelnde Konnektivität
- 2.3.3. Polizei und Aktivierung
- 2.3.4. Notruf, mobile Polizei und lokale Wachsamkeit
- 2.3.5. Paradigmatische Wendung: Bürger:innennähe als Zeitbeziehung
- Exkurs zur Geschichte von Notruf und Aktivierung
- 2.4. Grenzen der Aktivierung
- 2.4.1. Löcher und Barrieren: Das fragile Sicherheitskollektiv der Notrufbearbeitung
- 2.4.2. Gebremste und normalisierte Wachsamkeit
- 2.5. Mobilisierung, Kontrolle und die Paradoxien der Aktivierung
- 2.6. Praxisform und Paradigmenwechsel: Polizeinotruf in der Kritik
- 2.6.1. Moralische Ökonomien im Polizeinotruf
- 2.6.2. Von der müden Landpolizei zur flexiblen Kontrollzentrale
- 2.7. Mobilisierung und Kontrolle von Wachsamkeit
- Teil 3: Medienkonfiguration
- 3.1. Medienkonfiguration organisieren
- 3.2. Präfigurationen: Standardtechnologie, verstreutes Wissen und asynchroner Wandel
- 3.3. Das Einsatzleitsystem als configurational technology
- 3.4. Der intermediäre Organisationsraum
- 3.4.1. Abstimmungssettings
- 3.4.2. Lehrsettings
- 3.4.3. Testsettings
- 3.5. Der intermediäre Organisationsraum zwischen Exploration und Tuning
- 3.5.1. Erste Rahmungen
- 3.5.2. Medienbewertungen evozieren und stabilisieren
- 3.5.2.1. Wie (k)ein Ticket entsteht: Lehrsettings und Medienkritik
- 3.5.2.2. Erweiterte Geltungsbereiche lokaler Bewertungen
- 3.5.2.3. Regeln und Machbarkeiten
- 3.5.3. Lokalisierende Modifikationen
- 3.5.4. Inbetriebnahme als kritisches Konfigurationsereignis
- 3.5.4.1. Leerstellen und Abbrüche
- 3.5.4.2. Brücken und Übergänge
- 3.5.5. Diskursintervention und Generalisierung
- 3.6. Entdecken, Basteln, Adaptieren: Konfigurationen in Organisationsräumen
- Teil 4: Vom Notruf zur Einsatzmobilisierung
- 4.1. Rekonfigurationen polizeilicher Wissensobjekte
- 4.2. Überblick über den Notrufprozess.
- 4.3. Polizeieinsätze als epistemische Un/Sicherheitsobjekte
- 4.4. Notrufgespräche führen
- 4.4.1. Aktive Führung und Offenheit für Darstellungen
- 4.4.2. Das Einsatzformular als Technologie des Ermessens
- 4.4.3. Vielfältige Bezüge
- 4.4.4. Gesprächsführung und Darstellung
- 4.5. Einsatzklassifikation und epistemisches Profiling
- 4.5.1. Epistemisches Profiling und Personenkategorisierung
- 4.5.1.1. Mediatisierte Kategorisierung von Anrufenden
- 4.5.1.2. Selbstpositionierung und Glaubwürdigkeit
- 4.5.1.3. Klassifikationsrelevanz von Wahrnehmungsmodalitäten
- 4.5.1.4. Differenz hören, Ungleichheit produzieren
- 4.5.1.5. Normalisierung und Intelligibilität
- 4.5.2. Unscharfe Grenzen, dehnbare Klassifikationen
- 4.5.2.1. Potenzialität und Negativismus an den Grenzen
- 4.5.2.2. Epistemische Ungleichheit und Grenzklassifikationen
- 4.5.3. Individuation und kollektive Darstellungen
- 4.5.4. Einsatzklassifikation
- 4.5.4.1. Gleichzeitigkeit ordinaler und nominaler Einsatztaxonomien
- 4.5.4.2. Einsatzklassifikation als Wertung von Rekonfigurationen
- 4.5.4.3. Einsatzbeschreibungen: Spezifizierung und Personenkategorisierung
- 4.5.5. Zusammenspiel der Kategorisierungen
- 4.6. Verorten und Verräumlichen: Raumkontrolle aus der Leitzentrale
- 4.6.1. Verdatung des Raums
- 4.6.2. Folgeprobleme im Einsatzfunk
- 4.6.3. Verorten, Verräumlichen und Enträumlichen
- 4.6.3.1. Verortungsprobleme
- 4.6.3.2. Von Adressen zu symbolischen Orten
- 4.6.3.3. Verräumlichung und Enträumlichung
- 4.6.3.4. Effiziente Räume
- 4.6.4. Orts‐ und raumbezogene Rekonfigurationen
- 4.7. Öffentlichkeiten der Leitzentrale
- 4.7.1. Temporäre Schreibkollektive
- 4.7.1.1. Formularöffentlichkeit und technische Vermittlungen
- 4.7.1.2. Mediatisierte Wahrheitsfähigkeit
- 4.7.1.3. Graduelle Faktizität
- 4.7.1.4. Korrektur und Kontrolle.
- 4.7.2. Leitzentralen als Höröffentlichkeiten
- 4.7.2.1. Leitstelle als interne Öffentlichkeit
- 4.7.2.2. Hören als körperliche Infrastruktur
- 4.7.2.3. Das Rufen der Polizist:innen
- 4.7.2.4. Vom Raumhören zum Zuhören
- 4.7.3. Objektvermittelte Öffentlichkeiten
- 4.8. Interventionen mobilisieren: Zwischen Management und Gabentausch
- 4.8.1. Einsatzdisposition als Listenwirklichkeit
- 4.8.1.1. Erweiterung und Begrenzung von Bewertungsrelationen
- 4.8.1.2. Materielle Managerialisierung
- 4.8.1.3. Einsatzdisposition als Listeninteraktion
- 4.8.2. Einsatzmobilisierung als Gabentausch
- 4.8.2.1. »Drinnen« und »Draußen«
- 4.8.2.2. Zeit und Körper als Gaben
- 4.8.2.3. Verletzung der Reziprozitätsnorm
- 4.8.2.4. »Du machst mir das, ich mach dir das«: Handel, Tausch und Drama
- 4.8.2.5. Großeinsätze als Gaberituale
- 4.8.2.6. Affektive Involvierung in Gaberituale
- 4.8.2.7. Legitime Autorität
- 4.8.3. Moralische Ökonomien der Einsatzmobilisierung
- 4.9. Anstelle eines Fazits: Polizeiliches Gespür in der Notrufbearbeitung
- Teil 5: Zusammenfassung
- 5.1. Der Notruf als Praxisform
- 5.2. Mobilisierung und Kontrolle von Wachsamkeit
- 5.3. Mobilisierung und Kontrolle polizeilicher Intervention
- 5.4. Medienkonfiguration im intermediären Organisationsraum
- 5.5. Blick über den Notruf hinaus: Responsive Un/Sicherheit
- Literaturverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Abkürzungs‐ und Transkriptionsverzeichnis
- Abkürzungen für ethnografische Daten
- Abkürzungen für Diskursmaterial
- Transkriptionshinweise
- Index
- Anhang I: Datenkorpus Diskursanalyse
- Anhang II: Archivmaterial.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- ISBN:
- 3-8394-0187-9
- 9783839401873
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