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Geschichte der Physik an der Universität Leipzig : Die Physik und Ihre Verflechtung Mit der Mathematik und Den Nachbardisziplinen in der Zeit des 600-Jährigen Bestehens der Alma Mater Lipsiensis / Bodo Geyer and Dieter Michel.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Geyer, Bodo, author.
- Michel, Dieter, author.
- Series:
- Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Mathematisch - naturwissenschaftliche Klasse
- Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Mathematisch - naturwissenschaftliche Klasse ; v.67
- Language:
- German
- Subjects (All):
- Universität Leipzig (1991- )--History.
- Universität Leipzig (1991- ).
- Physics--Study and teaching--Germany--History.
- Physics.
- Physical Description:
- 1 online resource (2025 pages)
- Edition:
- First edition.
- Place of Publication:
- Stuttgart : S. Hirzel Verlag, [2023]
- Summary:
- In dieser 3-bändigen Monographie wird erstmals der Versuch unternommen, die Entwicklung der Physik im Zusammenwirken mit der Mathematik und mit den aus ihr hervorgegangenen Teildisziplinen der Nachbarwissenschaften an der Universität Leipzig seit ihrer Gründung und in ihrem wissenschaftlichen Umfeld nachzuzeichnen. Diese lokale Physikgeschichte wird im Kontext der Entwicklung der Physik als Fachdisziplin und mit Blick auf die sächsische Geschichte beschrieben. Die Darstellung der Physik im Wechselspiel mit der Mathematik gliedert sich in vier, durch besondere Ereignisse markierte zeitliche Perioden (Bände I und II), die sich auch in den Abhandlungen zur Astronomie und den physikalisch relevanten Teilen der Chemie, der Geo- und der Lebenswissenschaften widerspiegeln (Band III). In die Darstellung gehen neben den in Leipzig erbrachten Leistungen der hier wirkenden Gelehrten über deren "Lebensbilder" Bezüge zu anderen wissenschaftlichen Institutionen ein. Die Abhandlung der Forschungen wird ergänzt durch die Einbindung aller dabei entstandenen Promotionen. Mehrere Einschübe lenken den Blick auf besondere Umstände. Biogramme aller erfassten Wissenschaftler bereichern das Gesamtbild.
- Contents:
- Band_I
- Titel
- Impressum
- Inhalt_Band_I
- Vorbemerkungen über Zielsetzung, Voraussetzungen und Ausführung des Projekts
- Danksagungen
- Teil I Von der Gründung der Universität Leipzig bis zur Gründung des ersten Physikalischen Instituts im Augusteum, dem „Physikalischen Cabinet"(1409-1835)
- Einführung
- 1 Die Zeit von der Gründung der Universität Leipzig bis zum Abschluss der Universitätsreform nach der Reformation (1409-1557/58)
- 1.1 Erste Universitäten in Europa, die Prager Karlsuniversität und die Universität Leipzig
- 1.2 Zum Fächerkanon an der spätmittelalterlichen Universität Leipzig
- 1.3 Nähere inhaltliche Charakterisierung der philosophischen, physikalischen, astronomischen und mathematischen Lehrwerke der Antike
- 1.3.1 Die Grundlegung des wissenschaftlichen Arbeitens nach Aristoteles im „Organon"
- 1.3.2 Die Naturlehre (physica) des Aristoteles und weitere naturphilosophische Werke
- 1.3.3 Die Seelenlehre (De anima) des Aristoteles und die Grundlegung der Erkenntnistheorie
- 1.3.4 Die „Elemente" des Euklid, erste axiomatische Grundlegung der antiken Mathematik
- 1.3.5 Die „Teilung des Kanon", die auf der Arithmetik gründende Musiktheorie des Euklid
- 1.3.6 Die im „Almagest" des Claudius Ptolemäus überlieferte antike Astronomie
- 1.3.7 Archimedes von Syracus als Mathematiker und Begründer der Mechanik als Wissenschaft
- 1.3.8 Die Schriften des Hippokrates und des Galen - Grundlagen der mittelalterlichen Heilkunde
- 1.3.9 Der Einfluss des persischen Gelehrten ibn Sīnā (Avicenna) auf die Entwicklung der Medizin und auf die Naturwissenschaften
- 1.3.10 Der Einfluss des arabischen Universalgelehrten al-Chwarizmi auf die Entwicklung der Mathematik
- 1.4 Zur Aneignung der antiken Wissenschaften im Hochmittelalter und deren Stellung zur christlichen Dogmatik.
- zum Aufkommen der Empirie in den Naturwissenschaften
- 1.4.1 Die Aufarbeitung der antiken mathematischen Schriften durch Johannes de Sacrobosco
- 1.4.2 Die „Versöhnung" der Lehren des Aristoteles mit der christlichen Dogmatik: Albertus Magnus und Thomas von Aquin
- 1.4.3 Die englische empirische Schule: Robert Grosseteste, Roger Bacon und William von Ockham
- 1.5 Zum Einfluss zunächst der Renaissance und des Humanismus und dann der Reformation auf die Entwicklung der Wissenschaften in Leipzig
- 1.5.1 Rückbesinnung auf die antiken Quellen: Renaissance und Humanismus als Ursache allgemeiner Stagnation in den Naturwissenschaften und zugleich Beförderung spezieller Disziplinen
- 1.5.2 Die überragende Bedeutung der Entwicklung des Buchdrucks für den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt und der Aufstieg des Buchdrucks in Leipzig
- 1.5.3 Bedeutende Humanisten an der Universität Leipzig: Konrad Wimpina vs. Martin Pollich, Paulus Niavis und Petrus Mosellanus
- 1.5.4 Die Reformation und das Aufblühen der Wittenberger Universität im ernestinischen Sachsen stoßen auf entschiedenen Widerpart aus der Leipziger Universität: Der Einfluss Martin Luthers und Philipp Melanchthons auf die Leipziger Universität
- 1.6 Allmähliche Etablierung von Mathematik, Astronomie und Meteorologie in Leipzig und zögerliches Aufkommen der Naturwissenschaften Physik, Mineralogie und Geologie
- 1.6.1 Erstmals als Mathematiker hervortretende Gelehrte der Leipziger Universität: Johannes Widmann, Konrad Tocker, Virgil Wellendöffer, Udalrich Kalb und Stromer von Auerbach
- 1.6.2 Die Verquickung von Astronomie und Medizin in der „Iatromathematik": Johannes Tolhopf und Wenzeslaus Faber.
- 1.6.3 Der Übergang vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild, von Nicolaus von Kues über Georg Peuerbach und Johannes Regiomontanus zu Nicolaus Kopernikus und dessen Verfechter Joachim von Lauchen (Rheticus), streift die Universität Leipzig
- 1.6.4 Verquickung von Medizin und Naturwissenschaft - drei Leipziger Gelehrte von Bedeutung: Magnus Hundt, Ulrich Rülein von Calw und Georg Agricola
- 1.7 Der mühevolle Weg zur Reform der Universität Leipzig zwischen 1496 bis 1539 und, nach Einführung der Reformation an der Universität, von 1539 bis 1557/58
- 1.7.1 Die halbherzigen Reformversuche des altgläubigen Herzog Georg zwischen 1496 und 1539
- 1.7.2 Die Auswirkungen der Reformbemühungen auf die Mathematik und die naturwissenschaftlich ausgerichteten Fächer an der Universität Leipzig
- 1.7.3 Die Universität Leipzig wird unter Herzog Heinrich dem Frommen protestantische Universität nach Wittenberger Vorbild (1539-1557/58): Das Wirken von Caspar Borner und Joachim Camerarius d. Ä.
- 1.7.4 Die Rolle der Thomas- und der Nikolaischule für die Universität Leipzig
- 2 Von der Universitätsreform und den Physik-Professuren „Alter Stiftung" bis zu den Anfängen experimenteller Physik, 1557/58-1710
- 2.1 Innen- und außenpolitische Umstände: die konfessionelle Umgestaltung Sachsens, der Dreißigjährige Krieg und dessen Folgen
- 2.1.1 Sachsen auf dem Weg zum orthodoxen Luthertum und die Folgen für die Universität
- 2.1.2 Die Universität Leipzig im Schatten des Dreißigjährigen Krieges
- 2.2 Zusammenstellung der wichtigsten physikalischen Entdeckungen und der für die Physik relevanten mathematischen Fortschritte aus der Zeit
- 2.3 Zur Entwicklung der Physik an der Universität Leipzig zwischen 1557/58 und 1710, dargestellt an der Abfolge der Physik-Ordinarien und ihrer Schüler.
- 2.3.1 Matthäus Heusler und Leonhard Wolf, vom Philologen zum Professor der Physik
- 2.3.2 Balthasar Gütler und Johann Cramer, ihr Verhältnis zum Ramismus und Calvinismus und ihr Weg in die Medizin
- 2.3.3 Johann Steinmetz, vom Professur der Physik zum Professor der Pathologie, und kurze Amtszeiten der Nachfolger Wolfgang Trübenbach und Fabian Hippe
- Joachim Tancke, Professor der Chirurgie und Anatomie als Astronom und paracelsistischer Iatrochemist
- 2.3.4 Auf die Physikprofessur des Philologen Johann Friderich folgen die des Logikers Wolfgang Corvinus und für kurze Zeit die des nachmaligen Mathematikers Philipp Müller
- 2.3.5 Christoph Preibis, Universalgelehrter und langjähriger Ordinarius für Physik
- 2.3.6 Johannes Ittig als Logiker und Mediziner übernimmt das Physikordinariat
- 2.3.7 Johann Cyprian war 34 Jahre Ordinarius für Physik, danach 13 Jahre Professor der Theologie
- 2.3.8 Kurzer Rückblick auf die ersten 150 Jahre der Physikprofessur „alter Stiftung"
- 2.4 Zur Entwicklung der Mathematik an der Universität Leipzig zwischen 1542 und 1726, dargestellt an der Abfolge der Mathematik-Professoren und ihrer Schüler
- 2.4.1 Georg Joachim Rheticus, ein Schüler des Kopernikus und Verfechter von dessen Lehre, als Professor „Mathematum superiorum" in Leipzig, und der Universalgelehrte Wolfgang Meurer
- 2.4.2 Johannes Hommel und sein Schüler Bartholomäus Scultetus als Astronom und Kartograph
- 2.4.3 Valentin Thau und dessen Schüler Tycho Brahe und Paul Wittich, beide Wegbereiter des heliozentrischen Weltbildes
- 2.4.4 Moritz Steinmetz als universell gebildeter Mathematiker, Astronom und Kalendermacher, wie auch als Botaniker, Arzt und Apotheker. Über weitere Vertreter der Familie Steinmetz und die als Mathematiker erscheinenden Valentin Meder und Caspar Landsid.
- 2.4.5 Christoph Meurer als Mathematiker, Astronom und Leipziger Stadtphysikus
- 2.4.6 Philipp Müller, seine Schüler Jacob Bartsch, Wihelm Apianus und Erhard Weigel, und ihre Beziehungen zu Johannes Kepler
- der Theologe Samuel Dörffel als Astronom
- 2.4.7 Johannes Kühn und sein berühmter Schüler Gottfried Wilhelm Leibniz
- 2.4.8 Christoph Pfautz und die Gründung des ersten Gelehrtenjournals, der Acta Eruditorum
- zum Wirken seines Schülers Christian Wolff
- 2.4.9 Ulrich Junius und Michael Gottlieb Hansch und die vergeblichen Versuche zur Herausgabe der gesammelten Werke Johannes Keplers
- 2.4.10 Zu weiteren Mathematikern und Astronomen dieser Zeit in Leipzig: Die Gelehrtenfamilie der Honolds, der Geograph Hieronymus Ditzel und der Astronom Gottfried Kirch
- 2.4.11 Kurzer Rückblick auf die ersten 150 Jahre der Mathematikprofessur „alter Stiftung".
- 3 Von den Anfängen der experimentellen Physik mit physikalischen Apparatesammlungen bis zur Gründung des „Physikalischen Cabinets" im Augusteum, dem ersten Physikalischen Institut der Universität Leipzig (1710 - 1835)
- 3.1 Zur sächsischen Geschichte zwischen 1700 und 1830 und die Folgen für die Universität Leipzig
- 3.2 Zur Entwicklung der Physik als Fachdisziplin zwischen 1700 und 1835
- 3.3 Die Zeit nachweislicher privater Apparatesammlungen der Physikprofessoren und des zögerlichen Beginns der Experimentalphysik, 1710-1785
- 3.3.1 Der außerordentliche Medizinprofessor Johann Christian Lehmann erhielt auf Veranlassung von Kurfürst Friedrich August I. die Professur für Physik
- 3.3.2 Friedrich Menz, Philanthrop, Altphilologe und Vertreter der Physikotheologie
- 3.3.3 Johann Heinrich Winckler, vielseitiger Gelehrter, Aufklärer und geschickter Experimentator, und erste Versuche zur Elektrizität an der Universität Leipzig.
- Magister Georg Matthias Bose und der geniale Leipziger Mechanikus Jakob Leupold.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- Description based on print version record.
- ISBN:
- 3-7776-3450-6
- OCLC:
- 1381095506
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