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Nationalsozialistische Täter : Die intergenerative Wirkungsmacht des malignen Narzissmus / Reuleaux, Nele
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Reuleaux, Nele, Author.
- Series:
- Psyche und Gesellschaft
- Language:
- German
- Subjects (All):
- Intergenerationalität.
- Narzissmus.
- Nationalsozialismus.
- Traumaforschung.
- Local Subjects:
- Intergenerationalität.
- Narzissmus.
- Nationalsozialismus.
- Traumaforschung.
- Physical Description:
- 1 online resource (312 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Place of Publication:
- Gießen Psychosozial-Verlag 2006
- Biography/History:
- Nele Reuleaux ist promovierte Sozialpsychologin und diplomierte Sozialpädagogin. Sie lebt in Hannover und arbeitet schwerpunktmäßig zur NS-Täterforschung im Kontext der Traumaforschung, zu Gewalt- und Ausgrenzungsphänomenen und intergenerativen Prozessen.
- Summary:
- In der modernen NS-Täterforschung sind die tiefenpsychologischen Strukturen der NS-Täter bisher vernachlässigt worden und somit auch die Frage, welche innerfamiliären, psychologischen Folgen NS-Täterschaft auf die nachfolgenden Generationen hat. Nele Releaux untersucht diese Wirkungsmacht von Destruktivitätspotenzialen und das Zusammenwirken der sozialen, politischen und psychischen Dimensionen. Sie definiert die psychopathologische Persönlichkeitsstruktur der NS-Täter als eine »gesellschaftskonforme Persönlichkeitsstörung«, die maßgeblich durch den malignen Narzissmus bestimmt ist. Die NS-Täter waren somit keine »ganz normalen Menschen«, wie vielfach behauptet wird. Ihre unverarbeiteten Destruktivitätspotentiale sind vielmehr in den intergenerativen Prozess eingeflossen und haben gewaltförmige Interaktionsprozesse stabilisiert.
- Contents:
- Intro
- Inhalt
- Einleitung
- 1. Psychoanalyse und Geschichtswissenschaft
- 1.1 »Der Engel der Geschichte« oder die »unterdrückte Vergangenheit«
- 1.2 Annäherung an die NS-Täterforschung
- 1.3 Normalität versus Pathologie?
- 1.4 Intergenerative Traumatransmission
- 2. Täterforschung und Täterpsychologie - eine kritische Bilanz
- 2.1 Zur Entwicklung der Täterforschung
- 2.2 Das Normalitätsparadigma innerhalb der Täterforschung
- 2.2.1 Der Mythos der »ganz normalen Männer«
- 2.2.2 Die offene Frage nach den Motiven
- 2.2.3 Zur »Eigendynamik subjektiver Interessen«
- 3. Die psychische Dynamik von Täterschaft: der maligne Narzissmus
- 3.1 Das Kernproblem: die Dehumanisierung
- 3.2 Annährung an das Syndrom des malignen Narzissmus
- 3.2.1 Gesunder Narzissmus und der Übergang zum malignen Narzissmus
- 3.2.2 Zur Bedeutung der Internalisierung früher Beziehungen
- 3.2.3 Sadismus und Masochismus
- 3.2.4 Die Spaltung zwischen »grandiosem Selbst« und »entwertetem Selbst«
- 3.3 Der »maligne Narzissmus «am Beispiel Adolf Eichmann
- 3.4 Das Konzept der »gesellschaftskonformen Persönlichkeitsstörung«
- 3.4.1 Die Interpersonelle Dimension der Persönlichkeitsstörung
- 3.4.2 Trauma und chronische Aggression
- 4. Annäherung an eine psychoanalytisch orientierte Täterforschung
- 4.1 Die materielle Bereicherung als persönliche Aufwertung und Zugewinn fehlender Identität
- 4.2 Der »Gebrauch« des Körpers des Anderen im Zeichen der Dehumanisierung
- 4.3 Verfügbarkeit des Anderen für den »alltäglichen Gebrauch«
- 4.4 Verdinglichung der Kinder als äußerstes Ziel der Dehumanisierung
- 4.5 Das grenzenlose Morden rüttelt keineswegs an der eigenen »Lebenslust«.
- 4.6 Ein exemplarisches Beispiel eines Täters aus dem Auschwitz-Prozess: Mulka, der Adjutant des Auschwitz-Kommandanten Höß, und die destruktive Dynamik des malignen Narzissten hinter der radikalen Verleugnung
- 4.7 Zusammenfassung
- 5. Die zentralen Aspekte der Traumatransmission
- 5.1 Beziehungstrauma und Extremtraumatisierung
- 5.1.1 Exkurs: Trauma versus Konflikt. Die Entdeckung der »psychischen Realität« und das Verhältnis zwischen Phantasie und Realität
- 5.2 Zur Dynamik des »transgenerationalen Introjekts«
- 5.2.1 Die Dissoziation - »doppelten Realität« - Fragmentierung des Selbst
- 5.2.2 Die Übermittlung des Traumas
- 5.2.3 Umgang mit Schuld und Aggression
- 5.2.4 Wege zur Autonomie
- 5.3 Die Traumatransmission in der Analyse
- 5.3.1 Fallbeispiel I: »Eine Reise durch das Eisschloss« (v. I. Kogan)
- 5.3.2 Fallbeispiel II: »Die zweite Haut« (v. I. Kogan)
- 5.4 Zusammenfassung
- 6. Die Differenz in der Nachfolgegeneration von Tätern
- 6.1 Der Vater und NS-Täter: Hans Frank
- 6.1.1 Fallbeispiel III: Niklas Frank
- 6.1.2 Das Interview mit dem Sohn Niklas Frank
- 6.1.3 Protokoll einer Gruppeninterpretation
- 6.1.4 Niklas Frank und seine »Abrechnung« mit dem Vater
- 6.1.5 Zusammenfassung
- 6.2 Der Großvater und NS-Täter: Baldur von Schirach
- 6.2.1 Fallbeispiel IV: Der Enkelsohn Norris von Schirach im Interview
- 6.2.2 Protokoll einer Gruppeninterpretation
- 6.2.3 Ergänzung und weiterführende Interpretation
- 6.2.4 Zusammenfassung
- 7. Traumatransmission oder Transmission narzisstischer Störungen?
- 7.1 Die Differenz in der Abwehr
- 7.2 Das »transgenerationale Introjekt der Gewalt«
- 7.3 Trauma oder gesellschaftskonforme Persönlichkeitsstörung?
- 7.4 Zur Dringlichkeit einer psychopathologisch orientierten Täterforschung
- 8. Schlussbetrachtung
- Anmerkungen
- Literaturverzeichnis
- Danksagung.
- Notes:
- [1. Auflage 2006]
- Other Format:
- Print version: Reuleaux, Nele Nationalsozialistische Täter
- ISBN:
- 9783837967616
- Publisher Number:
- 9783837967616
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