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Die Verfolgung von Zauberei und Hexerei in den fränkischen Markgraftümern im 16. Jahrhundert.

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Format:
Book
Author/Creator:
Kleinöder-Strobel, Susanne.
Series:
Spätmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism, and the Reformation
Spätmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism, and the Reformation ; v.20
Language:
German
Physical Description:
1 online resource (353 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Tübingen : Mohr Siebeck, 2020.
Summary:
Dieser Band ist ein Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Entstehungsbedingungen der Verfolgung von Zauberei und Hexerei in der frühen Neuzeit. Susanne Kleinöder-Strobel untersucht die Kooperation von weltlicher Obrigkeit und kirchlicher Leitung, sowie reformatorische Denkmuster und deren Rezeption im Zusammenhang der Verfolgungen im 16. Jahrhundert.
Contents:
Cover
Titel
Vorbemerkung
Inhaltsübersicht
Verzeichnis der Tabellen
1. Grundlagen
1.1 Forschungsüberblick
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.3 Zeitliche Eingrenzung
1.4 Das Untersuchungsgebiet
1.5 Kurzer Abriss der allgemeinen Geschichte in den beiden Markgraftümern
1.5.1 Die Regenten in den beiden Markgraftümern
1.5.2 Vom Beginn der Reformation bis zum Augsburger Religionsfrieden
1.5.3 Vom Augsburger Religionsfrieden bis zum Dreißigjährigen Krieg
1.6. Die Quellenlage
1.7 Terminologische Vorbemerkungen
1.7.1 Der kumulative Hexenbegriff
1.7.2 Zur Unterscheidung der Begriffe Zauberei und Hexerei
2. Das legislative Wirken der Markgrafen bezüglich Zauberei und Hexerei
2.1. Die Markgrafen als lutherische Obrigkeit
2.1.1 Luthers Rede von den zwei Reichen und den drei Ständen
2.1.2 Das landesherrliche Kirchenregiment
2.1.3 Das Selbstverständnis der Markgrafen als evangelische Obrigkeit
2.1.4 Die Aufgabe der Landesherrn in der Verfolgung von Hexerei nach Ansicht der Reformatoren
2.1.4.1 Martin Luther
2.1.4.2 Andreas Osiander
2.1.4.3 Johannes Brenz
2.2 Das legislative Wirken der Markgrafen hinsichtlich des Zauber- und Hexenwesens im 16. Jahrhundert - Kirchenordnungen und Policey- und Landesordnungen
2.2.1 Die Kirchenordnungen
2.2.1.1 Vorkommen der Zaubereithematik und begriffliche Analyse
2.2.1.2 Die Kirchenordnung von 1533
2.2.1.2.1 Die Entstehung der Kirchenordnung von 1533
2.2.1.2.2 Das Zaubereithema in der Kirchenordnung von 1533
2.2.1.2.3 Die Weiterwirkung der Kirchenordnung von 1533
2.2.1.3 Der "Sitz im Leben" der Zauberthematik in den Kirchenordnungen von Ansbach-Bayreuth
2.2.1.4 Das Fehlen des Begriffs "Hexe"
2.2.2 Policey- und Landesordnungen
2.2.2.1 Peinliche Halsgerichtsordnung
2.2.2.2 Polizey-Ordnung.
2.2.2.3 Ordnungen, Verordnungen und Reskripte
2.2.2.3.1 Begriffliche Analyse
2.2.2.3.2 Anlass und Aufgabe der Mandate
2.2.2.3.3 Feststellung einer Zunahme des Zauberwesens
2.2.2.3.4 Zuspitzung um 1590
2.2.2.4 Die Frage nach einer eigenen Gesetzgebung gegen Hexerei in den Markgraftümern im Kontext einer Zuspitzung der Problematik um 1591
2.2.2.4.1 Die Situation im Herzogtum Bayern
2.2.2.4.2 Die Situation in Ansbach und Kulmbach/Bayreuth
2.3 Zusammenfassung
3. Die Auseinandersetzung protestantischer Theologie mit der Zauberei- und Hexenthematik in den Markgraftümern Ansbach und Kulmbach/Bayreuth
3.1. Der Sitz im Leben der theologischen Auseinandersetzung
3.2 Fragen zur Einordnung theologischer Texte in das Spektrum verschiedener Haltungen gegenüber Zauberei und Hexerei
3.3 Die theologische Auseinandersetzung mit dem Thema in der Katechismusliteratur
3.3.1 Das Thema in den Kinderpredigten von 1533
3.3.1.1 Inhaltliche Wiedergabe
3.3.1.2 Einordnende Interpretation
3.3.1.3 Die Katechismuspredigten zwischen Fortführung der Tradition und eigenständiger Interpretation
3.3.2 Der Althamersche und der Kargsche Katechismus
3.4 Theologische Auseinandersetzung mit der Zaubereithematik in der Kirchenordnung von 1533
3.4.1 Inhaltliche Wiedergabe
3.4.2 Einordnende Interpretation
3.5 Die Auseinandersetzung mit der Hexereithematik in Adam Franciscis "General Instruction von den Truten" 1591
3.5.1 Zum Verfasser
3.5.2 Literarische Analyse der Quelle
3.5.3 Gliederung der Quelle
3.5.4 Begriffliche Analyse
3.5.5 Der kumulative Hexenbegriff
3.5.6 Einordnende Interpretation / Theologische Analyse
3.5.6.1 Die Frage der "permissio dei"
3.5.6.2 Die Frage nach der Theodizee
3.5.6.3 Die Frage nach der Realität der Zauberei
3.5.6.4 Die Frage nach der Willensfreiheit.
3.5.6.5 Die Frage nach den Gegenmitteln
Exkurs: Die Transzendentalisierung/Apostasierung des Hexereiverbrechens
3.5.6.6 Die Frage nach der Bestrafung der Zauberei
3.5.6.7. Hinweise Franciscis für die Prozessführung
3.5.6.7.1 Die Aufgabe der Pfarrer
3.5.6.7.2 Gebet statt Magie
3.5.6.7.3 Kritik am Nachrichter
3.5.6.7.4 Vorbilder in der Prozessführung
3.5.7 Franciscis Auseinandersetzung mit den Quellen
3.5.7.1 Juristische Quellen
3.5.7.2 Theologische Quellen
3.6. Zusammenfassung
4. Praxis der Hexenprozesse in den Markgraftümern im 16. Jahrhundert
4.1 Vorbemerkungen zum Verzeichnis der Hexen- und Zaubereiprozesse in den Markgraftümern Ansbach und Kulmbach/Bayreuth im 16. Jahrhundert
4.1.1 Quellenbasis des Verzeichnisses der Zauber- und Hexenprozesse
4.1.2 Ablauf eines Hexenprozesses in den Markgraftümern
4.1.3 Legende zum Verzeichnis der Hexen- und Zaubereiprozesse in den Markgraftümern Ansbach und Kulmbach/Bayreuth im 16. Jahrhundert
4.2 Verzeichnis der Hexen- und Zaubereiprozesse in den Markgraftümern Ansbach und Bayreuth im 16. Jahrhundert
4.3 Klassifizierung der Prozesse nach ihrer Häufigkeit
4.4 Klassifizierung der Prozesse hinsichtlich der verhängten Urteile
4.5 Die Erfassung der Hexenprozesse in der "Himmler-Kartothek"
4.6 Die verschiedenen Ebenen eines Hexenprozesses
4.6.1 Der Ansbacher Hof
4.6.2 Die lokale Ebene am Beispiel des Klosters Heilsbronn
4.6.3 Der neue Nachrichter von 1590/91
4.7 Die Rolle der Geistlichkeit in den Hexenprozessen
4.7.1 Zeugenschaft von Pfarrern
4.7.2 Teilnahme an Verhören
4.7.3 Pfarrer in der Vorbereitung der Angeklagten auf den endlichen Rechtstag
4.7.4 Ablehnung der Zusammenarbeit mit der weltlichen Obrigkeit
4.8 Hexenverfolgung - Frauenverfolgung? - Analyse der Hexenprozesse unter dem Aspekt des "Gender".
4.8.1 Die angeklagten Männer
4.8.1.1 Die zauberische Familie am Beispiel der Familie Brecht in Heilsbronn/Weißenbronn
4.8.1.2 Männer als "Beihelfer" zur Zauberei
4.8.1.3 Männer als Kunden bei der Wahrsagerin (Zaubereigebrauch)
4.8.2 Die angeklagten Frauen
4.8.2.1 Alter, Stand und gesellschaftliche Stellung
4.8.2.2 Hexenbilder-Frauenbilder
4.8.2.2.1 Weise Frauen: Wahrsagerinnen und Heilerinnen
4.8.2.2.2 Die schadenstiftenden Zauberinnen
4.8.2.2.2.1 Krankheit und Tod bei Mensch und Vieh
4.8.2.2.2.2 Männlichkeitsdiebinnen
4.8.2.2.3 Zauberei im Verbund mit anderen Verbrechen
4.8.2.2.4 Die Teufelshure
4.9 Zusammenfassung
5. "Kirchliche Sündenzucht" - Das Vorgehen gegen Zauberei im Rahmen der Kirchenzucht
5.1 Vorbemerkung zur Terminologie: Kirchliche Sündenzucht - weltliche Strafgewalt
5.2 Geschichte der Kirchenzucht
5.2.1 Geschichte der Kirchenzucht bis zur Reformation
5.2.2 Luthers Haltung zur Kirchenzucht
5.2.3 Die Entwicklung der lutherischen Kirchenzucht im 16. Jahrhundert
5.3 Kirchenzucht in den Markgraftümern Ansbach und Kulmbach/Bayreuth im 16. Jahrhundert
5.4 Markgräfliche Kirchenzucht im Kampf gegen Zauberei
5.4.1 Predigt und Unterricht gegen Zauberei - Kirchenzucht auf gemeindlicher Ebene
5.4.2 Visitationen - Kirchenzucht auf der Ebene der Superintendentur
5.4.2.1 Verzeichnis der Beschwerden über Zaubereidelikte in den Visitationsprotokollen von 1558 bis 1600
5.4.2.2 Geschlecht, Alter, sozialer Stand der erfassten Personen
5.4.2.3 Formen des Fehlverhaltens
5.4.2.4 Das Fehlen des kumulativen Hexenbegriffs
5.4.2.5 Unterscheidung zwischen Zauberei und Zaubereigebrauch
5.4.2.6 Motivation des Handelns der kirchlichen Leitung
5.4.2.7 Konkretisierung anhand von Beispielen für zauberische Handlungen aus den Visitationsprotokollen.
5.4.2.8 Die Ortspfarrer zwischen Gemeinde und kirchlicher Obrigkeit
5.4.2.9 Ahndung der Aberglaubensdelikte im Rahmen der Visitationen
5.4.2.9.1 Ermahnung und Buße
5.4.2.9.2 Übergabe an die weltliche Gewalt
5.5 Zusammenfassung
6. Ergebnis der Untersuchung
7. Quellen- und Literaturverzeichnis
Anhang 1: Franken um 1500
Anhang 2: Adam Francisci: General Instruction von den Truten
Register.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
3-16-158561-5
OCLC:
1202460500

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