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Das Trauma in der Psychoanalyse : Eine psychologische und politische Kritik an der psychoanalytischen Traumatheorie / Hillebrandt, Ralf

EBSCOhost Academic eBook Collection (North America) Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Hillebrandt, Ralf, Author.
Series:
Forschung Psychosozial
Language:
German
Subjects (All):
Traumatheorie.
Psychoanalyse.
Trauma.
Geschichte der Psychoanalyse.
Traumatherapie.
Local Subjects:
Traumatheorie.
Psychoanalyse.
Trauma.
Geschichte der Psychoanalyse.
Traumatherapie.
Physical Description:
1 online resource (187 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Gießen Psychosozial-Verlag 2004
Biography/History:
Ralf Hillebrandt studierte Sozialwissenschaften in Hannover und Psychologie in Bremen mit den Schwerpunkten Afrikanistik, analytische Sozialpsychologie und klinische Psychoanalyse. Er arbeitet als Psychologe in einer Jugendwohngemeinschaft, als Leiter einer integrativen Trommelgruppe und als ehrenamtlicher Therapeut mit traumatisierten Flüchtlingen bei »Refugio« Bremen.
Summary:
Ausgehend von der Annahme, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Trauma aufgrund der Angst und Schrecken hervorrufenden Qualität des Forschungsmaterials eine traumatisierende Wirkung auf alle Akteure im Traumadiskurs entfaltet, vertritt Hillebrandt die These, dass die Psychoanalyse durch ihre Auseinandersetzung mit dem Trauma selbst traumatisiert worden ist. Die vorherrschenden Traumakonzeptionen im Mainstream der Psychoanalyse diagnostiziert er als missglückte Versuche der Traumabewältigung. Die eklatanten Schwächen der analytischen Theoriebildung zum Trauma, wie auch Teile ihrer Traumatherapie wie z. B. ihre psychologisierende, objektivierende, individualisierende und entpolitisierende Traumainterpretation, sowie die Weigerung der Psychoanalyse, sich auf politischer Ebene für eine Abschaffung von traumatisierenden gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen einzusetzen, erscheinen so als Ergebnis von Abwehrprozessen, die die Institution wie die Akteure der Psychoanalyse vor traumatisierenden Todes-, Schuld- und Realängsten schützen sollen.
Contents:
Inhaltsverzeichnis Einleitung Kapitel 1: Erkenntnistheoretische und methodische Grundlagen Das Trauma ist eine psychoanalytische Schöpfung Die erkenntnistheoretische Basis der Psychoanalyse Wissenschaftliche Methodologie und Methodik als Angstabwehr Die Bedeutung der Gegenübertragung Die Traumatheorie als Ergebnis eines Traumatisierungsprozesses Die Besonderheiten in der Theoriegeschichte des Traumas Die Methode der Interpretation Die Wahrheit des Traumas Die Wahrheit des Traumas ist seine emotionale Grausamkeit Die psychische Brisanz Die wissenschaftliche Brisanz Die politische Brisanz Die verschiedenen Angstquellen des Traumadiskurses Natürliche Traumatisierungen und die Abwehr des Todes bzw. der Ohnmacht Gesellschaftliche und politische Traumatisierungen und die Abwehr von Schuld- und Realangst Die Individualisierung und Entpolitisierung des Traumas Kapitel 2: Aspekte der psychoanalytischen Traumatheorie Die Anfänge des Traumabegriffs in der Psychologie Die Dialektik zwischen Subjekt und Objekt Die begriffliche Verwirrung über das Trauma Klinische und theoretische Verwendung des Traumabegriffs Erklärungsansätze des Mainstreams Beurteilung der Erklärungsansätze Neue Trends in der Traumadiskussion Das Trauma als Prozessmodell Der traumatische Zustand als psychogenetischer Ort des Traumas Die Psychologie des traumatischen Zustands Die Bedeutung der Angst in der traumatischen Situation Die Abwehr der Urverdrängung Die Bedeutung der Regression Die Bedeutung der Ohnmacht Zusammenfassung und Diskussion Kapitel 3: Die Folgen der Abwehr auf der methodologischen Ebene Die Spaltung zwischen Subjekt und Objekt in der Theoriebildung Die Mythologisierung des Traumas Die Individualisierung des psychoanalytischen Subjektbegriffs Zusammenfassende Interpretation Kapitel 4: Das Trauma in der Theoriegeschichte: Facetten einer Traumatisierung Die I Periode: Die Entwicklung der Verführungstheorie Das Konzept der Verführungstheorie Nachträglichkeit und Zweizeitigkeit des Traumas Die I Phase der Abwehr Die II Periode: Die Revision der Verführungstheorie Der »Sturz aller Werte« Psychoanalytische Ursachenforschung zum »Sturz aller Werte« Der Unterschied zwischen Verführungstheorie und Revision Die Folgen der Revision für die Theoriebildung zwischen 1900 und 1916 Die traumatische Neurose Die II Phase der Abwehr: Die Revision der Verführungstheorie Das Erbe der Revision: Die Spaltung des Realitätsbegriffes Die Revision als ein Ergebnis von missglückter Traumabezeugung Die Bedeutung von regressiven Abwehrprozessen Die III Periode: 1916–30. Die Versuche der Reintegration des Traumas Der Todestrieb und der Wiederholungszwang des Traumas Die III Phase der Abwehr: Die Theoriebildung zwischen 1916 und 1930 als konzeptionelle Abwehr des Traumas Die IV Periode: 1930–50: Die Freud-Ferenczi Kontroverse und ihre Auswirkungen Die »Zwei-Personen-Psychologie« Ferenczis Die Anfänge der Entfremdung Der Wiesbadener Vortrag Die Nachwirkungen des Vortrags Die IV Phase der Abwehr. Die Wiederholung der Verleugnung des »Realtraumas« Das Tabu der Verführungstheorie Die Retraumatisierung durch Ferenczi Die Folgen des Vortrags als Ergebnis des Wiederholungszwanges Die V Periode der Theoriebildung: 1950–1990 Die allgemeine Bedeutung Ferenczis für die Psychoanalyse Die Bedeutung Ferenczis für die Traumatheorie Die Objektbeziehung als Basis der Traumatheorie Die kumulativen Traumatisierungen Die Ausweitung des Traumabegriffs Die zweite Wiederkehr der Verführungstheorie – der Diskurs über den Stellenwert der Verführungstheorie in den 80er Jahren Der Abwehrcharakter des Diskurses Die Beurteilung des Diskurses Exkurs: Die Bedeutung der Realität in der Psychoanalyse Schlussfolgerungen: die Revision als Sturz des Wertes »Realität« Die Weiterentwicklung des Realitätsverständnisses nach Freud Das ungeklärte Verhältnis von psychischer und äußerer Realität Das Ende der Debatten Die Entwicklung der 90er Jahre Trauma als Pathologie der Realität A record that yet has to be made Bezeugung, Trauma und Realität Was ist ein Trauma? – und warum der Mainstream es nicht verstehen kann Kapitel 5 Zusammenfassung, Beurteilung und Diskussion Zusammenfassung der Theoriegeschichte des Traumas Diskussion der Abwehrvorgänge im Traumadiskurs Die Schwächen des psychoanalytischen Traumadiskurses und ihre menschliche und politische Dimension am Beispiel der Situation von traumatisierten Flüchtlingen in Deutschland
Notes:
[1. Auflage 2004]
Other Format:
Print version: Hillebrandt, Ralf Das Trauma in der Psychoanalyse
ISBN:
9783837968668
Publisher Number:
9783837968668

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