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Afrikanische Dinge in der deutschsprachigen Literatur (Post-)Koloniale Potentiale materieller Kultur Constant Kpao Sarè

De Gruyter transcript: Complete eBook Package 2023 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Kpao Sarè, Constant <p>Constant Kpao Sarè, Université d'Abomey-Calavi, Benin</p>, Author.
Contributor:
Alexander von Humboldt-Stiftung, Funder.
Series:
Postcolonial Writings
Language:
German
Subjects (All):
Ding.
Thing.
Literatur.
Literature.
Deutschland.
Germany.
Afrika.
Africa.
Postkolonialismus.
Postcolonialism.
Dingforschung.
Ding Research.
Materielle Kultur.
Material Culture.
Kulturgeschichte.
Cultural History.
Germanistik.
German Literature.
Literary Studies.
Literaturwissenschaft.
Local Subjects:
Ding.
Thing.
Literatur.
Literature.
Deutschland.
Germany.
Afrika.
Africa.
Postkolonialismus.
Postcolonialism.
Dingforschung.
Ding Research.
Materielle Kultur.
Material Culture.
Kulturgeschichte.
Cultural History.
Germanistik.
German Literature.
Literary Studies.
Literaturwissenschaft.
Physical Description:
1 online resource (281 pages)
Edition:
1st ed.
Other Title:
Kpao Sarè, Afrikanische Dinge (Post-)Koloniale Potentiale materieller Kultur
Place of Publication:
Bielefeld transcript Verlag 2023
Biography/History:
Constant Kpao Sarè, geb. 1974, ist Associate Professor für interkulturelle Germanistik an der Université d'Abomey-Calavi in Benin. Seine Forschungsschwerpunkte sind deutschsprachige Afrikaliteratur, Postkolonialismus und Erinnerungskultur, die Stimme Afrikas und der Afrikaner*innen sowie Literatur und materielle Kultur.
Summary:
Westlich-europäische prokolonialistische Dinge waren schon früh Teil einer Modellierung durch die deutschsprachige Literatur. Constant Kpao Sarè widmet sich afrikanischen Dingen wie zum Beispiel Tempeln, Pyramiden, Kopfschädeln oder Kaffee und deren (post-)kolonialem Potential in der Literatur.Dabei verfolgt er die Entwicklungen der gegenwärtigen deutschsprachigen Afrika-Literatur bis in den kritischen Realismus zurück und zeigt: Literarische Dinge entfalten, offensichtlich zügiger als die Mimikry des kolonisierten Menschen selbst, ein subversives Potential und operieren interkulturell. Es gelingt ihnen so, den Geltungsanspruch kolonialer Asymmetrien ästhetisch zu suspendieren und zu einem symbolischen »Verstehen« einzuladen.
»Die Analyse ist klug, anspruchsvoll und überzeugend. Anders als viele der postkolonialen Gruppen mit ihren oft pauschalisierenden Verurteilungen argumentiert Sarè sachlich und sorgfältig differenzierend und verfügt über eine außerordentliche Detailkompetenz.«
Besprochen in: www.literaturkritik.de, 07.11.2024, Walter Delabar
»Insgesamt ist diese Studie ein Beitrag zur literarisch-kritischen Rezeption des deutschen Kolonialismus, um die man künftig nicht mehr herumkommen wird.«
»Der innovative theoretische Zugriff [erlaubt], einen wesentlichen Zusammenhang von Kolonialität und Gedächtnis zu beleuchten, der bisher nicht im Fokus der Aufmerksamkeit stand. Nicht zuletzt wird dadurch deutlich, dass die Komparatistik ‒ als machtkritische, selbstreflexive Disziplin ‒ für die Analyse der (post-)kolonialen Situation unerlässlich ist«
Contents:
Cover
Inhalt
Vorwort
0 Einleitung
0.1 Fragestellung
0.2 Eine definitorische Vorüberlegung
0.3 Forschungsbericht
0.4 Textauswahl, methodologische Überlegung und Struktur der Arbeit
I Kolonialkritische Dingmodellierungen
1 Obelisk und Tempel: Eine Zäsur namens Herder?
2 Das afrikanische Ding im Kontext des kritischen Realismus
2.1 Wilhelm Raabe: Fetisch, Kaffee … präsent und evident
2.2 Gottfried Keller: Säbel, Burnus … ›fremde Dinge‹
2.3 Adalbert Stifter: Afrikanische Technik wirkt kolonialistisch
2.4 Zusammenfassung
3 Das afrikanische Ding der literarischen Moderne
3.1 Exkurs: Claire Golls Kritik an der Faszination für afrikanische Dinge
3.2 Peter Altenberg: Vogelflinte und Holzschemel, die Aschanti‐Dinge
3.3 Hans Paasche: Pombe, das Bier‐Ding
3.4 Franz Jung: Morengas ›primitive‹ Kriegsdinge
3.5 Zusammenfassung
4 Das anti‐kolonialrevisionistische Ding der Zwischenkriegszeit
4.1 Exkurs: Sarotti‐Mohr und Kaba: Zwei kolonialrevisionistische Dinge
4.2 Balder Olden: Kiboko oder Nilpferdpeitsche
4.3 Richard Huelsenbeck: Jazz, ein Dada‐Ding
4.4 Julius Lips: »Fetisch«
4.5 Zusammenfassung
5 Das Dritte Reich: Das afrikanische Ding on speed
5.1 Exkurs: Afri‐Cola, ein prokoloniales Ding
5.2 Klaus Mann: Fez, Fes … Zauberkräutlein der Exilkritik
5.3 Ernst Jünger: Opium … Nur Dinge, die in der Hölle…
5.4 Zusammenfassung: Dinge im Dienst des kalkulierten Abenteuers
6 Nachkriegsliteratur: »Und wie hältst du's mit dem afrikanischen Ding?«
6.1 Georg Britting: Naturdinge als globale Kolonialkritik in der BRD
6.1.1 Simon: Das afrikanische Ding als Glücksbringer im Weltkrieg
6.1.2 Kurilla: Das afrikanische Ding aus der Sicht der ›Subalternen‹
6.1.3 Der afrikanische Leutnant: Kolonialkritik global.
6.2 Maximilian Scheer: Pyramide versus Damm, Kapitalismuskritik der DDR
7 Zwischenbilanz: subversive Dinge in der Verwandlung der Welt
II Postkoloniale Dingmodellierungen
8 Postkoloniale Schreibhaltungen
8.1 Afrika‐Ding‐Roman des Postkolonialismus?
8.2 Uwe Timm: Das afrikanische Ding im Kontext der Einfühlungskritik
8.3 Hans Christoph Buch: Das afrikanische Ding als Einfühlungsexperiment
8.4 Thomas Stangl: »Es gibt kein afrikanisches Ding«
8.5 Zusammenfassung
9 Der Kopfschädel und andere museale Dinge
9.1 Die postkoloniale Diskussion: ›Sensible Dinge‹ zurück oder behalten?
9.2 Schädel‐Ding
9.2.1 Erinnerungskonkurrenz in Familiengedächtnissen
9.2.2 Versöhnung
9.2.3 Tabuisierte Vergangenheit versus »Nation Building«
9.3 Zusammenfassende Bemerkung
10 Kilimandscharo und andere Naturdinge
10.1 Das postkoloniale Projekt: ›Postkolonie‹ noch Heimat?
10.2 Kilimandscharo/Usambara/Orange River
10.3 Nilquelle‐Ding
10.4 Zusammenfassung
11 Blutdiamanten und andere Rohstoff‐Dinge
11.1 Die postkoloniale Kritik
11.2 Elfenbein‐Ding
11.3 »Nashorn« als Ding‐Symbol für Schuld
11.4 Blutdiamanten
11.5 Zusammenfassung
12 Zwischenbilanz: Alexa, sprich über das afrikanische Ding!
13 Schlussbemerkung
13.1 Zusammenfassung: Dinge zwischen Interkulturalität und Postkolonialität
13.2 Ausblick: afrikanische Perspektive
Literaturverzeichnis
Primärliteratur
Sonstige zitierte Primärtexte
Sekundärliteratur
Wissenschaftliche Dingliteratur
Postkoloniale Forschungsliteratur
Sonstige Sekundärliteratur
Internetquellen
Ding‐ und Namensregister.
ISBN:
9783839470336
3839470331
OCLC:
1402816743

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