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Das Naturrecht vor dem Naturrecht : Zur Geschichte des ›ius naturae‹ im 16. Jahrhundert / Merio Scattola.

DGBA Philosophy 1990 - 1999 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Scattola, Merio, author.
Series:
Frühe Neuzeit ; Bd. 52.
Frühe Neuzeit ; 52
Language:
German
Subjects (All):
Natural law--History--16th century.
Natural law.
Physical Description:
1 online resource (259 p.)
Edition:
Reprint 2012
Place of Publication:
Tübingen : Max Niemeyer Verlag, [2012]
Language Note:
German
Summary:
Die Geschichte des modernen politischen Denkens ist zum großen Teil die Geschichte des Naturrechts, das dem neuzeitlichen Staat seine erste rationale Begründung lieferte. Dennoch ist das Naturrecht viel älter und geht auf die Antike zurück. Wie sah es im 16. Jahrhundert aus, bevor es zur offiziellen Staatstheorie wurde? Die Vorstellung zweier feindlicher konfessioneller Lager - protestantisches Naturrecht von Melanchthon versus katholisches Naturrecht der Schule von Salamanca - verkennt den topologischen Charakter des frühneuzeitlichen Wissens. Eher als nach Konfessionen läßt sich das Naturrecht im 16. Jahrhundert nach Disziplinen rekonstruieren, die durch besondere Fragestellungen und Methoden gekennzeichnet sind. Alle Varianten dieser Naturrechtslehre teilen ein gemeinsames Gedankengut. Sowohl von Theologen als auch von Philosophen und Juristen wird das ius naturae als eine Reihe von angeborenen Geboten verstanden, die mit dem Dekalog und den Grundregeln der Ethik identisch sind, von Gott in die Herzen der Menschen geschrieben wurden und, obwohl getrübt, auch nach dem Sündenfall wirken. Unterschiede treten erst dann auf, wenn die formalen Eigenschaften dieser Gebote festzulegen sind: Sind sie angeborene Ideen oder sollen sie als ein inhaltsloses Vermögen verstanden werden? Indem sie auf diese Fragen antwortete, konnte die humanistische Jurisprudenz durch eine langwierige Diskussion diesselbe Gliederung entwickeln, die vom modernen Naturrecht im 17. Jahrhundert verwendet wurde. Dennoch blieb das Naturrecht des 16. Jahrhunderts weit entfernt von der ›modernen politischen Wissenschaft‹, der eine rational-individualistische und säkularisierte Auffassung von Recht und Gerechtigkeit zugrunde liegt.
Contents:
Frontmatter
Inhalt
Einleitung
Die philosophische Tradition
Die Jurisprudenz des sechzehnten Jahrhunderts
Schlußbemerkungen
Literatur
Notes:
Description based upon print version of record.
Includes bibliographical references (pages [219]-251).
Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 08. Jul 2019)
ISBN:
9783110933581
3110933586
OCLC:
922946317

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