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Goethes Ratselparodie der Romantik : eine neue Lesart der "Wahlverwandtschaften" / Gabrielle Bersier.

DGBA Literary and Cultural Studies - 1990 - 1999 Available online

View online
Format:
Book
Author/Creator:
Bersier, Gabrielle.
Series:
Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte
Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte, 0083-4564 ; Bd. 90
Language:
German
Subjects (All):
Goethe, Johann Wolfgang von, 1749-1832. Wahlverwandtschaften.
Goethe, Johann Wolfgang von.
Physical Description:
1 online resource (228 p.)
Edition:
Reprint 2012
Place of Publication:
Tubingen : Niemeyer, 1997.
Language Note:
German
Summary:
Die Untersuchung gründet sich auf einen flexiblen Begriff der Parodie als intertextuelle und metaliterarische Schreibweise, deren Ursprünge von der Parodietheorie der Gegenwart über den russischen Formalismus bis zur Literaturtheorie der Frühromantik und deren Kenntnisnahme durch Goethe zurückverfolgt werden. Entgegen der einschränkenden Assoziation der Parodie mit der Satire wird die Anwendbarkeit des Begriffs auf Goethes subtilen Roman aus der Affinität der Parodie zum Begriff der romantischen Ironie deduziert. Die Textanalyse geht von der auffallenden Metatextualität der Namengebung aus, um deren parodistische Machart aus den Belegen einer bisher nicht ausgewerteten, weil nicht namentlich ausgetragenen Fehde zwischen dem zum Katholizismus bekehrten Wortführer der Jenaer Romantik Friedrich Schlegel und dem Weimarer Klassiker abzuleiten. Obwohl die unmittelbare Provokation in den Schriften des Konversionsjahres lag - F. Schlegels Abhandlung "Über die Sprache und Weisheit der Inder" und seine Rezensionen für die "Heidelberger Jahrbücher" -, hatte der Romantiker bekannterweise den Kampf gegen den Klassizismus auf kunsttheoretischem Feld bereits in seinen Pariser "Gemäldebeschreibungen" eröffnet. Die versteckte Art der Schlegelschen Polemik bestimmte die verrätselte Art der Goetheschen Replik. Gezeigt wird, wie raffiniert sein parodistischer Roman sämtliche sprach- und kunsttheoretischen Verbote und Gebote des Gegners buchstäblich zu erfüllen und gleichzeitg ironisch umzuwandeln vermochte. Anhand dieses intertextuellen Vorgehens kann nicht nur die Schreibweise der "Wahlverwandtschaften" präzis beschrieben werden, sondern Goethes rätselhafter Roman läßt sich auch erstmalig in seine literaturhistorischen Zusammenhänge konkret einordnen.
Contents:
Frontmatter
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Einleitung
2. Das parodistische Versteckspiel der Namen und Buchstaben
3. Die Bildung des Majors
4. Die Prosopopöie der Poesie Goethes
5. Die rousseauistische Doppelparodie
Literaturverzeichnis
Namenregister
Notes:
Description based upon print version of record.
Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 08. Jul 2019)
Includes bibliographical references (p. 203-214) and index.
ISBN:
9783110938920
3110938928
OCLC:
979595512

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