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Parodie und parodistische Schreibweise in Thomas Manns "Doktor Faustus" / Inken Steen.

DGBA Literary and Cultural Studies 2000 - 2014 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Steen, Inken.
Series:
Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte
Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte, 0083-4564 ; Bd. 105
Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte , 0083-4564 ; 105
Language:
German
Subjects (All):
Mann, Thomas, 1875-1955. Doktor Faustus.
Mann, Thomas.
Parody in literature.
Physical Description:
1 online resource (216 p.)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Tubingen : Niemeyer, 2001.
Language Note:
German
Summary:
Obgleich die Parodie im »Teufelsgespräch« eine zentrale Stellung einnimmt, wurde dem Roman des "ironischen Deutschen" auch nur der Anschein des Parodistischen aberkannt. Dabei konstituiert die parodistische Schreibweise, jenseits normierender Gattungsbegrenzungen, seine Multiperspektivität. Sie erhält seine Lesbarkeit und erlaubt es zugleich in den Diskursen des Erzählens über die Modalitäten des Schreibens und die Möglichkeiten moderner Kunst angesichts der Polarität von Esoterik und Epigonentum, zu reflektieren. Die parodistische Schreibweise entfaltet sich auf zwei Ebenen. Als Metakommentar zeigt sie die Entstehungsbedingungen des Kunstwerks auf und decouvriert die Maske des Realismus. Als parodistisches Spiel erscheinen Motive, Figuren und Verhaltensmuster immer im Spiegel ihres Vexierbildes. So spiegelt der Roman seine Intertextualität als kompositorisches und schriftstellerisches Verfahren Leverkühns und Zeitbloms. Leverkühns ästhetische Überlegungen angesichts einer Kunst, deren Mittel verbraucht sind, finden weder einen Rückhall in seinen Kompositionen noch im Roman selbst. Für Authentizität bürgt allein der subjektive Sinn. Die parodistische Schreibweise widerlegt die gängigen Interpretationen als Künstler-, Faust-, Gesellschafts- und Deutschlandroman. Im "Beziehungszauber" von Rede und Gegenrede fungieren die Kompositionen als Selbstparodien des Romans. Aus der Negativität der Musik schöpft der Roman die Kraft, als Kunstwerk gegen seine eigene Negativität zu zeugen. Über das Scheitern des Erzählers obsiegt das Erzählte.
Contents:
Frontmatter
Einleitung
I Funktionswandel der Parodie vom Gattungsbegriff zur Schreibweise
II Doktor Faustus und die parodistische Schreibweise
II Doktor Faustus und die parodistische Schreibweise. 1 Thomas Mann und die Parodie im Kontext der Forschung
II Doktor Faustus und die parodistische Schreibweise. 2 Die Diskurse des Erzählens oder: Die Selbstaufhebung des Erzählers im Spiel der parodistischen Selbstkommentierung
II Doktor Faustus und die parodistische Schreibweise. 3 Die Diskurse des Ästhetischen - oder: Der Weg aus der Krise der Kunst im Zwiespalt von Theorie und Praxis
Schlußbemerkung
Literaturverzeichnis
Notes:
Originally presented as the author's thesis (doctoral)--Universitat Tubingen.
Includes bibliographical references (p. 201-208).
Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 08. Jul 2019)
ISBN:
9783110911718
311091171X
OCLC:
850189335

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