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Der Blick ins All : Reflexionen des Kosmos der Zeichen bei Brockes, Jean Paul, Goethe und Stifter / Barbara Hunfeld.

DGBA Literary and Cultural Studies 2000 - 2014 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Hunfeld, Barbara, author.
Series:
Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte ; Bd. 121.
Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte ; 121
Language:
German
Subjects (All):
German literature--18th century--History and criticism.
German literature.
German literature--19th century--History and criticism.
Astronomy in literature.
Brockes, Barthold Heinrich, 1680-1747. Irdisches Vergnügen in Gott.
Brockes, Barthold Heinrich.
Jean Paul, 1763-1825. Titan.
Jean Paul.
Goethe, Johann Wolfgang von, 1749-1832. Wilhelm Meisters Wanderjahre.
Goethe, Johann Wolfgang von.
Stifter, Adalbert, 1805-1868. Condor.
Stifter, Adalbert.
Physical Description:
1 online resource (230 p.)
Edition:
Reprint 2013
Place of Publication:
Tübingen : Max Niemeyer Verlag, [2013]
Language Note:
German
Summary:
Schon immer war der Blick ins All mehr als Himmelsbetrachtung. Es galt, den Kosmos - das Weltganze als gesetzmäßige und bedeutungsvolle Konfiguration - wie auch den Status seines Betrachters aus der Bestimmung von Zeichen zu konstituieren. So ist die Geschichte der Himmelsbetrachtung zugleich eine Geschichte der Hermeneutik kosmischer Zeichen. Wo literarische Allbetrachter zum Himmel blicken, geht es deshalb um mehr als um semantische Bestimmungen des Kosmos. Welt- und Selbstdeutungen des Betrachters sind hier mit der grundsätzlichen Frage nach der Lesbarkeit von Zeichen verknüpft. Darum ist der kosmische Augenblick der Moment, in dem die Texte ihre eigenen Bedingungen reflektieren. Brockes' »Irdisches Vergnügen in Gott« erprobt am unermeßlichen Himmel die mimetischen Leistungen einer an klassischer Abbildtheorie geschulten Beschreibungskunst. Dabei wird das All zum Darstellungsproblem. In Jean Pauls »Titan« dehnen die kosmischen Augenblicke gerade im Bemühen, die Urbildsphäre zu erreichen, das Reich der Zeichen weiter aus. In Goethes »Wanderjahren« genügt sich der Kosmos der Zeichen selbst als unaufhörliche Rede, die »immer weitergehen kann«. Stifters »Condor« schließlich versucht eine neue Gegenständlichkeit, doch ist das All vor allem die Variable, welche die Betrachter mit literarischen Kosmosbildern füllen. Die Kosmosschau der Literatur ist in der Zeit des kosmologischen Umbruchs vom geschlossenen zum nachkopernikanischen Himmel also vor allem Betrachtung des Kosmos der Zeichen; ein Blick, den der Text auf sich selber wirft.
Contents:
Frontmatter
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I. Die Ordnung des Himmels Die Astronomiegeschichte und die Zeichen
II. Schriftgrund und Abgrund Das All in Barthold Heinrich Brockes'
III. Die Himmelsleiter. Kosmische Augenblicke in Jean Pauls Titan
IV. Die sprachliche Ordnung des Himmels Die Sternwartenszene in Goethes
V. Im Zeichenkosmos Vervielfältigungen des Himmels in Adalbert Stifters Der Condor
Schlußbemerkung
Literaturverzeichnis
Notes:
Originally presented as the author's thesis (doctoral)--Universität Würzburg, 2001/2002.
Includes bibliographical references (pages 211-223).
Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 08. Jul 2019)
ISBN:
9783110915136
3110915138
OCLC:
922946622

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