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Clavis Scientiae : Studien zum Verhältnis von Faktizität und Fiktionalität am Fall der Schlüsselliteratur / Gertrud Maria Rösch.

DGBA Literary and Cultural Studies 2000 - 2014 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Rösch, Gertrud Maria, author.
Series:
Studien zur deutschen Literatur ; Bd. 170.
Studien zur deutschen Literatur ; 170
Language:
German
Subjects (All):
German fiction--History and criticism.
German fiction.
Romans à clef.
Physical Description:
1 online resource (309 p.)
Edition:
Reprint 2013
Place of Publication:
Tübingen : Max Niemeyer Verlag, [2013]
Language Note:
German
Summary:
In der diachronen Studie werden Texte vom 17. bis zum 20. Jahrhundert untersucht, mit dem Ziel, die literarische Verschlüsselung als eine Form der Vermittlung von Faktizität und Fiktionalität im größeren Kontext zweier kultureller Praktiken, der kabbalistisch inspirierten Steganographie sowie der Kryptographie, zu erfassen. Am höfisch-historischen Roman (u.a. M. Opitz/J. Barclay, »Argenis«; Anton Ulrich von Braunschweig und Lüneburg, »Die römische Octavia«) wird der Verlauf der referentialisierenden Lektüre untersucht. Im 18. Jahrhundert verbindet sich das 'Prinzip Schlüssel' mit der Satire bzw. dem Pasquill (Chr.F. Hunold, »Satyrischer Roman«, Chr.M. Wieland, »Die Geschichte der Abderiten«). Entschlüsselnde Lektüre entfaltete sich im Rezeptionsprozeß der »Leiden des jungen Werthers« mit unerwarteter Direktheit. Die Rolle der Zensur für das Weiterbestehen des 'Prinzips Schlüssel' läßt sich an E.T.A. Hoffmanns Märchen »Meister Floh« zeigen; an Klaus Manns »Mephisto« erweist sich, wie das Konzept gegen den Roman instrumentalisiert werden konnte. Thomas Mann, der in allen Phasen seines Werkes mit dieser Lektüre auf Modelle und Vorbilder hin konfrontiert wurde (untersucht werden »Buddenbrooks« und »Doktor Faustus«), reagierte nicht nur mit Verteidigungen (»Bilse und ich«) und wenig zutreffender Abwehr (als er sein narratives Prinzip im »Doktor Faustus« als Montage beschrieb), sondern auch mit ironischer Gegenwehr: In »Lotte in Weimar« inszenierte er die Entschlüsselungslust der Werther-Zeitgenossen wie der späteren Philologen. Die Einzeluntersuchungen laufen darauf zu, die Referentialisierung als ›legitime Form der Lektüre‹ herauszustellen.
Contents:
Frontmatter
Inhalt
I. Grundlegung
1. Drei Teilansichten eines Themas
2. Historische Herleitung des Konzepts
3. Methodische Grundlegung der literarischen Ver- und Entschlüsselung
II. Historische Entwicklung des Konzepts
1. Das 17. Jahrhundert: Politische Geschichte und Hofarkana
2. Das 18. Jahrhundert: Weiterbestehen und Ironisierung des ›Prinzips Schlüssel‹
3. Das 19. Jahrhundert: Verschlüsselung, Zensur und Realismus
4. Das 20. Jahrhundert: Biographie, politische Geschichte, intertextuelles Spiel
III. Konsequenzen
Bibliographie
1. Quellen
2. Forschungsliteratur
Abbildungen
Notes:
Originally presented as the author's thesis (Habitilation)--Universität Regensburg, 1999.
Includes bibliographical references (pages 273-293).
Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 08. Jul 2019)
ISBN:
9783110934946
3110934949
OCLC:
922946733

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