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Mauritius von Craûn / Heimo Reinitzer.

DGBA Literary and Cultural Studies 2000 - 2014 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Reinitzer, Heimo.
Contributor:
Reinitzer, Heimo, editor.
Series:
Altdeutsche Textbibliothek ; Nr. 113.
Altdeutsche Textbibliothek ; 113
Language:
German
Subjects (All):
Moriz von Craûn (Romance).
Moritz von Craon.
Local Subjects:
Moritz von Craon.
Physical Description:
1 online resource (146 pages) : illustrations.
Edition:
1. Auflage
Place of Publication:
Berlin ; Boston : De Gruyter, [2013]
Language Note:
German
Summary:
Die kaum 1800 Verse umfassende Geschichte vom Ritter Mauritius von Craûn und der Gräfin von Beamunt erzählt die wechselvolle Geschichte der Ritterschaft in Griechenland, Rom und im Frankenreich, wo es unter Karl dem Großen zur Blüte gelangte. Mauritius bindet seine ritterlichen Taten an den Lohn einer verheirateten Frau, die sich ihm klandestin verspricht. Der rechtlich ungültige Vertrag scheitert: Mauritius, ermüdet von allzu großen Heldentaten, schläft neben dem überdimensionierten Bett ein. Die Gräfin kündigt den Vertrag, auf dessen Erfüllung Mauritius besteht: Blutverschmiert, halb bekleidet, stürzt er wie ein wildes Tier ins eheliche Schlafgemach der Gräfin, deren Gemahl ängstlich in Ohnmacht fällt und Platz macht für die Lohnerfüllung nach vollbrachter Leistung. Der Beischlaf, rechtlicher Vollzug einer Ehe, bindet hier nicht, sondern trennt die Vertragspartner auf immer. Während Mauritius sich auch weiterhin des öffentlichen Ansehens erfreut, bleibt die Gräfin vereinsamt zurück im Bewußtsein, falsch gehandelt zu haben. Worin der grundsätzliche Fehler, nicht ihr Fehler, liegt, bleibt unausgesprochen: in der Bindung ritterlicher Leistung an Liebeslohn. Der Vertrag ist unrecht, die ritterlichen Taten sind maßlos, der Liebeslohn ein Gewaltakt. Der öffentliche Beifall gilt einem Rittertum, das seine moralische Berechtigung verloren hat. Die um 1200 entstandene Erzählung eines rheinfränkisch/mitteldeutschen Autors fußt auf einer lateinischen oder altfranzösischen Quelle, die unbekannt ist. Erhalten ist nur ein altfranzösisches Fablel, das den Kern der Erzählung ähnlich wiedergibt, dem die weltgeschichtliche Einordnung wie der Erzählskopos fremd sind. Der nur im Ambraser Heldenbuch (Anfang 16. Jahrhundert) tradierte mittelhochdeutsche Text wird in einer möglichst überlieferungsnahen, aber dem mittelhochdeutschen Lautstand um 1200 angeglichenen Version wiedergegeben, wobei die Abweichungen von der Handschrift ebenso verzeichnet werden wie die abweichenden Lesungen der bisherigen 10 Ausgaben von Maßmann, Haupt, Schröder und Pretzel. Das Fablel wird nach der neuesten kritischen Ausgabe abgedruckt und mit einer Übersetzung ins Neuhochdeutsche versehen.
Contents:
Frontmatter
Inhalt
Einleitung
Literatur
Faksimile
Text
Namen
Anhang. Du chevalier qui recovra l'amor de sa dame (Vom Ritter, der die Liebe seiner Dame wiedergewann)
Notes:
Bibliographic Level Mode of Issuance: Monograph
Includes bibliographical references.
Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 16. Mai 2019)
ISBN:
9783110935936
3110935937
OCLC:
1013940028

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