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Markierte Verbvalenzen im Sprachvergleich: Lizenzierungs- und Linkingbedingungen / Kerstin Blume.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Blume, Kerstin, author.
- Series:
- Linguistische Arbeiten (Max Niemeyer Verlag) ; 411.
- Linguistische Arbeiten ; 411
- Language:
- German
- Multiple languages
- Subjects (All):
- Dependency grammar.
- Grammar, Comparative and general--Verb.
- Grammar, Comparative and general.
- Grammar, Comparative and general--Case.
- Physical Description:
- 1 online resource (272 pages).
- Edition:
- Reprint 2015
- Place of Publication:
- Tübingen : Max Niemeyer Verlag, [2015]
- Language Note:
- Multiple languages
- Summary:
- In dieser Arbeit wird im Rahmen der multidimensionalen Valenztheorie und einem Modell thematischer Proto-Rollen eine universelle Theorie des Linkings von Kasus mit thematischen Rollen entwickelt, die nicht nur Voraussagen über unmarkierte Valenzen, z.B. Nominativ-Akkusativ bzw. Absolutiv-Ergativ, sondern auch über markierte, z.B. Nominativ- bzw. Absolutiv-Dativ, macht. Anhand umfangreicher Datensammlungen aus 11 Sprachen wird gezeigt, daß markierte Valenzen sprachübergreifend häufig bei Verben mit bestimmten Bedeutungen auftreten und dabei z.T. gegenüber unmarkierten präferiert sind. In der Literatur wurde bisher nur ein Teilbereich dieses Phänomens berücksichtigt, nämlich Dativ-Experiencer-Verben wie z.B. gefallen, deren Linkingverhalten zumeist durch die Funktion des Dativs, den Experiencer zu kodieren, erklärt wird. Solche Ansätze werden jedoch den Daten nicht gerecht, da die vielfältigen markierten Valenzen bei Psychverben oft keinen Dativ enthalten. Zudem wurde bislang den sprachübergreifend verbreiteten agentiven Verben mit markierten Valenzen, z.B. Interaktionsverben wie helfen und folgen nicht Rechnung getragen (umfangreiche Listen solcher Verben finden sich im Anhang) bzw. die Kasuswahl dieser Verben als idiosynkratisch behandelt. Es wird eine Markiertheitstheorie für Valenzen eingeführt, die die unterschiedliche Frequenz der belegten Valenzen vorhersagt, und es wird nachgewiesen, daß markierte Valenzen nicht durch die Affinität bestimmter Kasus zu bestimmten thematischen Rollen zustandekommen, sondern als Ganzes zur morphosyntaktischen Markierung von Verben dienen, deren Argument- und Situationsstruktur von dem für transitive Verben üblichen Muster abweicht.
- Contents:
- Frontmatter
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- 0. Einleitung
- 1. Die Daten
- 2. Valenztheorie
- 3. Theorien zur Funktion des Dativs
- 4. Struktureller und lexikalischer Dativ
- 5. Argumentlinking und thematische Proto-Rollen
- 6. Proto-Rollen im Situationsstrukturmodell und semantische Transitivität
- 7. Verben mit markierten Valenzen im Sprachvergleich
- 8. Fazit
- Anhang I. Interaktionsverben im Deutschen
- Anhang II. Interaktionsverben mit /Nom/Part-Valenzen im Finnischen
- Anhang III. Isländische Verben mit markierten 2-stelligen Valenzen
- Anhang IV. Lateinische Verben mit markierten 2-stelligen Valenzen
- Anhang V. Interaktionsverben im Polnischen
- Anhang VI. Interaktionsverben im Rumänischen
- Anhang VII. Interaktionsverben im Tschechischen
- Anhang VIII. Interaktionsverben im Ungarischen
- Anhang IX. Verben mit markierten Valenzen im Polynesischen
- Anhang X. Interaktionsverben im Sprachvergleich
- Literatur
- Notes:
- A revision of the author's thesis--Bergische Universität-Gesamthochschule Wuppertal, 1998.
- Includes bibliographical references.
- Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 08. Jul 2019)
- ISBN:
- 9783110924817
- 3110924811
- OCLC:
- 979763216
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