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Inkognito : Geschichte eines Zeremoniells / Volker Barth.

DGBA History 2000 - 2014 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Barth, Volker, author.
Language:
German
Subjects (All):
Manners and customs.
Rites and ceremonies--Europe--History.
Rites and ceremonies.
Europe--Social life and customs.
Europe.
Europe--Kings and rulers.
Physical Description:
1 online resource (358 p.)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Berlin ; Boston : Oldenbourg Wissenschaftsverlag, [2013]
Language Note:
German
Summary:
Das Inkognito ist kein Versteckspiel, kein Täuschungsmanöver und schon gar kein Geheimnis. Historisch betrachtet, bezeichnet der Begriff einen bewussten, zweckgebundenen und zeitlich begrenzten Identitätswechsel, der mit Hilfe zeremonieller Techniken vollzogen wird, gerade um Probleme des Zeremoniells zu umgehen. Vorläufer des Inkognito finden sich schon in der Antike, etwa bei Odysseus' unerkannter Rückkehr nach Ithaka. Die Ritterliteratur des Hochmittelalters mit ihrer Vorliebe für anonym bleibende fahrende Ritter nach dem Vorbild Artus' und Lanzelots stand Pate für die Entstehung des Inkognito zu Beginn der Frühen Neuzeit. In den folgenden Jahrhunderten etablierte es sich durch Reisen bedeutender Herrscher wie Zar Peter des Großen oder Kaiser Joseph II. von Habsburg. Gleichzeitig entwickelte das Inkognito immer neue Spielarten und avancierte zu einem streng regulierten Hofzeremoniell. Für aufgeklärte Herrscher wie Joseph II. und Friedrich II. symbolisierte es die neue, vernünftige Herrschaftsform, die auf übertriebenen Prunk verzichtete. Seinen quantitativen Höhepunkt erlebte das Inkognito erst im 19. Jahrhundert und seine Spuren lassen sich bis in die Gegenwart verfolgen. Volker Barth zeichnet zum ersten Mal die Geschichte des Inkognitozeremoniells und seiner vielfältigen literarischen Verarbeitungen von ihren Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart nach. Und wer reiste wohl als Ludwig Graf von Berg? "Bei den Reisen, welche seine Majestät der König in den letzten Jahren wiederholt im strengsten Incognito machten, wurden zur thunlichsten Bewahrung desselben nur solche Wagen verwendet, welche dem allgemeinen Verkehr dienen. [...] Die Benutzung dieser Wagen brachte manche Unzukömmlichkeiten mit sich [...]. Der k. Oberstallmeisterstab hat deshalb [...] die Herstellung eines eigenen Service-Wagens und eines passenden Wagens für das Gefolge in Anregung gebracht" (Akten des Königlich Bayerischen Handels- und Arbeitsministeriums)
Contents:
Frontmatter
Inhaltsverzeichnis
Inkognito oder Wie man nicht als König reist: Eine Einleitung
I. Die Genese eines Zeremoniells
1. Maske, Krone, Helm
2. Ritter und Könige
3. Zeremonielle Anfänge
II. Die Reglementierung des Inkognitos
1. Der große Präzedenzfall
2. Zeremonialliteratur und aufgeklärter Absolutismus
3. Joseph Graf von Falkenstein
III. Das Inkognito im Hause Wittelsbach
1. Dynastische Traditionen
2. Königliche Rollenspiele
3. Ludwig Graf von Berg
IV. Spuren des Inkognitos
1. Diplomatische Bedenken
2. Der unsichtbare König
3. Inkognito im 20. Jahrhundert: Epilog und Fazit
Danksagung
Abkürzungsverzeichnis
Quellen- und Literaturverzeichnis
Register
Notes:
Description based upon print version of record.
Includes bibliographical references and indexes.
Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 08. Jul 2019)
ISBN:
9783486755343
348675534X
OCLC:
865329752

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