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"Europäische" Religionsgeschichte : Religiöse Zugehörigkeit durch Entscheidung – Konsequenzen im interkulturellen Vergleich / Helmut Zander.

De Gruyter DG Plus DeG Package 2016 Part 1 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Zander, Helmut, Author.
Language:
German
Subjects (All):
Religion--History--Europe.
Religion.
Europe--Church history.
Europe.
Physical Description:
1 online resource (644 p.)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
München ; Wien : De Gruyter Oldenbourg, [2015]
Language Note:
In German.
Summary:
Die Religionsgeschichte im Okzident besitzt – wie jede religiöse Tradition – ein spezifisches Profil, so die These dieses Buches: In der Spätantike entstand ein neues Konzept religiöser Zugehörigkeit, das Europa fundamental und bis heute prägt: Menschen konnten einer „Religion“ nicht mehr nur durch Geburt, sondern auch aufgrund einer Entscheidung angehören. Das klingt banal, revolutionierte aber das Religionssystem. Dies dokumentieren Erfindungen des frühen Christentums: ein Ritus zum Eintritt („Taufe“), religiöse Unterweisung („Katechese“), Ausbreitung jenseits ethnischer Grenzen („Universalismus“) durch „Mission“ und „Konversion“. Diese Elemente führten zu einem neuen, demjenigen Verständnis von „Religion“, welches heute den umgangssprachlichen und religionswissenschaftlichen Religionsbegriff prägt. Der Eigensinn dieser Entwicklung im Okzident wird durch komparative Perspektiven sichtbar, etwa in der Frage, in welchem Sinn man im Buddhismus von einer „Mission“ sprechen kann oder in welchem Ausmaß das Verständnis von „wahrer“ und „falscher“ Religion im Islam auf dessen Verknüpfung mit der Christentumsgeschichte zurückgeht. Dem zentralen Kapitel über „Entscheidung“ folgen vier Kapitel zu kulturellen Konsequenzen einer auf Entscheidung gegründeten Zugehörigkeit. Zwei gegenwartsbezogene Konsequenzen im Bereich von Religionspolitik und Kultur werden exemplarisch genannt: Das Problem religiöser Pluralität, die damit verbundene Verfolgung aus religiösen Gründen und die dann entstandene Religionsfreiheit sind nicht ohne die Forderung nach einer Entscheidung in Religionsangelegenheiten zu verstehen. Und: Das neue Religionskonzept prägt aufgrund der europäischen Expansion heute das Verständnis von Religion in einer globalisierten Kultur.
Is Europe’s religious history an exceptional case? Through its exclusionary form of voluntary membership, Christianity created a negative Other that demarcated it from pagan traditions. In this process, European Christianity invented a unique form of religious pluralism and religious tolerance. Helmut Zander analyzes the ways that this model shaped European religious history and its global impact in the context of European imperialism.
Contents:
Frontmatter
Inhalt
1. Konzeptionelle Vorentscheidungen
2. Religionsgeschichtliche Stationen
3. Entscheidung
4. Schrift
5. Stadt
6. Universität
7. Neuzeitliche Naturforschung
Relativismus – ein biographisches Nachwort
Literaturverzeichnis
Register
Notes:
Description based upon print version of record.
Includes bibliographical references and index.
Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 23. Jul 2020)
ISBN:
9783110417975
3110417979
9783110417999
3110417995
OCLC:
940672640

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