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Willensschwäche : Eine handlungstheoretische und moralphilosophische Untersuchung / Richard Paul Hofmann.

De Gruyter DG Plus DeG Package 2015 Part 1 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Hofmann, Richard Paul, Author.
Series:
Ideen & Argumente.
Ideen & Argumente
Language:
German
Subjects (All):
Free will and determinism.
Act (Philosophy).
Physical Description:
1 online resource (328 p.)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Berlin ; Boston : De Gruyter, [2015]
Language Note:
German
Summary:
Die aus dem Alltag bekannte Charaktereigenschaft stellt die Handlungstheorie und Moralphilosophie seit der Antike an vor zahlreiche Rätsel. Von verschiedener Seite wurde bezweifelt, dass eine kohärente Konzeption von Willensschwäche, die sowohl dem alltäglichen Begriff als auch reflektierten handlungstheoretischen wie moralphilosophischen Grundsätzen gerecht wird, überhaupt möglich ist. Dabei taucht das Phänomen in unterschiedlicher Gestalt in verschiedenen Wissenschaften auf: als Problem irrationaler Weisen der Diskontierung (Ökonomie), als mangelnde motivationale Kraft (Psychologie) und schließlich in seiner Reinform als Handeln wider das eigene, bessere Urteil (Philosophie). Hauptsächliches Ziel dieser systematischen Untersuchung ist daher die Entwicklung einer solchen kohärenten Konzeption von Willensschwäche sowie ein besseres Verständnis derselben hinsichtlich grundlegender Theorien des Handelns und Urteilens von Personen. In Kapitel I werden verschiedene Weisen der Begriffsbestimmung von Willensschwäche verglichen und diskutiert. In Kapitel II wird in die zentralen philosophischen Probleme mit Willensschwäche anhand von Aristoteles und Donald Davidson, eingeführt. Schließlich wird das Phänomen der Willensschwäche in vier philosophischen Problemfeldern diskutiert: das Verhältnis von Evaluation und Motivation; die Intentionalität von willensschwachen Handlungen und die Frage, ob solche Handlungen aus Gründen erfolgen und wie diese beschaffen sind; die Verantwortung für willensschwache Handlungen und ob eine solche überhaupt gerechtfertigt ist; schließlich die Frage nach der Normativität von Willensschwäche, also weshalb wir vermeiden sollten, willensschwach zu sein, sowie Fragen zur Natur von praktischer Irrationalität. Als Ergebnis der Untersuchung stellt sich heraus, dass Willensschwäche möglich ist, da neben rationalen Akten der Selbstbestimmung auch präreflexive Strebungen auf unser Handeln Einfluss nehmen können. Der methodologische Ansatz der Untersuchung, die Kombination aus handlungstheoretischen und moralphilosophischen Fragestellungen unter Berücksichtigung ähnlicher Debatten in Psychologie und Ökonomie, erschließt umfassend und systematisch die vielfältigen Aspekte von Willensschwäche. Die Analyse dieser Form von praktischer Irrationalität erlaubt zudem produktive Rückschlüsse auf zahlreiche andere philosophische Problemfelder und erweitert unsere Auffassung der Struktur unseres rationalen Denkens und Handelns.
Contents:
Frontmatter
Vorwort
Inhalt
Einleitung
I. Phänomen und Begriff der Willensschwäche
II. Willensschwäche als philosophisches Problem
III. Problemfeld Evaluation und Motivation
IV. Problemfeld Intentionalität
V. Problemfeld Verantwortung
VI. Problemfeld Normativität
VII. Willensschwäche als Kehrseite reflexiver Selbstbestimmung
Bibliographie
Index
Notes:
Description based upon print version of record.
Includes bibliographical references and index.
Description based on online resource; title from PDF title page (publisher's Web site, viewed 23. Jun 2020)
ISBN:
9783110421644
311042164X
9783110421729
3110421720
OCLC:
918622857

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