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Die Tätigkeit der IT-Sachverständigen Im Deutschen Strafverfahren.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Scheler, Nicole.
- Language:
- German
- Physical Description:
- 1 online resource (0 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Place of Publication:
- Berlin : Duncker & Humblot, 2025.
- Summary:
- Die Arbeit untersucht die Rolle von IT-Sachverständigen im Strafverfahren. Die StPO ist geeignet, die Herausforderungen im Umgang mit dem IT-Sachverständigenbeweis zu bewältigen. Entscheidend ist, dass die Verfahrensbeteiligten die ihnen zugewiesenen Autoritäten wahrnehmen müssen. Nur so kann ein prozessuales Gleichgewicht gesichert und ein gefühlter Kompetenzverlust der Richter:innen vermieden werden. Für die Beweiswürdigung ist eine systematische Nachvollziehbarkeitsprüfung der Gutachten essenziell.
- Contents:
- Intro
- Vorwort
- Inhaltsübersicht
- Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- 1. Teil: Einführung
- A. Skizzierung der Forschungsfragen
- B. Gang der Untersuchung
- 2. Teil: Grundlegendes zum IT-Sachverständigenbeweis im deutschen Strafverfahren
- A. Die Dringlichkeit der Diskussion um das Thema des IT-Sachverständigenbeweises
- I. Digitale Beweismittel
- II. Zahlen und Praxisbeispiele
- III. Die Besonderheit der forensischen Informatik
- 1. Die Abgekoppeltheit von der physischen Welt
- 2. Die Universalität
- IV. Der IT-Sachverständige als bestmögliches und sachnächstes Beweismittel
- V. Die Lücke im wissenschaftlichen Diskurs zum IT-Sachverständigenbeweis
- VI. Zusammenfassung „Dringlichkeit der Diskussion um das Thema des IT-Sachverständigenbeweises"
- B. Die deutsche StPO und der Sachverständigenbeweis
- I. Die Wahrheitsfindung im Strafverfahren
- 1. Der Wahrheitsbegriff
- 2. Der Umfang der Wahrheitserforschung i. S. d. 244 Abs. 2 StPO
- 3. Die Rationalisierung des Wahrheitsfindungsprozesses
- II. Der Sachverständige im Strafverfahren
- 1. Der Begriff des „Sachverständigen"
- 2. Auftrag und Auswahl
- a) Die Grenzen der eigenen Sachkunde des Auftraggebers
- b) Die möglichen Auftraggeber
- c) Die Auswahl
- aa) Der Sachverständigenpool
- bb) Die besondere Sachkunde
- cc) Die persönliche Eignung
- dd) Die Pflicht zur Objektivität, vgl. 79 Abs. 2 StPO
- ee) Urteilsverzerrungen („bias")
- d) Die Ernennung (Form der Bestellung)
- e) Der Begutachtungszwang
- f) Die Übertragung des Auftrags auf andere (Hilfs-)Personen
- 3. Art und Umfang der Gutachtenerstattung
- a) Die Art der Gutachtenerstattung
- b) Der Umfang der Gutachtenerstattung anhand des Beweisthemas
- aa) Das Beweisthema als Tatsachenbehauptung
- bb) Die Trennung zwischen Rechts- und sonstigen Tatsachenbehauptungen.
- cc) Die verschiedenen Tatsachentypen im Rahmen der Gutachtenerstattung
- c) Die Formulierung des Beweisthemas im Untersuchungsauftrag
- aa) Das Problem der Kommunikation und Übersetzung
- bb) Das Problem des „Primens"
- cc) Fazit
- d) Die verschiedenen Aussagekategorien des Sachverständigenbeweises
- aa) Die erste Kategorie: Die Mitteilung von abstrakten Erfahrungssätzen
- bb) Die zweite Kategorie: Die Mitteilung von Schlussfolgerungen aus konkreten Tatsachen des Prozesses mithilfe von Sachkunde
- cc) Die dritte Kategorie: Die Mitteilung über konkrete Tatsachen, zu deren Wahrnehmung bzw. Feststellung besondere Sachkunde benötigt wird
- dd) Die Vornahme bloßer Verrichtungen
- ee) Fazit
- III. Die Abgrenzung zu anderen Prozessrollen
- 1. Die Abgrenzung zu Richterinnen
- 2. Die Abgrenzung zu (sachverständigen) Zeugen
- a) Die Rolle des (sachverständigen) Zeugen im Strafverfahren, Zeuginnen, 48 ff. StPO
- b) Die Abgrenzung zu Ermittlungspersonen
- c) Die Abgrenzung zum Augenscheinsgehilfen
- d) Unterschiedliche Rechte- und Pflichtenkataloge
- 3. Abgrenzungskriterien
- 4. Fazit
- IV. Der Versuch einer Kategorisierung und Bewertung der IT-Sachverständigentätigkeit aus juristischer Perspektive
- 1. Aus Sicht der Strafverteidiger
- 2. Eine Stellungnahme
- 3. Aus Sicht der Strafrichterinnen
- a) Leitlinien zur Bestimmung der Sachverständigentätigkeit
- b) OLG Schleswig, Beschluss vom 10.1.2017 - 2 Ws 441/16
- c) LG Hamburg, Beschluss vom 7.8.2019 - 631 Qs 27/19
- d) OLG Saarbrücken, Beschluss vom 20.9.2018 - 1 Ws 104/18
- e) Weitere Rechtsprechungsentwicklung
- 4. Eine Stellungnahme
- V. Einflussmöglichkeiten der Verfahrensbeteiligten auf den bestellten Sachverständigen
- 1. Die dominierende Stellung der Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren
- 2. Ausgleichsmechanismen
- a) Antragsrechte der Verfahrensbeteiligten.
- b) Die Einsicht in das schriftliche Gutachten und in die Arbeitsunterlagen
- aa) Die Einsicht in das Sachverständigengutachten nach 147 StPO
- bb) Die Einsicht in die Arbeitsunterlagen nach 147 StPO bzw. unter Berücksichtigung des Rechts auf ein faires Verfahren
- c) Die Ablehnung des IT-Sachverständigen
- aa) Ablehnungsrecht nach 74 Abs. 1 S. 1 StPO i. V. m. 22 Nr. 4 Var. 1 und 2 StPO
- bb) Ablehnungsrecht nach 74 Abs. 1 S. 1 StPO i. V. m. 24 StPO
- cc) Der abgelehnte Sachverständige
- d) Fazit
- VI. Die Grenzen der Sachverständigentätigkeit
- 1. Grenzen durch den Rahmen des Auftrags
- 2. Keine eigenen Ermittlungen
- 3. Die rechtsstaatliche Bindung bei der Durchführung des Gutachtenauftrags
- 4. Konsequenzen und weitere Sanktionen gegen den IT-Sachverständigen
- VII. Die Leitung des Sachverständigen, 78 StPO
- 1. Die Informationsbasis für die Sachverständigentätigkeit
- 2. Achtung der Weisungsfreiheit des Sachverständigen
- 3. Vorrang der Methodik mit bekannter Funktionalität
- 4. Checklisten
- VIII. Zusammenfassung „Die deutsche StPO und der Sachverständigenbeweis"
- 3. Teil: Die Beschaffung des Tatsachenstoffes: Die forensische Informatik
- A. Die forensische Wissenschaft
- I. Die wissenschaftliche Methode
- II. Der Grundsatz der Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Forensik
- B. Die forensische Informatik (als Teil der klassischen Forensiken)
- I. Definition der „forensischen Informatik" und ihre Aufgaben
- II. Digitale Spuren im forensischen Prozess
- 1. Information und Träger
- 2. Die Entstehung digitaler Spuren
- 3. Eigenschaften digitaler Spuren
- a) Flüchtigkeit
- b) Technische Vermeidbarkeit
- c) Manipulierbarkeit
- d) Kopierbarkeit
- e) Semantik
- f) Big data
- g) Verschlüsselungstechnologien
- III. Der forensische Prozess („the journey from data to evidence").
- 1. Die Sicherung digitaler Spuren
- a) Isolation des Beweismittels
- b) Abstraktionsschichten
- c) Fazit
- 2. Die Analyse digitaler Spuren
- a) Ein Beispiel für den Ablauf einer Datenträger-Analyse
- b) Datenanalyse-Methoden
- aa) Deterministische Methoden
- bb) Statistische Methoden
- cc) Machinelearning-Methoden
- c) Folgen für das Beweisrecht
- 3. Die Rekonstruktion des Tathergangs mit Assoziation mithilfe digitaler Spuren
- a) Die Quantifizierung der Irrtumswahrscheinlichkeit
- b) Identifizierung/Klassifizierung/Individualisierung/Assoziation
- c) Beispiele (USB/Browser)
- d) Verwendung von Wahrscheinlichkeiten
- e) Fazit
- 4. Die Präsentation
- 5. Die Standards der forensischen Informatik
- a) Die Integrität und Authentizität von digitalen Spuren
- aa) Die Integrität digitaler Spuren
- bb) Die Authentizität digitaler Spuren
- cc) Die zugrundeliegenden Annahmen
- dd) Organisatorische und technische Maßnahmen
- b) Die (korrekte) Verwendung von wissenschaftlich verifizierten Methoden
- c) Erforderliche Sachkunde des Forensikers
- d) Die Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse
- e) Die Mitteilung über mögliche und nicht mögliche Schlussfolgerungen und Fehlerquellen
- f) Die Dokumentation
- aa) Exkurs: Die Zeitstempel
- bb) Exkurs: Chain of custody
- g) Einhaltung der verfahrensrechtlichen Grenzen
- h) Die Bedeutung für das Beweisrecht
- IV. Zusammenfassung „Die forensische Informatik (als Teil der klassischen Forensiken)"
- C. Zusammenfassung „Die Beschaffung des Tatsachenstoffes: Die forensische Informatik"
- 4. Teil: Die Beweiswürdigung des IT-Sachverständigenbeweises
- A. Grundlage der tatrichterlichen Überzeugung
- I. Das Beweismaß der tatrichterlichen Überzeugung
- II. Die persönliche Gewissheit
- III. Die Regeln der praktischen Rationalität
- 1. Vollständige Beweiswürdigung.
- 2. Allgemeine Regeln des schlussfolgernden Denkens
- 3. Auswirkungen der Einhaltung der forensischen Standards
- 4. Die objektiven Elemente zur Bestimmung der persönlichen Gewissheit
- a) Die Nähe der Tatsachen zum Sachverhalt
- b) Der Beweiswert des Indizes
- aa) Ein Beispielsfall
- bb) Die Fragentrias in Bezug auf das Belastungs- oder Entlastungsindiz
- cc) Die Beweiskraft des Indizes
- (1) Die Zuverlässigkeit der zugrundeliegenden Richtigkeitswahrscheinlichkeit
- (2) Die Zuverlässigkeitsskala
- (a) Gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis
- (b) Standardisierte Verfahren
- (c) Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Untersuchungsmethoden
- (d) Wissenschaftliche Erkenntnis mit wissenschaftlich fundierter Richtigkeitswahrscheinlichkeit
- (e) Sonstige Erfahrungssätze
- (f) Die Folgen von Blackbox-Tools für die Beweiswürdigung
- (3) Fazit und Ideen zur Verbesserung
- dd) Die Belastungswahrscheinlichkeit
- c) Zwischenergebnis
- 5. Darstellung in den Urteilsgründen, 267 StPO
- IV. Zusammenfassung „Grundlagen tatrichterlicher Überzeugung"
- B. Die Würdigung von IT-Sachverständigenaussagen
- I. Die Würdigung trotz mangelnder Sachkunde des Richters
- II. Die Würdigung des untersuchten Sachverhalts des Sachverständigen (1. Schritt)
- 1. Erste Kategorie (Erfahrungssätze)
- a) Ungeprüfte Übernahme der Bedingungsverhältnisse und Wahrscheinlichkeitsrelationen?
- b) Tiefenstruktur des Erfahrungssatzes
- 2. Zweite Kategorie (Schlussfolgerungen/Befundbewertung/Assoziation)
- a) Falsche Einschätzungen des Erfahrungssatzes
- b) Trennung zwischen Rechts- und sonstigen Tatsachen
- 3. Dritte Kategorie (Befundgewinnung/Ergebnisse von Datenverarbeitungsvorgängen)
- III. Die Würdigung der Person des Sachverständigen (2. Schritt)
- 1. Kriterien für die Vertrauenswürdigkeit von Aussagepersonen (Die Drei Faktoren).
- 2. Qualifikation des IT-Sachverständigen.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- ISBN:
- 9783428594313
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