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Verfassungswandel durch Digitalisierung : Digitale Souveränität als verfassungsrechtliches Leitbild.

EBSCOhost Academic eBook Collection (North America) Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Peuker, Enrico.
Series:
Jus Publicum
Jus Publicum ; v.286
Language:
German
Physical Description:
1 online resource (429 pages)
Edition:
1st ed.
Other Title:
Verfassungswandel durch Digitalisierung
Place of Publication:
Tübingen : Mohr Siebeck, 2020.
Summary:
Enrico Peuker beschreibt die Reaktionen des Grundgesetzes auf die Digitalisierung als einen strukturellen Verfassungswandel. Hierfür prägt er das verfassungsrechtliche Leitbild digitaler Souveränität, das er mit Blick auf die staatliche Infrastrukturverantwortung und Grundrechtsentwicklungen unter den Bedingungen der Digitalisierung konkretisiert.
Contents:
Cover
Titel
Vorwort
Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
A. Verfassungsversprechen
B. Digitalisierung als Anstoß des Wandels
C. Verfassungswandel durch Digitalisierung
I. Verfassungsdynamiken
II. Perspektiverweiterungen
1. Phänomenologisches Verständnis des Verfassungswandels
2. Leitbild digitaler Souveränität
3. Digitale Infrastrukturen
4. Digitale Grundrechte
III. Perspektivbegrenzungen
1. Kapitel: Begriff und Bedeutung der Digitalisierung
A. Wandel der Begriffe
I. Digitalisierung als Forschungsgegenstand
II. Digitalisierung als Brückenbegriff
III. Technischer Begriff der Digitalisierung
IV. Phänomenologischer Begriff der Digitalisierung
1. Kennzeichen der Digitalisierung
a) Dynamik der technischen Entwicklung
b) Vernetzung
c) Konvergenz
d) Ubiquität der Informations- und Kommunikationstechnik
e) Datafizierung
2. Digitalisierung und Informatisierung
a) Ursprung des Informatisierungsbegriffs
b) Enttechnologisierter Informatisierungsbegriff
3. Digitalisierung als "Auslöser" einer neuen Medienepoche
a) Phänomenologische Beschreibung
b) Medien-/kommunikationstheoretische Erklärung
c) Terminologischer Ertrag
4. Post-Digitalisierung
a) Entzauberung der Digitalisierung
b) Abschied von Dichotomien
c) Terminologische Sensibilität und Akzentverschiebungen
B. Wandel der Episteme
I. Wissenschaftstheoretische Konzeption der turns
II. Digital Humanities
III. Computational turn in der Rechtswissenschaft
1. Kontext der Fragestellung
2. Das Schweigen der Rechtsinformatik
a) Begrenzte Reichweite der Entscheidungsautomation
aa) Richter als Subsumtionsautomaten
bb) Legal Techs: Ablösung der Anwälte durch Apps
b) Rechtsinformatik als Hilfswissenschaft
c) Konkurrenz durch das Informations- und Medienrecht.
3. Anhaltspunkte für einen computational turn
a) Schriftlichkeit von Recht und Rechtswissenschaft
b) Erkenntniswege der Rechtswissenschaft
aa) Der Einfluss juristischer Datenbanken auf Hermeneutik und Dogmatik
(1) Rahmenbedingungen juristischer Datenbanken
(a) Umfang
(b) Verfügbarkeit
(c) Perzeption
(2) Auf der Suche nach digitaler Hermeneutik und Dogmatik
(a) Juristische Hermeneutik
(b) Rechtsdogmatik
(c) Analoge Antworten auf digitale Fragen
bb) Korpuslinguistische und statistische Analysen
c) Kommunikationswege der Rechtswissenschaft
4. Momentaufnahme des epistemischen Wandels
2. Kapitel: Begriff und Konzept des Verfassungswandels
A. Dynamik von Verfassung und Verfassungsrecht
I. "Entzeitete" Verfassung
II. Friktionen eines dynamischen Verfassungsverständnisses
1. Stabilität und Flexibilität
2. Normativität und Faktizität
a) Ein populäres deutsches Scheinproblem?
b) Normative Kraft des Faktischen
c) Verweisungszusammenhang von Norm und Wirklichkeit
3. Modi der Verfassungsanpassung
a) Ordnungsverhältnis der Anpassungsmodi?
b) Totalrevision der Verfassung
c) Punktuelle Verfassungs(text)änderungen
d) Geänderte Verfassungsinterpretation
e) Verfassungswandel
B. Entwicklung der Figur des Verfassungswandels
I. Ursprünge der Figur des Verfassungswandels
1. Historisch-phänomenologisches Begriffsverständnis
2. Gründe der theoretischen und dogmatischen Zurückhaltung
a) Positivistische Methode
b) Formelles Verfassungsverständnis und materielles Verfassungsgesetz
c) Fehlende Verfassungsgerichtsbarkeit
3. Erste Folgerungen für eine Lehre vom Verfassungswandel
II. Verfassungswandel im Verfassungsstaat des Grundgesetzes
1. Thematische Konjunkturen
2. Konsens und Dissens in der Methode.
3. Verfassungswandel als dogmatischer Begriff: Inhaltswandel ohne Textwandel
a) Definition und normtheoretische Fundierung
b) Differenzierungen
4. Kontextualität des Verfassungswandels
a) Verfassungsnormativer Kontext
aa) Sprachliche und normative Offenheit
bb) Verfassungswandel und Verfassungsänderung
(1) Exklusivität der Verfassungsänderung
(2) Legitimität des Verfassungswandels
(3) Differenzierte Auslegung und funktionale Äquivalenz
cc) Grenzen des Verfassungswandels
(1) Wortlaut der Verfassungsnorm
(2) Zeitfaktor
(3) Wandlungsverbote
(4) Verfassungskontinuität und Tiefenstrukturen
b) Institutioneller Kontext
aa) Verfassungswandel durch staatliche und private Akteure
bb) Verfassungswandel durch Verfassungsgerichtsbarkeit
(1) Verfassungsfragen als Rechtsfragen
(2) Bindungswirkung der Entscheidungen
(3) Legitimation des Verfassungswandels durch das Gericht
c) Verfassungswandel im Rechtsvergleich
5. Verfassungswandel und Verfassungsinterpretation
III. Verdienste und Versäumnisse der überkommenen Lehre
1. Verdienste
2. Versäumnisse
a) Heuristisches Desiderat
b) Legitimatorisches Desiderat
c) Methodisches Desiderat
C. Update der Lehre vom Verfassungswandel
I. Phänomenologische Perspektiverweiterung
1. Strukturelle statt punktuelle Wandlungen
2. Begrifflicher Vorbehalt
3. Vermittlung von Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit
a) Weite Definition des Verfassungswandels
b) Konzeptioneller Vorschlag
c) Kritik
4. Phänomenologisches Programm
II. Akteure
1. Bundesverfassungsgerichtspositivistischer Kurzschluss
a) Pluralität der Akteure
b) "Offene Gesellschaft der Verfassungsinterpreten"
c) Politikwissenschaftliche Akteursperspektive
2. Verfassungswandel durch den Gesetzgeber
a) Gesetzgebung als Interpretation der Verfassung.
b) Verfassung als Konzentrat unterverfassungsgesetzlicher Vorstellungen
3. Verfassungswandel durch Staatspraxis
4. Verfassungswandel durch Europarecht
a) Unionsrecht und Unionsgerichte
b) EMRK und EGMR
5. Verfassungswandel und Rechtswissenschaft
6. Verfassungswandel und Gesellschaft
a) Offene Gesellschaft der Interpreten und offene Grundrechtsinterpretation
b) Doppelfunktion der Verfassungsbeschwerde
c) Gesellschaftliche Bewegungen
d) Medien
7. Fachgerichte
8. Zwischenergebnis
III. Leitbilder im Verfassungsrecht
1. Begriff und Funktionen
a) Kontexte und Konnotationen
b) Funktionen
aa) Orientierungs- und Verständigungsfunktion
bb) Legitimationsfunktion
cc) Heuristische Funktion
dd) Dynamisierungsfunktion
ee) Steuerungsfunktion
ff) Funktionale Abgrenzungen
gg) Leitbilder und Verfassungswandel
c) Bildlichkeit
2. Ambivalenzen
3. Operationalisierbarkeit
a) Vorbehalte gegen eine Operationalisierung von Leitbildern
b) Wege einer Operationalisierung
aa) Entstehung und Begründung von Leitbildern
bb) Leitbildorientierte Verfassungsanwendung
cc) Grenzen der leitbildorientierten Verfassungsanwendung
4. Pluralisierung von Verfassungsleitbildern
3. Kapitel: Verfassungsrechtliches Leitbild der digitalen Souveränität
A. Leitbilderwartungen
B. Leitbild der digitalen Souveränität
I. Digitale Souveränität als politisches Programm
1. Deutschland
a) Infrastrukturelle Dimension - Staat
b) Wirtschaftspolitische Dimension - Unternehmen
c) Individualrechtliche Dimension - Bürger
d) Wissenspraktische Dimension - Bürger
e) Institutionalisierte Politik digitaler Souveränität
2. Europa
a) Digitaler Binnenmarkt
b) Europäische digitale Souveränität
II. Digitale Souveränität in den Nachbarwissenschaften
1. Illusion I: Digitale Utopien.
2. Illusion II: Internet Exceptionalism
3. Reaktion I: Digitale Souveränität
4. Reaktion II: Digitale Gouvernementalität
III. Digitale Souveränität als verfassungsrechtliches Leitbild
1. Begriff der Souveränität
2. Verfassungsrechtliches Leitbild der digitalen Souveränität
a) Inhalt
b) Normative Anknüpfungspunkte des Leitbilds
c) Abgrenzung zur Lehre von den Verfassungsvoraussetzungen
C. Raumbezogene Leitbilder der Digitalisierung
I. Raummetaphorik des Digitalen
II. Raum als soziale Konstruktion
III. Rechtswissenschaft und Raum
IV. Rechtswissenschaftlicher Ertrag raumbezogener Leitbilder
1. Raumbegriff
2. Raumdenken
D. Weiteres Programm
4. Kapitel: Digitale Infrastrukturen
A. Verfassungsrechtliche Relevanz von (digitalen) Infrastrukturen
B. Begriff und Recht der Infrastrukturen
I. Historische Semantik
II. Definition der Infrastruktur
III. Rechtsbegriff der Infrastruktur
IV. Infrastrukturrecht als Rechtsgebiet
V. Digitale Infrastrukturen
C. Wandel der verfassungsrechtlichen Infrastrukturverantwortung
I. Konzept des Gewährleistungsstaats
1. Daseinsvorsorge und Gewährleistungsstaat
2. Infrastrukturverantwortung im Gewährleistungsstaat
a) Gewährleistungsverantwortung
b) Infrastrukturverantwortung
c) Verfassungsrechtliche Determinanten
aa) Sozialstaatsprinzip
bb) Grundrechte
cc) Staatsaufgabenlehre
dd) Sektorspezifische Determination
II. Infrastrukturverantwortung im Bereich der Telekommunikation
1. Entstehungsgeschichtliche Vorbemerkungen
2. Gewährleistungsinhalt
a) Staatszielbestimmung
b) Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation
c) Merkmale der zu gewährleistenden Dienstleistungen
aa) Flächendeckend
bb) Angemessen und ausreichend
3. Gewährleistungsinstrumente
a) Instrumentenvielfalt
b) Universaldienst.
aa) Unionsrechtlicher Rahmen.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
3-16-158211-X
OCLC:
1154514892

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