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Unbewusste Erbschaften des Nationalsozialismus : Psychoanalytische, sozialpsychologische und historische Studien / Lohl, Jan, Moré, Angela, Althaus, Ute, Benz, Wolfgang, Decker, Oliver, Grünberg, Kurt, Heer, Hannes, Horn, Elke, Lohl, Jan, Markert, Friedrich, Moré, Angela, Radeck, Heike, Rothe, Katharina, Waldeck, Ruth

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Format:
Book
Contributor:
Lohl, Jan, Editor.
Moré, Angela, Editor.
Althaus, Ute, Contributor.
Benz, Wolfgang, Contributor.
Decker, Oliver, Contributor.
Grünberg, Kurt, Contributor.
Heer, Hannes, Contributor.
Horn, Elke, Contributor.
Lohl, Jan, Contributor.
Markert, Friedrich, Contributor.
Moré, Angela, Contributor.
Radeck, Heike, Contributor.
Rothe, Katharina, Contributor.
Waldeck, Ruth, Contributor.
Series:
Reihe "Psyche und Gesellschaft."
Psyche und Gesellschaft
Language:
German
Subjects (All):
Nationalsozialismus.
Psychoanalyse.
Psychotherapie.
Rechtsextremismus.
Scham.
Schuld.
Sozialpsychologie.
Sozialwissenschaften.
Local Subjects:
Nationalsozialismus.
Psychoanalyse.
Psychotherapie.
Rechtsextremismus.
Scham.
Schuld.
Sozialpsychologie.
Sozialwissenschaften.
Physical Description:
1 online resource (313 pages).
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Gießen Psychosozial-Verlag 2014
Language Note:
German
Biography/History:
Jan Lohl, Diplom-Sozialwissenschaftler und Supervisor (DGSv), ist seit 2019 Professor für Erwachsenenbildung an der KH Mainz, wo er das Institut für Fort und Weiterbildung leitet. Zuvor hat er zwischen 2011 und 2019 am Sigmund-Freud-institut geforscht und an der Goethe Universität Frankfurt (2012-2019), der IPU Berlin (2015-2016) und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (2010) gelehrt. Zwischen 2001 und 2011 war Jan Lohl wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Leibniz-Universität Hannover, wo er die Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie mitgegründet hat. Er ist Mitglied der Forschungswerkstatt Tiefenhermeneutik und gibt die Fachzeitschriften psychosozial und Freie Assoziation heraus. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Psychoanalytische Sozialpsychologie und Tiefenhermeneutik, Beratungsforschung und Organisationsanalyse sowie Rechtsextremismusforschung. Stand: Januar 2021 http://www.agpolpsy.de/koordination/lohl/
Angela Moré ist Sozialpsychologin und Gruppenanalytikerin (SGAZ, D3G), außerplanmäßige Professorin an der Leibniz Universität Hannover sowie Mitbegründerin des gruppenanalytischen Instituts GIGOS.. Sie forscht u.a. zu transgenerationalen Übertragungsprozessen, Genderforschung, früher Sozialisations- und Entwicklungstheorie sowie Gruppenanalyse.
Ute Althaus studierte Mathematik und Physik. Nach zehn Jahren Lehrtätigkeit am Gymnasium begann sie ein Zweitstudium in Psychologie und eine Psychotherapieausbildung. Heute arbeitet die verheiratete Mutter dreier Kinder und Großmutter von sechs Enkelkindern als Psychotherapeutin in eigener Praxis. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Traumatologie und die Weitergabe von Traumata zwischen den Generationen. 2006 erschien im Psychosozial-Verlag ihr Buch »NS-Offizier war ich nicht«. Die Tochter forscht nach.. Stand: Oktober 2013
Wolfgang Benz studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Kunstgeschichte und war bis zu seiner Emeritierung Professor für Geschichte an der Technischen Universität Berlin. Von 1990 bis 2011 war er Leiter des zur TU Berlin gehörenden Zentrums für Antisemitismusforschung. Er erhielt mehrere Auszeichnungen für sein umfassendes wissenschaftliches Werk, u.a. die Goldene Ehrennadel der TU Berlin.. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, zum Antisemitismus, zu Minderheiten- und Migrationsproblemen.. Jüngste Monografien: Antisemitismus und Islamkritik (Berlin 2011); Deutsche Juden im 20. Jahrhundert (München 2011); Auftrag Demokratie (Berlin 2009). Stand: Oktober 2013
Oliver Decker ist Direktor des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung und Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts, beide Universität Leipzig. Als Professor an der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin lehrt er Sozialpsychologie und interkulturelle Praxis. Stand: März 2025. http://www.uni-leipzig.de/~decker
Kurt Grünberg ist Diplom-Psychologe, Diplom-Pädagoge, Psychologischer Psychotherapeut sowie Psychoanalytiker (DPV, IPA) in eigener Praxis. Seit 1990 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sigmund-Freud-Institut und ist seit 2002 als Psychoanalytiker im »Treffpunkt für Überlebende der Shoah« in Frankfurt am Main tätig. Von 2002 bis 2010 war er wissenschaftlicher Leiter des Jüdischen Psychotherapeutischen Beratungszentrums für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Frankfurt. . Seine Forschungsschwerpunkte sind Transgenerationale Trauma-Tradierung im post-nationalsozialistischen Deutschland, Szenisches Erinnern der Shoah.. Ausgewählte Veröffentlichungen: Liebe nach Auschwitz. Die Zweite Generation. Tübingen: Edition discord 2000; Contaminated Generativity. Holocaust Survivors and their Children in Germany. The American Journal of Psychoanalysis 67: 2007,82-96. Stand: Oktober 2013
Hannes Heer studierte Literatur- und Geschichtswissenschaft und arbeitete als Film- und Theaterregisseur, Dramaturg und Hochschullehrbeauftragter. Autor, Regisseur und Ausstellungsmacher, insbes. zum Thema Nationalsozialismus. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung organisierte er die erste Variante der Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944«, für die er 1997 gemeinsam mit dem Vorbereitungsteam die Carl-von-Ossietzky-Medaille erhielt.. Ausgewählte Veröffentlichungen: Vom Verschwinden der Täter (Berlin 2004); Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der »Juden« aus der Oper 1933 bis 1945 (Berlin 2008). Stand: Oktober 2013
Elke Horn ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin, Psychoanalytikerin und Gruppenanalytikerin in eigener Praxis in Düsseldorf. Sie ist Dozentin, Lehranalytikerin und Supervisorin und Mitglied des Arbeitskreises für die intergenerationellen Folgen des Holocaust. Stand: April 2024
Jan Lohl, Diplom-Sozialwissenschaftler und Supervisor (DGSv), ist seit 2019 Professor für Erwachsenenbildung an der KH Mainz, wo er das Institut für Fort und Weiterbildung leitet. Zuvor hat er zwischen 2011 und 2019 am Sigmund-Freud-institut geforscht und an der Goethe Universität Frankfurt (2012-2019), der IPU Berlin (2015-2016) und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (2010) gelehrt. Zwischen 2001 und 2011 war Jan Lohl wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Leibniz-Universität Hannover, wo er die Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie mitgegründet hat. Er ist Mitglied der Forschungswerkstatt Tiefenhermeneutik und gibt die Fachzeitschriften psychosozial und Freie Assoziation heraus. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Psychoanalytische Sozialpsychologie und Tiefenhermeneutik, Beratungsforschung und Organisationsanalyse sowie Rechtsextremismusforschung. Stand: Januar 2021 http://www.agpolpsy.de/koordination/lohl/
Friedrich Markert ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie sowie psychosomatischer Medizin an der Universitätsklinik in Frankfurt am Main. Er absolvierte eine Ausbildung zum Psychoanalytiker am Sigmund-Freud-Institut Frankfurt und zum Gruppenanalytiker in Zürich (SGAZ). Seit 1981 ist er in Frankfurt als Psychiater, Psychoanalytiker, Gruppenanalytiker, Supervisor und Balintgruppenleiter tätig. Seit 2008 ist er am Mental Health Center in Shanghai und bildet chinesische Psychiater und Psychologen in analytischer Gruppentherapie aus. Gegenwärtiger Forschungsschwerpunkt: Szenisches Erinnern der Shoah - Zur intergenerationalen Tradierung extremen Traumas in Deutschland. Stand: Okt. 2013.
Angela Moré ist Sozialpsychologin und Gruppenanalytikerin (SGAZ, D3G), außerplanmäßige Professorin an der Leibniz Universität Hannover sowie Mitbegründerin des gruppenanalytischen Instituts GIGOS.. Sie forscht u.a. zu transgenerationalen Übertragungsprozessen, Genderforschung, früher Sozialisations- und Entwicklungstheorie sowie Gruppenanalyse.
Heike Radeck arbeitete von 2001-2012 als Pfarrerin und Studienleiterin für das Ressort »Kultur und Spiritualität« an der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Von 2005-2012 war sie dort stellvertretende Direktorin. In den Jahren 2009-2012 absolvierte sie eine Weiterbildung zur systemischen Therapeutin und Beraterin (SG) am Niedersächsischen Institut für Systemische Beratung und Therapie (NIS) Hannover. Stand: Oktober 2013
Katharina Rothe arbeitete von 2007-2008 als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Medizinischen Fakultät Leipzig (Bereich medizin. Soziologie und Psychologie). Gemeinsam mit Oliver Decker führte sie Forschungsstudien zur Genese von rechtsextremen und demokratischen Einstellungen durch. Von 2008-2011 forschte sie im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung im BMBF-geförderten Verbundprojekt zu Karriereverläufen von Ärztinnen und Ärzten. Ihre Dissertation erschien 2009 im Psychosozial-Verlag unter dem Titel: »Das (Nicht-)Sprechen über die Judenvernichtung«. Zur Zeit ist sie zwecks ihrer Ausbildung zur Psychoanalytikerin in New York und ist u.a. Mitautorin der von der Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegebenen Studie »Ein Blick in die Mitte. Zur Entstehung rechtsextremer und demokratischer Einstellungen«. Stand: Okt. 2013 http://sportfak.uni-leipzig.de/~K_Rothe/
Ruth Wealdeck ist Pädagogin und Psychologin und arbeitet als niedergelassene Psychotherapeutin und Supervisorin in Frankfurt am Main.. Publikationen zur weiblichen Adoleszenz sowie zum Generationenkonflikt unter Frauen. Bereits 1992 erschien ihre Dissertation »Heikel bis heute«: Frauen und Nationalsozialismus. Der Opfermythos in Christa Wolfs »Kindheitsmuster« bei Brandes & Apsel, Frankfurt am Main. Stand: Oktober 2013
Summary:
Die sozialgeschichtlichen Folgewirkungen des Nationalsozialismus auf der Täterseite gehören zu den am besten gehüteten Geheimnissen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die von der Tätergeneration abgelehnte Verantwortung für ihre (Mit-)Schuld an den Verbrechen und Grausamkeiten des Regimes hat in den Seelen ihrer Nachkommen tiefe Spuren hinterlassen: Identitätsstörungen, diffuse Schuld- und Trauergefühle, Wiedergutmachungswünsche und Schamgefühle, deren Ursache sie nicht kennen. Neuere Forschungen zeigen, dass die unbewusste Weitergabe unverarbeiteter Konflikte auch zu rechtsextremen Orientierungen und Identifikationen beitragen kann. Die Beiträger/innen nähern sich auf unterschiedliche Weise den Nachwirkungen des Nationalsozialismus an: empirisch, theoretisch, basierend auf der gruppenanalytischen und therapeutischen Praxis oder der eigenen Biografie. Aufgrund dieser Perspektivenvielfalt richtet sich der Band nicht nur an die wissenschaftliche Fachwelt, sondern auch an ein Publikum, das aus einem (selbst-)reflexiven Interesse heraus die Gefühlserbschaften des Nationalsozialismus begreifen möchte. Mit Beiträgen von Ute Althaus, Wolfgang Benz, Oliver Decker, Kurt Grünberg, Hannes Heer, Elke Horn, Jan Lohl, Friedrich Markert, Angela Moré, Heike Radeck, Katharina Rothe und Ruth Waldeck
Contents:
Inhalt Einleitung Das Erbe des Nationalsozialismus – eine Tagungsreihe Heike Radeck Der Skandal als vorlauter Bote Deutsche Geschichtsdebatten als Generationengespräch Hannes Heer Antisemitismus und Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Wolfgang Benz »Morden für das vierte Reich« Transgenerationalität und Rechtsextremismus Jan Lohl Emil Behr – Briefzeugenschaft vor | aus | nach Auschwitz Zum Szenischen Erinnern der Shoah Kurt Grünberg & Friedrich Markert NS-Täterschaft und die Folgen verleugneter Schuld bei den Nachkommen Angela Moré Spuren des Grauens Über Kriegserlebnisse der Väter und ihre Schatten auf die Nachkriegsgeneration Ruth Waldeck Was tun mit dem transgenerationalen Erbe? Von der Abwehr durch Spaltung zum Dialog Elke Horn Lügen – Wünsche – Wirklichkeiten Über die Folgen der Verleugnung der NS-Geschichte der Eltern und Großeltern für die Nachkommen und die Notwendigkeit, diese Geschichten aufzuarbeiten Ute Althaus Gefühlserbschaften des Nationalsozialismus und Geschlecht Katharina Rothe & Oliver Decker Autorinnen und Autoren
Notes:
[1. Auflage 2014]
Includes bibliographical references.
ISBN:
3-8379-6623-2
Publisher Number:
9783837966237

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