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Die Aufsicht über Verbraucherfinanzmärkte : Eine Analyse des Auftrags der Bafin Zum Schutz Kollektiver Verbraucherinteressen.

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Format:
Book
Author/Creator:
Klöppel, Hans-Ulrich.
Series:
Untersuchungen über das Spar-, Giro- und Kreditwesen. Abteilung B: Rechtswissenschaft
Language:
German
Subjects (All):
Germany. Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz.
Germany.
Consumer protection--Law and legislation--Germany.
Consumer protection.
Physical Description:
1 online resource (400 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Berlin : Duncker & Humblot, 2022.
Summary:
Mit dem Kleinanlegerschutzgesetz (2015) wurde die Bundesanstalt fur Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf den Schutz kollektiver Verbraucherinteressen verpflichtet ( 4 Abs. 1a FinDAG). Hans-Ulrich Kloppel untersucht dieses Mandat und die mit ihm verbundenen Handlungsmoglichkeiten der Behorde. Nach einer Auseinandersetzung mit der Regulierung von Verbraucherfinanzprodukten und Verbraucherfinanzmarkten werden das mit dem Verbraucherschutzauftrag verbundene Zielkonzept, die Reichweite der Aufsichtszustandigkeit sowie das behordliche Instrumentarium betrachtet. Herausgearbeitet werden dabei insbesondere die normativen Vorgaben an die behordliche Verbraucherschutzaktivitat sowie Zustandigkeiten und Befugnisse zur Einflussnahme auf Aufsichtsobjekte bzw. zur Information von Verbrauchern. Der Autor wurde fur die Arbeit mit dem Preis der LBBW Landesbank Baden-Wurttemberg ausgezeichnet.
Contents:
Intro
Geleitwort
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Einleitung
A. Fragestellung
B. Gang der Untersuchung und Eingrenzungen
Teil 1: Verbraucherfinanzmärkte und ihre Regulierung
A. Verbraucherfinanzprodukte
I. Erscheinungsformen
II. Konsumfunktionen
III. Produktmetaphorik
IV. Tatsächliche Bedeutung
1. Studien zur Inanspruchnahme verschiedener Finanzprodukte
2. Studien zum Sparverhalten
B. Grundzüge einer Verbraucherfinanzmarktregulierung
I. Rechtspolitische Konturen
1. Europäische Binnenmarktintegration
2. Nationale Sozialpolitik
3. Internationale Standardsetzung
II. Legitimationskonzepte
1. Marktfunktionale Legitimationskonzepte
a) Marktversagens- und Transaktionskostenlogik
b) Verhaltensökonomische Logik
2. Soziale Legitimationskonzepte
3. Abgrenzung zu externen Legitimationskonzepten
a) EU-Binnenmarkt
b) Funktionsfähigkeit von Finanzintermediären und Finanzmärkten
III. Strukturen der Verbraucherfinanzmarktregulierung
1. Rechtsgebiets- und Vollzugspluralismus
2. Rechtliche Erfassung verbraucherspezifischer Marktsegmente
a) Verbraucherfinanzmärkte
b) Kleinkundenmärkte
aa) Kleinanleger- und Privatkundenmärkte (MiFID II, WpHG)
bb) Anknüpfungen an das MiFID II-System
(1) Privatanlegermärkte (KAGB)
(2) Kleinanlegermärkte (PRIIP-VO und Verbriefungs-VO)
(3) Kleinanlegermärkte (Prospekt-VO)
cc) Weitere Kleinkundenmarktkonzepte
3. Regelungsanliegen
a) Gefahrenabwehr
aa) Bsp. 1: Kundenvermögen
bb) Bsp. 2: Ausgestaltung und Erwerb von Finanzprodukten
cc) Bsp. 3: Werbung
b) Befähigung
c) Versorgung
C. Die BaFin im System der Verbraucherfinanzmarktregulierung
I. Verrechtlichung behördlicher Verbraucherschutzorientierung
1. Herausbildung einer verbraucherschützenden Aufsichtspraxis.
2. CPC-VO und EG-VSchDG
3. Gesetz zur Stärkung der deutschen Finanzaufsicht
4. Kleinanlegerschutzgesetz
5. BaFin-Reform
II. Kontext und Hintergründe der Rechtsentwicklung
1. Primärrechtliche Verbraucherschutzzielbestimmungen
2. Verbraucherschutz in europäischen und internationalen Aufsichtsstrukturen
a) Europäische Aufsichtsbehörden (ESAs)
b) Einheitlicher Aufsichtsmechanismus
c) Internationale Standardsetzung und Gremienstrukturen
3. „Verbraucherrechtlichung" des materiellen Aufsichtsrechts
a) Verbraucherfinanzmarktspezifisches Aufsichtsrecht
b) Verschärfung des Regulierungsniveaus
4. Einbindung von Behörden in das Verbraucherschutzsystem
a) Behördliche Instrumente
b) Normative Handlungsanreize (Streuschadensproblematik)
Teil 2: Die Aufsicht über Verbraucherfinanzmärkte
A. Die Aufsicht über Verbraucherfinanzmärkte als Aufgabe der BaFin
B. Die Ausrichtung der Aufsicht am Verbraucherkollektiv
I. Ausschluss individueller Rechte gegenüber der Aufsicht
1. Ausschluss von Amtshaftungsansprüchen
2. Ausschluss (sonstiger) subjektiv-öffentlicher Rechte (Primärrechtsschutz)
II. Abgrenzung von der individuellen Rechtsdurchsetzung
1. Keine Verwirklichung von individuellen Rechten
2. Sicherstellung aufsichtsrechtlicher Anforderungen
3. Sonderfälle
a) Spezialgesetzliche Verfahren zur Durchsetzung individueller Rechte
aa) Schlichtungsverfahren ( 14 UKlaG)
bb) Durchsetzung des Basiskontoanspruchs ( 48, 49 ZKG)
b) Restitutions- und Entschädigungsregime
c) Informelle Vermittlung der Restitution oder Entschädigung
C. Kollektive Verbraucherinteressen als Bezugspunkte aufsichtsbehördlicher Verantwortung
I. Die begriffliche Offenheit des Schutzauftrages
II. Die rechtliche Wirkungsweise des Schutzauftrags
1. Behördenstrategie
2. Behördenorganisation.
3. Rechtsanwendung
III. Wechselwirkung mit den überkommenen Aufsichtszielen
1. Die überkommenen Ziele der Finanzaufsicht
a) Funktionsschutz
b) Anlegerschutz
aa) (Kein) Anlegerindividualschutz
bb) Institutioneller Anlegerschutz
cc) Schutz von Nutzungsinteressen
2. Standort der kollektiven Verbraucherinteressen
a) Verhältnis zu Funktionsschutz und institutionellem Anlegerschutz
b) Verhältnis zum Schutz von Nutzungsinteressen
D. Organisatorische Einbeziehung von Verbraucher-Stakeholdern
I. Verbraucherbeirat
II. Die Entgegennahme von Kunden- und Verbandsbeschwerden
1. Rechtsgrundlagen
2. Zweck des Beschwerdeverfahrens und normativer Bezugspunkt
3. Geltungsbereich
4. Beschwerdeform, Verfahrensablauf und Stellungnahme
5. Ansprüche von Beschwerdeführern
III. Zusammenarbeit mit dem Team Marktbeobachtung Finanzmarkt des vzbv (ehemals Projekt Marktwächter Finanzen)
IV. Beauftragter für den Anleger- und Verbraucherschutz
Teil 3: Verbraucherfinanzmärkte und Behördenzuständigkeit
A. Reichweite der Aufsichtszuständigkeiten
I. Aufsicht über Unternehmen und Märkte
II. Aufsicht über Unternehmen der Verbraucherfinanzmärkte
III. Aufsicht über Märkte für Verbraucher-Kapitalanlagen (insbesondere Produktinterventionsbefugnisse)
B. Abgrenzung zu Zuständigkeit bzw. Tätigkeitsbereich anderer Akteure
I. Exklusivität
1. Gewerbeaufsichtsbehörden
2. Europäische Zentralbank (einheitlicher Aufsichtsmechanismus)
a) Personeller Anwendungsbereich (CRR-Kreditinstitute)
b) Sachlicher Anwendungsbereich (prudenzielle Aufsicht)
c) Aufgabenverteilung zwischen EZB und BaFin
II. Parallelität
1. Europäische Aufsichtsbehörden (ESAs)
a) Verbraucherschutzorientierung
b) Tätigkeitsbereich und Instrumente
c) Unmittelbare Aufsichtsfunktionen
d) Produktinterventionsbefugnisse.
2. Sonstige institutsspezifische Aufsichtsbehörden
3. Sektorübergreifende Aufsichtsbehörden
III. Verbraucherzentralen und individuelle Rechtsdurchsetzung
Teil 4: Instrumente der Verbraucherfinanzmarktaufsicht
A. Vollzugsinstrumente
I. Die Verbraucherfinanzmarktregulierung als Aufsichtsmaßstab der BaFin
1. Finanzaufsichtsrechtliche Einbeziehungsklauseln
2. Intervention bei verbraucherschutzrelevanten Missständen ( 4 Abs. 1a S. 2, 3 FinDAG)
a) Verbraucherschutzgesetze
b) Verstoß und Klärungsinteresse
c) Feststellung von Verstößen gegen privatrechtliche Verbraucherschutzgesetze
aa) Begrenzte Rechtsanwendungsautonomie der BaFin
bb) Fallgruppe 1: Anknüpfung an höchstrichterliche Rechtsprechung
cc) Fallgruppe 2: Intervention, sofern es noch keine höchstrichterliche Rechtsprechung gibt
dd) Auslegungsdivergenzen
d) Feststellung von Verstößen gegen öffentlich-rechtliche Verbraucherschutzgesetze
e) Rechtsfolgen
aa) Verhältnis zu spezialgesetzlichen Befugnissen
bb) Entscheidung über die Intervention und Inhalt der Anordnungen
cc) Keine Feststellungswirkung für individuelle Zivilklagen
dd) 4 Abs. 1a S. 2, 3 FinDAG als Ermessensdirektive?
II. Verbraucherschützende Verhaltenssteuerung
1. Anordnungsregime
2. Anreizregime
3. Unternehmensorganisationsregime
4. Restitutions- und Entschädigungsregime
a) Spezialgesetzliche Restitutions- und Entschädigungsregime
aa) Abwicklungsanordnungen (Marktverdrängungsaufsicht)
bb) Entgegennahme von Abhilfezusagen (Art. 9 Abs. 4 lit. c CPC-VO)
b) Keine allgemeinen Restitutions- und Entschädigungsregime
aa) Keine Verhinderung oder Beseitigung von Pflichtverstößen
bb) Keine Anknüpfung an privatrechtliche Restitutions- oder Entschädigungsansprüche
III. Verbraucherschützende Marktverdrängung.
1. Unternehmensbezogene Marktverdrängungsregime
a) Verdrängung unerlaubt tätiger Unternehmen
b) Aufhebung von Erlaubnissen
2. Produktbezogene Marktverdrängungsregime
a) Produktgenehmigungen
aa) Anlagebedingungen von Publikumsinvestmentvermögen
bb) Allgemeine Geschäftsgrundsätze und Bedingungen für Bausparverträge
cc) Koppelungsgeschäfte (Immobiliar-Verbraucherdarlehen)
b) Produktbezogene Untersagung
aa) Verdrängung aufgrund von Pflichtverletzungen (Pflichtentyp)
bb) Verdrängung aufgrund von Schutzgutgefährdung (Schutzguttyp)
(1) Produktinterventionsbefugnisse
(a) Erhebliche Bedenken für den Anlegerschutz
(b) Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit
(c) Ausgestaltung der Produktinterventionsmaßnahmen
(d) Vollzug von Produktinterventionsmaßnahmen
(2) 6 Abs. 2a S. 4 WpHG
IV. Behördliche Identifikation von Gefahren für Verbraucher
1. Allgemeine Informationsmechanismen
2. Besondere Informationsmechanismen
a) Besondere Dokumentations- und Anzeigepflichten
b) Anzeigepflichten von Schlichtungsstellen und Gerichten
c) Marktuntersuchungen
d) Mystery Shopping
aa) Zweck und rechtspolitischer Kontext
bb) Anwendungsbereich und Gestaltung von Testkäufen
cc) Verwendung gewonnener Erkenntnisse
e) Rückgriff auf fachgesetzliche Informationsmechanismen hinsichtlich verbraucherschutzrelevanter Missstände
B. Informationsinstrumente
I. Verbraucherrelevante Publikumsinformation
1. Wirkrichtungen von Publikumsinformationen
2. Spezialgesetzliche Publikationsinstrumente
a) Warnungs- und Hinweisinstrumente
aa) Veröffentlichung von Prospektrechtsverstößen
bb) Veröffentlichungen und Warnungen im Zusammenhang mit Maßnahmen der Marktverdrängung
cc) Wertpapierhandelsrechtliche Warnungsbefugnis ( 6 Abs. 2 S. 3 WpHG)
dd) Veröffentlichung weiterer Maßnahmen und Sanktionen.
b) Sonstige Informationsinstrumente, insbesondere Online-Datenbanken.
Notes:
Includes bibliographical references and index.
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
3-428-58697-2
OCLC:
1347259206

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