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Die Bindungswirkung Völkerrechtlicher Verträge Im Lichte des Grundgesetzes : Eine Untersuchung Zur Bedeutung Völkerrechtlicher Verträge Für Den Vom Grundgesetz Verfassten Staat Am Beispiel der Treaty-Override-Problematik.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Paul, Florian (Writer on law), author.
- Series:
- Schriften zum öffentlichen Recht.
- Schriften Zum Öffentlichen Recht
- Language:
- German
- Subjects (All):
- Constitutional law--Germany.
- Constitutional law.
- International and municipal law.
- Physical Description:
- 1 online resource (242 pages)
- Edition:
- First edition.
- Place of Publication:
- Berlin, Germany : Duncker & Humblot GmbH, [2023]
- Summary:
- Die verfassungsrechtliche Zulässigkeit eines Treaty Override war schon häufiger Gegenstand wissenschaftlicher Arbeiten. Auch diese Untersuchung nimmt sich jener Problematik an, legt die widerstreitenden Verfassungsgrundsätze dar und analysiert die in finanz- und verfassungsgerichtlicher Rechtsprechung sowie Literatur vorgebrachten Auffassungen, ehe sie ein neues Lösungsmodell entwickelt, das die widerstreitenden Verfassungsvorgaben im Wege der praktischen Konkordanz miteinander in Einklang setzt.
- Contents:
- Intro
- Vorwort
- Inhaltsübersicht
- Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Einleitung: Problemstellung und Gang der Darstellung
- A. Problemstellung
- B. Gang der Darstellung
- 1. Teil: Allgemeiner Teil
- 1. Kapitel: Die Bindung von Staaten an Verträge
- A. Allgemeine Prinzipien
- B. Die Bindung des vom Grundgesetz verfassten Staates an Verträge
- I. Historische Entwicklung der Vertragsbindung
- II. Zwischenergebnis
- 2. Kapitel: Die Bindung von Staaten an das Völkerrecht
- A. Ausgangspunkt des Einhaltenmüssens von Völkerrecht: Die Reziprozität
- B. Die staatliche Souveränität
- I. Der Begriff der Souveränität
- II. Das heutige Souveränitätsverständnis und die Vertragsbindung
- 1. Vereinbarkeit mit der staatlichen Souveränität
- 2. Kein Mangel an Souveränität
- 3. Willensakt als entscheidender Faktor
- III. Zwischenergebnis
- 3. Kapitel: Das Verhältnis von Völkerrecht und nationalem Recht unter dem Grundgesetz
- A. Die Verfassungskonzeptionen des Monismus und des Dualismus
- I. Der Monismus
- II. Der Dualismus
- B. Einordnung des Grundgesetzes
- I. Das Grundgesetz als eine „offene" Verfassung
- II. Gemäßigter Dualismus im Grundgesetz
- C. Zwischenergebnis
- 4. Kapitel: Die Bindung von Staaten an völkerrechtliche Verträge
- B. Rechtswirkungen
- I. Pacta-sunt-servanda-Grundsatz, Art. 26 WVRK
- 1. Reichweite der aus dem Grundsatz resultierenden Pflichten
- 2. Kein Verlust des völkergewohnheitsrechtlichen Charakters durch eine abweichende Staatenpraxis
- II. Innerstaatliches Recht und Einhaltung von Verträgen, Art. 27 WVRK
- 2. Teil: Besonderer Teil
- 1. Kapitel: Der Treaty Override
- A. Der Begriff des Treaty Override
- B. Treaty Override als Bruch des Völkervertragsrechts
- C. Kategorien des Treaty Override
- I. Treaty Override im engeren Sinne.
- II. Treaty Override im weiteren Sinne: der „verdeckte" Treaty Override
- D. Zwischenergebnis
- 2. Kapitel: Die Aussagen des Grundgesetzes zur Zulässigkeit von Treaty Overrides
- A. Die Aussagen in Einzelbestimmungen
- I. Die Zustimmung zu Verträgen durch Gesetz, Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG
- 1. Unzulässigkeit eines Treaty Override aufgrund von systematischen Erwägungen: Die Einheitlichkeitsthese
- a) Die These
- b) Stellungnahme
- 2. Unzulässigkeit eines Treaty Override wegen seines Widerspruchs zu der vollzugssichernden Wirkung des Zustimmungsgesetzes
- 3. Unzulässigkeit eines Treaty Override aus historischen Erwägungen
- 4. Zwischenergebnis
- II. Die allgemeinen Regeln des Völkerrechts, Art. 25 Satz 1 GG
- 1. Die Unzulässigkeit eines Treaty Override aufgrund einer unmittelbaren Anwendung des Art. 25 Satz 1 GG auf völkerrechtliche Verträge
- a) Ausgangslage: Darlegung der Auffassung
- b) Die allgemeinen Regeln des Völkerrechts
- c) Völkerrechtliche Verträge als allgemeine Regeln des Völkerrechts
- d) Stellungnahme
- e) Zwischenergebnis
- 2. Die Unzulässigkeit eines Treaty Override wegen des Verstoßes gegen den pacta-sunt-servanda-Grundsatz i. V. m. Art. 25 GG
- a) Darstellung der Auffassung
- 3. Zwischenergebnis
- B. Verfassungsrechtliche Grundentscheidungen
- I. Grundrechte
- 1. Ausgangslage
- 2. Stellungnahme
- II. Bindung an die verfassungsmäßige Ordnung, Art. 20 Abs. 3 GG
- a) Sachverhalt des Görgülü-Beschlusses
- b) Schlussfolgerungen in Literatur und Rechtsprechung
- aa) Herleitung der Unvereinbarkeit eines Treaty Override mit dem Verfassungsrecht
- bb) Keine Bedeutung des Görgülü-Beschlusses für die Beurteilung der Vereinbarkeit eines Treaty Override mit dem Verfassungsrecht.
- c) Erläuterung durch das Bundesverfassungsgericht
- 2. Zwischenergebnis
- III. Rechtsstaatsprinzip
- a) Bedeutung des Rechtsstaatsprinzips
- b) Der „offene" Rechtsstaat
- c) Treaty Override als Rechtsbruch
- aa) Befürwortende Ansicht
- bb) Stellungnahme
- 2. Der Vertrauensschutz
- a) Grundsätzliches
- b) Die grundsätzliche Übertragbarkeit auf den Gesetzgeber
- c) Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
- IV. Grundsatz der Gewaltenteilung, Art. 20 Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 GG
- 2. Die Gewaltenteilung im Rahmen der auswärtigen Gewalt
- a) Die Strukturgegebenheiten der auswärtigen Gewalt
- aa) Die parlamentarische Kontrolle im Speziellen
- bb) Die parlamentarische Kontrolle im Allgemeinen
- cc) Der Umfang und die Intensität der parlamentarischen Kontrolle
- (1) Prärogative der Exekutive
- (2) Auswärtige Gewalt als kombinierte Gewalt
- (3) Stellungnahme
- (a) Vorgaben des Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG
- (b) Bestehende parlamentarische Mitwirkungsmöglichkeiten
- (c) Einseitige Rechtsakte und die auswärtige Gewalt
- (d) Beachtung der Wesentlichkeitsgarantie
- (e) Rückschlüsse auf den Kernbereich exekutivischer Eigenverantwortung
- (f) Funktion des Zustimmungsgesetzes und parlamentarische Kontrolle
- (g) Notwendigkeit der Ausgewogenheit der auswärtigen Gewalt
- b) Gefahr der Schaffung eines Totalvorbehalts
- aa) Darlegung der Auffassung
- c) Umgehung des Initiativrechts in der auswärtigen Gewalt
- d) En-bloc-Gebot zur Wahrung der Gewaltenteilung
- V. Grundsatz der „Völkerrechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes", Präambel, Art. 1 Abs. 2, Art. 23, 24, 25, 26, 59 Abs. 2 Satz 1 GG
- 1. Einordnung des Grundsatzes der Völkerrechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes.
- a) Ursprung des Gedankens der Völkerrechtsfreundlichkeit
- b) Herleitung des Grundsatzes der Völkerrechtsfreundlichkeit aus dem Grundgesetz
- c) Die Ausprägungen des Grundsatzes
- d) Grenzen des Grundsatzes der Völkerrechtsfreundlichkeit
- 2. Konsequenz für die Zulässigkeit eines Treaty Override
- VI. Demokratieprinzip, Art. 20 Abs. 1, 2 GG
- 1. Ausgangslage: Demokratische Legitimation völkerrechtlicher Verträge
- a) Die Beteiligung des Bundestages am Vertragsabschluss
- aa) Ausgangslage
- bb) Vorgaben der Regelungen der GO-BT
- cc) Hintergrund der Beteiligung des Bundestages
- b) Demokratisches Defizit völkerrechtlicher Vertragsabschlüsse
- bb) Historische Begründung für das Defizit der parlamentarischen Mitwirkungsrechte
- cc) Deutungsmöglichkeiten
- 2. Möglichkeit der Bindung des Gesetzgebers
- a) Das Prinzip der parlamentarischen Diskontinuität
- b) Die Selbstbindung des Gesetzgebers im Rahmen internationaler Zusammenarbeit: Streitstand
- aa) Befürwortende Betrachtungsweise
- bb) Ablehnende Betrachtungsweise
- c) Stellungnahme
- aa) Divergierende Regelungsmaterien von Art. 25 Satz 1 GG und Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG
- bb) Relativität der Bindung im Sinne des Art. 59 Abs. 2 Satz 1 GG
- cc) Eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten bei internationalen Bezügen
- dd) Ultima-ratio-Durchsetzung des demokratischen Willens
- C. Das Verhältnis von Demokratieprinzip, Rechtsstaatsprinzip und des Grundsatzes der Völkerrechtsfreundlichkeit zueinander
- I. Dogmatische Konfliktlösungsmodelle
- 1. Völkerrechtsfreundliche Auslegung des nationalen Rechts
- a) Ausgangslage
- b) Auswirkungen der völkerrechtsfreundlichen Auslegung
- c) Grenzen der völkerrechtsfreundlichen Auslegung
- 2. Konfliktlösung nach den Grundsätzen lex specialis und lex posterior.
- a) Der lex-specialis-Grundsatz
- aa) Die Herleitung des lex-specialis-Grundsatzes
- bb) Die Anwendbarkeit des lex-specialis-Grundsatzes
- (1) These der eingeschränkten Anwendbarkeit im völkerrechtlichen Kontext
- (2) Stellungnahme
- b) Der lex-posterior-Grundsatz
- aa) Der lex-posterior-Grundsatz und das Demokratieprinzip
- bb) Die Anwendbarkeit des lex-posterior-Grundsatzes auf völkerrechtliche Verträge
- (1) Darlegung der Auffassung
- cc) Die völkerrechtsfreundliche Auslegung des lex-posterior-Grundsatzes
- II. Vorrang des späteren Gesetzes
- 1. Ausgangspunkt: Das Reichskonkordatsurteil
- 2. Spätere Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
- a) Der Sachverhalt
- b) Die Rechtsprechung des vorlegenden Gerichts
- c) Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
- III. Gebot der Abwägung zwischen Gesetz und Vertrag
- 2. Die relevanten Abwägungsmodalitäten
- a) Darlegung der Kriterien
- b) Erläuterung des Ansatzes
- c) Begründung der Auffassung
- IV. Stellungnahme
- 1. Das Modell des Bundesverfassungsgerichts
- 2. Der Abwägungsansatz Königs
- 3. Kapitel: Die Anforderungen des Grundgesetzes an die Vornahme eines Treaty Override
- A. Ausgangslage
- I. Verfassungsrechtliches Dilemma
- II. Konfliktlösung im Wege der Prozeduralisierung
- 1. Ausgangspunkt
- a) Herstellung praktischer Konkordanz
- b) Dualistische Rechtskreisbetrachtung des Grundgesetzes
- c) Ausgleich vertraglicher Defizite
- d) Bereits bestehende Staatspraxis
- e) Bisherige Zurückhaltung des Bundesverfassungsgerichts
- f) Stärkung demokratischer Legitimation
- 2. Zu unterscheidende Konstellationen
- B. Erste Konstellation: Gesetzesvorlage durch die Bundesregierung
- I. Ausgangslage.
- II. Anforderungen an das Verfahren zur Vornahme eines Treaty Override.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- Description based on print version record.
- ISBN:
- 9783428586424
- 3428586425
- OCLC:
- 1350079335
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