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Missbrauchsverbot und Standardisierung. : Eine rechtsökonomische Untersuchung zur kartellrechtlichen Zwangslizenz und zum Zwangslizenzeinwand / von Jonas Kranz.

JSTOR Books Open Access Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Kranz, Jonas.
Series:
Schriften zum Wirtschaftsrecht
Schriften zum Wirtschaftsrecht ; v.326
Language:
German
Physical Description:
1 online resource (234 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Berlin : Duncker & Humblot, 2021.
Summary:
Der Autor untersucht die kartellrechtliche Zwangslizenz und den kartellrechtlichen Zwangslizenzeinwand, sowie deren ökonomische Implikationen vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen Standardisierung. Dabei werden die maßgeblichen Entscheidungen der deutschen, sowie der europäischen Gerichte dargestellt und beleuchtet, um anschließend zu überprüfen, ob die Urteile auch den Vorgaben aus den Wirtschaftswissenschaften entsprechen.
Contents:
Intro
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
A. Einleitung
I. Einführung in die Thematik
II. Gang der Untersuchung und Zielsetzung
B. Die kartellrechtliche Zwangslizenz als Ausgangspunkt
I. Grundlegendes zur kartellrechtlichen Zwangslizenz
1. Differenzierung zwischen kartellrechtlicher und patentrechtlicher Zwangsli‍zenz, sowie der gesetzlichen Lizenz
a) Unterschiede zur patentrechtlichen Zwangslizenz
b) Unterschiede zur gesetzlichen Lizenz
2. Lizenzverweigerung als kartellrechtswidriges Verhalten
a) Tatbestand des Art. 102 AEUV
aa) Marktbeherrschende Stellung
(1) Marktabgrenzung
(2) Marktbeherrschung
bb) Missbräuchliches Ausnutzen
(1) Grundsätzliches
(2) Ausübung eines Schutzrechtes als missbräuchliche Verhaltensweise
b) Art. 101 AEUV
c) Zwischenergebnis
3. Die kartellrechtliche Zwangslizenz als Gradmesser des Verhältnisses von Immaterialgüter- und Kartellrecht
a) Dynamischer Wettbewerb und Innovation
b) Gestörte Zielkomplementarität
II. Entwicklungslinien der kartellrechtlichen Zwangslizenz
1. Unterscheidung zwischen Ausübung und Bestand des Immaterialgüterrechts und der „spezifische Gegenstand"
2. Kritik an der Differenzierung
3. Die erste Anordnung einer kartellrechtlichen Zwangslizenz - Magill und Präzisierungen
a) Magill
aa) Sachverhalt und Urteil des EuGH
bb) Lehre der außergewöhnlichen Umstände
cc) Faktische Aufgabe der bisherigen begrifflich-schematischen Abgrenzung
dd) Magill als Übernahme der US-amerikanischen essential-facility-doctrine
(1) Grundlagen
(2) Adaption der essential-facility-doctrine für das europäische Kartellrecht
(3) Anwendung auf Immaterialgüter in Europa
(4) Zwischenergebnis
ee) Bedeutung des Urteils.
b) Präzisierungen und Abänderungen der außergewöhnlichen Umstände - Tiercé Ladbroke, Bronner, IMS Health und Microsoft
aa) Tiercé Ladbroke
bb) Bronner
cc) IMS Health
(1) Sachverhalt und Urteil
(2) Bewertung
dd) Microsoft
(1) Entscheidung der Kommission
(2) Entscheidung des EuG
(3) Einordnung in die vorhergehende Rechtsprechungspraxis des EuGH
ee) Zwischenergebnis
4. Zusammenfassung der Entwicklung der kartellrechtlichen Zwangslizenz in Europa und Status Quo
III. Ergebnis
C. Ökonomie der Kompatibilitätsstandardisierung
I. Definition und Arten von Standards
II. Wirtschaftliche Bedeutung von Standards
III. Ökonomische Auswirkungen von Standardisierung
1. Netzwerkeffekte
a) Arten von Netzwerkeffekten
b) Netzwerkeffekte, Kompatibilitätsstandards und de-facto-Standardisierung
2. Ökonomische Auswirkungen von Kompatibilitätsstandards auf Netzwerkmärkten
a) Positive Auswirkungen
b) Negative Effekte
3. Sonderfall proprietäre Standards
a) Anreize für den Inhaber des standardessentiellen Schutzrechts
b) Innovationsfördernde und innovationshemmende Anreize
c) Raum für strategische Verhaltensweisen
d) Patent ambush: der Fall Rambus
e) Zwischenergebnis
4. Zwischenergebnis
IV. Folgerungen für das Kartellrecht
1. Einfluss der Ökonomie auf das Kartellrecht - more economic approach
2. Folgerungen für die kartellrechtliche Zwangslizenzierung proprietärer Standards
a) Marktabgrenzung und Marktbeherrschung
b) Missbräuchliche Verhaltensweise
aa) Status quo der new-product-rule
bb) Kritik an der new-product-rule
cc) Proprietäre Standardisierung als außergewöhnlicher Umstand
dd) Maßstab für die Einzelfallprüfung
ee) Ungewisse Prognoseentscheidung bei Zwangslizenzierung
ff) Zwischenergebnis
V. Zwischenergebnis
D. Kartellrechtlicher Zwangslizenzeinwand.
I. Orange-Book-Standard
1. Vorgeschichte
a) Spiegel-CD-ROM
b) Standard-Spundfass
aa) Sachverhalt
bb) Urteil
cc) Die Bedeutung des de-facto-Standards
dd) Zwangslizenzeinwand
2. Sachverhalt
3. Verfahrensgang
4. Entscheidung des BGH
a) Grundsätzliche Anwendbarkeit des Zwangslizenzeinwandes gegenüber Unterlassungsansprüchen
b) Ausgestaltung des Zwangslizenzeinwandes
aa) Initiativobliegenheit des Lizenzsuchers
bb) Ausgestaltung des Lizenzvertragsangebotes
(1) Unbedingtes Angebot
(2) Annahmefähiges Angebot
(3) Nichtausschlagbarkeit
cc) Vorauseilende Erfüllung
dd) Zusammenfassung
5. Rezeption und Kritik
a) Unionsrechtswidrigkeit
aa) Keine Anwendung von Unionsrecht
bb) Verletzung des Effektivitätsgrundsatzes
cc) Verletzung des Äquivalenzgrundsatzes
dd) Umgehung der Vorlagepflicht
b) Verschärfung durch Instanzgerichte
aa) Übertragung auf de-jure-Standards
bb) OLG Karlsruhe - Nichtangriffsverpflichtung, Sonderkündigungsrecht und Anerkenntnis dem Grunde nach
cc) LG Mannheim - Kartellrechtliche Nichtausschlagbarkeit
dd) Zwischenergebnis
c) Rechtsgrundlage
aa) Unklare dogmatische Konstruktion des Zwangslizenzeinwandes
(1) Kartellrechtliche Rechtsgrundlage
(2) 242 BGB als Rechtsgrundlage
(3) Gemischte Rechtsgrundlage
bb) Rechtsgrundlage der zusätzlichen Voraussetzungen
cc) Zwischenergebnis
d) Inhaltliche Ausgestaltung der Obliegenheiten
e) Ergebnis
II. Europäische Entscheidungen zum kartellrechtlichen Zwangslizenzeinwand
1. Entscheidungen der Kommission
a) Sachverhalt und Verfahrensgang
b) Entscheidungen der Kommission
c) Rechtsgrundlage des Einwands
2. Huawei-Urteil des EuGH
a) Sachverhalt und Vorlagefragen
b) Entscheidung des EuGH
aa) Schlussanträge.
bb) Urteil
(1) Grundsätzliche Feststellungen
(2) Beantwortung der Fragen
(3) Schematische Zusammenfassung
cc) Weitere Umsetzung
(1) Sisvel/Haier
(2) Weitere Problemfelder
(a) Verfahren während des Übergangszeitraumes
(b) Fehlende FRAND-Konformität des Initiativangebots
(c) Wann ist ein Angebot FRAND?
(3) Huawei v. Unwired Planet
dd) Rechtsgrundlage des Zwangslizenzeinwands
ee) Rezeption
c) Bedeutung für die bisherige Handhabung von de-jure-Sachverhalten
aa) Deutsche Instanzgerichtsrechtsprechung zu de-jure Standards
bb) Entscheidungspraxis der Kommission zu de-jure-Sachverhalten
cc) Bedeutung für die Rechtsprechungspraxis zu de-facto-Standards
d) Übertragbarkeit des Urteils
aa) Ablehnung einer Übertragung
bb) Argumente für eine Übertragung
cc) Kritische Würdigung
e) Bewertung
III. Fazit
E. Ökonomische Analyse der patentrechtlichen Unterlassungsfügung
I. Ex-Post opportunistisches Verhalten
1. Hold-up und Hold-out
a) Das hold-up-Problem
b) Patent hold-up
aa) Anreize für patent-hold-up
bb) Gründe für ex-post Lizenzverhandlungen
cc) Patent thickets und royalty stacking
dd) Auswirkung von patent-hold-up
ee) Kritik an der hold-up Theorie
c) Patent hold-out
2. Bedeutung des patentrechtlichen Unterlassungsanspruches
a) Patentrechtlicher Unterlassungsanspruch in Deutschland und Europa
b) Erweiterung der Reichweite des Unterlassungsanspruches durch deutsche Gerichte
II. Lösungsansätze
1. Ökonomen
2. Judikative
a) U.S. Supreme Court: eBay Inc. v. MercExchange
b) EuGH: Huawei
c) BGH: Orange-Book-Standard
d) Zwischenergebnis
3. Fazit
III. Eigener Lösungsvorschlag
F. Fünf Thesen zum Themenkomplex Missbrauchsverbot und Standardisierung
Literaturverzeichnis
Stichwortverzeichnis.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
OCLC:
1292365616

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