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Katholische Priester zwischen Krieg und Besatzung Rolle und Selbstverständnis des badischen Klerus, 1939-1948 Johannes Kuber

De Gruyter transcript Complete eBook Package 2024 Available online

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De Gruyter transcript Complete eBook Package 2025 Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Kuber, Johannes <p>Johannes Kuber, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Deutschland</p>, Author.
Series:
Histoire
Language:
German
Subjects (All):
Catholic Church.
Katholische Kirche.
Priest.
Priester.
National Socialism.
Nationalsozialismus.
Second World War.
Zweiter Weltkrieg.
Post-war.
Nachkriegszeit.
Germany.
Deutschland.
Occupation.
Besatzung.
Allied.
Erzbistum Freiburg.
Contemporary History.
Alliierte.
Zeitgeschichte.
History of the 20th Century.
Regional History.
Kirchengeschichte.
Cultural History.
Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Gender History.
Regionalgeschichte.
Politics.
Kulturgeschichte.
Religion.
Geschlechtergeschichte.
German History.
Conrad Gröber.
History of Religion.
Politik.
Social History.
History.
Deutsche Geschichte.
Religionsgeschichte.
Sozialgeschichte.
Geschichtswissenschaft.
Local Subjects:
Catholic Church.
Katholische Kirche.
Priest.
Priester.
National Socialism.
Nationalsozialismus.
Second World War.
Zweiter Weltkrieg.
Post-war.
Nachkriegszeit.
Germany.
Deutschland.
Occupation.
Besatzung.
Allied.
Erzbistum Freiburg.
Contemporary History.
Alliierte.
Zeitgeschichte.
History of the 20th Century.
Regional History.
Kirchengeschichte.
Cultural History.
Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Gender History.
Regionalgeschichte.
Politics.
Kulturgeschichte.
Religion.
Geschlechtergeschichte.
German History.
Conrad Gröber.
History of Religion.
Politik.
Social History.
History.
Deutsche Geschichte.
Religionsgeschichte.
Sozialgeschichte.
Geschichtswissenschaft.
Physical Description:
1 online resource (0 pages)
Edition:
1st ed.
Other Title:
tw7574 Kuber, Katholische Priester Rolle und Selbstverständnis des badischen Klerus, 1939-1948
Place of Publication:
Bielefeld transcript Verlag 2025
Biography/History:
. Johannes Kuber. , geb. 1987, leitet den Fachbereich Geschichte an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er studierte Geschichte und Englisch für das Lehramt an Gymnasien in Regensburg und Dublin und promovierte an der RWTH Aachen.
Summary:
Wie positionierten sich katholische Geistliche zwischen Nationalsozialismus, Zweitem Weltkrieg und Frieden? Und welchen Platz nahmen sie zwischen Seelsorge und Politik im komplexen Verhältnis von Besatzern und Besetzten ein? Am Beispiel des Erzbistums Freiburg rückt Johannes Kuber erstmals auf breiter Quellenbasis die Priester vor Ort als Akteure in den Fokus. Er analysiert die Strategien und Exklusionsmechanismen, mit denen die Pfarrer – etwa als Reaktion auf die Vergewaltigungen deutscher Frauen durch alliierte Soldaten – ihre Gemeinden und ihre eigene Stellung zu stabilisieren versuchten, und geht dabei auch auf den bis heute umstrittenen Freiburger Erzbischof Conrad Gröber ein.
Besprochen in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 11 (2025), Olaf Blaschke
Contents:
Cover
Inhalt
Vorwort
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.1.1 Handlungs‐ und Diskursfelder
(A) Seelsorge und kirchliches Leben
(B) Nationalsozialismus und Krieg
(C) Besatzung und Besatzer
(D) Ortsbevölkerung und ›Fremde‹
(E) Gesellschaft und Politik
1.1.2 Untersuchungsraum
1.1.3 Untersuchungszeitraum
1.2 Forschungsstand
1.2.1 Kriegsende
1.2.2 Frühe Nachkriegszeit
1.2.3 Katholische Kirche im Nationalsozialismus
1.2.4 Katholische Kirche im Zweiten Weltkrieg
1.2.5 Katholische Kirche in der frühen Nachkriegszeit
1.3 Die ›Kriegsberichte‹ des Freiburger Diözesanklerus
1.3.1 Hintergründe der Berichterstattung
1.3.2 Statistische Auswertung
1.3.3 Quellenwert
1.4 Weitere Quellen
1.4.1 Quellen katholischer Provenienz
1.4.2 Quellen nicht katholischer Provenienz
1.5 Gliederung der Arbeit
1.6 Redaktioneller Hinweis des Verfassers
2 Grundlagen
2.1 Schauplatz
2.1.1 Entstehung und Territorium
2.1.2 Kirchenpolitische Entwicklung
2.1.3 Bistumsleitung und ‑verwaltung
2.1.4 Sozialstruktur und konfessionelle Verhältnisse
2.1.5 Glaubenspraxis
2.1.6 Katholisches Milieu?
2.1.7 Zwischenfazit
2.2 Protagonisten
2.2.1 Demografische Einordnung
2.2.2 Beruf(ung)
2.2.3 Priesterideal und gesellschaftliche Stellung
2.2.4 Privatleben
2.2.5 Wertvorstellungen und Politik
2.2.6 Der katholische Pfarrklerus als homogenes Kollektiv
2.2.7 Zwischenfazit
3 Vorgeschichte
3.1 Ablehnung des Nationalsozialismus vor 1933
3.2 Annäherung 1933
3.2.1 Besitzstandwahrung und ideologische Schnittmengen
3.2.2 Erzbischof Gröber als ›Brückenbauer‹
3.2.3 Staatsloyaler Pfarrklerus
3.3 Konflikt und Distanzierung
3.3.1 Kirchliche Ernüchterung und Distanzierung
3.3.2 Nationalsozialistische Angriffe auf den Pfarrklerus.
3.4 NS‑Verbrechen und katholische Kirche
3.4.1 ›Rassenhygiene‹
3.4.2 Antisemitismus und Judenverfolgung
3.4.3 Zwangsarbeit
3.4.4 Widerstand?
3.5 Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Stellung des Pfarrklerus
3.6 Zwischenfazit
4 Der katholische Klerus im Krieg
4.1 1939-1944
4.1.1 Auswirkungen des Krieges auf die Seelsorge
4.1.2 (Bischöfliche) Kriegstheologie: Deutungsmuster zu Krieg und Tod
4.1.3 Soldatenseelsorge: Briefe an die Front
4.1.4 Kriegsseelsorge in der Pfarrei
4.1.5 Der kirchliche Beitrag zum deutschen Kampfgeist
4.2 Luftkrieg an der ›Heimatfront‹ (1944/45)
4.2.1 Kontinuität erhalten: Alltägliche Seelsorge im Ausnahmezustand
4.2.2 Sinn stiften: Deutungsmuster zum Luftkrieg
4.2.3 Zuflucht bieten, Bindungen stärken: Intensivierung kriegsbedingter religiöser Angebote
4.2.4 Zusatzaufgabe Evakuiertenseelsorge
4.2.4.1 Evakuierungen ins Erzbistum Freiburg
4.2.4.2 Evakuierungen aus Gemeinden des Erzbistums Freiburg
4.2.5 Zusatzaufgabe Krisenmanagement
4.2.6 Religiöse vs. karitative Seelsorge: Schwerpunksetzungen in Theorie und Praxis
4.3 Auswirkungen des (Luft‑)Krieges auf die Stellung des Pfarrklerus
4.4 Zwischenfazit
5 Die Pfarrei wird besetzt
5.1 Das Kriegsende im Erzbistum Freiburg
5.2 Die Darstellung der eigenen Rolle in den Kriegsberichten des Freiburger Diözesanklerus
5.2.1 Ortsräumungen
5.2.2 Ortsverteidigung
5.2.3 Niemandszeit
5.2.4 Endphaseverbrechen
5.2.5 Besetzung und Ortsübergabe
5.3 Kontinuität des kirchlichen Lebens bei Kriegsende
5.4 Zwischenfazit
6 Sonderstellung auf Zeit
6.1 Ausgangslage
6.2 Deutungsmuster
6.2.1 Nationalsozialistische Ideologie
6.2.2 Nationalsozialistische Verbrechen
6.2.3 Nationalsozialistischer Krieg
6.2.4 Schulddiskurs
6.2.5 Katholische Kirche im Nationalsozialismus.
6.2.6 Selbstverortung
6.2.6.1 Erzbischof Gröber: »Feind des Nationalsozialismus«?
6.2.6.2 Priester: Den Nazis gerade noch entkommene Rufer in der Wüste?
6.2.6.3 Die Kritik der ›KZ‐Priester‹
6.2.7 Semantische und ideologische Schnittmengen
6.2.7.1 NS‑Vokabular
6.2.7.2 Antisemitische Denkmuster
6.2.8 Deutsche Niederlage und alliierte Besetzung
6.2.9 Zwischenfazit
6.3 Herausforderungen und Hoffnungen
6.3.1 Alliierte Kirchenpolitik
6.3.1.1 Amerikanische Kirchenpolitik
6.3.1.2 Französische Kirchenpolitik
6.3.2 Religiöser Frühling?
6.3.3 Rechristianisierungs‐Hoffnungen
6.3.4 Inszenierter Triumph
6.3.4.1 Kirche als »Fels im brandenden Meer«
6.3.4.2 Prozessionen als performative Akte
6.3.5 Bestandsaufnahme der Kriegsschäden
6.3.5.1 Materielle und bauliche Mangelerscheinungen
6.3.5.2 Personalnot: Priestermangel
6.3.5.3 Erhöhte Arbeitslast
6.3.5.4 Psychische Folgeschäden von Nationalsozialismus und Krieg
6.3.6 Herausforderungen in der Nachkriegs‐Seelsorge
6.3.6.1 Vereinsarbeit
6.3.6.2 Jugendarbeit und Religionsunterricht
6.3.6.3 Pfarrbüchereien und Pfarrbriefe
6.3.6.4 Abwehr religiöser Konkurrenz
6.3.6.5 »Lehrjahre der Ökumene«?
6.3.6.6 »Geistige Entnazifizierung« und »Heimkehrerseelsorge«
6.3.7 Zwischenfazit
6.4 Conrad Gröber in der Besatzungsgesellschaft
6.4.1 Der Erzbischof als Ansprechpartner der Besatzer
6.4.2 Der Erzbischof als Fürsprecher der Besetzten
6.4.3 Zwischenfazit
6.5 Zwischen Kooperation und Konflikt
6.5.1 Lokale Umsetzung der alliierten Kirchenpolitik
6.5.1.1 Respekt vor Klerus und Pfarrhaus
6.5.1.2 Religionsfreiheit
6.5.2 Rollen der Priester in der Interaktion mit den Besatzern
6.5.2.1 Informanten
6.5.2.2 Berater in Personalfragen - und Interims‐Bürgermeister
6.5.2.3 Multiplikatoren
6.5.2.4 Mediatoren.
6.5.3 Priesterliche agency
6.5.3.1 Selbstdarstellung und Selbstbewusstsein
6.5.3.2 Konflikte
6.5.4 Wahrnehmungsmuster: Französische und amerikanische Besatzer in der Bewertung des Klerus
6.5.4.1 Übergriffe der Besatzer
6.5.4.2 Nationale Stereotype
6.5.4.3 Rassistische Stereotype
6.5.4.4 Religiosität als verbindendes Element
6.5.4.5 Mangelnde Religiosität und moralische Distinktion
6.5.5 Zwischenfazit
6.6 »Vater aller Bedrängten«?
6.6.1 Unterstützung in existenzieller Not
6.6.1.1 Protest gegen Ablieferungspflichten
6.6.1.2 Karitatives Engagement
6.6.1.3 Flüchtlinge und Vertriebene
6.6.2 Fürsprache auch für Nazis? Der Klerus und die Entnazifizierung
6.6.2.1 Ablehnende Haltung gegenüber Parteileuten
6.6.2.2 Unterstützung von Parteileuten
6.6.2.3 Motive der klerikalen Unterstützung NS‑Belasteter
6.6.2.4 Priesterliche Gratwanderungen
6.6.3 Religiöse und praktische Internierten‐Seelsorge
6.6.3.1 Religiöse Seelsorge
6.6.3.2 Nachrichtenübermittlung
6.6.3.3 Karitative Hilfe
6.6.3.4 Bemühung um Freilassung
6.6.4 Einsatz für Kriegsgefangene
6.6.5 Abkühlung des Verhältnisses zu den Besatzern
6.6.6 Strategische Seelsorge?
6.6.7 Grenzen pastoraler Solidarität
6.6.7.1 Evakuierte
6.6.7.2 Displaced Persons
6.6.8 Zwischenfazit
6.7 Sexualisierte Gewalt bei Kriegsende und die Reaktionen des Klerus als Spiegel misogyner und rassistischer Denkmuster
6.7.1 Sexualisierte Gewalt bei Kriegsende
6.7.1.1 Forschungsstand
6.7.1.2 Die Kriegsberichte der Freiburger Diözesanpriester als Quelle zur Untersuchung sexualisierter Gewalt
6.7.1.3 Vergewaltigungen im Erzbistum Freiburg
6.7.1.4 Reaktionen des Klerus
6.7.2 Wahrnehmung der (mutmaßlichen) Täter
6.7.2.1 Einseitige Schuldzuweisungen
6.7.2.2 Rassistische Vorstellungswelten.
6.7.2.3 Abgrenzungs‐ und Bewältigungsmechanismen
6.7.3 Wahrnehmung der betroffenen Frauen
6.7.3.1 Empathie
6.7.3.2 Sachlichkeit oder Bagatellisierung?
6.7.3.3 Victim blaming
6.7.4 Frauenbild und Sittlichkeitsvorstellungen
6.7.4.1 Konzept der ›Sittlichkeit‹
6.7.4.2 Katholisches Frauen‐ und Familienbild
6.7.4.3 Die Frau als Risikofaktor »sittliche[r] Verwilderung« in der Besatzungszeit
6.7.4.4 Fraternisierung als moralisches Skandalon und nationale Demütigung
6.7.4.5 Sittenverfall als Importgut
6.7.5 Zwischenfazit
6.8 Die Priester und die Politik
6.8.1 Kommunismus als das Thema politischer Diskussionen im Pfarrklerus
6.8.1.1 Antikommunismus als treibende Kraft
6.8.1.2 Diskussionen um einen christlichen Sozialismus
6.8.2 Politisches Handeln im Pfarrklerus
6.8.2.1 Übergangslösungen: Politische Einfluss‐ und Ämterübernahme in der Phase des ›Vakuums‹
6.8.2.2 Todtnauberg: Ein Pfarrer spaltet das Dorf
6.8.2.3 Nachkriegsnormalität: Abschied vom politischen Klerus?
6.8.2.4 Politische Einflussnahme durch Erzbischof Gröber
6.8.2.5 Theoretische Diskussionen im Pfarrklerus: Balanceakt zwischen Zurückhaltung und Einflussnahme
6.8.2.6 Praktische Umsetzung: Politisches Engagement hinter den Kulissen - und auf der Kanzel (?)
6.8.3 Zwischenfazit
7 Schlussbetrachtung
7.1 Stellung und Statusverlust
7.2 Selbstverständnis und ‑positionierung
7.2.1 Ausnahmestellung und lokaler Führungsanspruch vor und nach Kriegsende
7.2.2 Klerikale Leitlinien und Handlungsspielräume
7.2.3 Erzbischof Conrad Gröber
7.3 Das Eigene und das Fremde
7.3.1 Stilisierung der klerikalen Marginalisierungserfahrung
7.3.2 Exklusionsmechanismen
7.4 Ausblick
7.4.1 Temporäre Stabilisierung des priesterlichen Status
7.4.2 Katholische Kirche in der frühen Bundesrepublik
7.4.3 Klerus in der Krise.
7.5 Perspektiven.
ISBN:
9783839475744
3839475740
OCLC:
1499718769

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