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Freundschaft Oder »amitié«? : Ein Politisch-Soziales Konzept der Vormoderne Im Zwischensprachlichen Vergleich (15. -17. Jahrhundert).

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Format:
Book
Contributor:
Oschema, Klaus, editor.
Series:
Zeitschrift für historische Forschung. Beiheft ; 40.
Zeitschrift für historische Forschung. Beiheft ; 40
Language:
German
Subjects (All):
Friendship--Sociological aspects--Congresses.
Friendship.
Friendship--History--Congresses.
Physical Description:
1 online resource (220 pages) : illustrations, maps.
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Berlin : Duncker & Humblot, [2007]
Summary:
Die Freundschaft gilt der internationalen Mediävistik wie der Neuzeitforschung als zentrales Medium der gesellschaftlichen Organisation in innen- wie in außenpolitischer Perspektive. Trotz des gemeinsamen Interesses an diesem Gegenstand unterscheiden sich aber die Zugänge der historischen Disziplinen wie der verschiedenen nationalen Wissenschaftskulturen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes wollen zu einer Diskussion über die Epochengrenze, aber auch über die Sprachgrenze zwischen der deutschen und französischen Forschung hinweg anregen.Im Zentrum steht dabei die politische Dimension der Freundschaft, in der personale und herrschaftliche Mechanismen verschmelzen. Je nach Fokussierung kann die Freundschaft damit als Bezeichnung für klientelartige Beziehungen erscheinen, aber auch als Ausdruck eines Ideals politisch-sozialer Bindung, das stark mit Wertvorstellungen aufgeladen ist.Die Kontrastierung französischer und deutscher Beispiele verdeutlicht, wie die Freundschaftsterminologie über die Sprachgrenzen hinweg für politische Einungen und rechtliche Ausgleichsprozesse genutzt werden konnte. Zugleich zeigt der Blick auf die Eidgenossenschaft, wie die Bezugnahme auf dieses Ideal politischen und sozialen Ausgleichs im zeitlichen Verlauf variierte.Im weiteren räumlichen Rahmen lässt sich dabei keine eindeutige Zäsur an der etablierten Epochengrenze feststellen: Gerade in den französischen Religionskriegen des 16. Jahrhunderts erlebt die Freundschaft als Medium der Friedensstiftung zwischen den Konfessionen eine Phase der Konjunktur. Ab dem späten Mittelalter tritt ihr jedoch die Neutralität als neue Kategorie befriedeter Beziehungen an die Seite.
Contents:
Intro
Inhalt
Klaus Oschema: Einführung
Klaus van Eickels: Freundschaft im (spät)mittelalterlichen Europa: Traditionen, Befunde und Perspektiven
I. Die Semantik personaler Bindungen im Mittelalter
II. Die soziale und politische Funktion des Freundschaftsdiskurses
1. L'amour du roi und die aequalitas amicorum: Freundschaft als sozialer Raum rangfreier Kommunikation in der agonalen Ranggesellschaft des mittelalterlichen Adels
2. Freund oder Gefährte? Freundschaft als Friedenssicherung vs. Freundschaft als Aktionsgemeinschaft (negative und positive Konzeptualisierungen der Treue unter Freunden)
3. Christliche Tugend oder systemfremdes Element in Kirche und Kloster: Freundschaft (auch) eine Lebensform für Kleriker und Mönche?
III. Was uns vom Mittelalter trennt: Wandlungen des Freundschaftsdiskurses in der Neuzeit
Résumé français
Claudia Garnier: Politik und Freundschaft im spätmittelalterlichen Reich
I. Freundschaft als politische und soziale Praxis
II. Freundschaft als Bündnispartnerschaft
III. Freundschaft und Verwandtschaft
IV. Feindschaft als Auslöser und Bedrohung der amicitia
V. Ergebnisse
Nicolas Offenstadt: Freundschaft, Liebe und Friede im Krieg (Frankreich, 14.-15. Jahrhundert)
I. Eine originelle Rechtfertigung
II. Ein institutioneller Zustand
1. Eine Übereinkunft
2. Ein dauerhafter Zustand
III. Freundschaft im öffentlichen Raum
Klaus Oschema: Auf dem Weg zur Neutralität: Eine neue Kategorie politischen Handelns im spätmittelalterlichen Frankreich
I. Der juristische Blick auf die Neutralität
II. Begriff und ethische Dimension
III. Auf dem Weg zur neutralité
IV. Neutralität als „bürgerliches" Konzept?
V. Freundschaft und Neutralität - Schlussgedanken
Résumé français.
Jérémie Foa: Gebrauchsformen der Freundschaft. Freundschaftsverträge und Gehorsamseide zu Beginn der Religionskriege
I. Die Zeit der Verträge
II. „Oh meine Freunde, es gibt keinen Freund!
III. Verteidigung gegen den Feind
IV. Die Pflichten der Freundschaft
V. „Die Verbindung wurde nicht geknüpft...
VI. Die Freundschaft als „Parade
VII. Der Ursprung des Diskurses
Andrea Iseli: Freundschaft als konstitutives Element in der Theorie des frühneuzeitlichen Staates - eine Spurensuche
I. Jean Bodins Konzept der Freundschaft
II. Was hält eine staatliche Gemeinschaft im Innern zusammen?
1. Althusius
2. Pufendorf
3. Rousseau
III. Die Bedeutung der Freundschaft für die Außenbeziehungen
IV. Die Bedeutung der Freundschaft für die häusliche Gemeinschaft
Michael Jucker: Und willst du nicht mein Bruder sein, so ... Freundschaft als politisches Medium in Bündnissen und Korrespondenzen der Eidgenossenschaft (1291-1501)
I. Freunde und Bündnisse
II. Begriffe und Zukunftsversprechen
III. Freundschaft-Feindschaft und Asymmetrie
IV. Freundschaft in Briefen
V. Freunde und Brüder: Einblicke und Ausblicke
Andreas Würgler: Freunde, amis, amici. Freundschaft in Politik und Diplomatie der frühneuzeitlichen Eidgenossenschaft
I. „Freundschaft" und Friede: die Außenbeziehungen
II. Diplomaten und ihre „Freunde in den Kantonen
III. „Freund - eidgenössisch
IV. Fazit
Autorinnen und Autoren
Thomas Schwitter: Personen- und Ortsregister.
Notes:
Papers from an international conference held in May 2005 at the Universität Bern.
Includes bibliographical references and index.
Description based on print version record.
ISBN:
3-428-52630-9
OCLC:
1108564474

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