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Thirdspace in Assyrien und Urartu : Eine Archäologie der Sinne und Subalternität in der Eisenzeit in Nordmesopotamien / Vera Egbers.

Ebook Central Academic Complete Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Egbers, Vera, author.
Language:
German
Subjects (All):
Social history--To 500.
Social history.
Marginality, Social--Assyria.
Marginality, Social.
Urartians--Psychology.
Urartians.
Deportees--Psychology.
Deportees.
Prisoners of war--Psychology.
Prisoners of war.
Urartians--Antiquities.
Assyria--Antiquities.
Assyria.
Physical Description:
1 online resource (338 pages)
Edition:
First edition.
Place of Publication:
Leiden : Sidestone Press, [2023]
Summary:
Wie lässt sich Subalternität in der Vergangenheit untersuchen, wenn heute fast ausschließlich Hinterlassenschaften der Eliten erhalten sind? Warum lohnt sich eine solche Untersuchung und wo führt sie hin? Diesen Fragen wird in dem vorliegenden Buch über die Beziehung von Assyrien und Urartu im eisenzeitlichen Nordmesopotamien (ca. 9. bis 7. Jh. v.u.Z.) nachgegangen. Denn zwischen den kriegerischen Nachbarn gab es eine Vielzahl Deportierter und Kriegsgefangener, deren Erfahrungen und Leben in der Forschung bisher wenig Beachtung fanden. Dabei konnten postmoderne und postkoloniale Denker:innen aus Literaturwissenschaften, Humangeographie oder Soziologie unlängst darlegen, dass historisch oft gerade diese ausgegrenzten, vergessenen gesellschaftlichen Gruppen zum Motor von Veränderung werden.Dieses Buch reiht sich ein in einen interdisziplinären Diskurs über Subjektivierung, Produktion von (sozialem) Raum, Subalternität und Habitus, und integriert diese Konzepte in die Archäologie Westasiens. Dabei werden verschiedene Orte mittels Methoden aus dem Feld der ,,Archäologie der Sinne" quantitativ und qualitativ untersucht, um auf die Grundzüge der sinnlichen Organisation Urartus und Assyriens zu schließen. Die Gegenüberstellung der so rekonstruierten sensorischen Welten geschieht vor dem Hintergrund der Frage, wie Deportierte und Kriegsgefangene nach ihrer Verschleppung die neue Umgebung wahrnahmen. Welche Auswirkungen hatte dieser abrupte Wandel der Lebensverhältnisse durch Gefangenschaft und Zwangsumsiedlung? Wie wurden die neuen, subalternen Subjektpositionen nonverbal mittels räumlicher Ordnung kommuniziert und evoziert - und gab es Stellen, an denen es durch Irritation, Missverständnis und ungeplantes Verhalten zu niedrigschwelliger Subversion kam?.
Contents:
Intro
Danksagung
Abbildungsverzeichnis
Exkursverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Zur Gliederung der Arbeit
1.1.1 Theorie, Raum und kollektive Identitäten
1.1.2 Relevanz der Arbeit
Theoretische Grundlegung
2.1 Raumtheorie, marxistisch und postmodern
2.1.1 Henri Lefebvre: La production de l'espace
2.4 Überleitung
2.3 Das ästhetische Regime
2.2 Zu Subjekten und räumlichem Habitus
2.2.1 Räumlicher Habitus
2.2.2 Subjekt und Subjektivierung
2.2.2.1 Subalternität
2.1.1.1 Worum es geht
2.1.1.2 Kritik
2.1.2 Edward Soja: Thirdspace
Methodik
3.3 Fazit und Überleitung
3.2 Zusammenführung: Thirdspace, Subalternität und Wahrnehmung
3.2.1 Methodisches Vorgehen in dieser Arbeit
3.1 Grundzüge und Möglichkeiten einer Archäologie der Sinne
3.1.1 Die Sinne in welchem Sinne? Beschreibung der Sinne und ihrer bisherigen Erforschung
3.1.2 Bisherige Arbeiten einer Archäologie der Sinne für Assyrien und Urartu
Analyse: Biainili-Urartu
4.1 Einführung: Biainili-Urartu
4.1.1 Kurzer historischer Überblick
4.3 Synthese: Dimensionen eines urartäischen Raumhabitus
4.2 Urartu: Analyse von Ayanis und Bastam
4.2.1 Rusahinili Eiduru-kai (heutiges Ayanis)
4.2.1.1 Landschaft und Unterstadt
4.2.1.2 Befestigungsmauern und Tor der Festung
4.2.1.3 Baukomplexe der Festung und deren spezifische Charakteristika
4.2.2 Rusai-URU.TUR (heutiges Bastam)
4.2.2.1 Landschaft und Unterstadt
4.2.2.2 Befestigungsmauern und Tore der Festung
4.2.2.3 Festungsstrukturen und deren spezifische Charakteristika
4.1.1.1 Das Ende Urartus
4.1.2 (Anstelle einer) Forschungsgeschichte
4.1.3 Zur Landschaft und Architektur Urartus
4.1.3.1 Festungsanlagen
4.1.3.2 Paläste &amp
Residenzgebäude
4.1.3.3 Tempel &amp
religiöse Bauwerke.
4.1.3.4 Wohnhäuser und (Unter)Städte
4.1.3.5 Wasserbauten, Gärten, Landwirtschaft
4.1.3.6 Felsenkammern und Gräber
4.1.3.7 Straßen
4.1.3.8 Möbel und Dekor
Analyse: Assyrien
5.1 Einführung: Assyrien
5.1.1 (Konventioneller) Historischer Überblick
5.1.1.1 Anfänge
5.3 Synthese: Dimensionen eines assyrischen Raumhabitus
5.2 Assyrien: Analyse von Dur Šarukkin und Tušhan
5.2.1 Dur Šarukkin (heutiges Khorsabad)
5.2.1.1 Landschaft, Unterstadt und Palast F („Militärpalast")
5.2.1.2 Die Zitadelle
5.2.1.3 Spezifische Baukomplexe der Zitadelle und deren Charakteristika
5.2.2 Tušhan (heutiges Ziyaret Tepe)
5.2.2.1 Landschaft und Unterstadt
5.2.2.2 Die Zitadelle
5.1.1.2 Veränderungen ab Tiglatpilesar III und Deportationspolitik
5.1.1.3 Das „Land Assur" und die assyrische Gesellschaft
5.1.1.4 Territorial- oder Netzwerkreich? Organisation des Imperiums
5.1.1.5 Das Ende Assyriens
5.1.2 Landschaft und Architektur Assyriens
5.1.2.1 Paläste
5.1.2.2 Tempel und Zikkurat
5.1.2.3 Reliefs
5.1.2.4 Wohnhäuser und (Unter)Städte
5.1.2.5 Wasserbauten und Gärten
5.1.2.6 Begräbnisse
5.1.2.7 Straßen
Gegenüberstellung
6.1 Gegenüberstellung Urartus und Assyriens
6.2 Thirdspace in den ästhetischen Regimen
6.3 Fazit
6.2.1 Zeitliches Regime
6.2.1.1 Raumrhythmisierung und Warten
6.2.1.2 Liminalität und Tastsinn
6.2.2 Repräsentatives Regime
6.2.2.1 (Sicht-) Distanzen
6.2.2.2 Standardisierung und Homogenität
6.2.3 Körperlich-emotionales Regime
6.2.3.1 Olfaktorik, Gustatorik, Akustik
6.2.3.2 Hörbarkeiten und Taktilität
6.2.4 Sichtbarkeitsregime
6.2.4.1 Vertikalität - Horizontalität
6.2.4.2 Übernatürliches
Schlussbetrachtungen
7.1 Zusammenfassung und Fazit
7.2 Ausblick
Literatur.
Abbildung 1.1. Umzeichnung von auf einem der Bronzereliefs der assyrischen „Balawat-Tore" dargestellten urartäischen Kriegsgefangenen (erkennbar an den Helmen
Schachner 2007, Abb. 136, Ib.38-45, Zeichnung von Cornelie Wolff). Deportierte Frauen, Kinder u
Abbildung 2.1. Modi in der Produktion von Raum nach Lefebvre
Abbildung 2.2. Die elementaren Strukturen von agency im Verhältnis von Körper und Welt (nach Csordas 2015, Abb. 1)
Abbildung 3.1. Detail der Zitadelle in Khorsabad mit Sichtbereichanalyse (a = 60°
b = 90° und c = längste axiale Linie
McMahon 2013, Abb. 4)
Abbildung 3.2. „Gartenszene" des Assurbanipal, Raum S1 des Nord-Palastes in Ninive (um 645 v.u.Z.
© The Trustees of the British Museum)
Abbildung 3.3. Ausschnitt der Darstellung auf einem urartäischen Helm aus Karmir Blur
laut Inschrift ein Geschenk König Argištis (I) an den Gott Haldi (ca. 786-764 v.u.Z.
heute im History Museum of Armenia, Yerevan
Foto von Evgeny Genkin, CC BY-SA, Rep
Abbildung 3.4. Teilvergoldeter Metalleimer aus Urartu (Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, Sammlung Ebnöther, Inventarnr. Eb33283.01
Provenienz unbekannt)
Abbildung 3.5. Bronze- und Eisenglöckchen aus Urartu (8,7 × 5,6 × 5,6 cm) mit Inschrift: „Aus dem Arsenal von König Argišti" (ca. 789-766 v.u.Z.
The Metropolitan Museum of Art, New York, Accession Number: 1977.186, Provenienz unbekannt)
Abbildung 3.7. Der Sonnenstand (a) wird angegeben durch den Winkel, in dem die Sonnenstrahlen vertikal auf die Oberfläche treffen. Der Sonnenazimut (b) beschreibt die Position der Sonne relativ zu Norden und damit die Richtung aus welcher die Sonnenstrahl
Abbildung 3.6. Grundlagen zur Berechnung des Schattenwurfs von Gebäuden: (a) Grundlegende Geometrie
(b) Analog mit Gebäude
(c) Schattenwurf von „X" in grau (nach Shepperson 2017, Abb. 2.3-5).
Abbildung 3.8. Wichtige urartäische und assyrische Orte in Nordmesopotamien (Grundkarte: https://www.openstreetmap.org/copyright)
Abbildung 4.1. Festungsdarstellungen auf urartäischen Bronzegürteln (Seidl 2004, Detail aus Abb. 104)
Abbildung 4.2. Beispiel einer kleineren „Fluchtburg": Qale Siah, Iran (Kleiss 1973, Abb. 3)
Abbildung 4.3. Vergleich der Maße des urartäischen Turmtempels mit Tabelle 4.2 (nach Tanyeri-Erdemir 2007, Tab. 2)
Abbildung 4.4. Foto der südlichen Burgmauer von Ayanis (Foto: V. Egbers)
Abbildung 4.5. Bronzemodell einer urartäischen Festung aus Toprakkale (© The Trustees of the British Museum)
Abbildung 4.6. Umzeichnung eines urartäischen Bronzegürtelfragments mit Festungsdarstellung. Es werden sowohl runde als auch eckige Türrahmen dargestellt (Seidl 2004, Abb. 104, sm-36
Abbildung 4.7. (a) Rekonstruktion des Tempels in Çavuştepe nach der Darstellung auf dem Musasir Relief (oben) und nach dem Grundplan (unten) (Köroğlu 2011: Abb. 12 a und b, angefertigt von Serap Kuşu)
Abbildung 4.8. Rekonstruktion und Pläne urartäischer Turmtempel (Kleiss, 1976: Abb. 27
verwendet mit Genehmigung)
Abbildung 4.9. Urartäische Hausarchitektur aus Ayanis, Argištihinili, Bastam und Karmir Blur (nach Stone 2012, Abb. 06.01)
Abbildung 4.10. Grundplan eines Hauses in Yoncatepe (Level II, nach Köroğlu 2009, Abb. 2)
Abbildung 4.11. Foto einer sog. rotpolierten Torpakkale-Keramik aus Erebuni/Arin Berd (Foto von Evgeny Genkin
Erebuni Museum, Yerevan, CC BY-SA, Reprinted from Wikimedia Commons)
Abbildung 4.13. Zusammengefügtes Foto des Inneren eines urartäischen Grabes mit mehreren Kammern in Palu (Grabkammer Palu II, vgl. Köroğlu 2011, Abb. 17
Foto: V. Egbers)
Abbildung 4.12. Zeichnung der Felsgrabkammer in Altintepe (Kleiss 1976, Abb. 33).
Abbildung 4.14. Ausschnitt der Umzeichnungen von urartäischen Bronzegürteln (zw. 6-8 cm breit
Zg. Arch. Staatsslg. München
Seidl 2004, Abb. 102, unterer Teil)
Abbildung 4.15. Foto des Burgberges in Ayanis von Nordost (Güney Tepe) und Umgebung (der Süphan Berg verschwindet im Dunst
Abbildung 4.16. Blick von der Zitadelle in Ayanis über den Van-See auf den Süphan Dağı (urart. Eiduru
Abbildung 4.17. Gebäude 1, 3 und 15 vom Güney Tepe, Ayanis (nach Stone 2012, 95, Abb. 06.06)
Abbildung 4.18. Blick vom Güney Tepe auf den Festungsbereich (Foto: V. Egbers)
Abbildung 4.19. Übersicht über die Zitadelle von Ayanis (von V. Egbers nach Plänen aus verschiedenen Grabungspublikationen, insb. in Çilingiroğlu - Salvini 2001)
Abbildung 4.20. Foto des Tors zur Festung von Ayanis (Foto: V. Egbers)
Abbildung 4.21. Plan des Festungstors in Ayanis (Çilingiroğlu - Salvini 2001, Abb. 14)
Abbildung 4.22. Rekonstruktion des Ostsektors in Ayanis (Baştürk 2012, Abb. 32)
Abbildung 4.23. Die Wandbemalung der Pfeilerhalle im östlichen Bereich der Festung: (a) Fragmente der Wandbemalung, (b) Rekonstruktion des Inneren (Baştürk 2012, Abb. 18)
Abbildung 4.24. Vorhalle mit Podest: Überreste der blauen Wandfarbe (Nordwestecke
Abbildung 4.25. Alabasterplatten neben dem Podest der Vorhalle (Foto: V. Egbers)
Abbildung 4.26. Blick von Süd-West auf den Vorbereich des susi-Tempels sowie das moderne Schutzdach des Tempels (Foto: V. Egbers)
Abbildung 4.27. Blick vom Eingang des susi-Tempels auf den Tempelvorhof (Foto: V. Egbers)
Abbildung 4.28. Tempelareal des Turmtempels in Ayanis (nach Çilingiroğlu - Salvini 2001, Abb. 26, mit Ergänzung aus Işıklı 2017, Abb. 6‑7).
Abbildung 4.29. Rekonstruktion der Grundmauern des Turmtempels in Ayanis von A. Batmaz (dritter Eingang und Beschriftung von Autorin eingefügt).
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
Description based on print version record.
Other Format:
Print version: Egbers, Vera Thirdspace in Assyrien und Urartu
ISBN:
9789464280562

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