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Wissen im Fluss Der lateinamerikanische Staudammbau im 20. Jahrhundert als globale Wissensgeschichte Frederik Schulze

Ebook Central Academic Complete Available online

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Format:
Book
Thesis/Dissertation
Author/Creator:
Schulze, Frederik, Author.
Series:
Geschichte der technischen Kultur ; Volume 15.
Geschichte der technischen Kultur 15
Language:
German
Subjects (All):
Brasilien.
Venezuela.
Mexiko.
Uruguay.
Wasserbau.
Wissen.
Wasserkraft.
Entwicklungspolitik.
Umwelt.
Indigene.
Brazil.
Mexico.
hydraulic engineering.
knowledge.
hydropower.
environment.
indigenous people.
development policy.
Local Subjects:
Brasilien.
Venezuela.
Mexiko.
Uruguay.
Wasserbau.
Wissen.
Wasserkraft.
Entwicklungspolitik.
Umwelt.
Indigene.
Brazil.
Mexico.
hydraulic engineering.
knowledge.
hydropower.
environment.
indigenous people.
development policy.
Physical Description:
1 online resource (563 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Paderborn Brill | Schöningh 2022
Biography/History:
Frederik Schulze hat an der Freien Universität Berlin über die Geschichte der deutschen Einwanderung nach Brasilien promoviert und sich an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zur Geschichte des lateinamerikanischen Staudammbaus habilitiert. Nach Stationen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den genannten Universitäten vertritt er gegenwärtig die Professur für Ibero-Amerikanische Geschichte an der Universität Bielefeld.
Summary:
Lateinamerika avancierte im 20. Jahrhundert zu einem wichtigen Hotspot des weltweiten Staudammbaus. Anhand von Beispielen aus Brasilien, Mexiko, Venezuela und Uruguay wird gezeigt, dass viele Länder der Region Wissenszentren aus einheimischen Ingenieuren, Firmen und Behörden aufbauten, die ab den 1960er Jahren die damals weltweit größten Talsperren errichteten, darunter den venezolanischen Guri-Damm und den brasilianischen Tucuruí-Damm. Die neu formierten technischen Eliten konnten mit ihren Wissensbeständen globale Machtverhältnisse herausfordern, vor allem die Technologieabhängigkeit zum globalen Norden. Talsperren waren in entwicklungspolitische Vorstellungen eingebunden und sollten wirtschaftliches Wachstum entfachen. Die ambivalenten Erfahrungen Lateinamerikas mit dieser Entwicklungspolitik, aber auch mit Umweltzerstörung und zivilgesellschaftlichem Widerstand trugen zur sich global ändernden Wahrnehmung von Talsperren bei.
Contents:
Intro
Inhalt
Danksagung
Abku¨rzungen
Einleitung
Fragestellung
Forschungsstand
Argument: eine multiskalare Wissensgeschichte des Materiellen
Methodik, Quellen und Gliederung
Kapitel 1 Der Beginn: Rinco´n del Bonete, Uruguay (1904-1948)
1.1 Planen: Uruguayische Ingenieure und die Formierung des Staudammwissens (1904-1934)
1.1.1 Wasserkraft in Uruguay. Die Geburt einer Idee
1.1.2 Auf der Suche nach Wasserbauexperten
1.1.3 Wissenstransfer und Aushandlung: der Entwurf zu Rinco´n del Bonete
1.2 Bauen: Uruguays Platz in der Weltordnung (1934-1948) 1.2.1 Uruguay schreibt einen Damm aus
1.2.2 Uruguay la¨sst einen Damm bauen
1.2.3 Emanzipation: Uruguay u¨bernimmt
1.3 Fazit: Lateinamerika und der Beginn des Staudammbaus
Kapitel 2 Flussbeckenentwicklung: der Presidente Miguel Alema´n-Damm, Mexiko (1944-1960)
2.1 Planen: Mexikanische Ingenieure und die Idee des Flussbeckens
2.1.1 US-amerikanische Verheißung: Stauda¨mme und Entwicklungspolitik am Beginn des Kalten Kriegs
2.1.2 Kooperation und Abgrenzung: Wasserbau in Mexiko bis 1960
2.1.3 Mexikos Flussbecken entwickeln: die Comisio´n del Papaloapan 2.2 Bauen: Die Grenzen des Wissens (1947-1960)
2.2.1 Der Presidente Miguel Alema´n-Damm: Wissen und Nicht-Wissen
2.2.2 Der Damm und das Kraftwerk: Fragmentierungen von Wissen
2.2.3 Der Damm und die Menschen: Paternalismus und interner Kolonialismus
2.3 Fazit: Lateinamerika und der Staudammbau der 1940er und 1950er Jahre
Kapitel 3 Industrialisieren: Guri, Venezuela (1949-1986)
3.1 Planen: Die Modernisierung Venezuelas
3.1.1 Wirtschaft und Kalter Krieg in Lateinamerika in den 1950er und 1960er Jahren: Modernisierungstheorie und Cepalismus 3.1.2 Venezuelas Modernisierungspolitik und Wasserbau bis 1959
3.1.3 Das Guayana-Projekt in den 1960er Jahren
3.2 Bauen: Die Emanzipierung der Peripherie
3.2.1 Herausgeforderte Hegemonie: Guris erste Bauphase (1963-1968)
3.2.2 Aneignung: Guri als Wissenslabor (1968-1978)
3.2.3 Ein neues Wissenszentrum: Guris zweite Bauphase (1978-1986)
3.3 Fazit: Da¨mme in Lateinamerika und die Entwicklungspolitik des Kalten Kriegs
Kapitel 4 Wendepunkt: Tucurui´, Brasilien (1973-1984)
4.1 Planen und Bauen: Gemeistertes Wissen
4.1.1 Entwicklungspolitik und Wasserbau in Brasilien bis 1964 4.1.2 Entwicklungspolitik und Wasserbau wa¨hrend der Milita¨rdiktatur
4.1.3 Der Tucurui´-Damm, ein Kulminationspunkt des brasilianischen Wissenszentrums fu¨r Wasserbau (1973-1984)
4.2 Scheitern: Probleme der Wissenspluralisierung
4.2.1 Soziales Wissen: Umsiedlung, Entscha¨digung und Widerstand
4.2.2 O¨kologisches Wissen: Stauda¨mme und Umwelt
4.2.3 Tucurui´, ein nationaler und globaler Wendepunkt
4.3 Fazit: Stauda¨mme in Lateinamerika seit den 1980er Jahren
Schluss
Abbildungs-, Karten- und Tabellenverzeichnis
Quellen- und Literaturverzeichnis
Archivmaterial.
Notes:
Habilitation Westfälische Wilhelms-Universität Münster 2021
Includes bibliographical references and sources.
Other Format:
Print version: Schulze, Frederik Wissen Im Fluss
ISBN:
9783657795369
3657795367
Publisher Number:
9783657795369

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