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Strategische Prozessführung Im Klagekollektiv : Über Die Bedeutung Kollektiver Mobilisierung Für Den Zugang Zu Recht.
- Format:
- Book
- Author/Creator:
- Hahn, Lisa.
- Series:
- Strategic Litigation Series
- Strategic Litigation Series ; v.4
- Language:
- German
- Physical Description:
- 1 online resource (614 pages)
- Edition:
- 1st ed.
- Place of Publication:
- Baden-Baden : Nomos Verlagsgesellschaft, 2024.
- Contents:
- Cover
- A. Einleitung: Ein neues Interesse am strategischen Gebrauch von Recht
- I. Problem: Individualisierung und Zugangshürden zu Recht
- II. Fragestellung und Beitrag: Strategische Prozessführung als Lösung?
- 1. Strategische Prozessführung konzeptualisieren
- 2. Mehr als kollektiver Rechtsschutz: Über Klagekollektive soziale Praktiken hinter Prozessen verstehen
- 3. Annäherung über den Zugang zu Recht
- III. Material und Zugriff
- 1. Rechtlich-normativ
- 2. Rechtssoziologisch
- 3. Rechtsvergleichend informiert
- IV. Gang der Argumentation
- B. Was ist strategische Prozessführung?
- I. Begriffsnäherung: Zwei Perspektiven auf strategische Prozessführung
- 1. Inhalt: Politik, Protest und Wandel durch Recht
- 2. Form: Methode, Art und Weise der Prozessführung
- 3. Offene Fragen
- II. Entwicklung strategischer Prozessführung in Deutschland und der Welt
- 1. USA
- a) Public Interest Litigation, Impact Litigation, Lawyering, Class Action
- b) Beispiele
- aa) Ein Modell für Prozessführung: Brown v. Board of Education
- (1) Besonderheiten der Prozessführung
- (2) Revolution oder leeres Versprechen?
- bb) Der Vorbildeffekt: Rechte nach dem Modell Brown einklagen
- (1) Organisiert gegen Diskriminierung von Frauen prozessieren
- (2) Ein ambivalenter Erfolg beim Abtreibungsrecht: Roe v. Wade
- cc) Konservative Gegenbewegungen: Overturning Roe v. Wade
- dd) Gegen Wirtschaftsregulierung klagen
- c) Zwischenfazit
- 2. Global und regional in Europa
- a) Strategic Human Rights Litigation, Strategic Lawsuits against Public Participation
- aa) Völkerrechtsverbrechen vor nationalen Gerichten aufarbeiten
- (1) Strafrechtliche Verantwortung
- (2) Zivilrechtliche Haftung
- bb) Europäische Gerichte mobilisieren
- (1) Europäische Gerichte als Motoren der Gleichstellung anrufen.
- (2) Klagen als Werkzeug der Kunststoff- und Tabakindustrie
- 3. Deutschland
- a) Präzedenz-, Muster- oder Pilotverfahren, politische Justiz und Anwaltschaft
- aa) Gleichheit erstreiten
- (1) Gleichberechtigung von Frauen und Männern
- (a) Der Weg zur juristischen Gleichheit
- (b) Tatsächliche Gleichberechtigung unter dem Grundgesetz
- (2) Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung
- (3) Recht gegen Rassismus
- (4) Antifeministische Rechtsmobilisierung
- bb) Umwelt-, Natur- und Klimaschutz
- (1) Klagerechte einfordern
- (2) Klimawandel vor Gericht
- (3) Gegenwind: Recht gegen die Energiewende mobilisieren
- cc) Wirtschaftliche Interessen, Versicherungs- und Steuerrecht
- III. Konzeptualisierung strategischer Prozessführung: Der kollektive Modus
- 1. Heterogene Inhalte und Begriffe im Wandel
- a) Begriffsdebatten als Spiegel umkämpfter Inhalte
- b) Schwierigkeiten einer rein inhaltlichen Näherung
- 2. Strategische Prozessführung als kollektiver Modus
- a) Charakteristika des Modus
- aa) Strategie
- bb) Taktik
- cc) Klagekollektiv
- (1) Fünf idealtypische Rollen
- (2) Erscheinungsformen und Genese
- b) Zusammenfassung in einer Definition strategischer Prozessführung
- 3. Bedeutung strategischer Prozessführung im Klagekollektiv für den Zugang zu Recht?
- C. Zugang zu Recht: Verfahrensgarantien und ihre Wirklichkeit
- I. Grund- und menschenrechtliche Anforderungen
- 1. Universelle Menschenrechte
- a) Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
- b) Menschenrechtskonventionen der Vereinten Nationen
- aa) Zugang als Rechtsstaatsfrage: Zivilpakt
- bb) Zugang als Gleichheitsfrage
- (1) Konvention gegen Rassismus
- (2) Frauenrechtskonvention
- (3) Kinderrechtskonvention
- (4) Behindertenrechtskonvention
- 2. Rechtsschutz in Europa
- a) Europarat.
- aa) Europäische Menschenrechtskonvention und Sozialcharta
- bb) Istanbul-Konvention
- b) Europäische Grundrechtecharta
- c) Aarhus-Konvention
- 3. Verfassungsrecht
- a) Rechtsweggarantie (Art. 19 Abs. 4 S. 1 GG)
- b) Gesetzliche Richterinnen und Richter (Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG)
- c) Rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG)
- d) Fairer, gleicher und sozial gerechter Zugang zu Recht
- aa) Fairnessgebot und Rechtsschutzgleichheit
- bb) Rechtsberatung und -vertretung
- cc) Verfahrenskosten und Kostenhilfe
- 4. Zusammenfassung in Anforderungen an den Zugang zu Recht
- a) Ein multidimensionales Verständnis
- b) Kein bedingungsloser Zugang
- II. Anforderungen umgesetzt? Eine Bestandsaufnahme
- 1. Datengrundlage
- a) Entwicklungen abbilden: Statistiken und Umfragen
- b) Erfahrungen verstehen: Qualitative Studien
- 2. Selektiver statt lückenloser und erreichbarer Zugang zu Recht?
- 3. Gleicher und wirksamer Zugang?
- a) Nicht für alle bezahlbar?
- b) Diskriminierender Zugang?
- 4. Sind Verfahren fair, transparent und partizipativ?
- III. Fazit zum Zugang im Recht und in der Wirklichkeit
- 1. Zugangshürden
- 2. Zugangsbrücken
- D. Strategische Prozessführung im Klagekollektiv als Zugangsbrücke
- I. Rechtssoziologisch den Zugang zu Recht und strategische Prozesse verstehen
- 1. Mobilisierungstheorien im Überblick
- a) Wer Recht mobilisiert: Von Individualisierung zu Kollektivierung
- aa) Individuen und die Vereinzelung im Recht
- bb) Kollektive und die gemeinsame Nutzung von Recht
- b) Mobilisierungsbedingungen: Drei komplementäre Erklärungsansätze
- c) Zugangsbezogene Wirkweisen
- 2. Die Mobilisierungsbarriere Individualisierung
- a) Mobilisierungsregeln als juristische Hürde
- aa) Das Individuum im Zentrum der Rechtsordnung
- (1) Der Grundsatz individueller Klagebefugnis und subjektiver Rechtskraft.
- (2) Schattenseiten des Grundsatzes: Klagelast und Rechtsschutzlücken
- bb) Individualisierendes Prozessrecht und asymmetrische Positionen
- b) Mobilisierungskosten allein tragen
- aa) Materielle Ressourcen
- bb) Immaterielle Ressourcen
- c) Subjektive Mobilisierungsfaktoren: Recht aus individueller Perspektive
- 3. Drei Chancen strategischer Prozessführung im Klagekollektiv
- a) Mobilisierungsregeln kollektiv navigieren
- aa) Rechtliche Gelegenheiten antizipieren und nutzen
- bb) Recht mobilisieren, weil politische Gelegenheiten fehlen?
- b) Mobilisierungskosten gemeinsam tragen
- aa) Klagekollektive als Vielfachprozessierende und Unterstützungsstruktur
- bb) Ressourcenbündelung und Arbeitsteilung
- c) Subjektive Mobilisierungsfaktoren: Recht aus kollektiver Perspektive
- aa) Vom Wert, gemeinsam zu klagen
- bb) Kollektivbildung durch Rechtsmobilisierung - Niederlagen zum Trotz
- 4. Zwischenfazit: Rollen im Klagekollektiv als Spiegel individueller Hürden und kollektiver Chancen
- II. Rechtsrahmen für strategische Prozessführung: Förderlich oder hinderlich?
- 1. Individuelle, kollektive und überindividuelle Rechtsschutzmöglichkeiten aktivieren
- a) Systematik der Rechtsschutzinstrumente: Verschiedene Lücken im Individualrechtsschutz schließen
- b) Ergänzungen des Individualrechtsschutzes im öffentlichen Recht
- aa) Muster- und Pilotverfahren: Verfahren vieler Betroffener bündeln
- (1) Musterverfahren ( 93a VwGO), Musterprozessvereinbarung
- (2) Pilotverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
- bb) Prozessstandschaft: Anstelle Einzelner prozessieren
- cc) Verbandsklage: Verbände als Sachwaltende für die Allgemeinheit
- (1) Rechtsbereiche und klagebefugte Verbände
- (2) Ein ideales Instrument für strategische Prozessführung?
- dd) Popularklage: Alle für die Allgemeinheit.
- c) Wenn alternative Instrumente fehlen: Individualverfahren unterstützen
- aa) Klagebefugte finden und auf Präjudizwirkung hoffen
- bb) Die diffuse Grenze des Rechtsmissbrauchs
- d) Zwischenfazit: Offenheit der Rechtsordnung für kollektiven und kollektiv unterstützten Rechtsschutz
- 2. Kooperative Rechtsberatung und -vertretung
- a) Systematik der Rechtsgrundlagen: Gerichtlich und außergerichtlich, anwaltlich und nicht-anwaltlich
- b) Unterstützung bei strategischer Prozessführung
- aa) Im Prozess
- (1) Prozessvertretung
- (2) Beistandschaft
- (3) Amicus-Curiae-Stellungnahmen
- bb) Um den Prozess
- (1) Verfahrensbegleitung als außergerichtliche Rechtsdienstleistung
- (2) Strategische Rechtskommunikation
- (a) Persönlichkeitsrechte, Berufsrecht und Strafrecht als Grenzen
- (b) Kommunikation: Publikationen, Pressearbeit, Fachdiskurs
- c) Zwischenfazit: Öffnung des Beratungsrechts erleichtert strategische Prozessführung
- 3. Prozessführung finanzieren
- a) Kostenrechtlich: Obsiegen und Kostenhilfe
- b) Gewerblich
- aa) Rechtsschutzversicherungen
- bb) Prozessfinanzierung
- cc) Digitale Rechtsdienstleistungen
- c) Spendenbasiert
- aa) Pro-bono-Mandate
- bb) Organisationsfinanzierung
- cc) Rechtshilfefonds
- dd) Crowdfunding
- d) Zwischenfazit: Begrenzte Finanzierungsmöglichkeiten im Menschenrechtsbereich
- III. Utopische Chancen? Grenzen und Risiken strategischer Prozessführung
- 1. Die Grenzen der Rechtsform und der Planbarkeit von Prozessführung
- 2. Begrenzte Ressourcen
- 3. Konfliktlinien im Klagekollektiv
- 4. Wie die Schattenseiten der Individualisierung überwinden?
- E. Fallstudien zu Migration und Überwachung
- I. Methodik und Material
- 1. Fallstudien als qualitativer Forschungsansatz
- a) Erkenntnisgewinn: Über das Konkrete das Allgemeine verstehen.
- b) Fallauswahl: Wieso Migration und Überwachung vergleichen?.
- Notes:
- Description based on publisher supplied metadata and other sources.
- Other Format:
- Print version: Hahn, Lisa Strategische Prozessführung Im Klagekollektiv
- ISBN:
- 9783748943525
- OCLC:
- 1439603188
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