My Account Log in

1 option

»Deaf History« als Wissenschaftsgeschichte Die Teilhabe gehörloser Menschen an Fachdiskursen über Taubheit im geteilten Deutschland Anja Werner

De Gruyter transcript Complete eBook Package 2024 Available online

View online
Format:
Book
Thesis/Dissertation
Author/Creator:
Werner, Anja <p>Anja Werner, Universität Erfurt, Deutschland</p>, Author.
Contributor:
Forschungsförderprogramm der Universitätsmedizin Göttingen, Funder.
Series:
Wissenschafts- und Technikgeschichte Series
Wissenschafts- und Technikgeschichte
Language:
German
Subjects (All):
Taubheit.
Deafness.
Gehörlosigkeit.
Sign Language.
German Sign Language.
Gebärdensprache.
Deutsche Gebärdensprache.
Sign-language Research.
Gebärdenspracheforschung.
Cochlea-implant.
Cochlea-Implantat.
Communication.
Deaf History.
History of Science.
Kommunikation.
Technology.
Language.
Wissenschaftsgeschichte.
Technik.
Body.
Sprache.
Cultural History.
Wissenschaftskooperation.
Medicine.
Disability Studies.
Körper.
Kulturgeschichte.
History of Medicine.
History.
Medizin.
Behinderung.
Medizingeschichte.
Geschichtswissenschaft.
Local Subjects:
Taubheit.
Deafness.
Gehörlosigkeit.
Sign Language.
German Sign Language.
Gebärdensprache.
Deutsche Gebärdensprache.
Sign-language Research.
Gebärdenspracheforschung.
Cochlea-implant.
Cochlea-Implantat.
Communication.
Deaf History.
History of Science.
Kommunikation.
Technology.
Language.
Wissenschaftsgeschichte.
Technik.
Body.
Sprache.
Cultural History.
Wissenschaftskooperation.
Medicine.
Disability Studies.
Körper.
Kulturgeschichte.
History of Medicine.
History.
Medizin.
Behinderung.
Medizingeschichte.
Geschichtswissenschaft.
Physical Description:
1 online resource (515 pages)
Edition:
1st ed.
Other Title:
Werner, »Deaf History« als Wissenschaftsgeschichte Die Teilhabe gehörloser Menschen an Fachdiskursen über Taubheit im geteilten Deutschland
Place of Publication:
Bielefeld transcript Verlag 2024
Biography/History:
Anja Werner (PD Dr.), geb. 1976, leitet eine DFG-Forschungsgruppe an der Universität Erfurt, wo sie sich 2023 in Neuerer und Neuester Geschichte habilitierte. Sie ist Co-Organisatorin des DFG-Netzwerks »Gehörlosengeschichte im deutschsprachigen Raum«. Zu ihren Forschungsinteressen zählt die Geschichte transkultureller Wissenstransfers unter Einbeziehung der Sichtweisen tauber und schwarzer Menschen sowie nicht-westlicher Akteur*innen.
Summary:
Seit 1945 gab es in westlichen Ländern und der Sowjetunion neue Forschungsimpulse zur Kommunikation gehörloser Menschen, die u.a. über internationale Konferenzen der UNESCO und des Weltverbands der Gehörlosen im geteilten Deutschland alte Traditionen der Sprachvermittlung in Frage stellten. Anja Werner analysiert historisch die Erforschung nationaler Gebärdensprachen im interdisziplinären Dialog mit der zeitgleich stattfindenden Entwicklung hörverstärkender Innenohrprothesen (Cochlea-Implantate). Sie verdeutlicht, dass konstruktive Wissenschaftskooperation nötig ist, um die mit der Kommunikation tauber Menschen verbundenen Herausforderungen komplett zu erfassen – aber auch, um Möglichkeiten zum Fortschritt aufzuzeigen.
Contents:
Cover
Inhalt
Dank
Anmerkung zum Text
Abkürzungen
Einleitung
Begrifflichkeiten und Definitionen
Methodik und Quellen
Struktur
Erster Teil
1. Taube Menschen als Akteure in Vergangenheit und Gegenwart
Einführung
Die Erklärung der Rechte von hörgeschädigten Menschen (1971)
Die gesellschaftliche Bedeutung tauber Menschen in Zahlen
Deaf Agency in Deaf History
Agency - Deaf Gain - Sprache - Macht
Eine kurze Geschichte der Deaf History in Deutschland
Deaf Spaces
Verortung von Taubheit in Raum und Geschichte
Deaf Spaces als inklusive Transformationsräume
Fazit
2. Die Selbstorganisation tauber Menschen im Weltverband der Gehörlosen (WFD)
Der WFD als internationale Fachgesellschaft
Vom Mitreden zum aktiven Mitgestalten
Kommunikation und Hörgeschädigtenpädagogik aus Sicht des WFD
Der WFD und die deutschen Interessenverbände
Die Gründung des WFD aus Sicht des Deutschen Gehörlosen‐Bundes (DGB)
Der DGB und die »Schatten der Vergangenheit«
Der DDR‐Gehörlosenverband und der WFD im Zeichen des Kalten Kriegs
Die Aufnahme des DDR‐Gehörlosenverbands in den WFD
3. UNESCO als Plattform für transnationalen Austausch in der Hörgeschädigtenpädagogik
Die UNESCO‐Fachtagungen 1974 und 1984
Teilnehmende: Das Aufbrechen westlich‐hörender Wissenschaftsdominanz
Tafel 1. Teilnehmende und Beobachtende der UNESCO‐Expertentagung 1974.
Teilnehmende:
Anwesende Beobachtende:
Tafel 2. Teilnehmende und Beobachtende der UNESCO‐Konsultation 1984.
Tatsächlich anwesende Beobachtende:
Im April 1984 eingeplante Beobachtende:
Schwerpunktverschiebungen
Das Ende der Laut‐ und Gebärdensprachdichotomie?
Ein Anfang: Vorstellungen von Taubheit, Sprache und Integration 1974
Total Communication.
Kontextualisierung: Gebärdensprache und die Vereinten Nationen
4. Transnationale UNESCO‐Netzwerke der Hörgeschädigtenpädagogik im Kalten Krieg
Neue Netzwerke und alte Allianzen
Taube und hörende Gebärden(sprach)befürworter:innen
Deutsch‐niederländische Netzwerke »reiner« Lautsprachlichkeit
Transformationen: Kooperationsmöglichkeiten aus Lautsprachsicht
Kalter Krieg und transnationale Wissenschaft?
UNESCO und die Methodenfrage aus Sicht von SU‐ und US‑Wissenschaftler:innen
Die UNESCO‐Fachtagung zur Sonderpädagogik 1979
Antagonismus zwischen DDR‐ und bundesdeutschen Fachvertretern
Zweiter Teil
5. »Ich bin repariert!«: Auseinandersetzungen mit (Nicht‑)Hören in defizitorientierten Kontexten
Wissenschaftshistorische Einordnung medizinischer Sichtweisen auf Hörverluste
Vom »Denkkollektiv« zum Paradigmenwechsel
Der Objektivitätsanspruch der Medizin
Gehörloses Aufbegehren: Von »Objekten der Forschung« zu selbstbestimmten Individuen
»Hörende Heilungsversuche« aus Sicht gehörloser Menschen im Wandel der Zeit
»Herr Professor, hier irren Sie sich sehr!«: Interaktionen tauber Aktivisten mit hörenden Fachleuten und Politiker:innen, 1950-1970
»Ich klage an«: Emanzipation der Gebärdensprache auf dem internationalen Kongress zur Bildung und Erziehung Hörgeschädigter in Hamburg, 1980
Vom Unwillen, sich zwischen Hören und Nicht‐Hören entscheiden zu müssen
Die Implantation von Kleinkindern als kommunikative Herausforderung
6. Umwege des Wissens? Transnationale Wissenstransformationen von Vorstellungen über »Gebärden«
Lew S. Wygotskis Bedeutung für die Gebärdensprachforschung
Die (Wieder‑)Entdeckung Wygotskis für die Psycholinguistik
Wygotski und der »kindliche Defekt« als soziales Problem.
Psycholinguistik als Grundlage von Gebärdensprachforschung
Psycholinguistik »vor Chomsky«: Die »erste deutsche Gebärdenbewegung« um 1900
»Emigrierte deutsche Wissenschaft« in den USA
Umgang mit Gebärden im Nationalsozialismus
Wahrnehmungen sowjetischer Defektologie im geteilten Deutschland
Von Pawlow zu Wygotski: Die DDR‐Sonderpädagogik seit den 1950er Jahren
Wege der sowjetischen Defektologie in die Bundesrepublik Deutschland
7. Internationale Kontexte der Entwicklung des Cochlea‐Implantats
Funktionen und Arten von Hörprothesen
Vielfalt von Hörverlusten und Hörprothesen
Hirnstammimplantate (Auditory Brainstem Implants, ABI)
Cochlea‐Implantate (CI): Möglichkeiten und Missverständnisse
Entwicklungsetappen des CI
International vernetzte Grundlagenforschung, 1920er bis 1950er Jahre
Französische Pionierleistung, 1953-1958
(Weiter‑)Entwicklung von CIs in den USA, 1958-1973
Siegeszug des CI?
Kritik und »Bilger Report« in den USA, 1964-1977
Lautsprachwahrnehmung und Vermarktung, 1977-1991
8. Gebärdensprachforschung in Westeuropa und den USA seit 1945
Bernard Tervoorts sprachsoziologische Sicht in den Niederlanden seit den 1950er Jahren
William C. Stokoes Sign Language Structure (1960)
Ein Mythos ist geboren?
(Gebärden‑)Sprach‐Paradigmenwechsel als Prozess
Einordnung Stokoes in Wissenschaftstrends seiner Zeit
Sprachforschung auf dem ICED‐Kongress in Washington, DC, 1963
Neue Ansätze der Gebärdensprachforschung in den USA: Ursula Bellugi und Edward Klima
Vorreiter der Gebärdensprachforschung in Skandinavien in den 1970er und 1980er Jahren
Varianten gebärdeter Kommunikation: Britta Hansen und das Døves Center for Total Kommunikation in Kopenhagen
Gebärden in der Erziehung tauber Kinder in Schweden
Dritter Teil.
9. Die Verschmelzung von »taubem« Aktivismus und »hörender« Wissenschaft in Deutschland
Hörende Innovatoren und die visuelle Kommunikation tauber Menschen ab 1970
Der Kampf tauber Menschen für die DGS
Gertrud Mally und »die drei Musketiere«
Die Bildung unterstützender Allianzen
Siegmund Prillwitz und die Gebärdensprachforschung an der Universität Hamburg
Der Beginn der akademischen Gebärdensprachforschung, 1971-1975
Die Ausdifferenzierung von Vorstellungen zu »Gebärdensprache«, 1975-1985
Die Institutionalisierung der Gebärdensprachforschung, 1981-1987
10. Die Entwicklung des Cochlea‐Implantats im geteilten Deutschland
Eine abenteuerliche Flucht als Vorgeschichte des »deutschen CI«
Bundesdeutsche CI‑Entwicklungen
Amerikanische Einflüsse auf Paul Banfais »Dürener CI«
Ernst Lehnhardt und das »australische CI« in Hannover
»Der Trabbi unter den Implantaten«? Das CI Made in GDR
Das DDR‐CI an der Charite zu Berlin
Rostock und die Stärkung der HNO seit der Nachkriegszeit
Internationale Innenohr‐Symposien in Halle, 1965-1988
Österreichische Einflüsse auf das DDR‐CI in den 1970er und 1980er Jahren
11. Umbrüche in der bundesdeutschen Hörgeschädigtenpädagogik seit den 1980er Jahren
ICED, Hamburg 1980: Der Beginn der Rücknahme der Mailänder Entscheidung von 1880
Auseinandersetzungen von Lautsprachlern mit »der Gebärde« in den 1980er Jahren
Das »Münchner Gebärdenpapier«
Georg Rammels lautsprachliche Sicht auf Gebärden
Die Idee eines »Gebärden‐Kontinuums«
Kritik an »der Gebärde«
Reine Lautsprachlichkeit nach Armin Löwe
Die Furcht vor einem »tauben Anderen«: Herbert L. Breiner
12. Transformationsprozesse in der ostdeutschen Gehörlosenpädagogik
Einführung.
Relevante Fachdebatten in DDR‐Fach‐ und Verbandszeitschriften der 1980er Jahre
Rehabilitations‐ und Sonderpädagogik: Die Sonderschule
Zusammenarbeit mit tauben Akteur:innen: gemeinsam
Medizinische Fachleute und Taubheit: HNO‐Praxis
Auswirkungen der Friedlichen Revolution 1989/90
Das Schicksal relevanter DDR‐Fachzeitschriften
Die ostdeutsche Gehörlosenbewegung nach 1990
Die Rettung der Leipziger Spezialbibliothek
Die bimodal‐bilinguale Methode an der Humboldt‐Universität zu Berlin
Ausblick: Die Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache - DGS
Schlussbetrachtungen
Anhang
Kongresse des Weltverbands der Gehörlosen (WFD), 1951 bis 2019
Bibliografie
Archivmaterialien und digitale Bibliotheken bzw. Archive
BArch: Bundesarchiv (Zweigstellen Berlin‐Lichterfelde und Koblenz)
BArch - BStU: Stasi‐Unterlagen Archiv
BBF: Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF (in Berlin)
Bibliothek Hör‐ und Sprachgeschädigtenwesen, Leipzig
GUA: Gallaudet University Archives
Privatarchiv Anja Werner
Sta Hamburg: Staatsarchiv Hamburg
UAH: Universitätsarchiv Hamburg
UA HU Berlin: Universitätsarchiv der Humboldt‐Universität zu Berlin
UAHW: Universitätsarchiv Halle‐Wittenberg
UAM: Universitätsarchiv Mainz
UAR: Universitätsarchiv Rostock
UNESDOC - UNESCO Digital Libaray (https://unesdoc.unesco.org/)
Dokumentationen und Visual History Interviews
Literatur (gedruckt und online).
Notes:
Professorial Dissertation Universität Erfurt 2023
ISBN:
9783839473146
3839473144
OCLC:
1435579819

The Penn Libraries is committed to describing library materials using current, accurate, and responsible language. If you discover outdated or inaccurate language, please fill out this feedback form to report it and suggest alternative language.

My Account

Shelf Request an item Bookmarks Fines and fees Settings

Guides

Using the Library Catalog Using Articles+ Library Account