My Account Log in

2 options

Ressortforschung : Forschung zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung des Bereichs staatlicher und unionsrechtlicher Gesundheitsverantwortung.

DOAB Directory of Open Access Books Available online

DOAB Directory of Open Access Books

OAPEN Available online

OAPEN
Format:
Book
Author/Creator:
Weilert, A. Katarina.
Series:
Jus Publicum
Language:
German
Subjects (All):
Law.
Physical Description:
1 online resource (705 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Tübingen : Mohr Siebeck, 2022.
Summary:
Ressortforschung befähigt den Staat, die von ihm wahrgenommenen Aufgaben in Rückbindung zum Stand der Wissenschaft und Forschung auszuüben. A. Katarina Weilert analysiert umfänglich die begriffliche und funktionale Bestimmung der Ressortforschung und stellt zusammenhängend die institutionellen Ausprägungen und rechtlichen Strukturen der Ressortforschung in der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union sowie im Europäischen Verwaltungsverbund dar. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie dabei auf den Bereich staatlicher und unionsrechtlicher Gesundheitsverantwortung. Für die Ressortforschung insgesamt wird die Spannung zwischen staatlicher bzw. supranationaler Einbindung und Forschungsfreiheit rechtlich neu konturiert und gleichzeitig ein Beitrag zur objektiv-rechtlichen Funktion der Grundrechte geleistet. Dabei zeigt die Autorin die Geltung eines verfassungsrechtlichen und unionsrechtlichen Verbots der Legitimationsforschung auf und untermauert dieses argumentativ. Ressortforschung dient dem Rationalitätsgewinn nur, solange der Charakter freier Forschung nicht überformt wird.
Contents:
Cover
Titel
Vorwort
Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Einführung
A. Ressortforschung als heterogene, historisch gewachsene „politisierte Rationalität"
B. Kontextualisierung der Ressortforschung: Diskurse um Rationalität und Legitimität staatlichen Handelns
I. Rechtsstaat und Rationalität
II. Demokratische Legitimation und sachliche Expertise
C. Gang der Untersuchung
1. Teil: Begriffliche und funktionale Bestimmung der Ressortforschung
A. Begriff der Ressortforschung
B. Aufgaben und Funktionen der Ressortforschung
I. Informationsdienstleistungen an die Politik
1. Problemerkennung und Problemlösung
2. Beratungsgegenstände und Beratungsmodi
3. Gefahr der Legitimationsforschung
II. Regulierungs- und Prüfaufgaben
1. Aufgabenspektrum
2. Sonderfall Referenzlaboratorien
III. Dienstleistungen für Dritte und die Öffentlichkeit
IV. Aufgaben im europäischen und internationalen Kontext
C. Formen der institutionalisierten Ressortforschung
I. Institutionalisierte Ressortforschung (Bundeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben)
1. Organisationsformen
2. Ministerielle Aufsicht und ihr Verhältnis zur Forschungsplanung
a) Nichtrechtsfähige Ressortforschungseinrichtungen
b) (Teil-)rechtsfähige Ressortforschungseinrichtungen
3. Finanzierung der Bundesressortforschungseinrichtungen
II. Institutionalisierte Forschungskooperationen
1. Rechtsformen
2. Aufgaben der Institute und Beziehung zu den Bundesministerien
a) Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP)
b) Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
c) Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH (DBFZ)
d) Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit gGmbH (DEval)
e) Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI)
f) Deutsches Zentrum für Altersfragen e.V. (DZA).
g) Deutsches Institut für Entwicklungspolitik gGmbH (DIE)
3. Finanzierung
4. Zusammenfassende Einordnung
III. Zusammenfassende Bestimmung der institutionalisierten Ressortforschung
1. Formale Kriterien
2. Materielle Kriterien
a) Kriterium der Forschungsintensität
b) Kriterium der Zweckgebundenheit
c) Spannung zwischen der Forschung und der Zweckgebundenheit
3. Ressortforschungseinrichtung als politischer Begriff und als dieser Forschungsarbeit zugrunde liegender Arbeitsbegriff
D. Institutionalisierte Ressortforschung als spezifischer Teil der außeruniversitären Forschung
I. Die außeruniversitäre Forschung: Orte der Forschung und Politikberatung
II. Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen
1. Die Max-Planck-Gesellschaft und ihre Forschungsinstitute
a) Finanzierung, Selbstverwaltung und staatliche Kontrolle
b) Schnittmenge mit dem Aufgabenbereich der Ressortforschung
2. Die Fraunhofer-Gesellschaft und ihre Forschungsinstitute
3. Die Helmholtz-Gemeinschaft und ihre Zentren
4. Die Leibniz-Gemeinschaft und ihre Institute
aa) Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM)
bb) Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH (DSMZ)
III. Wissenschaftliche Akademien
1. Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
2. Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech)
IV. Verortung der Ressortforschung im Rahmen der außeruniversitären öffentlichen Forschung.
E. Extramurale Ressortforschung
I. Kriterien und rechtliche Anforderungen der Vergabe
II. Ministerieller Einfluss auf die extramurale Ressortforschung
III. Extramurale Ressortforschung in Abgrenzung zu weiterer Forschungsförderung
F. Vorzüge und Nachteile der integrativen Struktur der Ressortforschung
I. Klassische Grundmodelle einer Interaktion von Wissenschaft und politischer Entscheidung
II. Vorzüge einer integrativen Ressortforschungsstruktur
1. Gelingender Wissenstransfer
2. Zugriff und Verfügbarkeit von langfristigen Forschungs- und Entwicklungsleistungen
3. Befähigung der Verwaltung
4. Geheimhaltungsinteresse
III. Kritische Würdigung
G. Zwischenfazit
2. Teil: Ausgestaltung der institutionalisierten Ressortforschung des Bundes auf der Grundlage des Grundgesetzes
A. Reichweite der Bundeskompetenz für die institutionalisierte Ressortforschung
I. Historische Entwicklung der Bundeskompetenzen für bundeseigene Ressortforschungseinrichtungen in Theorie und Rechtspraxis
1. Deutsches Kaiserreich
2. Weimarer Republik
3. Die junge Bundesrepublik Deutschland
II. Systematik der Bundesverwaltungskompetenzen
III. Bundesverwaltungskompetenz nach Art. 87 Abs. 3 GG als Grundlage für die Bundesressortforschung
1. Einrichtungstypen nach Art. 87 Abs. 3 GG
a) Selbständige Bundesoberbehörden
aa) Merkmal der „Selbständigkeit"
bb) Unabhängige (Regulierungs-)Behörden nach unionsrechtlichen Vorgaben
cc) Selbständigkeit im Verhältnis zu den Landesbehörden
dd) Selbständigkeit als konstitutives Merkmal
ee) Folgen für die Errichtung von Ressortforschungsbehörden
b) Bundesunmittelbare Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts
c) Weitere Typen der Bundesverwaltung
2. Voraussetzungen
a) Gesetzgebungskompetenz des Bundes
b) Gesetzesvorbehalt
3. Zwischenfazit.
IV. Ressortforschung im Rahmen spezieller Bundesverwaltungskompetenzen
1. Bundeseigene Verwaltung nach Art. 87 Abs. 1 GG
2. Bundeseigene Verwaltung nach Art. 87 b GG
3. Keine Bundesressortforschungskompetenz nach Art. 91 b GG
V. Ungeschriebene Bundesverwaltungskompetenzen
1. Die Annexkompetenz und Kompetenz kraft Sachzusammenhangs
a) Stand der Diskussion
b) Die Ressortforschung als Annexkompetenz des Bundes
2. Kompetenz kraft Natur der Sache
3. Ressortforschung als Annexkompetenz zu einer Kompetenz kraft Natur der Sache
4. Geltung eines Gesetzesvorbehaltes für die auf ungeschriebenen Verwaltungskompetenzen beruhende Ressortforschung
a) Institutioneller Gesetzesvorbehalt
b) Grundrechtlich-rechtsstaatlicher Gesetzesvorbehalt
VI. Zwischenfazit
B. Ressortforschung und Wissenschaftsfreiheit im Rechtsstaat
I. Ressortforschung als Forschung im Sinne von Art. 5 Abs. 3 GG
1. Bestimmung von Wissenschaft und Forschung
a) Parameter einer Begriffsbestimmung
b) Begriffsklärungen und Verhältnisbestimmung von Wissenschaft und Forschung
aa) Definition von Wissenschaft und Forschung
bb) Verhältnisbestimmung
2. Ressortforschung als Forschung
II. Der objektivrechtliche Gehalt des Art. 5 Abs. 3 GG und seine Bedeutung für die Ressortforschung
1. Die objektivrechtliche Funktion als Katalysator neuer Grundrechtsfunktionen
2. Das Hochschulurteil des BVerfG und seine eingeschränkte Bedeutung für die Ressortforschung
3. Verhältnisbestimmung von objektivrechtlichem Gehalt und subjektivem Recht
a) Diskussion des Meinungsstandes im Schrifttum
b) Rechtsprechung
4. Bereichsgarantie der Wissenschaft
III. Argumentationslinien zur Begründung einer Ressortforschungsfreiheit im Schrifttum
1. Freiheit der Ressortforschung aufgrund negativer Kompetenznorm.
2. Forschungsfreiheit als Gebot politischer Vernunft und als Rationalitätserfordernis
IV. Neuer Ansatz: Ressortforschungsfreiheit als Ausfluss des Rechtsstaatsprinzips in Verbindung mit der objektivrechtlichen Garantie der Wissenschaftsfreiheit
1. Dogmatische Anknüpfungspunkte
a) Geltung der objektivrechtlichen Wissenschaftsfreiheit im Rahmen der Verfassungsbindung der Staatsgewalten
b) Freiheitliche Gestaltung der Ressortforschung als Rationalitätsanforderung des Rechtsstaatsprinzips
c) Zwischenfazit
2. Verbot der Legitimationsforschung
3. Organisationsrechtliche Absicherungen
4. Subsidiarität von Staatsforschung
V. Stellung des einzelnen Ressortforschers
1. Stand der Diskussion
a) Keine Geltung der Wissenschaftsfreiheit innerhalb der grundrechtsverpflichteten Staatsorganisation
b) Art. 33 Abs. 5 GG als eingriffsgestattende Vorbehaltsklausel
c) Art. 33 Abs. 4 und 5 GG als verfassungsimmanente Schranke
2. Eigener Ansatz
VI. Stellung der Ressortforschungseinrichtungen
1. Bundesoberbehörden/nichtrechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts
2. (Teil-)rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts
3. Juristische Personen des Privatrechts
a) Staatliche Eigengesellschaften und gemischtöffentliche Unternehmen
b) Gemischtwirtschaftliche Unternehmen sowie staatlich „beherrschte" Stiftungen des bürgerlichen Rechts und eingetragene Vereine
VII. Zwischenfazit
3. Teil: Einrichtungen der Gesundheitsressortforschung als Element des Vorsorgeverwaltungsrechts
A. Einführung in die Gesundheitsressortforschung
I. Gesundheitsressortforschung als Referenzgebiet
II. Staatliche Pflicht zur Vorsorge im Gesundheitsbereich
III. Anfänge und allgemeine Strukturen der Gesundheitsressortforschung
1. Entwicklung der Ressortforschungseinrichtungen im Gesundheitssektor.
2. Gemeinsame Grundlagen - die ministerielle Führung der Ressortforschung.
Notes:
CC BY-NC-ND
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
9783161616723
3161616723

The Penn Libraries is committed to describing library materials using current, accurate, and responsible language. If you discover outdated or inaccurate language, please fill out this feedback form to report it and suggest alternative language.

We want your feedback!

Thanks for using the Penn Libraries new search tool. We encourage you to submit feedback as we continue to improve the site.

My Account

Shelf Request an item Bookmarks Fines and fees Settings

Guides

Using the Library Catalog Using Articles+ Library Account