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Spieltheorie und Schuldrecht Urs Schweizer

EBSCOhost Academic eBook Collection (North America) Available online

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Format:
Book
Author/Creator:
Schweizer, Urs, Author.
Series:
Neue ökonomische Grundrisse
Neue ökonomische Grundrisse
Language:
German
Subjects (All):
Offenlegungspflichten.
Differenzhypothese.
Kausalität.
reine Vermögensschäden.
Local Subjects:
Offenlegungspflichten.
Differenzhypothese.
Kausalität.
reine Vermögensschäden.
Physical Description:
1 online resource (355 p.)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Tübingen Mohr Siebeck 2015
Language Note:
German
Biography/History:
Geboren 1947; Studium der Mathematik; 1972 Promotion; 1980 Habilitation; seit 1984 Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften insbesondere Wirtschaftspolitik an der Universität Bonn; 1998-2014 Gründungssprecher der BGSE (Bonn Graduate School of Economics).
Summary:
Schuldrechtliche Bestimmungen verändern Entscheidungsanreize und beeinflussen damit die strategische Interaktion zwischen den Parteien eines Schuldverhältnisses. Zur Erfassung strategischer Interaktion bedienen sich zeitgemäße Wirtschaftswissenschaften der hoch entwickelten Spieltheorie. So verwendet auch Urs Schweizer die spieltheoretische Methode, um Anreize aus schuldrechtlichen Bestimmungen in systematischer Weise zu analysieren. Dazu sind juristische Fälle als formale Modelle zu fassen. Der Autor konfrontiert diverse Versionen des Unfallmodells sowie des Modells unvollständiger Verträge mit gesetzlichen Vorgaben. Eine rechtliche Bestimmung heißt dabei effizient, wenn sie Anreize für Entscheidungen generiert, die zu einem effizienten Ergebnis führen. Mit dem Kompensations- und dem Intensitätsprinzip werden zwei einfache Kriterien zur Effizienzbetrachtung herangezogen. Das Kompensationsprinzip ist eng mit Mommsens Differenzhypothese verknüpft und nennt die für effiziente Anreize hinreichenden Bedingungen. Das Intensitätsprinzip erlaubt den Vergleich der Intensität von Entscheidungsanreizen je nach Gestaltung des rechtlichen Umfelds. Die spieltheoretische Betrachtungsweise fördert wichtige Einsichten unter anderem bei folgenden Themen zu Tage: Quantifizierung von Schadensersatz unter Berücksichtigung des Kausalitätserfordernisses, Verzerrung der Sorgfaltsanreize aufgrund von ungeeigneten Standards und des Nichtersatzes gewisser Schäden, die Bedeutung der Minderung von Ersatzansprüchen infolge Mitverschuldens, gesamtschuldnerische Haftung, exzessive Anreize für Vertrauensinvestitionen bei unvollständigen Verträgen und die Anreize für Informationsbeschaffung im vorvertraglichen Bereich. Für Bibliotheken gelten bei diesem Titel abweichende Konditionen; bitte wenden Sie sich an den Vertrieb.
Contents:
Cover; Vorwort; Inhaltsverzeichnis; Einleitung; 1 Das unilaterale Unfallmodell ; 1.1 Schadensersatz als Rechtsbehelf; 1.2 Deterministischer Schadensverlauf; 1.3 Naturalrestitution; 1.4 Das Kompensationsprinzip; 1.5 Das traditionelle Unfallmodell und seine Begründung; 1.6 Quantifizierung des Schadensersatzes; 1.7 Modellierung der Kausalität; 1.8 Unsichere hypothetische Vermögenslage; 1.9 Differenzhypothese im Unfallmodell; 1.10 Variable Schadenshöhe bei unsicherer Verursachung; 1.11 Haftungsbegründende und haftungsausfüllende Kausalität
1.12 Vergleich der Methoden jenseits binärer Verteilungen2 Anreizverzerrungen und das Intensitätsprinzip; 2.1 Quellen der Anreizverzerrung; 2.2 Ineffiziente Pflichten; 2.3 Das Intensitätsprinzip; 2.4 Ersatzfähiger Schaden; 2.5 Haftungsbegrenzung; 2.6 Quellen der Verzerrungen in Kombination; 2.7 Optimale Anpassung des Standards; 2.8 Anhebung der Grenze durch einen Geschäftsherrn; 2.9 Haftung für Gehilfen bei moralischem Risiko; 2.10 Der Anreiz zur Betreibung gefährlicher Aktivitäten; 2.11 Umfassender Schadensersatz; 3 Mehr als ein Entscheidungsträger im Unfallmodell
3.1 Jenseits des unilateralen Unfallmodells3.2 Interaktive Entscheidungen und Nash-Gleichgewicht; 3.3 Beeinflussung der Schadenshöhe durch das Opfer; 3.4 Bidirektionale Externalitäten; 3.5 Das bilaterale Kompensationsprinzip ; 3.6 Sequenzielle Entscheidungen; 3.7 Die Pflicht zur Schadensminderung; 3.8 Das bilaterale Unfallmodell; 3.9 Das Erfordernis der Kausalität bei zwei Entscheidungsträgern; 3.10 Gesamtschuldnerische Haftung; 3.11 Das multilaterale Kompensationsprinzip; 4 Reine Vermögensschäden; 4.1 Schuldrechtliche Bestimmungen
4.2 Der gesamtwirtschaftliche Schaden bei Betriebsunterbrechung eines Anbieters4.3 Entgangener Gewinn bei vollkommener Konkurrenz; 4.4 Übermaßhaftung bei oligopolistischer Marktstruktur; 4.5 Pflichtverletzungen von Ratingagenturen; 5 Schadensersatz bei risikoaversen Parteien; 5.1 Risikoaversion; 5.2 Risikoneutralität und das Pareto-Kriterium; 5.3 Risikoaversion und Pareto-Effizienz; 5.4 Risikoaversion und Versicherung; 5.5 Sorgfaltsanreize bei idealtypischer Versicherung; 5.6 Das bilaterale Unfallmodell; 5.7 Moralisches Risiko im unilateralen Unfallmodell
5.8 Risikoaversion ohne Versicherungsmöglichkeit6 Binäre Erfüllungsentscheidung; 6.1 Rechtsbehelfe in vertraglichen Schuldverhältnissen; 6.2 Das binäre Rechtsgeschäft und der Erfüllungsanspruch; 6.3 Schadensersatz statt der Leistung; 6.4 Einvernehmliche Nachverhandlungen; 6.5 Vertrauens- und Planungsinvestitionen; 6.6 Investitionsanreize des Käufers; 6.7 Vertragsstrafe und pauschalierter Schadensersatz; 6.8 Planungsinvestitionen des Verkäufers; 6.9 Investitionsprofile im Nash-Gleichgewicht; 6.10 Effiziente Investitionsanreize durch fiktiven Schadensersatz; 6.11 Ersatz des negativen Interesses
6.12 Nachfrist bei Kaufverträgen
Notes:
Description based upon print version of record.
Includes bibliographical references and index.
ISBN:
9783161537615
3161537610

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