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Korpuslinguistik Im Recht : Theoretische Überlegungen und Fallstudien.

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Format:
Book
Author/Creator:
Vogel, Friedemann.
Contributor:
Walter, Tonio.
Tripps, Felix.
Series:
Sprache und Medialität des Rechts - Language and Media of Law
Language:
German
Subjects (All):
Corpora (Linguistics).
Corpora (Linguistics)--Data processing.
Physical Description:
1 online resource (227 pages)
Edition:
1st ed.
Other Title:
Korpuslinguistik im Recht
Place of Publication:
Berlin : Duncker & Humblot, 2022.
Summary:
Was ist die Bedeutung eines Wortes oder einer Formulierung in einem Gesetz? Korpuslinguistische Methoden der Sprachwissenschaft versprechen eine empirische Sprachgebrauchsermittlung für die Rechtspraxis. Der Band dokumentiert die Entwicklung auf diesem Feld sowohl in den USA als auch in Deutschland, diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen eines korpuslinguistischen Werkzeugkastens im Recht und stellt illustrative Fallstudien zu Sprachgebrauchsfragen der jüngeren Rechtsprechung zusammen.
Contents:
Intro
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
I. Einführende Beiträge
Von Tonio Walter: Wo hat die Korpuslinguistik für Juristen Bedeutung (wenn man sie lässt)?
I. Einleitung
II. Rechtsanwendung
1. Das Bestimmen der Wortlautgrenze
a) Was heißt "Wortlautgrenze"?
b) Welche Bedeutung hat die Wortlautgrenze bei der Rechtsanwendung?
c) Wie bestimmt man die Wortlautgrenze?
d) Die Abhängigkeit vom Kontext
e) Das Wandern der Wortlautgrenze im Wandel der Zeit
2. Die Auslegung nach dem Wortlaut (grammatische Auslegung)
3. Die Auslegung nach der Entstehungsgeschichte (historisch-genetische Auslegung)
4. Sprachwissenschaftler als Sachverständige im gerichtlichen Verfahren
III. Rechtsetzung
IV. Schluss
Literatur
Von Hanjo Hamann: Das Wörterbuch in deutschen Bundesgerichten
I. Das rechtslinguistische Vermächtnis von Drüsewitz
II. Deutsche Richter und die Frage nach dem "maßgebenden" Wörterbuch
III. Die tatsächliche Bedeutung von Wörterbüchern im Gerichtsgebrauch
IV. "Die" Duden als Standardwerkzeuge der deutschen Justiz
V. Das juristische und das lexikographische Interesse am Wörterbuch
VI. Vom Wörterbuch zur Wörterbank: US-Richter und die Korpuslinguistik
VII. Rechtskorpuslinguistik als praktisches Desiderat in Deutschland
Von Franz Reimer: Terminologizität und Relativität der Rechtsbegriffe revisited
I. Zur Relevanz der Frage
II. Prämissen
1. Einheitlichkeit des gesetzgeberischen Sprachgebrauchs?
Inkurs: Vieldeutigkeit des Begriffs "Sprachgebrauch"
2. Allgemeinverständlichkeit des gesetzlichen Sprachgebrauchs?
3. Juristische Fachsprachlichkeit des gesetzlichen Sprachgebrauchs
4. Anleihen des gesetzlichen Sprachgebrauchs bei fachwissenschaftlichen Sprachgebräuchen.
5. Legaldefinitionen: expliziter Selbststand des gesetzlichen Sprachgebrauchs
6. Zwischenergebnis
IV. Rechtsanwendung
1. Sachverhaltsaufarbeitung
2. Aufarbeitung der rechtlichen Maßstäbe
3. Zwischenergebnis zur Rechtsanwendung
V. Rechtswissenschaft
VI. Fazit
Von Friedemann Vogel, Benjamin Bäumer, Fabian Deus, Jan Oliver Rüdiger und Felix Tripps: Computergestützte Analyse juristischen Sprachgebrauchs
I. Einführung
II. Grundlagen der korpus- und computergestützten Sprachanalyse (Korpuslinguistik)
III. Die Bedeutung von geschäftsmäßig aus korpuslinguistischer Perspektive: ein Fallbeispiel
1. Zur Methodik: Von der Fragestellung zur Bedeutungsparaphrase
2. Bedeutungsangaben in Wörterbüchern
3. Relative Häufigkeit des Ausdrucks geschäftsmäßig in Fach- und Gemeinsprache
4. Fachsprachgebrauch
a) Zur Begriffsgeschichte
b) Der Zeitraum von 1985-1999
c) Der Zeitraum 2000-2015
5. Gemeinsprachgebrauch
a) Der Zeitraum 1985-1999
b) Der Zeitraum 2000-2015
IV. Fazit und Plädoyer für eine evidenzbasierte Sprachgebrauchsanalyse in Rechtsprechung und Legistik
II. Korpuslinguistische Fallstudien und juristische Kommentare
Von Antje Baumann: "Unberührt", "vorbehaltlich" und "unbeschadet" in Gesetzen - der lange Weg zum fachsprachlichen Gebrauch
I. Verständlichkeit und Navigation
II. Bedeutung laut Wörterbüchern - Allgemeinsprachlichkeit vs. Fachsprachlichkeit
unberührt
vorbehaltlich
unbeschadet
III. Beispiele
IV. Eindeutigkeit durch Fachsprachlichkeit
V. Schlüsse
Von Philipp Weng und Jan C. Schuhr: Das Gesetz verweist - aber wohin?
I. Relationsnormen und Verweisungsnormen
II. Unberührt, unbeschadet und vorbehaltlich
III. Syntaktische Stellung
IV. Deklarative und regulative Relationsnormen.
V. Mehrdeutigkeiten im Zusammenhang mit unberührt, unbeschadet und vorbehaltlich
VI. Mehrdeutigkeiten hinsichtlich Normrelationen
VII. Allgemeinsprachlichkeit und Fachsprachlichkeit
VIII. Zusammenfassung
Von Janine Luth und Anna Mattfeldt: "Asche"
II. Der Fall und die rechtslinguistische Einordnung mithilfe des JuReKo
III. Das DeReKo-Korpus
IV. Analyse
V. Verwendungen in Komposita
VI. Weitergehende Analyse verwandter Ausdrücke
VII. Perspektivität und Sprache: ein Blick in das Englische
VIII. Fazit: Asche korpus- und rechtlinguistisch
Von Bernd von Heintschel-Heinegg und Jan Bockemühl: Sprachgebrauchsermittlung in der strafrechtlichen Praxis
I. Das rechtsmethodische Dilemma
II. Strafrechtliche Grundlagen
III. Der Wortsinn
IV. Beispielsfälle zur Wortlautgrenze aus der Rechtsprechung
1. RGSt 32, 165: Elektrizität/elektrischer Strom ist keine Sache i.S.d. Diebstahls
2. BGHSt 10, 37: Ein Kraftfahrzeug ist ein "bespanntes Fuhrwerk"
3. BGHSt 47, 55: Das Versenden einer Bilddatei als Anhang einer E-Mail ist das Verbreiten einer Schrift
4. BGHSt. 60, 302: Zur "Asche" im Tatbestand der Totenruhe gehören sämtliche nach der Einäscherung verbleibenden Rückstände, also auch vormals mit dem Körper fest verbundene, nicht verbrennbare Bestandteile, wie z.B. Zahngold
5. BGHSt 63, 300: Warenvorrat setzt nicht voraus, dass der Warenbestand für einen noch unbestimmten Kundenkreis für ungewisse Zeit vorrätig gehalten wird
V. Fazit
Von Jens Prütting und Daniela Schröder: Die linguistische Analyse des Rechts - Ein Baustein rechtsstaatlicher Argumentation
II. Rechtsstaatlichkeit - Bedarf für eine linguistische Analyse des Rechts?
1. Die Perspektive des Rechtsunterworfenen
2. Die Perspektive des Rechtsexperten.
3. Die linguistische Analyse als argumentativer Baustein
III. Methodik und Datenbeschreibung
1. Datenerhebung
2. Kollostruktionsanalyse: Die einfache Kollexemanalyse
IV. Ergebnisse
1. JuReKo
2. DeReKo
V. Ein Interpretationsversuch
1. JuReKo - Ergebnisauffälligkeiten
3. Vergleichsmomente und Rückbezug zu den Grundsätzen des Rechts am Unternehmen
VI. Sprachwissenschaftliches Fazit und Ausblick
VII. Thesen aus Sicht der Rechtswissenschaft
Von Felix Tripps und Friedemann Vogel: Der Begriff des "Gefährders" im rechtspolitischen Fach- und Alltagsdiskurs
II. Theoretische Prämissen, Datengrundlage und Methoden
III. Der Gefährder-Begriff im rechtspolitischen Diskurs der 2000er Jahre
1. Mit Blick auf den juristischen Fachdiskurs
2. Mit Blick auf den Gemeinsprachgebrauch ergibt sich folgendes vorläufiges Bild
IV. Fazit
Von Uwe Berlit: Der Begriff des ,Gefährdersˋ im rechtspolitischen Fach- und Alltagsdiskurs - Eine exemplarische Korpusstudie
I. Zum Untersuchungsgegenstand ,Gefährderˋ
II. Bereitstellung von Reflektionswissen: zu den Zielen und Ergebnissen der Korpusstudie
III. Zum Fazit
III. Resümee
Von Thomas M. J. Möllers: Computergesteuerte Sprachempirie - was nützt sie dem Recht?
I. Die Perspektive der Juristischen Methodenlehre
1. Eine kurze Vormerkung
2. Aufgaben der Methodenlehre
a) Legitimationslehre
b) Begründungslehre
3. Anknüpfungspunkte der Methodenlehre
a) Eindeutigkeitsregel
b) Die US-amerikanische Lehre vom originalism bzw. vom textualism
c) Grenzen der Rechtsfortbildung
4. Das Gesetzlichkeitsprinzip
a) Die Ideengeschichte des strafrechtlichen Gesetzlichkeitsprinzips
b) Die Ausformungen des Gesetzlichkeitsprinzips
c) Das Paradoxon des BVerfG.
II. Das Gesetzlichkeitsprinzip in der Rechtspraxis
1. Vorrang des allgemeinen Sprachgebrauchs vor der Rechtssprache - Strafmilderungen durch die Rechtsprechung
2. Grenzbereiche zulässiger Rechtskonkretisierung im Strafrecht
a) Verstöße gegen das Analogieverbot
b) Grenzfälle
c) Rückwirkungsverbot und die Mauerschützen
3. Faktische Strafschärfungen durch den Vorrang des allgemeinen Sprachgebrauchs
a) Änderung des allgemeinen Sprachgebrauchs
b) Vorrang des allgemeinen Sprachgebrauchs vor der Fachsprache
4. Änderungen des allgemeinen Sprachgebrauchs durch Juristen?
a) Der Einfluss des Gesetzgebers durch die Neudefinition von Begriffen
b) Der Einfluss der Rechtsprechung auf den allgemeinen Sprachgebrauch
III. Folgerungen für den allgemeinen Sprachgebrauch und die computergesteuerte Sprachevidenz
1. Die Relevanz des allgemeinen Sprachgebrauchs
2. Die Relevanz der Quelle
a) Richterkompetenz und Nachschlagewerke
b) Demoskopische Untersuchungen und Korpora
3. Herausforderungen bei der Arbeit mit Korpora
a) Zum erforderlichen Aufwand einer solchen Recherche
b) Die Relevanz von Begriffsbildungen in Korpora
c) Die Relevanz des Nachweises eines Begriffs
4. Die Verwendung von Korpora zur Absicherung eines rechtlich geschützten Vertrauens
IV. Vier Thesen als Ausblick
1. Anwendungsbereich für die computergesteuerte Sprachempirie
2. Die computergesteuerte Sprachempirie zur Präzisierung des Gesetzlichkeitsprinzips
3. Folgerungen für eine strengere Wortlautgrenze
4. Erarbeitung einer Methode der Sprachanalyse
Rechtsprechungen
Die Autorinnen und Autoren in diesem Band.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
3-428-58616-6
OCLC:
1341997074

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