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Ökonomische und politische Grenzen von Wirtschaftsräumen.

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Format:
Book
Author/Creator:
Apolte, Th. (Thomas), author.
Verein für Socialpolitik. Ausschuss für Wirtschaftssysteme und Institutionenökonomik. Jahrestagung (37th : 2005 : Königswinter, Germany)
Contributor:
Vollmer, Uwe, editor.
Series:
Schriften des Vereins für Socialpolitik, Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ; Band 312.
Schriften des Vereins für Socialpolitik, Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ; Band 312
Language:
German
Subjects (All):
Economic policy--Congresses.
Economic policy.
International economic relations--Congresses.
International economic relations.
Monetary policy--European Union countries--Congresses.
Monetary policy.
Physical Description:
1 online resource (215 pages) : illustrations.
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Berlin : Duncker & Humblot, [2006]
Summary:
Nationalstaaten verändern ihre Größe - dies lehrt die Geschichte. Gleichwohl wird die Größe eines Landes in der Ökonomik meist als exogen angenommen und nicht erklärt. Dies überrascht, weil die Staatsgröße in gewissem Umfang als Ergebnis rationaler Entscheidungen und als genuin institutionenökonomische Fragestellung angesehen werden kann.Deshalb fragen die Autoren des vorliegenden Bandes aus institutionenökonomischer Sicht nach ökonomischen und politischen Grenzen von Wirtschaftsräumen. Der erste Teil befasst sich mit vorliegenden Ansätzen zur Erklärung der Größe von Nationen am Beispiel der Europäischen Union und des Deutschen Reiches: Gibt es eine optimale Größe der EU? Welches sind die Ursachen der historischen deutschen Kleinstaaterei? Diskutiert wird zudem die These, dass zunehmender Welthandel ein Faktor der Desintegration von Staaten sei. Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die Verteilung öffentlicher Aufgaben innerhalb einer Nation. Die Autoren fragen, warum nicht alle staatlichen Aufgaben in der Hand einer Zentralregierung liegen, sondern teilweise auf sub- und supranationale Jurisdiktionsebenen ausgelagert sind. Japan gereicht als ein Beispiel für ein bislang zentralistisch organisiertes Staatsgebilde, für das eine stärkere Dezentralisierung gefordert wird. Thema des dritten Teils ist die Integration von Wirtschaftsräumen durch Finanznetzwerke. Analysiert wird beispielhaft das informelle Finanzsystem "hawala", das vor allem in islamischen Ländern verbreitet ist.
Contents:
Intro
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Uwe Vollmer: Einführung
Literatur
Erster Teil: Zur Größe von Nationen
Thomas Apolte: Gibt es eine optimale Größe der Europäischen Union?
A. Einleitung
B. Ein einfaches Konzept der optimalen Gemeinschaftsgröße
C. Insider und Outsider: Welches Optimum ist maßgebend?
D. Arbeitseinkommen, Kapitaleinkommen und Medianwähler
E. Einige komparativ-statische Betrachtungen
I. Qualität der EU-Institutionen
II. Marktöffnung gegenüber Drittstaaten
III. Veränderung der funktionalen Einkommensverteilung
F. Das „Wesen" oder der Nutzen Europas?
Herbert Brücker: Korreferat zu dem Beitrag von Thomas Apolte Drei ökonomische Gründe, warum die EU zu klein ist
B. Wie relevant ist das Ganzzahligkeitsproblem?
C. Behindert der Median-Wähler die regionale Integration?
D. Zu klein, um Europa sicher zu machen?
E. Schlussfolgerungen
Oliver Volckart: Die Ursachen der deutschen Kleinstaaterei
A. Gegenstand und Fragestellung
B. Reichsverfassung und territoriale Integrität
C. Feudalverträge und Kontrollkosten
D. Ergebnisse
Hans-Jürgen Wagener: Kommentar zum Beitrag von Oliver Volckart
Carsten Herrmann-Pillath: Heterogenität, Wachstum von Staaten und wissenschaffender politischer Wettbewerb
A. Das Problem: Wie lässt sich Heterogenität theoretisch fassen?
B. Das Konzept der „optimalen Staatsgröße": Probleme analytischer Operationalisierung
I. Multiple Gleichgewichte optimaler Staatsgröße
II. Endogenität der Kriterien für die Staatsgröße
C. Heterogenität und die Erzeugung von Wissen über alternative Formen und Inhalte der Staatstätigkeit
I. Heterogenität von Präferenzen über öffentliche Güter: Quelle von staatlichen Innovationen
II. Politische Unternehmer und Staatenwettbewerb.
III. Staatengröße, politische Kommunikation und politische Organisation
D. Formale Institutionen und die vertrauenschaffenden Wirkungen von Heterogenität
I. Heterogenität, lokales Wissen und Vertrauen
II. Dysfunktionalität von formalisierter Heterogenität
E. Schlussfolgerungen: Die Chimäre einer optimalen Staatsgröße
Zweiter Teil: Zur Aufgaben Verteilung innerhalb von Nationen: Föderalismus versus Zentralismus
Lars P. Feld und Wolfgang Kerber: A. Vom Nationalstaat zu Mehr-Ebenen-Jurisdiktionssystemen
B. Gestaltungsdimensionen von Mehr-Ebenen-Jurisdiktionssystemen
I. Zur Grundstruktur von Mehr-Ebenen-Jurisdiktionssystemen
II. Zu den vertikalen Beziehungen zwischen mehreren Ebenen
III. Mobilität und horizontale Beziehungen zwischen Jurisdiktionen
1. Marktintegration I: Mobilität von Gütern
2. Marktintegration II: Mobilität von Produktionsfaktoren, Unternehmen und Individuen
3. Politikkoordination
4. Zum interjurisdiktioneilen Wettbewerb als konstitutives Ordnungselement in Mehr-Ebenen-Jurisdiktionssystemen
IV. Institutioneller Rahmen und Dynamik von Mehr-Ebenen-Systemen
1. Top-down, Bottom-up und die Frage der Kompetenz-Kompetenz
2. Offenheit und Dynamik von Mehr-Ebenen-Systemen
3. Rechtlicher Rahmen
C. Ökonomische Kriterien für die Ausgestaltung des Mehr-Ebenen-Systems
I. Fiskalische und räumliche Externalitäten
II. Größenvorteile
III. Informationsprobleme und Transaktionskosten
IV. Heterogenität von Präferenzen
V. Distributionskriterien
VI. Politökonomische Probleme
VII. Innovations- und Anpassungsfähigkeit
VIII. Makroökonomische Kriterien
D. Zur variablen Architektur von Mehr-Ebenen-Jurisdiktionssystemen
Werner Pascha: Föderalisierung in Japan: Eine sinnvolle Idee zur Reform der Wirtschaftspolitik?.
A. Die Frage nach institutionellen Reformen in der japanischen Wirtschaftspolitik
B. Japans zentralstaatliches System und seine historischen Wurzeln
C. Ansätze zu dezentralen und föderalen Strukturen in Japan
I. Verwaltungsreform und administrative Dezentralisierung
II. Verfassungsdebatte
III. Regionen in den nationalen Entwicklungsplänen
IV. Regionen im Wahlrecht
D. Vorteile einer stärker föderalen Ordnung für Japan?
I. Optimale Reichweite der staatlichen Tätigkeit
II. Gewachsene Strukturen und regionale Präferenzen
III. Institutioneller Wettbewerb von Regionen
IV. Beschränkung staatlicher Macht durch regionale Gewaltenteilung
E. Fazit: Zusammenfassung und Ansätze einer politisch-ökonomischen Analyse der Realisierungschancen
Karl-Hans Hartwig: Kommentar zu dem Beitrag von Werner Pascha Viele offene Fragen
Dritter Teil: Zur Integration von Wirtschaftsräumen durch Finanznetzwerke
Markus Taube: Hawala - Institutionelle Fundierung eines Zahlungssystems jenseits formaler Finanzsysteme
B. Funktionsprinzipien des /zawa/a-Zahlungssystems
I. Die primäre /zawa/a-Finanztransaktion: Kunde-hawaladar-Kunde
II. Die sekundäre Transaktion: Bilanzkonsolidierung zwischen hawaladaren
C. Ordnungsmechanismen im hawala-Zahlungssystem
I. Der Club der hawaladare
II. Relationale Ordnung der hawaladar-Kunden Interaktion
III. Hierarchien als Schlüssel zur Bilanzkonsolidierung
D. Resümee
Jörg Thieme: Korreferat zu dem Beitrag von Markus Taube Hawala - Institutionelle Fundierung eines Zahlungssystems jenseits formaler Finanzsysteme
Zu den Autoren.
Notes:
Conference proceedings.
Description based on print version record.
ISBN:
3-428-52278-8
OCLC:
1108558093

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