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Reine Vermögensschäden im Europäischen Internationalen Deliktsrecht. : Zuständigkeit und anwendbares Recht.

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Format:
Book
Author/Creator:
Meyle, Hannes.
Series:
Schriften zum Internationalen Recht
Schriften zum Internationalen Recht ; v.228
Language:
German
Physical Description:
1 online resource (359 pages)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Berlin : Duncker & Humblot, 2021.
Language Note:
German
Summary:
In private international law, localisation of cross-border torts that result in pure economic loss is unpredictable. Both jurisdiction and applicable law are dominated by case-by-case decisions. The problem already existed at the time of the German Reichsgericht and it has not been solved by the ECJ yet. The thesis shows why the place of damage is an unsuitable connecting factor for pure economic loss cases and develops reform proposals.
Unerlaubte Handlungen, die zum Eintritt reiner Vermögensschäden führen, stellen in grenzüberschreitenden Streitigkeiten eine besondere Herausforderung dar. So setzt der besondere deliktische Gerichtsstand voraus, dass das schädigende Ereignis lokalisiert werden kann. Jüngere Urteile des Europäischen Gerichtshofs zeigen jedoch, dass diese Tatortbestimmung bei Vermögensdelikten zunehmend problematisch ist. Vergleichbare Schwierigkeiten stellen sich bei der Ermittlung des anwendbaren Rechts. Anhand einer praxisorientierten Untersuchung diverser Fallgruppen geht die Arbeit der Frage nach, ob die Tatortregel überhaupt geeignet ist, um Vermögensdelikte zu lokalisieren. Die zentrale Erkenntnis besteht darin, dass die Tatortregel bei Vermögensdelikten regelmäßig versagt und weder im Zuständigkeitsrecht noch im Koordinationsrecht Rechtssicherheit gewährleistet. Je nach Art des Delikts empfiehlt sich eine Einschränkung der Tatortregel beziehungsweise eine Orientierung am betroffenen Markt. Darauf aufbauend enthält die Arbeit konkrete Reformvorschläge für die Brüssel I-VO und die Rom II-VO.
Contents:
Intro
Vorwort
Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Kapitel 1: Reine Vermögensschäden. Beschreibung und materiellrechtliche Behandlung
A. Erläuterung und Abgrenzung
B. Beispielsfälle reiner Vermögensschäden
C. Rechtsordnungsübergreifende Betrachtung
I. Gemeinsamkeiten
II. Unterschiede
III. Zusammenfassung
Kapitel 2: Vermögensdelikte in grenzüberschreitenden Konstellationen. Tatortprinzip
A. Legislativer Ausgangspunkt für mitgliedstaatliche Gerichte
I. Zuständigkeit
1. Systematik der Zuständigkeitsregeln
2. Besonderer deliktischer Gerichtsstand: Art. 7 Nr. 2 Brüssel I-VO
a) Sinn und Zweck des besonderen Gerichtsstandes
b) Auslegung: Ubiquitätsprinzip
c) Terminologie
3. Art. 5 Nr. 3 Luganer Übereinkommen
II. Koordinationsrecht: Art. 4 Abs. 1 Rom II-VO
1. Systematik
2. Sinn und Zweck der Tatortanknüpfung
3. Auslegung
4. Terminologie
III. Verhältnis zwischen Art. 7 Nr. 2 Brüssel I-VO und Art. 4 Abs. 1 Rom II-VO
1. Erwägungsgründe
2. Unterschiedliche Zielsetzungen der Rechtsgebiete
3. Rechtspraktische Gründe
4. Zwischenergebnis
B. Nationale Rechtsordnungen
II. Koordinationsrecht
Kapitel 3: Status quo des Untersuchungsgegenstandes
A. Zuständigkeit
I. Abgrenzung zwischen Erstschaden und Folgeschäden im Vermögen des Geschädigten
II. Grenzüberschreitende Vermögensdelikte: Entwicklung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes
1. Kronhofer
2. Kolassa
3. CDC
4. Universal Music
5. Löber
III. Zwischenergebnis
B. Anwendbares Recht
I. Übertragung der zuständigkeitsrechtlichen Rechtsprechung
II. Berücksichtigung der Entstehungsgeschichte
III. Rechtswissenschaft
C. Zwischenergebnis
Kapitel 4: Methode und Gang der Untersuchung.
Kapitel 5: Lokalisierung grenzüberschreitender Vermögensdelikte in der Rechtsprechung. Fallgruppenbetrachtung
A. Informationsdelikte
I. Beschreibung der Fallgruppe
1. Beispiele
2. Abgrenzung
II. Rechtsprechungsanalyse
1. Deutschland
a) Reichsgericht, 23. September 1887: Empfangsort von Informationen
b) Reichsgericht, 20. November 1888: Ort der Abfassung der Auskunft
c) Bundesgerichtshof, 20. Dezember 1963: Etablierung des Ubiquitätsprinzips
d) Bundesgerichtshof, 25. November 1993: Ort der Irrtumserregung und/oder Vermögensverfügung
e) Bayerisches Oberstes Landesgericht, 27. März 2003: Schadenseintrittsort
f) Oberlandesgericht Nürnberg, 8. März 2006: Schadenseintrittsort
g) Oberlandesgericht Köln, 5. April 2005: Handlungszurechnung
h) Oberlandesgericht Köln, 25. Oktober 2007: Ort des Abschlusses einer Vereinbarung und/oder einer Geldübergabe
i) Oberlandesgericht Koblenz, 25. Juni 2007: Ubiquitäres Tatortverständnis
j) Bundesgerichtshof, 6. November 2007: Handlungszurechnung, lex fori
k) Oberlandesgericht Hamm, 30. März 2009: Unterlassungsort
l) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in Deutschland
2. Schweiz
a) Bundesgericht, 2. November 1998: Abgrenzbarkeit betroffener Vermögensteile
b) Bundesgericht, 3. Februar 2000: Ort des täuschungsbedingten Vertragsschlusses
c) Bundesgericht, 5. Juni 2008: Wohnsitz des Geschädigten
d) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in der Schweiz
3. England
a) Court of Appeal, 7. November 1978 - Diamond
b) High Court of Justice, 25. Januar 1988 - Minster Investments
c) High Court of Justice, 7. Juli 1998 - Domicrest
d) High Court of Justice, 24. November 1999 - Raiffeisen Zentral Bank
e) High Court of Justice, 1. Februar 2001 - Alfred Dunhill Ltd
f) High Court of Justice, 1. März 2006 - Newsat Holdings Ltd.
g) High Court of Justice, 19. Februar 2009 - Maple Leaf
h) High Court of Justice, 23. November 2012 - Barclay-Watt
i) High Court of Justice, 8. September 2016 - Eurasia
j) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in England
4. Nordirland: High Court of Justice, 10. Juni 2015 - Boyd v. Stott
5. Europäischer Gerichtshof
a) Kronhofer
b) Melzer
c) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung des EuGH
6. Ergebnisse der Rechtsprechungsanalyse
III. Generelle Eignung der Tatortanknüpfung für die Lokalisierung grenzüberschreitender Informationsdelikte
1. Handlung des Schädigers
a) Argumente für eine Anknüpfung an den Handlungsort
aa) Zuständigkeit
bb) Anwendbares Recht
b) Argumente gegen eine Anknüpfung an den Handlungsort
c) Zwischenergebnis
2. Selbstschädigende Handlung des Empfängers einer fehlerhaften Information
3. Vermögensschaden
a) Konkretisierung des Vermögensschadens
b) Zuständigkeitsrechtliche Argumente gegen eine Anknüpfung an Vermögensteile
c) Koordinationsrechtliche Argumente gegen eine Anknüpfung an Vermögensteile
d) Zwischenergebnis: Anknüpfung an den Vermögensschaden
4. Zwischenergebnis: Generelle Eignung der Tatortanknüpfung
IV. Alternativen zur Tatortanknüpfung bei grenzüberschreitenden Informationsdelikten
1. Gerichtliche Zuständigkeit
a) Einzelfallbetrachtung
b) Handlungszentrale des Schädigers
c) Vermögenszentrale des Geschädigten
d) Einschränkung des besonderen deliktischen Gerichtsstandes
e) Zwischenergebnis
2. Anwendbares Recht
aa) Einzelfallbetrachtung nach aktuellem Koordinationsrecht
bb) Argumente für eine weitergehende Einzelfallbetrachtung
cc) Argumente gegen eine weitergehende Einzelfallbetrachtung
dd) Zwischenergebnis
b) Handlungszentrale des Schädigers.
c) Vermögenszentrale des Geschädigten
d) Zwischenergebnis
V. Stellungnahme und Ergebnis Informationsdelikte
B. Untreuedelikte
a) Oberlandesgericht Stuttgart, 6. Juli 1998
b) Bundesgerichtshof, 6. November 2007
c) Oberlandesgericht Köln, 24. März 2010
d) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in Deutschland
a) Bundesgericht, 10. Mai 2000
b) Bundesgericht, 15. Juni 2004
c) Bundesgericht, 10. Februar 2009 und 26. März 2009
d) Bundesgericht, 19. März 2015
e) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in der Schweiz
3. Ergebnisse der Rechtsprechungsanalyse
III. Generelle Eignung der Tatortanknüpfung
1. Vereinbarung zwischen Schädiger und Geschädigtem
a) Zuständigkeitsrecht
b) Koordinationsrecht
2. Handlung des Schädigers
3. Belegenheit des Vermögens zum Zeitpunkt der unerlaubten Handlung
IV. Alternativen zur Tatortanknüpfung
1. Zuständigkeitsrecht: Einschränkung der besonderen deliktischen Zuständigkeit
2. Koordinationsrecht
a) Akzessorische Anknüpfung
b) Wohnort des Geschädigten
V. Gleichbehandlung von Untreue- und Informationsdelikten
1. Problematische Abgrenzung zwischen Untreue- und Informationsdelikten
2. Gleichzeitige Vornahme von Informations- und Untreuedelikten
3. Zwischenergebnis
VI. Stellungnahme und Ergebnis Untreuedelikte
C. Prospekthaftungsfälle
1. Rechtlicher Rahmen
2. Beispiele
3. Abgrenzung
1. Europäischer Gerichtshof
a) Kolassa
b) Löber
2. Österreich: Umsetzung der EuGH-Rechtsprechung
III. Generelle Eignung der Tatortanknüpfung.
1. Anknüpfung an den Prospekt
a) Erstellung des Prospekts
b) Erstmalige Veröffentlichung des Prospekts
2. Anlageentscheidung
3. Eingehen einer rechtlich bindenden Verpflichtung
4. Belegenheit von Wertpapieren
5. Anknüpfung an betroffene Bankkonten
a) Zuständigkeit
6. Marktanknüpfungen
a) Argumente für eine Berücksichtigung des Marktes
bb) Koordinationsrecht
b) Vereinbarkeit von Marktanknüpfungen mit der Tatortregel
c) Zwischenergebnis zur Marktanknüpfung
7. Zwischenergebnis zur Eignung der Tatortanknüpfung
1. Prospektbilligung
2. Sitz des Emittenten
3. Wohnsitz des geschädigten Anlegers
4. Einzelfallbetrachtung
5. Marktanknüpfung
a) Auswirkungsprinzip
b) Zielmarktausrichtung des Emittenten
c) Vertragsschluss
d) Ort der Zulassung der Wertpapiere
e) Kombinationslösung
f) Zwischenergebnis
6. Kombination aus Prospektnotifizierung und Anlegerwohnsitz
V. Stellungnahme und Ergebnis Prospekthaftungsfälle
D. Unerlaubtes Erbringen von Finanzdienstleistungen
1. Bundesgerichtshof, 23. März 2010, 29. Juni 2010, 29. Juni 2010
2. Oberlandesgericht München, 17. April 2012
3. Oberlandesgericht Hamm, 18. Juli 2013
4. Oberlandesgericht Brandenburg, 27. März 2014
5. Bundesgerichtshof, 24. Juni 2014
6. Bundesgerichtshof, 7. Juli 2015
7. Bundesgerichtshof, 18. Oktober 2016.
8. Zwischenergebnis zur deutschen Rechtsprechung.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
OCLC:
1248690445

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