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Der stille Kommanditist in der Publikums-KG : Die Dogmatik der qualifizierten Treuhand, ihr Haftungsregime und Auskunftsansprüche.

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Format:
Book
Author/Creator:
Dogan, Sait.
Series:
Studien zum Handels-, Arbeits- und Wirtschaftsrecht
Studien zum Handels-, Arbeits- und Wirtschaftsrecht Band 194
Language:
German
Physical Description:
1 electronic resource (353 p.)
Edition:
1st ed.
Other Title:
Stille Kommanditist in der Publikums-KG
Place of Publication:
Baden-Baden : Nomos Verlagsgesellschaft, 2021.
Language Note:
German
Summary:
The thesis examines the qualified trust in public limited partnerships with particular regards to general trust and association law. In doing so, the author comes to the conclusion that this legal figure actually conceals the historically not newly invented figure of the silent limited partner - the beneficiary becomes a genuine internal partner in the external association. Based on this, the practice-relevant areas of liability and claims for information about their identity are examined, whereby the author often arrives at innovative approaches. The work thus makes a valuable contribution to the treatment of qualified trusts in science and practice. The author worked as a research associate in capital market and investment law.
Die Arbeit untersucht die qualifizierte Treuhand in der Publikums-KG unter besonderer Berücksichtigung des allgemeinen Treuhand- und Verbandsrechts. Dabei kommt der Autor zu der Erkenntnis, dass sich hinter dieser Rechtsfigur die historisch nicht neu erfundene Figur des stillen Kommanditisten verbirgt – der Treugeber wird echter Innengesellschafter im Außenverband. Anschließend werden die praxisrelevanten Bereiche der Haftung und Auskunftsansprüche untersucht, wobei der Autor vielfach zu innovativen Begründungsansätzen gelangt. Die Arbeit leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Behandlung der qualifizierten Treuhand in Wissenschaft und Praxis. Der Autor war als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kapitalmarkt- und Kapitalanlagerecht tätig.
Contents:
Cover
Einleitung
1. Untersuchungsgegenstand und Gang der Darstellung
2. Erscheinungsformen der Treuhand
I. Echte und unechte Treuhand
II. Verwaltungs-, Sicherungs- und Nutzungstreuhand
III. Erwerbstreuhand, Übertragungstreuhand und Vereinbarungstreuhand
3. Weitere wichtige Begrifflichkeiten
I. Kupierte Publikums-KG
II. Offene und qualifizierte Treuhand
III. Verbandsverhältnis
IV. Stiller Kommanditist
4. Forschungsstand
Kapitel 1: Die Natur der Treuhand im deutschen Recht
5. Einführung
6. Die frühe Reichsgerichtsrechtsprechung
I. Materielle Gerechtigkeit als Treuhandkorrektiv
1. Treugeberschutz nach der Gefahrtragungsthese (Art. 368 Abs. 2 ADHGB analog)
2. Kein Schutz bloßer Verschaffungsansprüche
II. Das Unmittelbarkeitsprinzip
1. Keine Analogie zu 392 Abs. 2 HGB
2. Anschließende Relativierung
a) Unmittelbarkeitsprinzip
b) Surrogationsverbot
III. Schlussfolgerung
7. Die Verdinglichungsdoktrin der neueren Rechtsprechung
I. Das Treuhandkonto
II. Vermeintliches Grundurteil aus dem Jahr 1953
III. Der Beginn des Verdinglichungsdiktums
1. Erste Fehlinterpretation
2. Zweite Fehlinterpretation
3. Keine Grundlage für die Verdinglichungsdoktrin in RGZ 127, 341 und 153, 366
4. Letztliche Folge beider Fehlinterpretationen
IV. Die Verfestigung des Verdinglichungsdiktums
1. BGH NJW 1971, 559
2. BGH NJW-RR 1993, 301
V. Zwischenergebnis zum prozessualen Vollstreckungsrecht
VI. Einwendungs- und Aufrechnungsfragen
VII. Abschließende Bewertung
8. Modelle eines besonderen Treuhandinnenrechts im Schrifttum
I. Interessenwahrnehmungspflicht strictu sensu
II. Die Treuhand als atypischer Gesellschaftsvertrag
III. Die Treuhand als allgemeine Form der Geschäftsbesorgung
IV. Stellungnahme.
1. Systematische Bedenken gegen Grundmanns Ansatz
2. Typologische Bedenken gegen Geibels Ansatz
3. Historische Bedenken gegen Löhnigs Ansatz
9. Das richtige Treuhandverständnis
I. Die Treuhand als Haftungszuordnungsregime
1. Kein „Treuhandvertrag"
2. Rückbeschränkung der Treuhandproblematik auf Zwangsvollstreckungsfragen
II. Exkurs: Haftungszuordnung in der Zwangsvollstreckung
1. Unmittelbarkeit
2. Offenkundigkeit
3. Bestimmtheit
4. Rechtliche Gefahrtragung
5. Stellungnahme
10. Zusammenfassung
Kapitel 2: Grundlagen zum Untersuchungsgegenstand
11. Einführung
12. Die Publikums-KG
I. Die Kommanditgesellschaft als Rechtsträgerin des Anlagevermögens
1. Steuerliche Gründe
a) Umgehung der gewerblichen Einkunftsart
b) Verlustabzugsmöglichkeit bei der Anlegerbesteuerung
2. Gestaltungsfreiheit
II. Die aufsichtsrechtliche geschlossene Publikums-Investment-KG
1. Keine bloße Unternehmensfinanzierung
2. Kapitalanlagerechtliche Organisationsformen
3. Offene und geschlossene Investmentgesellschaft
4. Restanwendungsbereich für die Alt-Publikums-KG
III. Gründe für die Wahl des GmbH &amp
Co.-Modells
IV. Kupierung durch Sammeltreuhand
13. Motive für das Treuhandmodell
I. Vereinfachung und Kostenersparnis
1. Beitritt, Austritt und Anlegerwechsel
2. Willensbildungsprozesse
II. Anonymität der Anleger
III. Anlegerschutz
1. Anlegerpartizipation
2. Konfliktbewältigung
IV. Steuervorteilszweck
V. Haftungsrisikoverringerung
1. Haftungssituation bei direkter Kommanditbeteiligung
2. Wirtschaftliche statt rechtliche Außenhaftung
3. Keine Anwendbarkeit von 176 Abs. 2 HGB
14. Abstrakte Gestaltungsmöglichkeiten wirtschaftlicher Beteiligungen
I. Derivativer oder originärer Erwerb der Gesellschafterrechte.
II. Schuldrechtliche oder organisationsrechtliche Berechtigung
1. Aufhebung und Änderung von Rechten
2. Treuepflichten
3. Rechtswirkung
III. Schuldrechtliche Annäherung oder mitgliedschaftliche Einbeziehung
1. Schuldrechtliche Annäherung, das heißt virtuelle Sachabbildung
2. Gestaltungsmöglichkeiten einer Einbeziehung in die Treuhandmitgliedschaft
a) Einbeziehung ohne Rechts- und Pflichtenbeziehung zur Hauptgesellschaft
b) Einbeziehung mit Rechts- und Pflichtenbeziehung zur Hauptgesellschaft
3. Gestaltungsmöglichkeiten einer Einbeziehung in die Hauptgesellschaft
15. Die qualifizierte Treuhand und andere Beteiligungsformen
I. Unmittelbare Beteiligung und qualifizierte Treuhand
1. Unmittelbare Beteiligung
2. Vergleich zur qualifizierten Treuhand
II. Stille Gesellschaft und qualifizierte Treuhand
1. Typische stille Gesellschaft
2. Mehrgliedrige stille Gesellschaft
3. Vergleich zur qualifizierten Treuhand
a) Mitgliedschaftliche Einbeziehung
b) Dingliche Teilhabe am Gesellschaftsvermögen
c) Wirtschaftliche Beteiligung
III. Unterbeteiligung und qualifizierte Treuhand
1. Typische Unterbeteiligung
2. Atypische Formen
d) Der kombinatorische Ansatz der Rechtsprechung
IV. Nießbrauch am Gesellschaftsanteil und qualifizierte Treuhand
1. Nießbrauch am Gesellschaftsanteil
a) Abgrenzung zum Nießbrauch am Unternehmen
b) Nießbrauch-Treuhand und echter Nießbrauch
c) Stimmrechtsübertragung
a) Mitgliedschaftliche Einbeziehung und Teilhabe am Gesellschaftsvermögen
b) Wirtschaftliche Beteiligung
16. Die materiell-rechtliche Wirkungsweise von 152 Abs. 1 S. 3 KAGB.
I. Das Sonderrecht der Publikumspersonengesellschaften
1. Objektivierte Auslegung
2. Inhaltskontrolle
a) Ablehnende Ansicht
b) Stellungnahme
3. Anwendung auf Treuhandverträge
II. Übertragung der Erkenntnisse auf die Publikums-Investment-KG
1. Grammatikalische Auslegung
2. Systematische Auslegung
3. Historische Auslegung
4. Teleologische Auslegung
III. 152 Abs. 1 S. 3 KAGB als programmatische Schutzvorschrift
1. Vorab: Rechtsnatur
2. Keine Fiktionswirkung
a) Privatrechtliche Verwirklichung des Schutzzecks
b) Öffentlich-rechtliche Verwirklichung des Schutzzwecks
3. Fazit
17. Rechtstatsachenbetrachtung der kautelarjuristischen Praxis
I. Beitritt durch Erwerbstreuhand
II. Wahl- und Wechseloptionen
III. Die Gleichstellung nach 152 Abs. 1 S. 3 KAGB
1. Noch einmal: Die Gestaltungsmöglichkeiten qualifiziert treuhänderischer Beteiligung
2. Erkenntnis
18. Zusammenfassung
Kapitel 3: Dogmatik und Anwendungsprobleme der qualifizierten Treuhand am Gesellschaftsanteil
19. Einführung
20. Die Dogmatik in der Rechtsprechung
I. Vertragsfreiheit im Innenverhältnis
II. Vertragliche Eingliederung in die Gesellschaft
III. Durch gesellschaftsrechtliche Bindungen überlagerte Treuhandbeziehung
1. Insbesondere BGHZ 196, 131
2. Zuletzt BGHZ 217, 237
a) Abstrakt: Die Voraussetzungen der qualifizierten Treuhand
b) Quasi-Gesellschafterstellung trotz derivativ-schuldrechtlicher Berechtigung
IV. Kein Verstoß gegen das Abspaltungsverbot
1. Die Zustimmung im Gesellschaftsvertrag als unzureichende Begründung
2. Entscheidend: die Richtigkeitsgewähr durch Selbstbetroffenheit
V. Zusammenfassung
21. Die Dogmatik in der Literatur
I. Schuldrechtliche Gleichstellungen
1. Ohne Mitgliedschaftsrechte
2. Mit Mitgliedschaftsrechten.
II. Einbeziehungen in die Mitgliedschaft
1. Doppelzuständigkeit am Gesellschaftsanteil
2. Erweiterte Einzelzuordnung
a) Keine umfassende Zuordnungs- und Zurechnungseinheit
b) Partielle Erweiterung des Rechts- und Pflichtengefüges
3. Innen-KG im Innenverband
III. Einbeziehungen in die Hauptgesellschaft
1. Außengesellschafterstellung
2. Umfassende Berechtigung sui generis
3. Echte Gesellschafterstellung im Innenverhältnis
IV. Zusammenfassung
22. Rechtfertigung der Figur des stillen Kommanditisten
I. Kritik an den bisherigen Theorien
1. Kritik an schuldrechtlichen Gleichstellungen
2. Kritik an Einbeziehungen in die Mitgliedschaft
a) Keine dingliche Wirkung der Treuhand
b) Unvereinbarkeit mit der Natur der Mitgliedschaft und Kernbereichslehre i.w.S.
c) Insbesondere keine Innen-KG im Innenverband
3. Kritik an Einbeziehungen in die Hauptgesellschaft
a) Keine Außengesellschafterstellung
b) Keine Quasi-Mitgliedschaft
c) Der richtige Ansatz: echte Innengesellschafterstellung
II. Darstellung der Rechtsfigur und historische Vorläufer
1. Trennung von Innen- und Außenverhältnis
2. Frühere Formen des stillen Kommanditisten
a) Die Collegantia und Wedderlegginge
b) Der stille Kommanditist im preußischen ALR
c) Der Stille Kommanditist im österreichischen ABGB
d) Aufnahme in den ersten Entwurf für ein ADHGB
e) Das zeitgenössische Für und Wider einer Namenspublikation
f) Kritik
3. Die wichtigsten Erkenntnisse
III. Gründe für das heute umstrittene Verständnis von der Innengesellschaft
1. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts und Societas Romana
2. Begründung von Rechtssubjektivität über Verbandsqualität
IV. Das Verbandsrecht als allgemeines Gesellschaftsrecht
1. Den Innenverband anerkennende Stimmen
a) Unbedingter Innenverband
b) Bedingter Innenverband.
c) Fazit.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
9783748927716
3748927711
OCLC:
1285782774

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