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People Analytics : Eine datenschutzrechtliche Betrachtung moderner Einsatzszenarien für automatisierte, datenbasierte Entscheidungen.

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Format:
Book
Author/Creator:
Blum, Benjamin.
Series:
Studien zum deutschen und europäischen Arbeitsrecht
Studien zum deutschen und europäischen Arbeitsrecht Band 95
Language:
German
Physical Description:
1 electronic resource (522 p.)
Edition:
1st ed.
Place of Publication:
Baden-Baden : Nomos Verlagsgesellschaft, 2021.
Language Note:
German
Summary:
Modern human resources management ("people analytics") requires the use of complex algorithms and the evaluation of a vast amount of data. In this context, companies easily get into conflict with the applicable data protection regulations. The author presents the relevant provisions on data, industrial constitution and telecommunications law and uses practical case studies to show which pitfalls must be considered. In this context, he designs legally compliant solutions for the use of automated decisions, Big Data and IoT in companies. A sample works agreement on possible use scenarios is also drafted for the target group of lawyers, works councils and companies.
Modernes Personalmanagement („People Analytics“) bedarf des Einsatzes komplexer Algorithmen und der Auswertung einer Vielzahl von Daten. Hierbei geraten Unternehmen schnell in den Konflikt mit den geltenden Datenschutzbestimmungen. Der Autor stellt die einschlägigen Vorschriften zum Daten-, Betriebsverfassungs- und Telekommunikationsrecht dar und zeigt anhand konkreter Fallbeispiele auf, welche Fallstricke zu beachten sind. Er entwirft rechtskonforme Lösungen für den Einsatz von automatisierten Entscheidungen, Big Data und IoT im Unternehmen. Für die Zielgruppe der Anwälte, Betriebsräte und Unternehmen wird zudem eine Musterbetriebsvereinbarung zu möglichen Einsatzszenarien entworfen.
Contents:
Cover
A. Einleitung
1 Überblick
2 Interessenskonflikt im Arbeitsverhältnis
I. Asymmetrische Informationsverteilung im Arbeitsverhältnis
1. Prinzipal-Agenten-Theorie
2. Adverse Selection
3. Moral Hazard
II. Die unterschiedlichen Interessen der Parteien
1. Das Informationsinteresse des Arbeitgebers
2. Das Geheimhaltungsinteresse des Arbeitnehmers
3. Technikspezifische Risiken
III. Datenschutz als Instrument zum Interessensausgleich
IV. Zwischenergebnis
B. Die Entwicklung des Personalmanagements
1 Ursprünge des Personalmanagements
2 Wandel des Personalmanagements über die Zeit
3 Neue Chancen und Herausforderungen durch die Digitalisierung
I. Soziale Medien
II. Mobile Media
III. Cloud-Dienste
IV. „Internet of Things" (IoT)
C. People Analytics
1 Überblick, Einführung
2 Verfahren und eingesetzte Techniken bei People Analytics
I. Überblick
II. Begriffsbestimmungen
1. Big Data
a) Allgemeine Definition
b) Die „vier Vs": Volume, Variety, Velocity, Veracity/Value
aa) Volume
bb) Variety
cc) Velocity
dd) Veracity/Value
c) Profilbildung durch Big Data und Scoring
2. Künstliche Intelligenz
b) Automation des Entscheidens
aa) Das 5-Stufen-Modell zur Automation des Entscheidens
bb) Veränderungspotential durch KI und Entscheidungsautomatisierung
III. Reifegrade der Arbeitnehmeranalyse
3 Vor- und Nachteile bzw. Gefahren von People Analytics
I. Sicherere Prognosen / Erkennen bislang unbekannter Zusammenhänge
II. Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen
III. Diskriminierungsfreie Entscheidungen
IV. Überwachung der Arbeitnehmer
V. Datensicherheit
4 Mögliche Einsatzszenarien und Werkzeuge von People Analytics
I. Verringerung der Fluktuationsquote
II. Stimmungsbarometer.
III. Kommunikationsdiagramme / Netzwerk-Analysen
IV. Gesundheitsförderung
V. Selbstkontrolle
VI. Spiele / Gamification
D. Rechtliche Rahmenbedingungen
1 Datenschutzrecht
I. Anwendbarkeit des Datenschutzrechts
1. Sachlicher Anwendungsbereich (Art. 2 DSGVO)
a) Personenbezogene Daten
b) Verarbeitung personenbezogener Daten
c) Dateisystem
d) Zwischenergebnis
2. Räumlicher Anwendungsbereich (Art. 3 DSGVO)
3. Verhältnis zwischen der DSGVO und dem BDSG
4. Keine Anwendung bei nicht-personenbezogenen Daten
a) Begriff der Identifikation
b) Anonymisierung
c) Pseudonymisierung
aa) Risikomindernde Wirkung
bb) Keine anonymisierende Wirkung der Pseudonymisierung
(1) Relative Dimension der Identifizierbarkeit
(2) Kritik
(3) Lösungsvorschlag von Buchner
(4) Stellungnahme
d) Ermöglichende Wirkung und Privilegierungen
5. Zwischenergebnis
II. Legitimationsbedürftigkeit der Datenverarbeitung
III. Erlaubnistatbestände der DSGVO
1. Vorliegen mehrerer Erlaubnistatbestände
2. Die Erlaubnistatbestände im Einzelnen
a) Einwilligung
aa) Formelle Voraussetzungen
bb) Materielle Voraussetzungen
(1) Eindeutig bestätigende Handlung
(2) Freiwilligkeit
(3) In informierter Weise
(4) Für einen oder mehrere bestimmte Zwecke
b) Erforderlichkeit für die Erfüllung eines Vertrags
c) Erforderlichkeit für die Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung
d) Erforderlichkeit zum Schutz lebenswichtiger Interessen
e) Erforderlichkeit zur Wahrnehmung einer Aufgabe im öffentlichen Interesse
f) Erforderlichkeit zur Wahrnehmung von berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder Dritten
IV. Beschäftigtendatenschutz
1. Öffnungsklausel der DSGVO für nationale Regelungen, Art. 88 DSGVO
a) Reichweite der Öffnungsklausel.
aa) Regelungen in den Grenzen des Art. 88 Abs. 2 DSGVO möglich
bb) Keine Abweichung vom Schutzniveau der DSGVO möglich
cc) Festlegung eines Mindeststandards für den Beschäftigtendatenschutz
dd) Abweichung nach oben nur in einem bestimmten Rahmen möglich
b) Stellungnahme
aa) Wortlaut
bb) Systematik
cc) Telos
dd) Historie
ee) Primärrechtskonforme Auslegung
c) Ergebnis
2. Nationaler Erlaubnistatbestand für den Beschäftigtendatenschutz: 26 BDSG
a) Der Begriff des Beschäftigten im Sinne des Datenschutzrechts
b) Erforderlichkeit der Datenverarbeitung gem. 26 Abs. 1 BDSG
V. Sonderregelungen
1. Sensitive Daten (Art. 9 Abs. 1 DSGVO)
2. Erlaubnistatbestand der Kollektivvereinbarung (Art. 88 Abs. 1 Alt. 2 DSGVO)
3. Das grundsätzliche Verbot automatisierter Einzelfallentscheidungen (Art. 22 DSGVO)
a) Gesetzliches Verbot mit Erlaubnisvorbehalt
b) Kein Verbot von Profiling durch Art. 22 DSGVO
c) Voraussetzungen des Verbots
aa) Ausschließlich auf automatisierter Verarbeitung beruhende Entscheidung
bb) Rechtliche Wirkung oder ähnlich erhebliche Beeinträchtigung
(1) Rechtliche Wirkung
(2) Ähnlich erhebliche Beeinträchtigung
d) Ausnahmen
aa) Erforderlichkeit
bb) Unionale bzw. nationale Öffnungsklausel
cc) Ausdrückliche Einwilligung
e) Schutzmaßnahmen, Art. 22 Abs. 3 DSGVO
4. Art. 35 DSGVO: Pflicht zur Datenschutzfolgenabschätzung (DPIA) bei Profiling
2 Betriebsverfassungsrecht
I. Anwendbarkeit des BetrVG
II. Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats
1. Mitbestimmungsrechte aus 87 Abs. 1 BetrVG
a) 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG: Mitbestimmung bei Fragen der Ordnung des Betriebs und des Verhaltens der Arbeitnehmer im Betrieb.
b) 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen
aa) Definitionen: Technische Einrichtung / Überwachung
bb) Reichweite des Mitbestimmungsrechts: Überwachungseignung ausreichend
cc) Zeitpunkt der Mitbestimmung: Einführung und Anwendung der technischen Einrichtung
dd) Form der Mitbestimmung
ee) Grenzen des Mitbestimmungsrechts
c) 87 Abs. 1 Nr. 10 und 11 BetrVG: Mitbestimmung bei Entlohnung und Entgelten
2. Mitbestimmungsrecht aus 94 BetrVG: Personalfragebögen, Beurteilungsgrundsätze
a) Personalfragebögen
b) Allgemeine Beurteilungsgrundsätze
3. Mitbestimmungsrecht aus 95 BetrVG: Auswahlrichtlinien
4. Unterrichtungs- und Beratungspflicht bei Maßnahmen der Personalplanung, 92 Abs. 1 BetrVG
5. Unterrichtungs- und Beratungspflicht bei der Planung von technischen Anlagen, 90 BetrVG
6. Unterrichtungs- und Beratungspflicht bei Betriebsänderungen nach 111 BetrVG
a) Der Tatbestand des 111 S. 3 Nr. 4 BetrVG
b) Einführung grundlegend neuer Arbeitsmethoden ( 111 S. 3 Nr. 5 BetrVG)?
III. Verpflichtung zum Schutz und zur Förderung des Persönlichkeitsrechts der Arbeitnehmer aus 75 Abs. 2 BetrVG
IV. Allgemeine Unterrichtungspflicht / Auskunftsbegehren des Betriebsrats, 80 Abs. 2 BetrVG
V. Zwischenergebnis
3 Telekommunikationsrecht / Medienrecht
I. Fernmeldegeheimnis, 88 Abs. 2 TKG
1. Grundlagen / rein dienstliche Nutzung
2. Private Nutzung der Telekommunikationsdienste des Arbeitgebers erlaubt
a) Meinungsstand
b) Stellungnahme / Lösungsansatz
aa) Nutzung des dienstlichen E-Mail-Postfachs für private Zwecke
bb) Nutzung des Internetzugangs des Arbeitgebers für private Zwecke
(1) Getrennte Netzwerke bzw. gesondertes Netzwerk.
(2) Betriebliches Netzwerk / einheitliches Netzwerk
cc) Nutzung des dienstlichen Telefons für private Zwecke
3. Zwischenergebnis
II. Schutz der Kommunikation durch das TMG
4 Zwischenergebnis
E. Bewertung von People Analytics-Einsatzszenarien
1 People Analytics als Grundlage bzw. Unterstützung für Personalentscheidungen
I. Grundsatz der Zweckbindung von personenbezogenen Daten
1. Spezifität der Zweckbestimmung nach Art. 5 Abs. 1 lit. b DSGVO
a) Zweckbestimmung im Rahmen der Einwilligung / einer Kollektivvereinbarung
b) 26 BDSG: Verarbeitung zum Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses
aa) Erforderlichkeit für die Entscheidung über die Begründung des Beschäftigungsverhältnisses
bb) Erforderlichkeit für die Durchführung des Beschäftigungsverhältnisses
cc) Erforderlichkeit für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses
dd) Zwischenergebnis
2. Vereinbarkeit des weitergehenden Verarbeitungszwecks mit dem ursprünglichen Zweck (Art. 6 Abs. 4 DSGVO)
a) Notwendigkeit einer Rechtsgrundlage für die Weiterverarbeitung
b) Grundlegendes
c) Vermutung der Zweckvereinbarkeit für (anonymisierte) People-Analytics
d) Kriterien des Kompatibilitätstests
aa) Verbindung zwischen den Zwecken der Erhebung und der Weiterverarbeitung (lit. a)
bb) Zusammenhang, in welchem die Daten erhoben wurden (lit. b)
cc) Art der personenbezogenen Daten (lit. c)
dd) Möglichen Folgen der beabsichtigten Weiterverarbeitung für die betroffenen Personen (lit. d)
ee) Vorhandensein geeigneter Garantien (lit. e)
3. 24 BDSG: Nationale Regelung zur Zweckänderung
4. Zwischenergebnis
II. People Analytics als Profiling im Sinne von Art. 4 Nr. 4 DSGVO
1. Grundlagen
2. Die zwei bzw. drei Stufen des Profilings
3. Notwendige Unterscheidung: Profilbildung vs. Profiling.
a) Automatisierte Verarbeitung erforderlich.
Notes:
Description based on publisher supplied metadata and other sources.
ISBN:
9783748926368
3748926367
OCLC:
1263028906

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