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Die urheberrechtliche Zwangslizenz / Hubertus Weber.

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Format:
Book
Author/Creator:
Weber, Hubertus, author.
Series:
Abhandlungen zum Urheber- und Kommunikationsrecht ; Band 63.
Abhandlungen zum Urheber- und Kommunikationsrecht ; Band 63
Language:
German
Subjects (All):
Compulsory licensing of patents.
Physical Description:
1 online resource (650 pages) : illustrations.
Edition:
1. Auflage.
Place of Publication:
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG 2018
Baden-Baden : Nomos ; [Bern] : Stämpfli, [2018]
Language Note:
German
Summary:
"Das Urheberrecht verhindert ein Marktversagen, indem es immaterielle Güter ausschließlich und damit marktfähig macht. Die Ausschließlichkeit hat aber eine Kehrseite: Verbietet der Rechtsinhaber Nutzungen, ohne sie (auf eine bestimmte Art) selbst vorzunehmen, liegen vergriffene Werke brach, werden Innovationen behindert und wissenschaftliche Zeitschriften prohibitiv verteuert. Abhilfe könnte die urheberrechtliche Zwangslizenz schaffen. Die im Urheberrechtsgesetz geregelte besondere Art des Kontrahierungszwangs – der Rechtsinhaber muss eine Lizenz erteilen, kann aber die Lizenzbedingungen verhandeln – führt in Literatur und Gesetzgebung ein Schattendasein. Ziel der Arbeit ist es, diese Lücke zu schließen. Zunächst wird rechtsvergleichend und ausgerichtet am Ziel "normativer Effizienz" geklärt, ob und in welchen Fällen eine urheberrechtliche Zwangslizenz geregelt werden sollte. Anschließend wird untersucht, wie sie effektiv und mit höherrangigem Recht vereinbar ausgestaltet werden könnte."--Verl.
Contents:
Cover
Einleitung
A. Gegenstand der Untersuchung
B. Gang der Untersuchung
1. Kapitel: Problemanalyse
A. Zweck des Urheberrechts
I. Individualistische Begründungsansätze
1. Theorie vom geistigen Eigentum
a) Derivativ-individualistisches Argument
b) Originär-individualistisches Argument
c) Utilitaristisches Argument
d) Zwischenergebnis
2. Theorie vom Urheberrecht als Persönlichkeitsrecht
3. Dualistische und monistische Theorie
4. Zwischenergebnis
II. Utilitaristische Begründungsansätze
1. Grundlagen der ökonomischen Analyse des Rechts
a) Das ökonomische Verhaltensmodell
aa) Inhalt
bb) Kritische Würdigung
b) Das ökonomische Effizienzziel
aa) Pareto-Kriterium
bb) Kaldor-Hicks-Kriterium
(1) Inhalt
(2) Kritische Würdigung
c) Zwischenergebnis
2. Incentive-Access-Ansatz
a) Inhalt
aa) Anreiz
bb) Zugang
(1) Konsumtive Unternutzung
(2) Kreative Unternutzung
(3) Produktive Unternutzung
(a) Keine Verwertung
(b) Keine neuartige Verwertung
(c) Keine gleichartig-konkurrierende Verwertung
cc) Anreiz-Zugangs-Optimierung
b) Kritische Würdigung
aa) Anreizerfordernis
bb) Alternative Anreizmechanismen
cc) Effizienzziel
dd) Operationalisierbarkeit
3. Property-Rights-Ansatz
III. Zwischenergebnis
B. Problemanalyse im Einzelnen
I. Keine Verwertung
1. Analyse
a) Deutsches Recht
b) Französisches Recht
2. Bewertung
II. Keine neuartige Verwertung
1. Keine oder unwesentliche Beeinträchtigung der bisherigen Verwertung
a) Nutzung durch Büchersuchmaschinen mit Auszugsansicht
aa) Analyse
(1) Deutsches Recht
(2) Französisches Recht
bb) Bewertung
b) Nutzung im Internet-Fernsehen
(1) Deutsches Recht.
(2) Französisches Recht
c) Verwertung durch Internet-Videorekorder
2. Wesentliche Beeinträchtigung der bisherigen Verwertung
a) Analyse
b) Bewertung
III. Keine gleichartig-konkurrierende Verwertung
1. Wissenschaftliche Aufsätze
aa) Substituierbarkeit wissenschaftlicher Aufsätze
bb) Substituierbarkeit wissenschaftlicher Zeitschriften aus Autorensicht
(1) Austauschbarkeit mit Publikationen einer anderen Art
(2) Austauschbarkeit mit Publikationen derselben Art
(3) Austauschbarkeit mit Open-Access-Zeitschriften ("Golden Open Access")
(a) Veröffentlichungskosten
(b) Langzeitverfügbarkeit
(c) Renommee
(d) Zwischenergebnis
(4) Zwischenergebnis
cc) Substituierbarkeit wissenschaftlicher Artikel aus Nutzersicht
(1) Öffentlich verfügbare Kopien des Artikels
(a) Öffentliche Verfügbarmachung nach deutschem Recht
(aa) Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung
(bb) Wiedergabe von Werken an elektronischen Leseplätzen in öffentlichen Bibliotheken, Museen und Archiven
(cc) Kopienversand auf Bestellung
(dd) Zwischenergebnis
(b) Öffentliche Verfügbarmachung nach französischem Recht
(aa) Wiedergabe oder Vervielfältigung für Unterricht und Forschung
(bb) Wiedergabe an Terminals in öffentlichen Bibliotheken, Museen und Archiven
(cc) Zwischenergebnis
(c) Zwischenergebnis
(2) Open-Access-Zweitveröffentlichung ("Green Open Access")
(a) Angebot
(aa) Zweitveröffentlichungsrecht
[1] Preprints
[2] Postprints
(bb) Gebrauch des Zweitveröffentlichungsrechts
(b) Substituierbarkeit
(3) Zweitverwertung
dd) Preiselastizität
ee) Zwischenergebnis
b) Bewertung.
2. Sole-source-Datenbanken
aa) Sole-source-Daten
bb) Schutz der Datenbank nach deutschem und französischem Recht
cc) Schutz der Sole-source-Daten nach deutschem und französischem Recht
IV. Exkurs: Beschränkung der Interoperabilität von Computerprogrammen und technischen Schutzmaßnahmen
a) Interoperabilität von Computerprogrammen
b) Interoperabilität von technischen Schutzmaßnahmen
a) Ökonomische Effizienz
aa) Effizienzvorteile
bb) Effizienznachteile
cc) Zwischenergebnis
b) Außerökonomische Überlegung
3. Zwischenergebnis
V. Zwischenergebnis
2. Kapitel: Lösungsansätze
A. Lösungsansätze im Überblick
I. Begriffe
1. Schutzvoraussetzungen
2. Schutzfrist
3. Schutzbeschränkungen
a) Wirkung
b) Verortung
c) Vorgaben des Konventions- und Unionsrechts
d) Vor- und Nachteile
aa) Rechtssicherheit
bb) Flexibilität
cc) Generalisierende und Einzelfallgerechtigkeit
dd) Transaktionskosten
ee) Effektivität
II. Schutzbeschränkungen im Überblick
1. Gesetzliche Lizenz
a) Gesetzliche Lizenz ohne Vergütungspflicht
b) Gesetzliche Lizenz mit Vergütungspflicht
aa) Formell realisierbare Variante
bb) Materiell realisierbare Variante
2. Konditionale kollektive Lizenz
a) Verwertungsgesellschaftspflicht
aa) Wirkung
bb) Verortung
cc) Vorgaben des Konventions- und Unionsrechts
b) Wahrnehmungsfiktion
c) Wahrnehmungsvermutung
d) Erweiterte kollektive Lizenz
aa) Erweiterte kollektive Lizenz mit Widerspruchsrecht
bb) Erweiterte kollektive Lizenz ohne Widerspruchsrecht.
cc) Vorgaben des Konventions- und Unionsrechts
e) Vor- und Nachteile
3. Zweitverwertungsrecht
4. Kartellrechtliche Preiskontrolle
a) Marktbeherrschende Stellung
b) Preismissbrauch
aa) Vergleichsmarktkonzept
bb) Konzept der Gewinnbegrenzung
c) Verpflichtung zur Festsetzung angemessener Preise
5. Kartellrechtliche Zwangslizenz
b) Missbräuchliche Lizenzverweigerung
aa) Unionskartellrecht
(1) "Volvo"
(2) "Magill"
(3) "Tiercé Ladbroke"
(4) "IMS Health"
(a) Inhalt
(b) Deutung
(5) "Microsoft"
(6) "Huawei"
(7) Zwischenergebnis
bb) Deutsches Recht
(1) "Standard-Spundfass"
(a) Anwendbarkeit deutschen Kartellrechts
(b) Anwendbarkeit neben immaterialgüterrechtlichen Zwangslizenzen
(c) Voraussetzungen der Missbräuchlichkeit
(2) "Elektronischer Programmführer"
(3) Zwischenergebnis
cc) Französisches Recht
(1) "Lectiel"
(2) "NMPP"
(3) "Digitechnic"
(4) "Blogmusik"
(5) Zwischenergebnis
dd) Zwischenergebnis
6. Rechtsmissbrauchsverbot
a) Rechtsmissbrauchsverbot im deutschen Urheberrecht
aa) Spezielles Rechtsmissbrauchsverbot
bb) Allgemeines Rechtsmissbrauchsverbot
b) Rechtsmissbrauchsverbot im französischen Urheberrecht
(1) Missbrauch des Veröffentlichungsrechts
(2) Missbrauch der Verwertungsrechte
7. Verhältnismäßigkeitsvorbehalt
a) Verhältnismäßigkeitsvorbehalt im US-amerikanischen Urheberrecht.
b) Verhältnismäßigkeitsvorbehalt im deutschen Urheberrecht
c) Verhältnismäßigkeitsvorbehalt im französischen Urheberrecht
d) Vorgaben des Konventions- und Unionsrechts
8. Urheberrechtliche Zwangslizenz
c) Vor- und Nachteile
1. Wirkung
2. Verortung
3. Vorgaben des Konventions- und Unionsrechts
4. Vor- und Nachteile
B. Lösungsansätze im Einzelnen
1. Rechtsinhaber ist Urheber
2. Rechtsinhaber ist Verwerter
1. Bisherige Verwertung wird nicht oder unwesentlich beeinträchtigt
a) Internet-Fernsehen und -Videorekorder
b) Büchersuchmaschinen mit Auszugsansicht
c) Sonstige neue Nutzungsarten
aa) Rechtsinhaber ist Urheber
bb) Rechtsinhaber ist Verwerter
2. Neue Nutzungsart ist etabliert
III. Verwertung zu unangemessenen Preisen
IV. Verwertung von wissenschaftlichen Aufsätzen und Sole-source-Datenbanken
2. Sole-source-Datenbanken
V. Exkurs: Lösungsansatz des Wittem-Projekts
VI. Zwischenergebnis
3. Kapitel: Die urheberrechtliche Zwangslizenz als Rechtsfigur
A. Vorgaben des Konventions- und höherrangigen Rechts
I. Vorgaben des Konventionsrechts
1. Mindestrechte ohne oder mit speziellen Vorbehalten
a) Mindestrechte der RBÜ
b) Mindestrechte des Rom-Abk
2. Mindestrechte mit Dreistufentest
a) Anwendbarkeit des Dreistufentests
aa) Art. 9 Abs. 2 RBÜ
bb) Art. 13 TRIPS, Art. 10 WCT, Art. 16 Abs. 2 WPPT
b) Voraussetzungen des Dreistufentests
aa) Stufe 1
(1) "Gewisse"
(2) "Sonderfälle"
bb) Stufe 2
cc) Stufe 3
II. Vorgaben des Unionsrechts.
1. Ausschließlichkeitsrechte der Informationsgesellschafts-RL.
Notes:
Originally presented as the author's thesis (doctoral)--Ludwig-Maximilians-Universität München, 2018.
Bibliography: p. 579-650.
Creative Commons Attribution 4.0 International. CC BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode
Description based on print version record.
ISBN:
3-8452-9299-7
OCLC:
1055042216
Access Restriction:
Unrestricted online access

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