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Die europäische Regulierung audiovisueller Mediendienste : Kohärenz des materiellen Anwendungsbereichs der AVMD-Richtlinie für hybride Onlineangebote vor dem Hintergrund der Medienkonvergenz / Sarah Hartmann.

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Format:
Book
Author/Creator:
Hartmann, Sarah, author.
Series:
Studien Zum Deutschen und Europaeischen Medienrecht Series ; v.65
Language:
German
Subjects (All):
European Parliament. Directive 2010/13/EU of the European Parliament and of the Council.
European Parliament.
Law.
Physical Description:
1 online resource.
Edition:
First edition.
Place of Publication:
[s.l.] : Peter Lang International Academic Publishers, 2019.
Language Note:
German.
Summary:
Die europäische AVMD-Richtlinie, die auch die deutsche Medienregulierung determiniert, befindet sich seit 2016 in einem Reformprozess. Insbesondere der materielle Anwendungsbereich der Richtlinie wird dem Anspruch einer rechtssicheren Unterscheidung zwischen regulierungsbedürftigen und nicht-regulierungsbedürftigen Diensten nicht gerecht. Auch mit der Neugestaltung der Richtlinie werden die Herausforderungen der Medienkonvergenz nicht angemessen bewältigt. Ausgehend von diesen Defiziten konzipiert die Autorin eine alternative Ausgestaltung des materiellen Anwendungsbereiches, die auf rechtsvergleichende Erkenntnisse der Medienregulierung in Großbritannien, Australien, Neuseeland und Deutschland zurückgreift und maßgeblich an die Meinungsbildungsrelevanz der Angebote anknüpft.
Contents:
Cover
Series Information
Copyright information
Dedication
Danksagung
Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis
Erster Teil. Einleitung
1 Die Konvergenz der audiovisuellen Medien
I. Technische Konvergenz
II. Entwicklung der Dienste und Inhalte
III. Integration entlang der Wertschöpfungskette
IV. Verändertes Nutzerverhalten
2 Presse und Rundfunk als Grundmodelle der Medienregulierung am Beispiel des deutschen Rechts
I. Übergreifende Regulierungsziele
II. Begründung der Sonderrolle des Rundfunks
1. Zugangshürden
2. Meinungsbildungspotential
III. Auswirkungen auf das Regulierungskonzept
3 Problemstellung/Untersuchungsgegenstand
Zweiter Teil. Abgrenzungsprobleme der AVMD-Richtlinie im Bereich hybrider Online-Bewegtbildangebote
1 Die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste als europäisches Regulierungskonzept
I. Entstehungsgeschichte der AVMD-Richtlinie
1. Fernsehrichtlinie
2. Umgestaltung zur AVMD-Richtlinie
a) Reformbedarf
b) Erweiterung des Anwendungsbereichs
II. Anforderungen der Richtlinie an nichtlineare Dienste
1. Abgestufter Regulierungsansatz
2. Allgemeine Vorschriften
3. Vorschriften für Abrufdienste
4. Unterschiede zu Angeboten außerhalb des Anwendungsbereichs
III. Der materielle Anwendungsbereich für audiovisuelle Mediendienste auf Abruf
1. Dienstleistung
2. Redaktionelle Verantwortung eines Mediendiensteanbieters
a) Wirksame Kontrolle
b) Videoplattformen und nutzergenerierte Inhalte
c) Verantwortlicher Mediendiensteanbieter
3. Hauptzweck
a) Gesamtangebote und Unterangebote
b) Gewichtung der Angebotsteile
4. Bereitstellung von Sendungen zur Information, Unterhaltung oder Bildung
a) Fernsehähnlichkeit
b) Regulierungspraxis
c) OFCOM-Studien zu Fernsehähnlichkeit und Regulierungserwartung.
5. An die Allgemeinheit gerichtet
a) Narrowcasting
b) Meinungsbildungsrelevanz
c) Erbringung über elektronische Kommunikationsnetze
IV. Probleme und Konsequenzen der Einstufung
2 Rechtsprechung und Regulierungsentscheidungen zu Videos auf Presseseiten als Beispiel für die Abgrenzungsprobleme
I. Großbritannien/OFCOM und ATVOD
1. „Sun Video"
2. „Vice Video"
II. Österreich/ KommAustria
1. „Cultvisual"
2. „Styria Multi Media"
III. EuGH/„New Media Online"
1. Sachverhalt
2. Entscheidung der KommAustria und des BKS
3. Vorlagebeschluss des VwGH
4. Schlussanträge des Generalanwalts
5. Urteil des EuGH
IV. Slowakei/„TV SME"
V. Deutschland/„Tagesschau-App"
1. Urteil des LG Köln
2. Urteil des BGH
VI. Systematisierung und Vergleich
1. Eigenständigkeit des Dienstes
a) Zulässigkeit der Differenzierung
b) Technische Angebotsstruktur
c) Verbindung von Text und Video
2. Hauptzweck
3. Fernsehähnlichkeit
a) Vergleichsmaßstab Katalog oder Einzelbestandteile
b) Länge der Inhalte
c) Inhaltliche Vergleichbarkeit
d) Meinungsbildungsrelevanz
3 Zwischenfazit: Defizite der AVMD-Richtlinie
Dritter Teil. Der europäische Reformprozess zur AVMD-Richtlinie
1 Reformdebatte
I. Wesentliche Beiträge zur Reformdebatte
1. Grünbuch und Konsultation der Europäischen Kommission zur Medienkonvergenz
2. BRD: Rundfunkkommission der Länder und Konvergenzgutachten
a) Konvergenzgutachten
b) Positionspapier zur Novellierung der AVMD-Richtlinie
3. ERGA-Bericht zum materiellen Anwendungsbereich der AVMD Richtlinie
4. REFIT-Konsultation zur Reform der AVMD-Richtlinie
II. Zentrale Probleme des aktuellen Regulierungssystems und Lösungsansätze
1. Der abgestufte Regelungsansatz nach Linearität
a) Wettbewerbsverzerrungen zwischen linearen und nichtlinearen Diensten.
b) Aufgabe der Unterscheidung oder (teilweise) Angleichung des Regelungsniveaus
2. Auslegungsschwierigkeiten im materiellen Anwendungsbereich
a) Klarstellung oder Änderung der Definitionen
aa) Fernsehähnlichkeit
bb) Hauptzweck
b) Neue Anknüpfungspunkte der Regulierung
aa) Berücksichtigung der Meinungsbildungsrelevanz
bb) Konvergenzgutachten: Modulare Regulierung anhand des Mehrwerts für die öffentliche Kommunikation
3. Angebote ohne redaktionelle Verantwortung
a) Wettbewerbsverzerrung durch nicht vom Anwendungsbereich erfasste Dienste
b) Erweiterung des Anwendungsbereichs auf Videoplattformen
III. Zusammenfassung der Ergebnisse
IV. Anforderungshorizont für die Reform
1. Rechtskohärenz
a) Art. 11 Grundrechtecharta
b) Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr
2. Erhaltung der Regulierungsziele der AVMD-Richtlinie
3. Lösung der Auslegungsprobleme im materiellen Anwendungsbereich unter Berücksichtigung der Meinungsbildungsrelevanz
4. Strukturelles Vollzugsdefizit im Zusammenhang mit Videoplattformen
a) Insbesondere kommerzielle Kommunikation
b) Überregulierung linearer Angebote
c) Zusammenfassung
2 Die Überarbeitung der AVMD-Richtlinie ab 2016
I. Richtlinienvorschlag der Kommission
1. Allgemeine Vorschriften und nationale Regulierungsbehörden
2. Materieller Anwendungsbereich
3. Verpflichtungen der Mediendiensteanbieter
4. Einbeziehung von Videoplattformdiensten
a) Definition und räumlicher Anwendungsbereich
b) Pflichten der Plattformanbieter
II. Weiteres Gesetzgebungsverfahren
1. Europäisches Parlament
a) Allgemeine Vorschriften und nationale Regulierungsbehörden
b) Materieller Anwendungsbereich
c) Verpflichtungen der Mediendiensteanbieter
d) Einbeziehung von Videoplattformdiensten
aa) Erweiterte Definition von Videoplattformen.
bb) Pflichten der Plattformanbieter
(1) Schutz vor Hass- und Gewaltkommunikation sowie Jugendschutz
(2) Übertragung weiterer Vorschriften auf Videoplattformdienste
2. Rat der Europäischen Union
III. Analyse der Regelungsvorschläge
1. Materieller Anwendungsbereich
a) Hauptzweck
aa) Klarstellung zur Eigenständigkeit von Diensten
bb) Ratsvorschlag zum Ausschluss von Videoclips in Presseangeboten
cc) Hauptzweck im engeren Sinne
dd) Stellungnahme
b) Fernsehähnlichkeit
c) Kanäle auf Videoplattformen
2. Der abgestufte Regelungsansatz
a) Unterscheidung nach Linearität
b) Annäherung des Regelungsniveaus
3. Einbeziehung von Videoplattformen
a) Definition der Videoplattformdienste
b) Schutz vor Hass- und Gewaltkommunikation sowie Jugendschutz
aa) Merkmale der Aufstachelung zu Hass und Gewalt
bb) Bedeutung als Inhaltsverbote
cc) Erforderliche Maßnahmen der Videoplattformanbieter
(1) Organisatorische Pflichten
(2) Handlungspflichten bezüglich gemeldeter Inhalte
c) Verpflichtungen bezüglich kommerzieller Kommunikation
d) Stellungnahme
IV. Kompromissfassung des Trilogs
1. Nationale Regulierungsbehörden
3 Zwischenfazit: Defizite der Reform
I. Lösung der Auslegungsprobleme im materiellen Anwendungsbereich?
1. Anwendung auf Presseangebote mit Videos
2. Abgrenzung des Anwendungsbereichs „nach außen"
II. Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen?
III. Strukturelles Vollzugsdefizit und nationale Regulierungsstellen.
IV. Vereinbarkeit der Videoplattformregulierung mit der e-Commerce Richtlinie
V. Zusammenfassung der Ergebnisse
Vierter Teil. Entwicklung von Regulierungsalternativen für hybride Online-Bewegtbildangebote
1 Untersuchungen zum Umgang mit konvergenten Mediendiensten aus Großbritannien, Australien und Neuseeland
I. Hintergrund
1. Die britische Leveson Inquiry als Ausgangspunkt
2. Grundlegende Ansätze der Untersuchungen
a) Finkelstein Report (AU)
b) Law Commission Report (NZ)
c) Convergence Review (AU)
d) Convergence Report (UK)
II. Zentrale Ergebnisse
1. Regulierungsadressaten und Abgrenzungskriterien
a) Convergence Review und Convergence Report
b) Definition und Abgrenzung von Nachrichtenmedien
2. Abstufung der Regulierungsintensität und inhaltliche Standards
a) Convergence Report
b) Insbesondere Nachrichtenmedien
c) Modularer Ansatz des Convergence Review
III. Systematisierung und Vergleich
1. Abstraktion der Anknüpfungspunkte der Untersuchungen
2. Vergleich mit dem materiellen Anwendungsbereich der AVMD-Richtlinie
a) Dienstleistung
b) Redaktionelle Verantwortung eines Mediendiensteanbieters
c) Hauptzweck
d) Bereitstellung von Sendungen an die Allgemeinheit
2 Zusammenführung mit Ansätzen aus dem deutschen Diskurs zur Rundfunkregulierung
I. Vorüberlegung
II. Meinungsbildungsrelevanz als zentrales Element des materiellen Anwendungsbereichs
III. Gefährdungsregulierung als Alternative zur Begriffsregulierung
1. Linearität als ungeeignetes Merkmal zur Abstufung der Regulierungsintensität
2. Abstufung nach Gefährdungspotential
IV. Reichweite als Konkretisierung von Meinungsbildungsrelevanz
V. Zwischenergebnis
3 Übertragung auf die AVMD-Richtlinie
I. Konzept
1. Ziele
2. Abgrenzung und Abstufung anhand von Schwellenwerten.
II. Ausgestaltung der Kriterien des materiellen Anwendungsbereichs.
Notes:
CC BY-NC-ND
Description based on print version record.
ISBN:
9783631782378
3631782373
Access Restriction:
Unrestricted online access

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